Musik, Wein, Bier – Start für das Zurlaubener Heimatfest

Es spritzt ein wenig, doch dann ist der Zapfhahn drin. Das Publikum hält’s für die Ewigkeit fest. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Bei bestem Wetter ist das Zurlaubener Heimatfest am Freitagabend gestartet. Mit zünftigen Hammerschlägen trieb Schirmherr Markus Leineweber, Hausoberer der Barmherzigen Brüder, gegen 18.30 Uhr den Zapfhahn ins Fass und eröffnete damit offiziell das 63. Zurlaubener Heimatfest.

Von Rolf Lorig

Die “Duckentcher” eröffnen das Zurlaubener Heimatfest

Zurlauben, kurz nach 18 Uhr. Der Betrieb auf der Promenade ist noch sehr überschaubar. Kein Wunder, sind doch die Menschen in den Verkaufsständen noch mit vorbereitenden Arbeiten beschäftigt. Fässer werden angeschlossen, Bratwürste und Steaks auf den Grill gelegt, Verkaufswaren ausgelegt.

Auf der Bühne, gegenüber der neuen Freitreppe, wird aber schon gearbeitet. Die “Duckentcher”, aus dem Zurlaubener Gesellschafts- und Karnevalsleben nicht mehr wegzudenken, geben alles, um das frühe Publikum aufzulockern. Das ist zu diesem Zeitpunkt noch sehr überschaubar, nimmt aber minütlich an Menge zu. Während die “Duckentcher” den neuen Damm besingen, treffen die ersten Lokalpolitiker ein. Oberbürgermeister Wolfram Leibe weilt im Urlaub; er wird an diesem Abend von Dezernent Thomas Schmitt vertreten. Die Politiker laufen sich warm, gehen auf die Festbesucher zu, drücken Hände, klopfen auf Schultern. Gut, man kennt sich in Trier. Doch weiß man auch, dass die Rheinland-Pfälzer im kommenden Jahr ihre Kommunalparlamente wählen.

Einer, der ebenfalls viele Hände schüttelt, ist der Olewiger Winzer Peter Terges. Wegen des Bieres ist er bestimmt nicht an die Mosel gekommen: “Ich hab’ in meinem Leben noch kein Bier getrunken”, strahlt der Winzer, der an der Mosel dank einer reichhaltigen Auswahl natürlich nicht auf seinen geliebten Wein verzichten muss. Es ist eher die Solidarität mit den ausrichtenden Vereinen, die für sein Kommen verantwortlich zeichnet. Schließlich richten die Olewiger Winzer am ersten August-Wochenende das 70. Trier-Olewiger Weinfest aus. Und da ist Peter Terges bekanntlich der Motor des fröhlichen Treibens.

Buntes Treiben in chicem neuen Ambiente

“Eine wunderschöne neue Treppe”

Im Namen des MGV Zurlaubens begrüßt Hans-Karl Meunier dann das Publikum. Und kann nicht umhin, der Stadt Trier seine Anerkennung zum Ausdruck zu bringen: “Die Stadt hat, auch wenn sie kein Geld hat, Zurlauben hier eine wunderschöne neue Treppe zur Verfügung gestellt.”

Diese Meinung teilt auch Schirmherr Leineweber, der selbst einige Jahre in Zurlauben wohnte. Amüsiert zeigt er sich über das (gespielte) Erstaunen Meuniers, der sich über seine Zusage (“Der hat komischerweise sogar sofort zugesagt”) für das Protektorat gewundert hatte. Nicht nur, dass er einige Jahre in Zurlauben gewohnt habe, er sehe das Fest auch aus der Sicht des nur wenige Meter entfernten Nachbars, dem Brüderkrankenhaus. Gerne habe er deshalb die Schirmherrschaft dieses traditionsreichen Festes übernommen, betonte der Hausobere. Sein besonderer Dank gilt allen, die sich in den kommenden Tagen dafür einsetzen werden, dass die Menschen fröhlich und entspannt am Moselufer eiern können.

Auch Cheforganisator Christian Reichert hat einige kurze Dankesworte im Gepäck. Sie gelten vor allem den freiwilligen Helfern des MGV Zurlauben und der KG “M’r wieweln noch“ en Zalawen 1911”.

Und damit sind dann genug der Worte gewechselt. Der Schirmherr wird zünftig mit einer Lederschürze eingekleidet, dann treten die Helfer ans Fass. Gut, der Zapfhahn saß nicht nach dem ersten Schlag. Und etwas Bier spritzte auch. Doch das war der Tribut an Petrus. Und dem scheint es gefallen zu haben. Denn die Wetterprognose der kommenden Tage könnte besser nicht sein…


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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