Millionenschwere Morgengabe für die grüne Braut

Dienstnachmittag, 16 Uhr, Gelände der Egbert-Schule: In Schutzanzügen und Atemmasken betreten Stadträte und Mitglieder des Schulausschusses das Gebäude an der Olewiger Straße - unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Dienstnachmittag, 16 Uhr, Gelände der Egbert-Schule: In Schutzanzügen und Atemmasken betreten Stadträte und Mitglieder des Schulausschusses das Gebäude an der Olewiger Straße – unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

TRIER. CDU und Grünen planen nach reporter-Informationen, offenbar noch im Dezember, spätestens jedoch Anfang kommenden Jahres einen Grundsatzbeschluss zum Neubau der Egbert-Grundschule als Antrag in den Trierer Stadtrat einzubringen. Schuldezernentin Angelika Birk (Grüne) hatte die Fraktionen jüngst erneut aufgefordert, ihre Positionen dazu einzureichen. Am vergangenen Montag wollte Birk die Angelegenheit zudem im Stadtvorstand beraten. Am Dienstag trafen sich ferner Stadträte und Mitglieder des Schulausschusses unter Ausschluss der Öffentlichkeit, um das Gebäude an Olewiger Straße in Augenschein zu nehmen. Der reporter war ebenfalls vor Ort und wurde von Erwin Kuhn von der städtischen Gebäudewirtschaft und Dezernentin Birk vom Gelände verwiesen. Nach der Begehung tagte der zuständige Ausschuss. Die Tagesordnung wurde jedoch erst am Mittwoch, einen Tag nach der Ausschusssitzung, im Ratsinformationssystem der Stadt veröffentlicht. Dahinter könnte nach Einschätzung von Beobachtern Absicht stecken. So solle verhindert werden, heißt es auf den Fluren des Rathauses, dass die Presse zu früh informiert ist. Denn der durchaus heikle Punkt, der den Neubau von Egbert betrifft, wurde im nichtöffentlichen Teil ohne eigenen Tagesordnungspunkt unter der nichtssagenden Überschrift “Schulangelegenheiten” behandelt. Die Kosten für den Egbert-Neubau sollen nach Schätzungen weit über dem von der Verwaltung veranschlagten Betrag von 3,5 Millionen Euro liegen. Von fünf Millionen Euro und mehr ist inzwischen die Rede.

Die Nerven liegen offenbar blank. Auf Antrag von CDU, Grünen und Linken fand am Dienstagnachmittag vor der Sitzung des Schulträgerausschusses eine Gebäudebegehung in der wegen Schimmelbefalls geschlossenen Egbert-Grundschule statt. Auch der reporter war vor Ort. Da das Tor an der Olewiger Straße weit offen stand, war auch der Zugang zum Gelände frei. Heftige Proteste der Stadträte und Mitglieder des Schulausschusses, als die Kamera die in weiße Schutz-Overalls und Atemschutzmasken gehüllten Kommunalpolitiker ablichtete. “Ich werde dagegen vorgehen, dass Sie hier fotografieren”, sagte Elisabeth Tressel (CDU). “Sie wollen doch nur zeigen, wie gefährlich es ist, in das Gebäude zu gehen”, polterte Thorsten Kretzer von den Grünen. Schließlich wurde der reporter durch Erwin Kuhn von der städtischen Gebäudewirtschaft vom Gelände verwiesen und von Schuldezernentin Angelika Birk (Grüne) höflich, aber bestimmt hinauskomplimentiert. Egbert ist seit Oktober 2013 wegen Schimmelbefalls geschlossen. Derzeit werden die rund 150 Schülerinnen und Schüler im Gebäude der ehemaligen Grundschule in Kürenz unterrichtet.

Ortsvorsteher Dominik Heinrich (Grüne) ist ein Befürworter des Egebert-Neubaus im Gartenfeld.

