Theater Trier – Das Minus-Haus

Der Minus-Mann am Augustinerhof: Karl Sibelius.

Der Minus-Mann am Augustinerhof: Karl Sibelius.

TRIER. Ein Millionen-Loch für das Jahr 2015, überschrittene Budgets und teure Produktionen im laufenden Jahr, dazu ein Intendant, dessen Gehalt höher liegt als das des Oberbürgermeisters und der sich zusätzlich Gagen als Sänger und Schauspieler bezahlen lässt: Das Theater Trier steht nach zehn Monaten unter der Leitung von Karl Sibelius mehr denn je mit dem Rücken zur Wand. “Er hat nichts im Griff”, ist aus allen politischen Lagern zu hören. In der CDU geht sogar der Satz um: “Es stand noch nie so schlimm um unser Theater!” Am Samstag kommt der Kulturausschuss zu einer Sondersitzung zusammen. Wichtigstes Thema sind die derzeitige Situation und die Zukunft des Kulturhauses am Augustinerhof. Dezernent Thomas Egger (SPD) räumt die Probleme ein. Er spricht von einem bisher ermittelten Defizit von 948.000 Euro nur für 2015. Rathaus-intern geht man allerdings davon aus, dass das finanzielle Loch am Ende aller Abrechnungen die Millionen-Grenze deutlich überschreiten wird. Das Defizit muss über einen Nachtragshaushalt finanziert werden. In der äußersten Konsequenz könnte die Stadt aus dem Kommunalen Entschuldungsfonds (KEF) des Landes fliegen, weil die Vorgaben der Kommunalaufsicht bei den Ausgaben im freiwilligen Leistungsbereich nicht eingehalten werden. Dennoch plant Sibelius mit “Jesus Christ Superstar” eine extrem teure Produktion. Geschätzte Kosten bisher: mehr als 275.000 Euro.

Unabhängig vom Ergebnis der außerordentlichen Beratungen des Kulturausschusses am Samstag steht jetzt schon fest: Der Zeitplan für die Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR), die bis zum 1. August gegründet werden sollte, ist nicht zu halten. Kulturdezernent Egger bestätigte jetzt entsprechende reporter-Informationen. Der Sozialdemokrat führt dafür “unvorhergesehene steuerliche Fragen” bei der möglichen Übertragung des Theatergebäudes in die AöR an. Dennoch: Ein Wirtschaftsplan und die notwendige Stellenübersicht existieren bisher nicht.

Diese seien, so argumentiert Egger, “durch die derzeitigen Haushaltsvorgaben nicht darstellbar”. Ferner müssten die Folgen der von Oberbürgermeister Wolfram Leibe erstellten und vom Stadtrat angenommenen Eckwerte für den neuen Doppelhaushalt auf das Theater diskutiert werden. Wobei steuerliche Fragen kein Hindernis dafür seien, einen Wirtschaftsplan aufzustellen, sagen Finanzfachleute gegenüber dem reporter. Steuerliche Änderungen könnten auch nachträglich in den Wirtschaftsplan eingefügt werden.

Extra-Vergütungen für den Chef

Der Stadtchef hatte in seinem Eckwertepapier den Haushalt 2016 für die beiden kommenden Jahre festgeschrieben. Heißt konkret: Das Theater muss mit dem Geld auskommen, das es auch schon im laufenden Jahr zur Verfügung hat. Heißt aber auch: Der Etat für 2017 und 2018 wird um jenes Geld erhöht, dass das Theater in 2016 zusätzlich braucht. Unter dieser Obergrenze kann Dezernent Egger wirtschaften. Doch bereits für das vergangene Jahr ist bei einem Gesamtetat von rund 15 Millionen Euro ein zusätzliches Minus von knapp einer Million Euro zu verkraften. Im laufenden Geschäftsjahr zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember droht nun ein neues Millionen-Defizit mit bislang noch unabsehbaren Folgen. Da die Mittel für das Theater zum freiwilligen Leistungsbereich der Stadt zählen, die von der Kommunalaufsicht im Kommunalen Entschuldungsfonds, der Trier in fünf Jahren rund 135 Millionen aus Landesmitteln zum Schuldenabbau garantiert, klar begrenzt sind, muss die Stadt die zusätzlichen Ausgaben für das Theater an anderer Stelle einsparen – etwa bei der Jugendhilfe oder auch bei der Förderung von Sportvereinen.


