Radverkehr in Trier – Stückwerk

Satire oder Verkehrsplanung? Straßenbemalung in der Krausstraße. Foto: Stephan Jäger

Wie viele Geschichten im Leben, so kann auch ein Kommentar zum aktuellen Umsetzungsstand der mit dem “Mobilitätskonzept 2025” im März 2005 beschlossenen Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs mit einer guten und einer schlechten Nachricht beginnen. Die gute: In der Krausstraße in Trier Süd gibt es heute einen Zweirichtungsradweg. Die schlechte: Er ist, gemessen entlang seiner Mittellinie, exakt 14 Meter und 32 Zentimeter lang und dient gefühlte 80 Prozent der Zeit seiner Existenz als Parkplatz für mindestens einen Pkw, ohne dass dies in irgendeiner Form sanktioniert oder gar unterbunden wird. Rücksichtslos von den Kraftfahrern und verantwortungslos von den Ordnungskräften. Sicherlich! In der Auswirkung in diesem Fall aber tatsächlich nicht so tragisch. Denn sinnvoll nutzen kann das Ding ohnehin niemand. Wenn es also zu irgendetwas dienen kann, dann allenfalls als Symbol für das, was die Umsetzung der vor mehr als zwölf Jahren beschlossenen Maßnahmen für den Radverkehr in Trier auch heute leider noch ist: Stückwerk! Ein Gastbeitrag von Stephan Jäger

Von der im Radverkehrskonzept formulierten Gesamtstrategie, die in absehbarer Zukunft zu einem “sicheren, komfortablen” oder auch nur funktionalen Radverkehrsnetz führen könnte, ist jedenfalls auch angesichts der bisher realisierten oder in Realisierung befindlichen Maßnahmen wenig zu sehen. Zwar sind die hierfür erforderlichen Routen und Achsen weitgehend erkannt. In die Umsetzung fließen diese Erkenntnisse allerdings offenbar nur bedingt ein. Viel mehr zeugt diese leider auch im Jahre 2017 in Trier immer noch vornehmlich von einem grundsätzlichen Nichtverstehen dessen, was Radverkehr eigentlich ist: Eine Mobilitätsform, die, wie jede andere auch, zum Ziel hat, eine Strecke zwischen zwei Punkten im Rahmen der mit ihr erreichbaren Geschwindigkeit in möglichst kurzer Zeit möglichst gefahrlos zurückzulegen.

Am Ende der Eberhardstraße fehlt die Querung, um wenigstens sicher in die bei Regen schlammige Allee zu kommen.

Die grundsätzlichen Anforderungen an Radverkehrslösungen, die diesen Namen verdienen, sind also nicht wirklich schwer zu verstehen. Und man muss dazu nicht einmal selbst seine täglichen Wege mit dem Fahrrad zurücklegen. Auch wenn man selbst ausschließlich das Auto nutzt, kann man das. Indem man einfach davon ausgeht, dass alles, was man als Autofahrer als Zumutung empfinden würde, auch für einen Radfahrer eine solche ist. Das gilt für Fahrbahnbeläge, Kreuzungslösungen, Unterbrechungen in der Wegführung und Streckenabschnitte mit auf völlig inakzeptable Werte zu reduzierender Geschwindigkeit. Das Einzige, wovon man sich frei machen müsste, ist die Grundüberzeugung, dass der Autoverkehr “aber eigentlich doch am wichtigsten ist” (und Kompromisse da, wo sie unvermeidlich sind, folglich stets zu Lasten der anderen Mobilitätsformen zu erfolgen haben). Er ist es nicht! Zumindest dann nicht, wenn die im Mobilitätskonzept 2025 formulierten Ziele “zur Stärkung des Umweltverbunds” mehr als nur Lippenbekenntnisse sein sollen.