Ortsvorsteher Dominik Heinrich (Grüne) ist ein Befürworter des Egbert-Neubaus im Gartenfeld. Foto: Grüne Trier

Die Entscheidung über den Fortbestand von Egbert gilt neben der Wahl des neuen Baudezernenten als eine der beiden Nagelproben für das anvisierte schwarz-grüne Bündnis im Trierer Rat. Die Union hat sich von ihrer ursprünglichen Position, Egbert grundsätzlich infrage zu stellen, inzwischen weit entfernt. Die Grünen wollen Egbert mit ihrem Ortsvorsteher Dominik Heinrich an der Spitze im Gartenfeld halten. Jetzt zeichnet sich ab, dass die beiden neuen Bündnispartner mit einem Neubau an der Olewiger Straße, zumindest aber im Stadtteil Gartenfeld liebäugeln. Der Stadtrat soll nach reporter-Informationen dazu voraussichtlich noch im Dezember, spätestens jedoch Anfang des neuen Jahres einen Grundsatzbeschluss fassen. Für die Freien Wähler (FWG), die sich bisher für den Erhalt aller Grundschulen ausgesprochen hatten, ist damit die Grenze überschritten. “Nach intensiven Beratungen zur Zukunft der Egbert-Grundschule kann die FWG-Fraktion zum jetzigen Zeitpunkt keine Zustimmung zu einer etwaigen Vorlage ‘Grundsatzbeschluss Neubau Egbert’ geben”, heißt es in der Stellungnahme der Freien Wähler, die dem reporter vorliegt, an Dezernentin Birk.

Fraktions-Chefin Christiane Probst begründet die ablehnende Haltung der Freien Wähler gegenüber dem reporter: “Einen Grundsatzbeschluss zum Neubau von Egbert zu fassen, können wir wegen der damit verbundenen finanziellen Risiken und der Folgen für die gesamte Schullandschaft nicht verantworten.” Probst kritisiert ferner den Zeitdruck, unter den die Fraktionen von Birks Dezernat gesetzt worden seien. Innerhalb eines Monats hätten sich die Fraktionen umorientieren sollen – von der Sanierung im Bestand hin zum Grundsatzbeschluss für einen Neubau. Zudem verweist Probst auf die hohen Kosten bei den Brandschutzmaßnahmen in anderen Schulen. Dafür sind alleine im Haushalt 2015 über acht Millionen Euro vorgesehen. Für die FWG sei es deswegen “vielmehr angebracht, dass die Verwaltung – bevor man einen derartigen Beschluss erbittet –, dem Stadtrat eine Prioritätenliste über die wichtigsten anstehenden Schulobjekte vorlegen muss. Die Verwaltung steht in der politischen Verantwortung und muss zunächst ihre Hausaufgaben erledigen, bevor man dem Stadtrat die Verantwortung zuschiebt”.

CDU und Grüne stramm Seite an Seite

Aktuell liegen die Kosten für den Neubau der Egbert-Schule nach Schätzungen der Verwaltung bei rund 3,5 Millionen Euro. Kritiker aus der FWG, aus der FDP und auch aus der SPD zweifeln die Glaubwürdigkeit der Kalkulation jedoch stark an. “Ich schätze”, sagt Probst, “dass wir am Ende etwa bei fünf Millionen Euro liegen werden.” Gerade durch die lange Planungs- und Bauzeit – die FWG rechnet mit rund sechs Jahren – sei mit erheblichen Mehraufwand zu rechnen. “Die Erfahrung hat gezeigt, dass Kalkulationen in der Vergangenheit nie realistisch waren.”

Doch CDU und Grüne spekulieren offenbar darauf, dass sie die millionenschwere Morgengabe der Union an den neuen Bündnispartner mit ihrer Mehrheit von einer Stimme durch den Rat bringen werden – zumal die Linke bereits ihre Unterstützung signalisierte. Dabei wehte im Frühjahr noch ein ganz anderer Wind zu Egbert durch die Reihen der Christdemokraten. Elisabeth Tressel von der Union wurde in den Medien so zitiert: “Vor einem Jahr hat keiner gedacht, dass Egbert zu so einem Problem werden könnte. Es wäre nicht seriös, einen Neubau anzukündigen.” CDU-Fraktions-Chef Dr. Ulrich Dempfle äußerte sich ähnlich. Bei Egbert habe man im Schulentwicklungsplan mit den Grünen einen ungeliebten Kompromiss eingehen müssen, weil deren Ortsvorsteher Dominik Heinrich die Schule unbedingt in seinem Stadtteil habe erhalten wollen, sagte der Notar. In der Unions-Fraktion machte das Wort von der grünen Kröte die Runde. Die habe die CDU schlucken müssen.