Zum Thema − Abmahnungen, Kündigungen, Abfindungen


In dieser prekären Situation setzt Egger dennoch weiter auf den Österreicher Sibelius. Der wurde als Generalintendant mit Managementschwerpunkt eingestellt. Er sollte das Haus, so lautete die Stellenbeschreibung, “im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel wirtschaftlich führen und verwalten”. Doch nach knapp zehn Monaten der Sibelius-Ära tobt im Kulturhaus am Augustinerhof nach Auffassung der meisten politischen Beobachter das organisatorische Chaos. Die Stelle des Verwaltungsdirektors und damit die Kontrollinstanz für den Intendanten wurde abgeschafft, ein Teil des eingesparten Gehaltes auf das Sibelius-Gehalt aufgeschlagen. So ist der Österreicher, der ein höheres Einkommen als der Oberbürgermeister bezieht, der bestbezahlte Amtsleiter der Stadt. Ferner lässt Sibelius sich seine Auftritte als Sänger und Schauspieler extra vergüten. Über die Tantiemen, die vom Rathaus an Verlage bezahlt werden – etwa für Übersetzungen – erhält er weitere Einkünfte. Egger ist darüber informiert, hat diese Zusatzeinkünfte “in Absprache” sogar genehmigt, schweigt sich über die konkreten Zahlen aber aus. Die Begründung: Das seien interne Vertragsangelegenheiten.

Andererseits sind die Besucherzahlen unter Sibelius mit einem Minus von über 20 Prozent im freien Fall, höheres Zuschauerinteresse und damit höhere Einnahmen kaum zu erwarten. Selbst bei so populären Produktionen wie der Oper “Tosca” lag die Auslastung kaum über 50 Prozent. Die anwachsende Front der Sibelius-Gegner, die sich inzwischen vom konservativen bis hin zum grünen Lager erstreckt, führt dafür hauptsächlich einen Grund an: Das Vertrauen des Publikums in die Intendanz des Österreichers ist verschwunden. “Er hat die Leute vergrault”, sagt ein Kommunalpolitiker gegenüber dem reporter. So musste das Theater über 500.000 Euro an Einnahmeverlusten alleine in 2015 verkraften. Fraktions- und parteiübergreifend ist nach zehn Monaten der Sibelius-Herrschaft die Erkenntnis gewachsen, das Theater brauche in dieser überaus schwierigen Phase, in der das Überleben des Sparten-Hauses auf dem Spiel stehe, eher einen Manager mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund denn einen Sänger und Schauspieler in Selbstdarstellung.

Spielplan finanziell nicht gesichert

Nun legt Sibelius dennoch seinen ambitionierten Spielplan für 2016/2017 vor. Doch ob der innerhalb des Theater-Budgets auch finanziert werden kann, ist noch keineswegs sicher. Auch hier bestätigte Egger entsprechende reporter-Informationen. Es gebe zwar eine Finanzplanung, sagt der Dezernent, “ob diese jedoch so zur Durchführung kommen kann, wird vom Ergebnis der Diskussionen über den Haushaltsplan und die Eckwerte abhängen”. Heißt in diesem Fall: Sibelius baut seinen Spielplan auf finanziellen Sand. Möglicherweise müssen erneut – wie schon in der laufenden Spielzeit geschehen – Stücke abgesetzt oder verschoben werden. Oder Karten werden, wie bei der Premiere von Marx I geschehen, verschenkt, um die Zuschauerzahl zu erhöhen, auch wenn Egger sagt, dies sei nicht das Motiv gewesen. Oder aber Aufführungen, ebenfalls Marx I, müssen abgesagt werden, weil kaum eine Handvoll Karten verkauft wurde.