Negativbeispiel Loebstraße

Eine gänzlich andere Sprache als die hehren Ziele des Konzepts indes spricht das, was in der Praxis derzeit realisiert wird. Aktuell traurigstes Negativbeispiel in diesem Zusammenhang ist zweifelsohne der von der Verwaltung eigenmächtig zum “Fußweg mit Radverkehrsduldung” umgewidmete “Radweg” entlang der frisch ausgebauten Loebstraße in Trier Nord. So etwas kann ohne polemische Übertreibung als Gegenteil einer Radverkehrslösung bezeichnet werden. Es ist so schlimmer, als wäre dort überhaupt nichts unternommen worden, und Radfahrer, wie in solchen Fällen vorgesehen, wenigstens ohne “Beanstandung” die Straße nutzen. So allerdings wird –”Benutzungspflicht” hin oder her – der Autoverkehr erwarten, dass der Radverkehr den “für teuer Geld angelegten” Weg nutzt.

Für Radfahrer nutzbar allerdings ist er nicht! Oder wäre irgendein Autofahrer aus Ruwer oder Kenn bereit, auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit die Strecke zwischen Pfalzeler Brücke und dem Verteilerkreis im Schritttempo zurückzulegen? “Beeinflussung des Verkehrsmittelwahlverhaltens hin zum Umweltverbund” (Ziel MoKo 2025) also? Nein! Eher eine Maßnahme, die an die betonköpfigsten Zeiten in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts erinnert, als “Radverkehrslösungen” in Trier, falls überhaupt vorhanden, ausschließlich den Zweck verfolgten, “die Radfahrer” dem motorisierten Individualverkehr aus dem Weg zu schaffen. Aus Sicht des Radverkehrs nicht mehr und nicht weniger als eine eineinhalb Kilometer lange Lücke auf einer der wichtigsten Verbindungsachsen.

Velofahrer sollen den Umweg über Am Breitenstein nehmen – erklärbar ist das nicht.

Wie wenig sich hier allerdings die Sicht des Radverkehrs offenbar mit jener der Planer deckt, zeigt ein Blick in den aktuellen Sachstandsbericht. Hier sind gleich zwei weitere (wenngleich kürzere) solche Lücken bereits als “vollständig und komfortabel nutzbar”, also somit offenbar als zufriedenstellend “gelöst” ausgewiesen: der Breitenstein und der Abschnitt Liebfrauenstraße-Domfreihof-Sieh um Dich. Vor allem im ersten Fall vollkommen unverständlich, wieso der völlig unnötige “Haken” durch den Fußgängerbereich am Breitenstein mit einer Bordsteinquerung und zwei Kreuzungen mit Wartepflicht auf kaum 50 Metern geschlagen wird, während ein paar Meter weiter ein völlig problemloses Einbiegen direkt in die Liebfrauenstraße möglich wäre. Für die gesamte Streckenführung auf diesem Abschnitt aber gilt das gleiche wie in der Loebstraße: Ein Fußgängerbereich mit Radverkehrs”duldung” ist – namentlich auf einer wichtigen Hauptachse – keine Radverkehrslösung!

Nicht deutlich weniger konfus sieht es leider nach aktuellem Stand am südlichen Ende der Innenstadt-Achse aus. Natürlich ist der komplette südliche Innenstadtbereich zwischen Konrad-Adenauer- und Römerbrücke aus Sicht des Radverkehrs sehr problematisch. Weder die Straße am Moselufer noch die Achse Matthias-/Saarstraße sind heute für Radfahrer ohne de facto inakzeptable Eigengefährdung nutzbar. Schön also, dass es dazwischen, über Nonnenfeld-Krausstraße-Zellstraße-Eberhardstraße, eine relativ verkehrsruhige Achse gibt, die eine durchaus attraktive Alternative für den Radverkehr bieten könnte und auch in den aktuellen Planungen berücksichtigt ist.

Zwar hat diese Route noch deutliche Schwachstellen wie etwa den eingangs erwähnten “Radweg” in der Krausstraße. Aber sie hat auch Potenzial: Der letzte Abschnitt über die Eberhardstraße könnte mit wenigen Handgriffen zu Triers erster echter Fahrradstraße werden. Lediglich ein paar “Verkehrsberuhigungselemente”, Kopfsteinpflasterstreifen, die momentan ausschließlich den Radverkehr “beruhigen”, müssten entfernt und für eine entsprechende Beschilderung gesorgt werden. Danach würde dann das Hauptaugenmerk der konsequenten Anbindung an die weiterführenden Routen über die Hindenburgstraße im Westen und die Weberbach im Osten gelten…sollte man meinen.