Noch im Frühjahr hatte die CDU die Entscheidung, Egbert zu erhalten, scharf kritisiert.

Noch im Frühjahr hatte die CDU die Entscheidung, Egbert zu erhalten, scharf kritisiert.

Heute marschieren die Christdemokraten stramm an der Seite der Grünen, auch wenn Kritiker der Dempfleschen Versöhnungspolitik davon sprechen, man gebe den Grünen alles, nur um dieses Bündnis zu bekommen. “Wir schlucken inzwischen ja jede grüne Kröte”, sagt ein Konservativer denn auch süffisant. So wurde die Verwaltung erneut aufgefordert zu prüfen, ob innerhalb des Gartenfeldes Ausweichmöglichkeiten für Egbert bestehen. Doch das hatte das Rathaus längst geprüft, und die TRIWO hatte ihrerseits längst signalisiert, dass in ihrem Gebäude kein Platz für die Schule sei. “Was die Verwaltung aber nicht geprüft hat”, sagt Ortsvorsteher Heinrich, “ist das Gebäude des Kommunalen Studieninstituts.” Das liegt in der Hermesstraße und damit ebenfalls noch im Gartenfeld.  FWG, SPD und FDP hatten dazu kritisiert, dies binde unnötigerweise Verwaltungsressourcen, die für wichtigere Aufgaben gebraucht würden.  Ein Teil des TRIWO-Gebäudes war ohnehin bereits vor dem grün-schwarz-roten Schulterschluss von CDU, Grünen und Linken abgerissen worden. Also wurden die Fraktionen im nächsten Schritt von der zuständigen Dezernentin Angelika Birk (Grüne) erneut aufgefordert, bis zum vergangenen Freitag ihre Positionen zum Egbert-Neubau noch einmal darzulegen. Doch auch das hatten die Fraktionen längst getan.

CDU und Grüne drängen nun auf eine schnelle Entscheidung – auch gegen den Beschluss des Stadtrates von März 2013, in dem die Positionen und die Entscheidung der Fraktionen deutlich werden. Denn der Beschluss sieht laut Schulentwicklungspapier nur vor: “Die Grundschule Egbert bleibt ohne Aus- oder Neubau erhalten. Die Schulbezirksgrenzen sind so zu verändern, dass die zusätzlichen Kinder von Ausonius und Olewig aufgenommen werden können, ohne dass Egbert erweitert werden müsste.” Selbst diese Entscheidung ging Dempfle und der CDU als Garantie für Egbert noch zu weit. Damals hagelte es heftige Kritik aus den Reihen der Union an den Grünen. Das hat sich inzwischen durch die geplante Hochzeit mit der ehemaligen Alternativ-Partei grundlegend geändert.

Die FDP hingegen hatte die hohen Sanierungskosten für die Schule bereits frühzeitig und zwischenzeitlich immer wieder scharf kritisiert. Die FWG wendet sich ihrerseits nun gegen den Neubau. Die SPD folgt den Freien Wählern in deren Ansicht. Der künftige Oberbürgermeister, Wolfram Leibe (SPD), hatte erst jüngst im Interview mit dem reporter deutlich gemacht: “Nichts gegen die Egbert-Schule, hier wurde und wird gute pädagogische Arbeit geleistet. Aber wir haben hier eine kleine Schule, deren Sanierung rund zwei Millionen Euro kosten soll. Der Ausbau auf einen zeitgemäßen Standard dürfte circa vier Millionen Euro kosten. Und wir haben freie Kapazitäten in anderen Schulgebäuden für diese kleine Schule”, hatte Leibe gesagt und damit seine Position aus dem Wahlkampf wiederholt.

Carola Siemon, die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, macht den Standpunkt der Genossen deutlich: “Wir sind gegen die Sanierung, und wir sind erst recht gegen den Neubau.” Dafür müsse zu viel Geld in die Hand genommen werden, das dann anderorts fehlte. “Unsere Position ist klar”, so Siemon, “wir sind für die Zusammenlegung von Egbert mit der Grundschule Olewig.” Siemon rechnet mit einer noch längeren Planungs- und Bauphase als die Kollegin Probst von der FWG. “Zehn Jahre, schätze ich”, sagt sie. Nicht abzusehen sei ferner, was passiere, würden bei den Grabungen in der Nähe des Amphitheaters archäologische Funde gemacht. “Dann steht da mal für ein bis zwei Jahre alles still”, befürchtet die Stadträtin. “CDU und Grüne tun der Schule keinen Gefallen damit, dass sie jetzt auf einen Neubau drängen”, kritisiert Siemon ferner.