Wie groß das organisatorische Chaos am Augustinerhof ist, zeigt sich ferner bei den Vorbereitungen für das Musical “Jesus Christ Superstar”. Das wird medial als Knüller angekündigt. Ein teurer Knüller. Denn jetzt schon belaufen sich die prognostizierten Produktionskosten auf über 275.000 Euro. Auch hier bestätigte Egger nun entsprechende reporter-Informationen. Alleine die Kosten für die Technik mit Live-Videoinstallation und Mittelbühne zwischen zwei Zuschauerrängen liegen inzwischen bei 83.000 Euro – Tendenz steigend. Zum Vergleich: Die Technik-Kosten für “Othello Reloaded”, die letzte Produktion von Ex-Intendant Gerhard Weber, deren Gesamtkosten von Egger scharf kritisiert wurden, beliefen sich nach reporter-Informationen auf 60.000 Euro. Der Dezernent führt zwar das Gegenbeispiel von 357.000 Euro Kosten für die “West Side Story” an, die ebenfalls unter Weber produziert wurde. Doch damals, 2012, war die Stadt noch nicht im Kommunalen Entschuldungsfonds des Landes integriert, die Sparauflagen der Finanzaufsicht bei den freiwilligen Leistungen bei weitem noch nicht derart strikt. Zudem war die “West Side Story” ein echter Kassenknüller.


Zum ThemaDas sagt der Dezernent


Unter der Sibelius-Ägide herrscht hingegen sogar Durcheinander bei der Auswahl der Spielstätte. Einmal ist vom Walzwerk in Kürenz die Rede, dann wieder vom Großen Haus am Augustinerhof. Zwischendurch war auch die Ticket-Hotline gesperrt, weil nicht klar war, wo gespielt werden wird. Aktuell (Stand 19. Mai) lassen sich auch über die Internetseite des Theaters keine Karten bestellen. Kostengründe, so die Begründung, hätten dazu geführt, dass zwischen den beiden Spielorten gesprungen wurde. Nach Auffasung von Fachleuten werden die Gesamtkosten der Produktion am Ende des Tages die 300.000-Euro-Marke locker überschreiten. Alleine die Videoinstallation mit Live-Schaltungen sprengt nach Einschätzung von Filmprofis jede Dimension.

Galgenfrist bis zum Ende des Jahres

Alles ist inzwischen anders, und die Zukunft des Theaters könnte durchaus infrage stehen.

Alles ist inzwischen anders, und die Zukunft des Theaters könnte durchaus infrage stehen.

Der Intendant und das liebe Geld ist ohnehin ein Kapitel für sich. Auch beim Posten der Honorare, etwa für Regisseure und Ausstattungen, bestätigte Egger jetzt entsprechende reporter-Informationen. Der Planansatz für das Geschäftsjahr zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2016 lag bei 556.000 Euro. Er ist jetzt schon – Stand: 19. Mai – um rund 130.000 Euro überzogen. Zwar sagt Egger, die Überschreitung sei im Gesamtbudget gedeckt. Das ändert aber nichts daran, dass Sibelius jetzt schon mehr Geld für Honorare ausgegeben hat, als ihm für das gesamte laufende Jahr offiziell zur Verfügung steht. Betriebswirtschaftlich gesehen, dürfte der Österreicher somit bis zum Ende 2016 kein Geld mehr für externe Honorare ausgeben. Dennoch wird unter anderem “Jesus Christ Superstar” mit einem Gesamtkostenvolumen als Musical geplant, das mit über 300.000 Euro die teuerste Produktion in der einjährigen Amtszeit der Intendanten werden wird.

Wegen der Sparauflagen der ADD wurde der Honorar-Posten laut Egger von 2014 bis 2016 von 900.000 Euro auf 556.000 Euro reduziert. Doch mit diesen Einschränkungen müssen auch andere städtische Ämter leben – so das Jugendamt von Dezernentin Angelika Birk (Grüne). Während dort jedoch in den Gremien öffentlich über die Ausgaben und Auflagen debattiert wird, werden die Zahlen des Theaters stets geheim hinter verschlossenen Türen verhandelt. Zuletzt unternahmen die Grünen einen Vorstoß für mehr Transparenz. Sie forderten nach reporter-Informationen jüngst im Kulturausschuss, dem Gremium alle drei Monate die aktuellen Theater-Zahlen zur Zuschauerentwicklung und den Ausgaben vorzulegen. Doch das Ansinnen der Grünen wurde abgeschmettert.