Ein weiter Weg in Trier

In der Hinderburgstraße sollen zumindest die Parkplätze links in Richtung Innenstadt demnächst einem Radweg weichen.

Aktuell in aufwändiger Umgestaltung für den Radverkehr befindlich ist allerdings eine anderer Querung der Allee: die am Ende der Saarstraße, die für Radfahrer unzumutbar gefährlich und auch im Sachstandsbericht als nur “eingeschränkt nutzbar” ausgewiesen ist. Am Ende der geplanten neuen Hauptachse steht man dagegen einmal mehr vor dem Nichts. Man darf warten “bis keine Autos mehr kommen”, was zumindest in Stoßzeiten schon mal etwas länger dauern kann. Entweder auf der Allee oder am Ende der Hindenburgstraße zeigen die Ampeln Grün – für den Autoverkehr. Wenn es dann tatsächlich mal eine Lücke gibt, kann man in den unbefestigten, bei Regen dreckigen und rutschigen Innenbereich der Allee einfahren, den man sich dann bei Schritttempo mit den Fußgängern teilt, oder sich ohne Schutzstreifen in den zweispurigen Autoverkehr auf der Allee einreihen, den man hernach, wenn man in Richtung Weberbach weiter möchte, queren muss.

Eine tatsächlich brauchbare Kreuzungs-/Anschluss-Lösung der über die Eberhardstraße führenden geplanten südlichen Hauptachse ist, zumindest nach aktuellem Sachstand, nicht vorgesehen. Einzige dort bisher realisierte Maßnahme: “Zum besseren Einfahren von der Allee aus” wurde eine begrünte Verkehrsinsel entfernt – und damit, wie zu erwarten, ein “gut angenommener”, weiterer illegaler Parkplatz geschaffen. So gehen “raumübergreifende Maßnahmen” nicht!

Insgesamt bleibt also leider weiter der Eindruck, dass es das im Radverkehrskonzept als Kommunikationsziel definierte “Fahrradfahren in die Köpfe bekommen” in Trier bisher nicht einmal bis in die der zuständigen Planer geschafft hat. Eher hat man nach wie vor den Eindruck vom Vorherrschen eines an sich längst überkommen Entweder-oder-Denkens. Verkehrsteilnehmergruppen werden gegeneinander ausgespielt, was dazu führt, dass jede eifersüchtig darüber wacht, dass die Andere ihr nichts “wegnimmt”, anstatt die Verkehrsteilnehmer als Gesamtheit zu sehen, deren Mobilitätsprobleme es mit den jeweils geeignetsten Mitteln möglichst effizient zu lösen gilt.

Argument der motorisierten Fraktion ist dabei sehr gerne: “Wir lassen uns nicht vorschreiben, wie wir uns fortzubewegen haben. Und, da sich ‘die Mehrheit’ nun mal für das Auto ‘entscheidet’, hat die Politik ‘in einer Demokratie’ die Bedürfnisse des Autoverkehrs vorrangig zu befriedigen.” Dem allerdings ist, wie ja auch im beschlossenen Mobilitätskonzept festgeschrieben, nicht so!

Mit Anlauf auf die Motorhaube: “Kreative” Radverkehrsführung im Gefälle der Bernhardstraße in Heiligkreuz. Foto: Stephan Jäger

Aufgabe einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik kann es nur sein, möglichst reibungslos funktionierende, sichere Mobilität für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Angesichts der sehr begrenzten Verkehrsfläche eines städtischen Ballungsraumes sind folglich die Mobilitätsformen bevorzugt zu unterstützen, die Mobilität für möglichst viele Verkehrsteilnehmer auf engem Raum ermöglichen. Davon aber ist ganz sicher keine das mit lediglich einer Person besetzte Auto.

