Spannung, Internationalität und Vielfalt in der EKA

Bei der Begrüßung der Gäste freut sich EKA-Leiterin Gabriele Lohberg über die große Zahl der ausstellenden Dozenten. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. An der Jahresausstellung der Dozenten der Europäischen Kunstakademie (EKA) beteiligen sich 31 Frauen und Männer aus sechs Nationen. Zahlreiche Freunde der Bildenden Kunst, darunter auch der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe, waren am Donnerstagabend anwesend, als EKA-Leiterin Gabriele Lohberg die Vernissage eröffnete. Wer diese Gelegenheit verpasst hat, kann sich noch bis zum 23. August über die Qualität der ausgestellten Arbeiten informieren.

Noch nie zuvor habe es eine derart große Beteiligung vonseiten der Dozenten gegeben, freute sich die EKA-Chefin zu Beginn. Worüber sie sich aber auch freuen konnte, war die Internationalität. Künstler aus sechs Nationen beteiligen sich, darunter China und Korea. Eine Internationalität, die dem verstorbenen EKA-Gründer und langjährigem Leiter Erich Kraemer mit Sicherheit gefallen hätte.

“Der Belichta” vermittelt mit seinem Modell Einblicke in eine Stadt aus Karton.

“Downtown – Menschen und die Stadt”

In diesem Jahr gab die Architektur das Thema für die Arbeiten vor: “Downtown – Menschen und die Stadt”. Eine Vorgabe, der sich die Frauen und Männer auf die unterschiedlichste Art und Weise genähert hatten. “Ein bisschen haben diese Jahresausstellungen was von einer Wundertüte – wenn die Arbeiten eintreffen, weiß man nie, was drin ist”, scherzte Lohberg. Zwei Beispiele: Für die Kartonstadt, die der Trierer Fotograf “Der Belichta” eingereicht hatte, war Lohbergs Vergleich äußerst zutreffend gewählt. Denn seine Auseinandersetzung mit dem Thema war ein großes Papp-Modell, das von braunem Einpackpapier umfriedet nur dann Einblicke in die Stadt gewährt, wenn man die eigens dazu geschaffenen Sichtluken nutzt. Hochgewachsene schaffen es allerdings auch von oben, wenn sie sich auf die Zehenspitzen stellen…

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt Thomas Naethe mit seiner “Becherskyline”. Was auf den ersten Blick wie eine Sammlung von kunstvollen Vasen ausschaut, ist eine Installation aus gedrehtem Steinzeug, die in Sachen Architektur viel Raum für die Phantasie des Betrachters lässt. “Die Künstler wollen mit ihren Arbeiten Denkanstöße geben, wollen Überlegungen anstoßen, wie es weitergehen und was man verändern kann”, erläuterte Gabi Lohberg.

Einen völlig anderen Ansatz verfolgt Thomas Naethes mit seiner “Becherskyline”!.

Die Dynamik der Mobilität

Doch ist es nicht nur die Architektur alleine, die die Aussage der ausgestellten Arbeiten bestimmt. Auch die Umweltbelastungen und Umweltschäden spiegeln sich in einem Teil der Exponate wider. Andere wiederum reflektieren die Dynamik der Mobilität, ausgelöst durch Transport und Verkehr.

Breit wie die Vielfalt der Annäherungen sind auch die Materialien der eingereichten Kunstwerke: Keramiken, Metallplastiken, Bilder, Zeichnungen, Fotografien und Videos – dem Zuschauer eröffnet sich eine Bandbreite, die ebenso abwechslungsreich wie spannend ist und für deren Besuch man genügend Zeit einplanen sollte. –flo-


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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