Folglich kann der Österreicher fast unbemerkt von der Öffentlichkeit und nach Abschaffung des Verwaltungsdirektors kaum kontrolliert vom Rathaus praktisch nach Belieben schalten und walten. Er kann Einnahmen, die üblicherweise in die Kasse der Stadt gehören, nach eigenem Gutdünken spenden – wie bei seinem Auftritt mit “Alles bleibt anders” in Bernkastel-Kues geschehen. Er kann die Aktion “Zahl’, was Du willst” ohne Ratsbeschluss und nur nach Information des Kulturausschusses ins Leben rufen und so auf städtisches Geld verzichten. Er kann Verträge mit Regisseuren aushandeln, die dann später wieder gekündigt werden und für die das Rathaus Abfindungen bezahlen muss. Und er kann eine Spartenleiterin engagieren, die dann kurz vor Arbeitsbeginn wieder in die Wüste geschickt wird.

So schafft sich Sibelius nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch im Haus selbst immer mehr Feinde. Mitglieder des Schauspielensembles, das im Gegensatz zu dem vom Österreicher hofierten Musical-Ensemble stets zurückstecken muss, sagen gegenüber dem reporter unumwunden: “Darf er so weitermachen, fährt das Theater Trier komplett gegen die Wand!” Das haben aber offensichtlich auch weite Teile der Politik nach zehn Monaten Sibelius-Herrschaft inzwischen erkannt. “Ich denke”, betont ein Kommunalpolitiker aus dem linken Lager gegenüber dem reporter, “er bekommt noch eine Galgenfrist bis zum Ende des Jahres”. Habe er dann den Laden organisatorisch wie finanziell nicht im Griff, “war’s das wohl mit dem Doktor Sibelius in Trier”. (et)


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Erstellt am Autor Eric Thielen in Dossier Theater, Featured, Politik 31 Kommentare

31 Kommentare zu Theater Trier – Das Minus-Haus

  1. Treverer

    Wie kann Sibelius über einen Standort verfügen, der vom Stadtrat noch nicht einmal verabschiedet wurde? Die Kosten für die Herrichtung des Walzwerks sind nach wie vor nicht klar, und der Herr Generalintendant plant jetzt schon die Aufführung von Stücken?

     
  2. Rainer Landele

    ich erinnere mich gut an den offenen brief von gerd dahm in dieser frage. war schon damals klar: entweder wird sibelius als genie gefeiert oder als chaotiker in die wüste geschickt. der witz ist doch: gerade menschen mit verrückten ideen brauchen jemanden an ihrer seite, der realistische leitplanken aufrecht erhält – die in der trierer theaterproblematik eben vor allem finanzieller natur sind. wenn es denn schief geht, dann vor allem, weil trierer politiker eben genau die finanzielle kontrolle nicht gewährleisten wollten oder konnten (siehe erneut ablehung des grünen antrages).

    hmm, eigentlich kommt mir das alles ein wenig wie eine (griechische) tragödie daher…

     
  3. trewerer

    Trier Reporter: das neue Medium für die Afd? Peinlich.

     
  4. Elro

    Die Künstler verdiene zumeist eher wenig, der Chef kassiert noch extra? Sorry, macht den Laden einfach zu. Spart der Stadt viel Wohngeld, bringt dem Fiskus mehr Steuereinnahmen (wenn die Leute anderswo arbeiten) und dem Publikum schont es die Nerven.

     
    • Sofia

      Ich verstehe es nicht ganz:Der Österreicher(wie es hier so oft im Text vorgekommen war) bekommt sein Gehalt als Intendant, und noch etwas zusätzlich als Schauspieler. Und was ist daran falsch? Wenn in seinem Vertrag nicht steht, dass er auch verpflichtet ist als Sänger/ Schauspieler aufzutreten, dann muss es doch extra bezahlt werden, oder?

       
  5. Susanne Decker

    Medium für die AfD? Als dauerhafter Leser des Trier Reporters kann ich mich gut erinnern, dass dieser im Lantagswahlkampf als Sprachrohr der SPD beschimpft wurde…. aber gut, wir leben ja in volatilen Zeiten, SPD, AfD, alles eins…? Oder ist das nur der übliche Reflex, wenn Medien unbequeme Wahrheiten aussprechen, diese zu diskreditieren und als parteilich darzustellen? Die alte Leier: Der Überbringer der schlechten Nachricht wird geköpft!