Dienstagnachmittag, 16 Uhr, Gelände der Egbert-Schule: In Schutzanzügen und Atemmasken betreten Stadträte und Mitglieder des Schulausschusses das Gebäude an der Olewiger Straße - unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Dienstagnachmittag, 16 Uhr, Gelände der Egbert-Schule: In Schutzanzügen und Atemmasken betreten Stadträte und Mitglieder des Schulausschusses das Gebäude an der Olewiger Straße – unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Uneingeschränkte Rückendeckung erhalten CDU und Grüne hingegen von den Linken. “Wir sind nach wie vor für den Erhalt aller Grundschulen”, sagt Marc-Bernhard Gleißner, Sprecher der Linksfraktion im Rat. “Wären wir das nicht, würden wir uns unglaubwürdig machen.” Die Kosten spielen für die Linken keine Rolle. “Jahr und Tag ist von der Verwaltung geschlampt worden”, so Gleißner, “aber Investitionen in die Schulen sind für uns Investitionen in die Zukunft.” Der Linken gehe es nicht nur um Egbert. “Uns geht es darum, alle Grundschulen zu erhalten – trotz der Kosten”, betont der Vorsitzende der Linksfraktion.

Bei der AfD ist man derzeit noch hin und her gerissen. “Einerseits stehen wir zu unserem Grundsatz”, betont Fraktions-Chef Michael Frisch, “die Schulen möglichst wohnortnah zu erhalten.” Andererseits sehe die “Alternative” bei Egbert auch horrende Kosten auf die Stadt zukommen. “Und da müssen wir überlegen, ob das Geld nicht anderweitig – etwa bei den weiterführenden Schulen – sinnvoller verwendet werden kann.”

Einen Beschluss fasste der Schulträgerausschuss im geheimen Teil seiner jüngsten Sitzung am Dienstag nach reporter-Information übrigens nicht. Dezernentin Birk präsentierte die Fakten aus Sicht ihres Dezernats. In der anschließenden, teils heftigen Diskussion wurden die verhärteten Fronten deutlich. CDU und Grüne gemeinsam mit Paul Hilger von den Linken einhellig gegen die SPD und die Vertreterin der FWG. FDP und AfD sind im Ausschuss nicht vertreten. (et)


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Erstellt am Autor Eric Thielen in Featured, Politik 7 Kommentare

7 Kommentare zu Millionenschwere Morgengabe für die grüne Braut

  1. Rüdiger Rauls

    Sieht so Transparenz aus, dass man Medien verbietet, sich ein unabhängiges Bild von der Lage zu machen? Würde Ähnliches in Russland und China passieren, gilt so etwas als Gängelei der Medien. Was ist es bei uns?
    Ist das der neue Wind bei den Grünen? Die Zusammenarbeit mit der CDU scheint schon erste Früchte zu tragen. Wieder wird eine heilige Kuh geschlachtet auf dem Altar der Machtteilhabe, die Transparenz. Das war früher einmal eine Forderung, mit der sich die Grünen von den anderen Parteien abzuheben vorgaben. Man trug sie vor sich her wie die Monstranz bei der Fronleichnamsprozession als weithin sichtbares Aushängeschild mit der Aufschrift: Wir sind die Besseren.

     
  2. Wolf

    Ach Du lieber Gott.
    Was ist das denn für eine peinliche Nummer mit den Schutzanzügen.
    Ich habe das umfangreiche Sachverständigengutachten über die Ursachen und die Höhe der Schimmelschäden gelesen. Da steht eigentlich GARNICHTS von einer Gesundheitsgefährdung – nur bei besonderer Exposition und Immunerkrankungen (wenn überhaupt).

    Herr Thielen: besorgen Sie sich mal das Gutachten von den Eltern (die haben das) und lesen Sie es durch – zu den Ursachen, zu der Auswirkung und dann stellen Sie einmal die Comicveranstaltung hier in einen Zusammenhang mit dem tatsächlichen…

    Danke für das Am-Ball-Bleiben hier!

