Mit Poesie und Musik gegen Ausgrenzung

Jonas Mich und Amin El Gafarawi spielen bei "Geschichte wiederholt sich". Foto: Band

Jonas Mich und Amin El Gafarawi spielen bei “Geschichte wiederholt sich”. Foto: Band

TRIER. Wellen, Fluten, unkontrollierter Zuzug: In der intensiv geführten Debatte über die aktuelle Flüchtlingsbewegungen nach Europa tauchen häufig Vokabeln und Metaphern auf, die die Unübersichtlichkeit und scheinbar beispiellose Menge der Migrationsströme betonen. Dabei sind Flucht, Vertreibung und die damit verbundene Diskriminierung kein neues Thema in Deutschland: Etwa zwölf bis 14 Millionen Deutsche und deutschstämmige Angehörige verschiedener Staaten waren zwischen 1944/45 und 1950 davon betroffen. Ein grenzüberschreitendes Jugendprojekt zieht nun in fünf Städten der Großregion diese Parallelen, um auf die Aktualität des damaligen Problems aufmerksam zu machen. Am 14. Mai werden die Ergebnisse im Karl Marx-Haus präsentiert.

Das Projekt “Geschichte wiederholt sich/L’histoire se répète”, das vom “Espace culturel de la Grande Région in Luxemburg” koordiniert wird, soll vor allem von Jugendlichen für Jugendliche gestaltet werden. Organisiert wird es deshalb von jungen Menschen aus Trier und Luxemburg, die 2016 ihre freiwilliges soziales Jahr (FSJ) in einer kulturellen Einrichtung absolvieren – für Trier hat Barbara Koll, FSJlerin im Kulturbüro der Stadt, die insgesamt fünf Abende federführend mit organisiert. Jetzt steht das Programm, wie die 20-Jährige zwei Wochen vor dem Event in Trier erleichtert feststellt: “An jedem Abend werden fünf Poetry Slamer aus den verschiedenen Regionen ihre eigens für das Projekt geschriebenen Texte rund um das Thema Flucht und Ausgrenzung vortragen. Kurzfilme und Musikeinlagen runden das Programm ab. Für Trier konnten wir zum Beispiel das junge Singer Songwriter-Duo Jonas Mich und Amin El Gafarawi gewinnen.”

Neben den drei Hauptabenden – am 7. Mai in Esch sur Alzette, am 14. Mai in Trier und am 28. Mai in Saarbrücken – sind zwei weitere Veranstaltungen inklusive Workshops in Lothringen und der Wallonie geplant. Alle Informationen zu den weiteren Veranstaltungen finden sich auf der Internetseite der Großregion grrrrr.eu. In Trier startet die Veranstaltung am 14. Mai im Karl-Marx-Haus ab 18.30 Uhr. Peter Stablo vom Kulturraum Trier e.V. wird durch das Programm führen. Der Eintritt ist frei. (tr)


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