     
    • Stephan Jäger

      Och Frau Decker, lassen Sie doch!

      Wer weiß, welcher getroffene Hund sich hinter dem trewerer verbirgt. Wenn er nicht einmal weiß, wie Treverer geschrieben wird, ist es ja vielleicht garkeiner.

       
  6. Jens Cullmann

    Einerseits bin ich dankbar für die Hintergrundinformation. Andererseits finde ich den verletzenden und herabsetzenden Ton nicht angebracht.
    Ich möchte die junge Truppe weiter unterstützen und habe mir Jesus Christ Superstar Tickets gesichert.

     
  7. Frau B

    Normalerweise beteilige ich mich nur ungern an den Diskussionen rund um das Thema Theater in Trier. Aber nach diesem Artikel möchte ich dann doch etwas sagen: Die Zahlen in einem solchen Licht darzustellen und aufzulisten ist nicht nur vergleichbar mit den Argumenten der AfD, sondern ist auch falsch, bzw. ist die Auslegung hier offensichtlich sehr darauf ausgelegt, gegen die neue Intendanz zu wettern. Obwohl ich ebenfalls einiges Verbesserungspotenzial am Theater sehe und die Schwierigkeiten offensichtlich sind, möchte ich hier betonen, dass die 500.000€ Defizit aus dem Jahr 2015 hier ein schlechtes Argument sind, schließlich lief die Spielzeit des Intendanten Weber noch bis August 2015, das Defizit wird wohl nicht innerhalb der ersten Monate unter Sibelius entstanden sein. Überhaupt halte ich es nicht für richtig, bei einer kulturellen Einrichtung rein mit Geld zu argumentieren. Kultur ist kein Betrieb, der einen Gewinn erwirtschaften kann, das lässt sich nicht nur am Theater, sondern allen Kultureinrichtungen sehen. Das spricht aber nicht gegen Kultur, denn schließlich hat diese auch einen Bildungsauftrag, von dem wir gesellschaftlich profitieren. Wie wichtig wird doch immer wieder deutlich, wenn wir uns Parteien wie die AfD anhören – freies Denken und Kultur ist dort offensichtlich nicht erwünscht und gerade deshalb sollte man ihnen mit solchen Artikeln nicht noch mehr Argumente liefern. Das nach einem solch prägnanten Wechsel noch nicht alles perfekt läuft ist klar – geben wir also doch bitte dem neuen Team eine Chance, sich zu etablieren.

     
    • Mario Hau

      Liebe Frau B.,

      Freies Denken und Kultur sind bei uns sehr erwünscht, weshalb die Mitglieder der AfD bei unserem Parteitag in Stuttgart beschlossen haben, die deutsche Kulturlandschaft zu fördern und zu erhalten. Expliziter Inhalt war die Kultursparte “Theater”, die erhalten und gefördert werden solle. Über allem steht bei uns aber die Verhältnismäßigkeit und das gebotene Verantwortungsbewusstsein, wenn Mittel aus öffentlicher Hand benötigt werden.

      Damit kommen wir dann zum zweiten Punkt, Ihrer Aussage, dass man hier nicht alles am Geld festmachen solle. Liebe Frau B, es handelt sich bei diesem Geld fast ausschließlich um öffentliche Fördermittel, also um Geld der Bürger Triers und Rheinland-Pfalz. Vor dem Hintergrund der Verschuldung der Stadt Trier wäre es die Aufgabe einer jeden Partei, sich eben darum Gedanken zu machen, ob der Intendant dazu in der Lage ist, verantwortungsvoll mit den ihm bereitgestellten Geldern der Bürger umzugehen.

      Karl Sibelius ist dazu augenscheinlich nicht in der Lage. Abgesehen von der finanziellen Geschichte kommt dann noch sein organisatorisches Defizit hinzu, gepaart mit dem Unvermögen, mit Menschen umzugehen.

      “Die rote Wand” ist für mich eigentlich das Schlüsselerlebnis in Bezug auf Sibelius, der hier ein äußerst sensibles Thema nutzt, um seinen Besucherrückgang irgendwie zu kompensieren. Dass das Thema Schlagzeilen produziert, war sicherlich der Grund, dass man das überhaupt anpacken wollte. Welche Defizite Sibelius neben dem organisatorischen Teil aufweist, kann man anhand der Tatsache beobachten, dass er entgegen der Fakten behauptete, die Mutter sei einverstanden. Was sie nicht war. Und dann versucht er auch noch, es Herrn Frötzschen in die Schuhe zu schieben.

