Theater Trier – AfD will Umwandlung in Staatstheater

Geht es nach der AfD, soll aus dem Stadttheater ein Staatstheater werden.

TRIER. Mit ihrem Antrag, den Beschluss zum bedingungslosen Erhalt des Viel-Sparten-Hauses aufzuheben, war die AfD Mitte November im Stadtrat gescheitert. Nun übernimmt die Fraktion um Parteichef Michael Frisch einen “neuen Vorstoß zur Kostensenkung am Trierer Theater”. Die Stadtverwaltung, so der Tenor eines AfD-Antrags für die Ratssitzung am 8. März, der dem reporter bereits jetzt vorliegt, soll prüfen, “ob und inwieweit eine Kostenreduktion durch die Umwandlung des Stadttheaters Trier in ein Staatstheater und die damit ermöglichte Kooperation mit anderen rheinland-pfälzischen Staatstheatern in Mainz und gegebenenfalls in Kaiserslautern oder Koblenz erzielt werden kann”.

“Im Hinblick auf den angespannten Haushalt der Stadt müssen die Ausgaben für das Theater nachhaltig gesenkt werden. Nur so kann es gelingen, dessen gesellschaftliche Akzeptanz und damit den Betrieb auf Dauer zu erhalten”, betont der AfD-Chef in seiner Antragsbegründung.

“Eine Möglichkeit zu einer solchen Kosteneinsparung könnte – analog zur Vorgehensweise in Mainz im Jahr 1989 – die Umwandlung des Stadttheaters in ein gemeinsam mit dem Land betriebenes Staatstheater sein. Vor allem durch Kooperation und die daraus resultierende Synergieeffekte ließen sich Einsparungen realisieren. Darüber hinaus könnte die Angebotsvielfalt verbessert werden. Auch eine Spartenreduktion wäre durch die Zusammenarbeit mit anderen Staatstheatern denkbar, ohne dass damit ein künstlerischer Qualitätsverlust einherginge”, so Frisch.

AfD-Chef Michael Frisch. Foto: Rolf Lorig

Der AfD-Chef und Landtagsabgeordnete ist sich sicher: “Die Mitwirkung des Landes bei der Aufsicht und der Besetzung wichtiger Stellen würde die finanziellen Risiken des Theaterbetriebs verringern und ein Millionen-Desaster wie unter Ex-Dezernent Thomas Egger und Ex-Intendant Karl Sibelius von vorne herein unmöglich machen. Das mit einem Staatstheater verbundene größere Renommee würde zudem zu einer Qualitätssteigerung im künstlerischen Bereich und so zu einer Erhöhung der Besucherzahlen führen.”

Nicht zuletzt erhält die Stadt nach Auffassung der AfD-Fraktion “eine größere Planungs- und Rechtssicherheit für die Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz −  sowohl im Hinblick auf die Kosten des laufenden Betriebs als auch bei den notwendigen Sanierungsmaßnahmen am Theatergebäude”. (et/tr)


Drucken
Erstellt am Autor Eric Thielen in Die Reporter-Meldungen, Featured Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.