“Mehr soziale Gerechtigkeit als Antwort auf Sorgen”

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Foto: Dieter Jacobs

TRIER. “Erfolgreiches Wirtschaften und eine stabile Sozialpartnerschaft sind ein Markenzeichen unseres Landes. Die Landesregierung wird ihren Kurs für gute und fair bezahlte Arbeit fortsetzen“, hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) heute beim Frühjahrsempfang des DGB der Region Trier erklärt. Eine stabile Sozialpartnerschaft trage zur Arbeitszufriedenheit und zum Erfolg der Unternehmen bei. Sie müsse auch in Zeiten der Digitalisierung für die Zukunft gesichert werden.

“Rheinland-Pfalz ist ein wirtschaftlich starkes Land, unser Konjunkturklima ist gut”, betonte die Ministerpräsidentin ferner. Allerdings mache ihr der wachsende Nationalismus in Europa, die langsam sichtbar werdenden Folgen des Brexits und die Unsicherheiten durch die Präsidentschaft von Donald Trump zunehmend Sorgen. Deshalb sei es so wichtig, täglich auf die Errungenschaften des “Friedensprojekts Europa” hinzuweisen. “Unternehmen brauchen Weltoffenheit”, betonte Dreyer.

“Die Antwort auf die Sorgen der Menschen ist mehr soziale Gerechtigkeit”, erklärte die Ministerpräsidentin. Menschen brauchten mehr Sicherheit. Wer seinen Job verloren habe und Arbeitslosengeld I beziehe, dürfe nicht nach kurzer Zeit in die Grundsicherung fallen. “Hier geht es um den Respekt vor der Lebensleistung”, unterstrich Dreyer. Sie wolle zudem eine Solidarrente oberhalb der Grundsicherung. “Auch sachgrundlose Befristungen bei Arbeitsverträgen empfinden vor allem junge Menschen, die ihr berufliches und privates Leben planen wollen, als ungerecht”, betonte die Ministerpräsidentin. “Das ist nur zu schaffen, wenn Gewerkschaften und Betriebsräte gemeinsam für Tarifautonomie, Mitbestimmung und Weltenoffenheit kämpfen.” (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured 6 Kommentare

6 Kommentare zu “Mehr soziale Gerechtigkeit als Antwort auf Sorgen”

  1. paddy

    Mehr soziale Gerechtigkeit ist nur die Antwort für einen Teil der sogenannten Abgehängten. Nicht jeder AfD-Wähler ist ein Sozialhilfeempfänger der Angst hat, dass ihm Ausländer die Jobs und den Wohnraum wegholen. Für einen großen Teil geht es nicht nur um materielle sondern ideelle Werte. Der große Konsens unter den im Bundestag vertretenen Parteien hinsichtlich der multikulturellen, werteneutralen und kosmopolitischen Weltbürger-Gesellschaft ist vielen gut situierten bürgerlich Konservativen ein Dorn im Auge. Mit längerem Anspruch auf Arbeitslosengeld (Schulz) holt die keiner zurück…

     
  2. Jan Altman

    “Jobs und den Wohnraum wegholen”. Wegnehmen, es heißt wegNEHMEN!

     
  3. ali100

    In Trier heisst es bekanntlich …holen!

     
    • Jan Altman

      Ich weiß aber ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen.

       
      • paddy

        Man soll sich doch integrieren 😉

         
  4. Peter Buggenum

    ” “Die Antwort auf die Sorgen der Menschen ist mehr soziale Gerechtigkeit”, erklärte die Ministerpräsidentin. ”

    Ja der Bundeswahlkampf steht bevor und es wird von SPD und Konsorten, hier in Person von Frau Dreyer, wieder viel Unsinn verzapft.

    Ein Beispiel für soziale Gerechtigkeit ala SPD findet man hier:

    https://youtu.be/Dx18CGA9xL8

     

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