SPD: Verwundert über Radweg Loebstrasse

TRIER. Nach der CDU meldet sich nun auch die SPD zum Thema “Radweg Loebstraße” zu Wort. Mit Verwunderung habe die SPD-Stadtratsfraktion erst durch die Medien erfahren, dass der vom Stadtrat, nach langem Kampf und vielen Diskussionen, beschlossene Radweg entlang der Loebstrasse, nun als Fußweg mit Radverkehrsnutzung ausgewiesen wurde, teilt die Partei in einer Pressemitteilung mit.

“Es ist ein Unding, dass wir erst durch die Presse von dieser Anordnung erfahren. Die jetzige Lösung ist absolut realitätsfremd und somit sind Konflikte mit dem Fußgängerverkehr bereits jetzt schon vorprogrammiert “, so SPD-Fraktionsvorsitzender Sven Teuber. Sein Stellvertreter, Rainer Lehnart, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion ergänzt: “Die jetzige Anordnung, den Radweg als Fußweg auszuweisen, widerspricht den Zielsetzungen eines attraktiven Radwegenetzes im Mobilitätskonzept, insbesondere auch deshalb, weil dieser Radweg neben der Naherschließung zum Gewerbegebiet auch eine schnelle, attraktive Verbindung nach Ruwer und weiter an das überregionale Radwegenetz darstellen sollte.“

Die SPD-Fraktion sieht schnellen Handlungsbedarf und möchte in der nächsten Sitzung des Dezernatsausschusses IV folgende Fragen von der Verwaltung beantwortet haben:
1. Wann wurde von der Verwaltung die Umwidmung in einen Fußweg getroffen?
2. Welche Gründe waren ausschlaggebend für diesen Entscheid?
3. Wer war an dieser Entscheidung beteiligt?
4. Weshalb wurden die politischen Vertreter bei dieser Entscheidung nicht eingebunden?
5. Weshalb wurden die Stadtratsfraktionen nicht informiert?

Die politische Sommerpause ist ganz offenbar beendet. Der reporter bleibt am Thema. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Die Reporter-Meldungen 3 Kommentare

3 Kommentare zu SPD: Verwundert über Radweg Loebstrasse

  1. Claus Gotthard

    Die Verwaltung kann, so scheint es jedenfalls, machen was sie will. Da frägt man sich, wozu Beschlüsse des Stadtrats in diesem Zusammenhang eigentlich gut sind? Unter Berücksichtigung der Ziele des Mobilitätskonzeptes ist die Ausweisung als Fußweg mit Radverkehrsnutzung schlichtweg ein Witz. So wird man keinen Bürger begeistern können, mehr das Rad zu benutzen.

     
  2. Stephan Jäger

    „…nun als Fußweg mit Radverkehrsnutzung ausgewiesen wurde,…“

    Bleibt festzuhalten, dass die Freigabe für das Befahren mit Fahrrädern KEINE „Radverkehrsnutzung“ darstellt!

    Wenn Herr Frühauf gegenüber dem TV bei allen Radfahrern, die den vermessenen Wunsch hegen, sich mit mehr als Schrittgeschwindigkeit zu bewegen, von „schnellen Radfahrern“ spricht, dann ist das schlichtweg eine Unverschämtheit bzw. zeugt von einer Ignoranz gegenüber Radverkehr allgemein, bei der einem im Jahre des Herrn 2017 der Mund offen stehen bleibt.

    Wer gedenkt, sich mit Schrittgeschwindigkeit fortzubewegen, benutzt dazu kein Fahrrad. Er geht zu Fuß. Deshalb heißt die so.

     
  3. Johannes Schölch-Mundorf

    Was fehlt in der SPD Trier ist ein Podium bzw. ein Arbeitskreis, in dem insbesondere die tägliche Verkehrssituation für Radfahrer(innen) und Fussgänger(innen) besprochen regelmäßig werden kann, sowie konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden zur Weitergabe an die Verwaltung/Presse. #Basisarbeit

     

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