      Das alles zusammengenommen lässt nur einen Schluss zu: Trier muss sich unbedingt und umgehend einen neuen Intendanten suchen, um weiteren Schaden am Stadttheater zu verhindern. Das Stadttheater als Aushängeschild Triers ist schon jetzt durch Sibelius massiv beschädigt.

      Die AfD war es, die seit September mehrmals darauf hinwies, dass Sibelius schon in Eggenfelden nicht dazu in der Lage war, mit dem ihm zugeteilten Haushalt zu arbeiten. Wir haben sein gesamtes Wirken immer wieder kritisch begleitet.

      Sie werden aber von uns in keiner Zeile etwas dahingehend finden, das Stadttheater abschaffen zu wollen. Dass wir eine hohe zweistellige Millionensumme nicht einfach so ausgeben, sondern diese Entscheidung den Bürgern überlassen wollen, versteht sich von selbst, und ist unabhängig von der Personalie Sibelius nach wie vor unsere Kernforderung in Sachen Sanierung/Neubau.

      Viele Grüße,
      Mario Hau
      stellvertretender Kreisvorsitzender
      AfD Trier

       
      • Frau B

        http://www.trier-reporter.de/theater-trier-nach-kuenstler-brief-afd-entfernt-grafik-trier/

        Natürlich ist die Grafik inzwischen entfernt worden. Aber “Schluss mit Theater” halte ich doch für eine sehr deutliche Stellungnahme hinsichtlich des weiteren Fortbestehens des Theaters seitens der AfD.

         
        • Mario Hau

          Zunächst handelte es sich dabei um meine persönliche Meinung. Der Beitrag war entsprechend gekennzeichnet. Und es ging dabei, wie ich bereits oben ausführte, um die Tatsache, dass hier völlig verantwortungslos Millionenbeträge “verbraten” werden, ohne dass die Bürger eine Entscheidungsgewalt hätten, und ohne dass die Intendanz auch nur das geringste Verantwortungsbewusstsein zeigte.

          In diesem Sinne war “Schluss mit dem Theater” gemeint: Wenn hier nicht verantwortungsvoll gehandelt wird, dann darf es vor dem Hintergrund der hohen Verschuldung der Stadt keine Tabus geben. Zur Not muss die öffentliche Subventionierung eingestellt werden, was vor allem dann gilt, wenn aufgrund der aktuellen Situation der Entschuldungsplan in Gefahr gerät und deshalb andere, meiner Meinung nach viel wichtigere Sozialbereiche, eingeschränkt werden.

          Ich halte nach wie vor, und angesichts der Tatsache, dass das Theater nur einen kleinen Bevölkerungsanteil von etwa 20% anspricht, die riesigen Subventionen für Fehlinvestitionen, da hier nicht die Gesellschaft als Ganzes profitiert. Es gibt deutlich wichtigere Bereiche, das fängt bei den Schulen an und hört bei den Sportvereinen auf.

          Allein der VfL Trier bietet aktuell mehr als 300 Kindern und Jugendlichen eine Sportförderung, käme aber niemals in eine derart privilegierte Situation wie ein Stadttheater, wo ohne zu zögern mit Millionen um sich geworfen wird.

          Schutz der Kultur: Ja. Schutz des Theaters: Ja.
          Aber nicht zu jedem Preis!

           
  8. Eggenfelder

    Hr. Sibelius war schon in Eggenfelden ein Narzisst und er ist immer noch ein Narzisst. In Trier hätte man nur mal aufmerksam die Zeitungen aus Bayern lesen müssen.

     
    • Auch Eggenfelden

      Unser Theater hier in Eggenfelden erholt sich gerade von den Machenschaften des Hr. Sibelius und ich hab noch niemand kennengelernt, der ihm nachtrauert.