Tröstlich für die Verkehrsteilnehmer, die dennoch keine wirklich praktikable Alternative zu dieser Art der Fortbewegung haben, könnte sein, dass von einer deutlichen Reduzierung des Autoverkehrs in der Stadt letztlich niemand so viel profitieren würde wie eben die Leute, die Auto fahren müssen. Leider aber verstellt das Gegeneinander- statt Miteinander-Denken und der Neid auf die “den Anderen” zugedachte Fläche darauf meist den Blick. Ebenso, wie meist nicht wahrgenommen wird, dass ja niemand “von Haus aus” einer bestimmten “Gruppe” angehört. Wer also auf kurzen Strecken in der Stadt aus dem Auto heraus dem Radfahrer sein zügiges Vorankommen neidet, der könnte ja ohne weiteres auch auf die Idee kommen, dass die Vorzüge dieser Mobilitätsform auch ihm uneingeschränkt offenstehen. Aber bis dahin ist es in Trier wohl noch ein weiter Weg.

Über den Autor

Stephan Jäger, geboren 1963 in Trier. Abgeschlossene Lehre zum Kfz-Mechaniker, danach Studium Kommunikationsdesign an der FH. Seit 2001 freiberuflicher Grafik-Designer bei fly-productions.com. Als Verkehrsteilnehmer mit Auto, Fahrrad und zu Fuß unterwegs. Rad-Nutzung sowohl als Fortbewegungsmittel im Alltag als auch als Sportgerät.


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Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Gesellschaft, Meinung 16 Kommentare

16 Kommentare zu Radverkehr in Trier – Stückwerk

  1. Münster-Fan

    Hallo Herr Jäger,
    Sie haben völlig Recht mit Ihrer Sicht auf das Trierer Radwegenetz; es ließen sich leider noch unzählige weitere Negativ-Beispiele anführen.
    Z.B. hätte man den Bereich der Hindenburgstraße von Norden aus fotografieren können, um auch zu zeigen, wie (neben dem gelben Pfarrhaus) der rote Radweg seit Jahren in dem Autoparkplatz endet.
    Z.B. Römerbrücke – Fußgänger auf der Nord- und Radfahrer auf der Südseite (jeweils für beide Richtungen) – völlig praxisfremd.
    Usw.
    Die Innenstadt würde deutlich an Lebensqualität gewinnen, wenn viele Menschen auf sicheren Wegen das Fahrrad nutzen könnten.

     
  2. Sven E.

    Die geographische Lage ist nun mal gegeben – solange Uni und Hochschulen sich auf Plateaus befinden , solange Arbeitsplätze in Trier auf dem Petrisberg oder ganz weit in Nord oder West oder Föhren neu entstehen ( wenn überhaupt …) ,solange Luxemburg die Arbeitsplätze bietet und Benzin dort billig bleibt wird diese Stadt NIE zur Radlerstadt ! All diese Radwege ( wegen Fördermitteln erkauft und erzwungen )schränken nur unnötig die Mobilität in der Talstadt ein – stauen unnötig den Verkehr auf ,schrecken nötige Einkäufer und Touristen ab und erschaffen nur weitere Unfallschwerpunkte . Wann hört das endlich auf !

     
    • Sascha

      Lieber Herr E.,
      was Sie schreiben, ist völlig falsch, es zeigt die Sichtweise von vor 50 Jahren aus der Windschutzscheibenperspektive. Was Herr Jäger schreibt, trifft den Nagel doch auf den Kopf!