     
  3. Richard Gecko

    Zunächst einmal Daumen hoch für die neue Plattform von Herrn Thielen. Lokalo ist ja auch nicht mehr lesbar, seit dieser gegangen (worden ??) ist. Immer schön weitermachen mit Live Tickern von konspirativen Parteitagen oder ähnlichen und vor allen Dingen auch hier. Das Egbert Dilemma ist ein Paradebeispiel wie gleich die Stadtteile behandelt werden und wie der Wähler kackfresch von den kommunalen “Politgrößen” veräppelt wird. Wenn ich schon diese “Wir sind Egbert” Schilder lese auf denen ein Häufchen Kinder dargestellt ist, für die die Stadt nun schlappe 3-5 Mio. Euros anpacken soll, falle ich vom Glauben ab.

    Lasst euch die Anmeldezahlen geben Leute. Dann seht ihr alle wie wir verarscht werden. Kann mir einer einen Grund nennen warum Mitte Gartenfeld nen Sonderstatus haben soll? Weil es das Grünenghetto ist ? Da pinselt man sinnlose Fahrradwege auf und hackt auf Bauvorhaben im Nachbarstadteil rum weil man “seinen” Nahkauf erhalten will ???

    Das der Demplfe sich nicht zu schade ist, sich vom Trierer Grünen Häufchen Elend vor die Leine zu spannen… Es ist vollkommen richtig geschrieben, dass die CDU alles erdenkliche macht um den Grünen zu gefallen. Das bei den Linken Geld keine Rolle spielt ist auch nix Neues, die sind ja scheinbar eh fern von gut und böse … unglaublich …

    Sind sich die notorischen Egbert Nörgler eigentlich im klaren dass ihr jetziger Aufstand und die eventuell damit verbundene Entscheidung ihren Kindern in der weiterführenden Schule schaden wird, weil dort die notwendigen Maßnahmen nicht umgesetzt werden nur damit eine 1! zügige Egbertschule neu gebaut werden kann ?

    Warum bleibt nicht alles so wie es ist ? Die Kinder sind gut untergbracht in Kürenz und das kostet im Vergleich mal gerade nix ! Vielleicht schenken wir einfach Kürenz an Mitte Gartenfeld, dann hat der Heinrich seine Schule und auch einen Grund gegen den Edeka/Aldi Neubau vorzugehen !

    An der Stelle schliesse ich mich dem Wolf an … Danke fürs am Ball bleiben !

    Scheinbar nicht …

     
    • Petra68

      Bravo Richard!
      Es ist einfach nur noch zu Kopfschütteln! Es fehlen einem die Worte! Kann da nicht mal jemand auf den Tisch hauen und dieses Gelände einfach gewinnbringen verkaufen und diese Handvoll Kinder mit dem Bus zur RSR oder nach Olewig fahren oder einfach alle weiterhin nach Kürenz (zusammen mit den armen Kürenzer Kindern) gehen lassen.
      Dass die CDU sich da vor den Karren spannen lässt ist nur peinlich und dass die Grünen mit der CDU kuschelt löst nur fremdschämen aus! Es wird einem aus unserer Generation einfach nur schlecht, wenn man das mit anschaut. Diese neuen CDU-angehauchten Grünen haben jegliche Sympathien verloren!

