Mutterhaus: Keim in der Erwachsenen-Intensivstation

Eine Fachkraft auf der Intensivstation im Klinikum Mutterhaus Mitte. Foto: Hans-Werner Bohn

TRIER. Die Klinikleitung des Mutterhauses informiert aktuell, dass im abgeschlossenen Bereich der Erwachsenen-Intensivstation ein Keim mit einem besonderen Resistenzmuster an mehreren Patienten nachgewiesen wurde. Es handelt sich dabei um einen sogenannten “4-MRGN Pseudomonas aeruginosa”. Pseudomonaden kommen häufig in der unbelebten Umgebung und im Wasser vor. “Dank unserer intensiven routinemäßigen Erregerüberwachung ist der Befall zeitnah aufgefallen und die Gegenmaßnahmen sind schnell aktiviert worden“, so der medizinische Geschäftsführer Dr. med. Christian Sprenger.

Es wurden umfangreiche Maßnahmen zur Identifizierung und Eindämmung der Keimausbreitung in diesem Bereich mit dem Trierer Gesundheitsamt abgestimmt und umgesetzt. Auch wird unter der Begleitung und Beratung des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene und des dortigen ärztlichen Leiters, Priv.-Doz. Sebastian Schulz-Stübner für höchste Patientensicherheit gesorgt. Dazu gehört auch die vorübergehende Umorganisation der Intensiv- und Intermediate-Care-Station.

Die Patientinnen und Patienten aller anderen medizinischen Abteilungen des Klinikums Mutterhaus sind davon nicht betroffen und ihre geplante Behandlung kann laut Auskunft des Klinikums ungestört und sicher weiter geführt werden.

Die Resistenzbildung von Keimen wird unter anderem durch den leichtfertigen Gebrauch von Antibiotika, beispielsweise in der Massentierhaltung, verstärkt . Im Klinikum Mutterhaus überwacht schon seit vielen Jahren eine Arbeitsgruppe die leitliniengerechte Antibiotikatherapie der Patienten. (tr)


Drucken
Erstellt am Autor trier reporter in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.