      Uni und Hochschule/Petrisberg haben zu den Kernarbeitszeiten eine prima, bzw. akzeptable Busanbindung. Vor allem die HT ist mit dem Fahrrad sehr gut zu erreichen. Ich schätze, dass mindestens die Hälfte der Einpendler dorthin im engeren Umkreis wohnt und entweder Bus/Bahn oder Fahrrad nutzen könnte. Der Nahverkehr nach Luxembourg wird auch immer weiter ausgebaut, für die Meisten gibt es keinen Grund, dort mit dem Auto hinzufahren; darüber hinaus liegt in den Luxembourg-Pendlern nicht das Verkehrsproblem in Trier.
      Dies ist vielmehr in der Tatsache begründet, dass Bus/Bahn von vielen als Transportmittel der Mittellosen gesehen wird und dass Wege, die eigentlich mit Rad/Bus zurückgelegt werden können, trotzdem unnötigerweise mit dem Auto getätigt werden müssen. Darüber hinaus ist die Innenstadt mit ihren engen Straßen überhaupt nicht für so viel Verkehr ausgelegt. Es war ein riesiger Fehler, innerhalb des Alleenrings Parkhäuser zu bauen, statt diese Außen zu verteilen und einen dichten Bus-Pendelverkehr einzurichten.
      Radinfrastruktur schränkt den Autoverkehr nicht ein. Im Gegenteil, sie entlastet diesen, da unter der Voraussetzung einer nutzbaren Radinfrastruktur auch mehr Menschen das Rad nutzen, somit der gesamte Verkehr von Autos, die mit einer Person besetzt sind (und das sind nunmal 90%), entlastet wird.
      Schauen Sie sich mal französische Städte dieser Größe (oder größer) an, z. B. Strasbourg. Dort wurde dem Tramnetz, dem Fuß- undn Radverkehr viel Platz gegeben, und das auf Kosten des Auto-Individualverkehrs. Diese Städte sind in Bezug auf den Vekehr viel lebenswerter als Trier, da sie nicht in selbigem ersticken.

       
    • Stephan Jäger

      Ja, schöner kann man das missgünstige Gegeneinander, das den Stadtverkehr in Trier lähmt, eigentlich nicht auf den Punkt bringen!

      Was glauben Sie? Ihnen wäre geholfen, wenn alle die, die jetzt den Radweg (der Ihre Mobilität unnötig einschränkt) nutzen, auch noch, den fünf bis sechsfachen Straßenraum beanspruchend, im Auto unterwegs wären, das sie dann da parken würden, wo Sie parken möchten, anstatt ihr Fahrrad an den nächsten Bügel zu ketten? Glauben Sie tatsächlich, der Radverkehr ist schuld, dass Sie in der Stadt mit dem Auto nicht vom Fleck kommen?

       
  3. Graf Zahl

    Achtung, nicht die eigene Meinung posten! 😉 Ach, immer wieder dieser angenehme Diskussionsstil, schön! Ach, manchmal, so an lauen Abenden, denk ich, was alles in Trier lähmt, ist die Diskussionskultur mancher Zeitgenossen!? Muss gerade an die Zeichnung von Alles Trier denken, wie hätten Sie gerne die Blumen? IN SCHÖÖÖÖNNNNNN!!!!! (Aggro) 😉

     
  4. Rainer Landele

    meine zwei aktuellen highlights als fahrradfahrer in trier:

    paulinstraße, abfahrt in die balthasar-neumann-straße: die ampel auf der abbiegespur springt immer erst auf grün, wenn ein pkw hinter mir die kontakschleife erreicht. was aber niemand sofort macht, denn da stehe ja ich selbst…

    läßt sich aber sogar noch toppen:

    bahnhofstraße, busspur richtung porta. da ist eine fahrradampel(!) – springt auch immer erst um, wenn ein bus oder einem hält. wie kommt man da rüber? nun, wenn die fußgänger grün haben wird man halt bei roter fahradfahrer ampel. top planung!

