Per Mausklick in die digitale Zukunft

Neuer Glanz, neuer Service: In den LED-Lichtmasten ist WLAN integriert. Fotos: SWT

TRIER. Per Mausklick hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Montagabend die neue Beleuchtung des Trierer Hauptmarkts mit 13 LED-Stelen in Betrieb genommen, in die öffentliche Internet-Hotspots integriert sind. “Aus einer einfachen Straßenlaterne wird hier ein neues Element einer intelligenten Stadt”, sagte Dreyer. LED-Lichtmasten seien ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz, öffentliche WLAN-Hotspots ein Fortschritt bei der Digitalisierung des Landes. “Umso besser, wenn sich beides intelligent verbinden lässt”, unterstrich die Ministerpräsidentin. Von allen verfügbaren Beleuchtungstechnologien biete LED die größten Einsparpotenziale. “Daher hat das Umweltministerium nun LED-Sanierungen als neuen Schwerpunkt in sein Förderprogramm aufgenommen”, so Dreyer.

Als älteste Stadt Deutschlands, Flaniermeile, Universitäts- und Hochschulstandort gelte es, bei der Stadtentwicklung viele unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen, sagte Oberbürgermeister Wolfram Leibe. “Mit der neuen Straßenbeleuchtung erhöhen wir nicht nur die Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger, sondern stärken auch den Einzelhandel und unterstützen den Tourismus. Darüber hinaus kann die Infrastruktur perspektivisch auch für den Ausbau der Elektromobilität genutzt werden, zum Beispiel um ein E-Bike zu laden”, so Leibe.

Hornfeck, Leibe, Dreyer und Müller am Montagabend auf dem Hauptmarkt.

Die Vorstände der Stadtwerke sehen in dieser innovativen Vernetzung und Mehrfachnutzung der vorhandenen Infrastruktur große Chancen für neue Tätigkeitsfelder. “Im Zuge der Digitalisierung ergeben sich gerade im Bereich der städtischen Infrastruktur neue Möglichkeiten. Beispielsweise testen wir neben dem öffentlichen WLAN auch verschlüsselte Netze, um spartenübergreifend Zählerdaten zu übermitteln oder unseren Kunden neue Dienstleistungen anzubieten. Die Umsetzbarkeit solcher Ideen werden wir jetzt nach und nach untersuchen”, betonte SWT-Technik-Vorstand Arndt Müller. Ein Beispiel: Ab September testen die SWT das City-WLAN in drei Bussen. “Im ersten Schritt stellen wir die Versorgung durch Mobilfunkkarten sicher. In gewissen Straßenzügen sollen die Busse dann in Zukunft über die Straßenbeleuchtung mit WLAN versorgt werden”, ergänzte der kaufmännische SWT-Vorstand Olaf Hornfeck.

Dieses Multifunktionskonzept von Stadt und Stadtwerken leistet auch einen wichtigen Beitrag, die Ausbauziele der Landesregierung, 1.000 WLAN-Hotspots in 1.000 Kommunen und WLAN in allen öffentlichen Gebäuden, zu erreichen, erläuterte Dreyer. “Kostenloser Zugang zum Internet ermöglicht die Teilhabe an der modernen, digitalen Gesellschaft.” (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Gesellschaft 1 Kommentar

Kommentar zu Per Mausklick in die digitale Zukunft

  1. angelika hamood

    nun ja – ich denke die neue Beleuchtung des Hauptmarkts ist ordentlich und ausreichend geworden. Jetzt ist es an der Zeit das Lampensammelsurieum in der gesamten Innenstadt anzugehen – das grauenhafte Mischmasch an Leuchten und Lampen ( zum Teil leuchten sie nicht einmal, sind defekt oder verdreckt ) endlich abzulösen und ein einheitliches Bild zu schaffen – mit genügend Helligkeit vor allem. Die frisch renovierte TreverisBushaltstelle ist soooo dunkel – jeder fürchtet sich dort in Wartestellung besonders nach der Uhrumstellung .Beim PortaNigraPlatz
    ist es ein Wunder , dass es nicht dauernd zu Knochenbrüchen kommt , da man Stufen und Treppen übersehen kann . Der Brunnen am Kornmarkt scheint mit Taschenlampen beleuchtet zu sein . Wann werden endlich Römer -und auch Kaiserwilhelmbrücke als Denkmäler erleuchtet – Stadt am Fluss – abends ist die Mosel nur ein schwarzes Band im Stadtgebiet . Zum Karl Marx Jahr würde man gut daran tun , das Museum abends außen rot zu illuminieren – als eyecatcher – die Stadt muß endlich lernen, sich zu inszenieren .

     

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