Stadtgeschichte, Frauen und Neubürger

Stadtmodell Trier um 1800 (Detail). Foto: Stadtmuseum Simeonstift Trier

TRIER. Stadtgeschichte in einer Führung unmittelbar erleben – das ist für hörgeschädigte Besucherinnen und Besucher oftmals kaum möglich. In einer speziellen Veranstaltung für Museumsbesucher mit eingeschränktem Gehör findet am Samstag, 11. März, 15 Uhr, im Stadtmuseum Simeonstift eine Führung mit Simultan-Übersetzung durch Gebärdensprachdolmetscher Michael Schmauder-Reichert statt. Der Rundgang beleuchtet die bewegte Geschichte der Stadt Trier – von der einstigen römischen Kaiserresidenz über das Mittelalter bis hin zu wichtigen Entwicklungen der Neuzeit und Gegenwart. Der Eintritt beträgt vier Euro pro Person.

Über Jahrhunderte standen sie im Schatten der Männer, die Geschichtsbücher berichten nur spärlich über sie. Dennoch gibt es sie: Frauen, die mit öffentlichem oder privatem Handeln Spuren in der Trierer Stadtgeschichte hinterlassen haben. Die Kunsthistorikern Hanna Verena Knopp spürt den Lebenswegen berühmter und weniger bekannter Triererinnen nach. Von Kaiser Konstantins Mutter Helena über die mittelalterliche Wohltäterin Adelheid von Besselich bis zur Schriftstellerin Clara Viebig – der Rundgang zeichnet die Lebenswege dieser Trierer Bürgerinnen anhand von Kunstwerken und Anekdoten nach. Die Führung im Stadtmuseum findet am Dienstag, 7. März, 19 Uhr, statt und dauert ungefähr eine Stunde. Der Eintritt beträgt sechs Euro (Studierende: Eintritt frei).

Von jeher war Trier ein Anziehungspunkt für Menschen aus nah und fern. Angefangen beim legendären Stadtgründer Trebeta in orientalischer Tracht über den heiligen Simeon, die “welschen” Weber, mainfränkische Baumeister, den Pariser Gründer der Trierer Porzellanmanufaktur bis hin zur italienischen Eisdielen-Dynastie. In einer Führung durch das Stadtmuseum Simeonstift stellt Professor Frank G. Hirschmann am Sonntag, 12. März, ab 11.30 Uhr die verschiedenen Zuwanderer der vergangenen Jahrhunderte vor und unterstreicht deren Einfluss auf die Geschichte und Entwicklung der Stadt. Die Führung dauert ungefähr eine Stunde, der Eintritt beträgt sechs Euro. (tr)


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