     
  5. Jürgen Förster

    Werter Sven E.,
    ihr Beitrag beginnt eher dokumentarisch und endet als Satire – könnte man denken. Aber ich fürchte, Sie meinen es ernst!
    Die Vision der autogerechten Stadt wurde in den 60er/70er Jahren des letzten Jahrhunderts in unseren Städten verbaut, doch inzwischen hat man das fast überall als traurigen, teuren, lebensfernen Irrweg erkannt. Bei einigen Mitgliedern des Trierer Stadtrates wie auch der Verwaltung habe ich allerdings manifeste Zweifel, ob diese Einsicht auch hier schon angekommen ist…
    Man muss nicht nur nach Frankreich schauen: Freiburg, Münster, Bremen – ganz zu schweigen von den Fahrrad-Traumstädten Amsterdam und Kopenhagen, wo die Vorfahrt fürs Rad mit einem äußerst effizienten ÖPNV kombiniert ist. Leider steht bei uns in Trier das Bus-System in seiner teuren Minderqualität dem disfunktionalen Angebot fürs Radfahren in nichts nach – das kompensiert die Stadt dann mit der Nicht-Verfolgung vieler Parkverstöße. Dazu passt, dass eine innerstädtische Tankstelle offenbar erhaltenswerter ist als irgendein anderes Gebäude…
    Mein stiller Protest: ich werde weiterhin trotz aller Hürden das Gros meiner innerstädtischen Wege mit dem Rad zurücklegen – übrigens ohne dabei Sie als Autofahrer zu behindern.

     
    • Michel

      “…Fahrrad-Traumstädten Amsterdam und Kopenhagen…”
      Zumindest in Amsterdam absolut nervig und v.a. gefährlich für Fußgänger, wenn die da rücksichtslos, womöglich zugedröhnt und wild klingelnd um die Ecke geschossen kommen….zuviel Fahrrad ist auch nicht gut, da bleibt der Fußgänger auf der Strecke.

       
  6. Kopfschüttler

    Übrigens, ein Spitzen-Feature in der aktuellen AutoBild zum Thema Radfahrer/n. Echt lesens- und bemerkenswert.

     
    • Stephan Jäger

      Interessant, woher manche Leute ihre BILDung beziehen.

       
      • Graf Zahl

        Na wenigstens haben die eine! 😉

         
    • Stephan Jäger

      Ach ja, jetzt hab ichs:
      Primitivste „die Radfahrer“-Hetze auf Lokalo-Leserbrief-Niveau. Da schütten BLÖD-Zeitungs-Schmierer, die sich vermutlich für Journalisten halten, mit Fleiß Öl ins Feuer eines Konflikts, bei dem es nur Verlierer gibt, wo es Aufgabe gerade von Medien sein sollte, für Rücksicht und gegenseitigen Respekt zu werben.

      „Ihr klaut uns Autofahrern die Straße!“ Klar, dass Ihnen das gefällt, Herr Nichtrauls. Es ist halt exakt Ihr Duktus.

       
  7. Trierer Frager

    Herr “Kopfschüttler” bin nicht ich, ehrlich, beim Grabe meiner Mutter, und wer ist dieser “Nichtrauls”!? Ein wenig verwirrt er langsam zu sein scheint, da sieht man den Wald nicht mehr vor lauter Bäumen?! 😉 ja klar klauen die die Straße, hier bei uns fehlen schon ganze Stücke im Asphalt. Mensch Herr Kopfschüttler, wo Sie immer die “Stöckchen” herholen, Chapeau, aber nicht übertriggern! Und noch was, das ist die Auto Bild, keine Nachrichtenzeitung. AUTO BILD, AUTO!? AUTO LOBBY AUTO, ist nicht die FAHRRAD BILD.

     
    • Stephan Jäger

      Ihre arme Mutter. Die hatte sicher kein leichtes Leben.

      …aber wenigstens steht mein erster Beitrag hier, mit dem ich mir so viel Mühe gegeben habe, jetzt wieder bei den „neuesten Kommentaren“ ganz oben.

      Danke also.

       
    • Trier Frager

      Stimmt, hatte sie nicht!

       
  8. Graf Zahl

    Typisch der Herr Jäger, unter der Gürtellinie, da ist sein Diskussions-Habitat! 😉 Ja, das ist ja auch Ihr einziger Ansporn im Leben, immer ganz oben mit dabei zu sein und das letzte Wort zu haben, das haben wir alle schon bereits erkannt, Sie müssen das nicht explizit beweisen und ansprechen! Wie könnte man in Ihren Worten sagen: Er hat sich stets bemüht!

     

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