       
      • Rüdiger Rauls

        Ja, ja. Immer wollen diejenigen, die ihre Wünsche und Interessen nicht berücksichtigt sehen, dass da jemand daher kommt, der „auf den Tisch haut“. Hört sich zwar sehr entschlossen und bodenständig an, ist aber realitätsfern. Wer sagt denn, dass das dabei herauskommt, was diejenigen wünschen, die nach dem Auf-den-Tisch-Hauer rufen. Wir leben nicht in einer Diktatur oder Monarchie, wo einer alleine bestimmt, was gemacht wird. Wir leben in einer Demokratie. Das ist eine Gesellschaft, in der jeder mitreden kann, auch wenn er nichts zu sagen hat. Das ist aber auch eine Gesellschaft, in der nicht nach Vernunft entschieden wird, wie so manche glauben, sondern nach Mehrheiten. Deren Entscheidungen müssen nicht vernünftig sein, sondern eine Mehrheit finden. Da spielen Interessen die entscheidende Rolle. Das Gerede von der Vernunft ist nichts anderes als das Deckmäntelchen für die eigenen Interessen.
        Es ist ja keine Schande, sich für die eigenen Interessen einzusetzen. Im Gegenteil. Nur muss man dann akzeptieren, dass in einer Interessensgesellschaft namens Demokratie, andere das auch machen. Das Problem bei der Sache ist halt eben nur die Frage: „Wie führe ich den Kampf für meine Interessen zum Erfolg?“ Das wird schwierig, wenn alle diejenigen, die nichts zu entscheiden haben, nur gegen einander kämpfen, wie es in der Frage der Grundschulen geschehen ist. Die Eltern jeder einzelnen Grundschule haben doch nichts anderes versucht, als sich einen Vorteil gegenüber den anderen zu verschaffen. Aber sie selbst hatten nicht die Macht der Entscheidung darüber. Diese Macht lag beim Stadtrat und der Verwaltung. Und diese beiden Gremien haben es bestens verstanden, die Eltern gegeneinander auszuspielen. Immer wieder wurden neue Lösungen in die Runde geworfen, die bei einer anderen Gruppe die Hoffnung nährten, dass die wirklichen Entscheider nun ihren Interessen den Vorzug gaben. Und so wechselte das Glück, das die Entscheidung anderer brachte, immer wieder hin und her zwischen den verschiedenen Elterngruppen. Wer sich vor kurzem noch als Sieger wähnte, war bald schon der Geprellte. Und noch ist nicht aller Tage Abend. Noch immer kann das launenhafte Schicksal, hier die Interessen von Stadtrat und Verwaltung, zu anderen Entscheidungen kommen. Und mittlerweile sind die Eltern untereinander so zerstritten, dass keine gemeinsame Lösung mehr möglich scheint.
        Diese hätte darin bestanden und besteht immer noch darin, dass die Eltern aller Schulen sich untereinander solidarisieren. Denn die Entscheidung über die Schulpolitik liegt nicht in ihrer Macht. Ihre Entscheidung besteht nur darin, ob sie gemeinsam handeln oder ob sie sich weiterhin gegeneinander ausspielen lassen von denen, die letztlich die Entscheidungen treffen. Aber wer immer die harte Faust braucht, die irgendwo drauf oder reinhaut, ist nicht bereit zum freundschaftlichen Händedruck mit denen, die in ähnlicher Lage sind, wie man selbst. Die Faust, die drauf haut, kann auch den treffen, der nach ihr ruft.

         
  4. Ich halt

    Ich weiß gar nicht mehr was ich noch schreiben soll,es ist so was von einem schlechten Witz. Das erinnert mich aber an die Worte meiner Kinder “Ich will aber” jetzt und sofort. Aber auf diesem Weg vieleicht mal einen große Dank an die Grünen (vor allem Herrn Heinrich) der CDU und den Linken. Danke dafür, dass meine Kinder an weiterführenden Schulen auf bitter Notwendige Reperaturen oder sonstige Masnahmnen verzichten müssen (aber es ist ja wichtig in jungen Jahren schon sowas zu lernen das prägt für´s Alter), nur weil sich hier einer ein Denkmal setzen will, und die anderen die schwarz/grüne Hochzeit auf den Weg bringen wollen. Hier wird sich auf ganz ganz hohem Niveau verkauft. Und was noch viel schlimmer ist, unsere Kinder werden verkauft.

     
  5. Vincent Vega

    Hat denn der normale Bürger eine Chance sich zu wehren? Kann man eine Petition gegen sinnloses Geldverschwendung in Egbert starten? Ich glaube, es kämen ordentlich Unterschriften zusammen. Es ist wirklich beschämend wie sich Parteien verhalten. Da ist den Linken egal wieviel Geld ausgegeben wird, da die Linke ja alle Grundschulen erhalten will. Ich glaube, die Eltern der vertriebenen Kinder bekommen nen riesen Hals, da über deren Kinder verfügt wurde, damit andere Kinder ne neue Schule bekommen. Wer hat eigentlich das letzte Wort, wenn der Heinrich den Stadtrat kommandiert hat? Kann man irgendwie juristisch dagegen vorgehen ?

     

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