       
  9. Dr. Norbert Fischer

    Endlich hat auch Herr Thielen erkannt, daß Sibelius der Totengräber des Theaters Trier ist. Aufgabe eines investigativen Journalisten wäre es nun, die dafür politisch Verantwortlichen im Rathaus zu decouvrieren und deren schmuddelige Motivation aufzuzeigen.

     
  10. F.Möhn

    Ist doch alles kein Problem. Die Stadt Trier muss halt nur wie ARD,ZDF und Deutschlandfunk den Trierer Bürger zu einer Zwangsabgabe von ca.10,00 € mtl. verdonnern, sind doch dann 12 Millionen!!!!!! Ich könnt kotzen.

     
  11. Christoph

    Herr Thielen,

    Ich schätze Ihre kritischen Artikel sonst sehr. Bei der Berichterstattung über das Theater Trier enttäuschen Sie mich jedoch sehr. Gleich drei ausschliesslich negative Artikel auf der ersten Seite zum Theater und eine an Populismus nicht mehr zu übertreffende Umfrage zum Verbleib des Intendanten wirken eher wie ein Feldzug eines Boulevardblattes. Es mag Probleme im Theater Trier geben, als Theaterbesucher muss ich aber ganz klar sagen, dass das Programm in den letzten Monaten wesentlich interessanter geworden ist.

     
  12. T. Berthold

    Und wer jetzt noch glaubt, dieses Chaos wäre durch Gründung einer AöR in den Griff zu bekommen, der glaubt das der Osterhase beim Weihnachtsmann wohnt.

     
  13. Christian Friedrich

    Wieder einmal ein Beispiel dafür, dass sich das deutsche Stadttheater-System überlebt hat:nach feudaler Gutsherrenart und mit Selbstbedienungsmentalität. Aber da trägt die Stadt einen guten Teil der Verantwortung mit, wenn sie jegliche Kontrolle einfach abgibt. Auch ne Art, sich eines Theaters zu entledigen

     
  14. Stephan Jäger

    So what?

    Den Beweis anzutreten, dass die Therapie der Komplexe provinzieller Kommunalpolitik bisweilen etwas teurer kommt, bedurfte es doch wahrlich keines Karl „M.“ Sibelius mehr. Davon künden doch noch heute eindrucksvoll – sowohl in Stadtbild als auch -kasse – diverse Mahnmahle, die ein „weltberühmter“ seliger Baumeister der Stadt schon in der Schröer-Ära beschert hat.

    Ansonsten erinnert sich der Interessierte Leser natürlich noch, dass der Reporter sich vor gar nicht langer Zeit an gleicher Stelle quasi als „Hofberichterstatter“ eben jenes Karl „M.“ verabschiedet hat…und hofft natürlich, dass nicht gar zu viel Persönliches die Objektivität der journalistischen Arbeit trübt. ;o)

     
  15. ProTrier

    Die hier aufgelistete Fakten sind verwirrend: als Haushalts- bzw. Geschäftsjahr gilt in der Stadtverwaltung der Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember. Im Theater gilt als Haushalts- bzw. Geschäftsjahr der Zeitraum vom 1. September bis 31. August. In 2015 leitete Karl Sibelius gerade mal 4 Monate lang das Trierer Theater. Man kann also nicht die Negativzahlen eines kompletten städtischen Geschäftsjahres jemanden in die Schuhe schieben, der davon für einen Viertel der Gesamtzeit verantwortlich ist.

     
  16. Pajonk

    Zum Thema habe ich einen Leserbrief verfasst.
    Ich gehe davon aus, dass er veröffentlicht wird.
    Sibelius wird als Narzist den Trierern katastrophal in ewiger Erinnerung bleiben.

     
  17. Rainer Landele

    @fischer

    was meinen sie denn bitte mit “schmuddelige Motivation”?

     
  18. Christian Miedreich

    Zustände hin, Zustände her – ein Artikel, gut, zwei Artikel, ok, drei Artikel, naja, vier Artikel, jetzt kommt es doch etwas verdächtig rüber…. Entweder nimmt sich hier der “Reporter” einen Kollegen wie G. Wallraff zum Vorbild, der sich irgendwann auch selbst ad absurdum geführt hat, oder er wird von einer gewissen Partei bezahlt, oder das ganze ist ein genialer PR Schachzug von Sibelius selbst. Wie auch immer, Trier scheint sonst keine Probleme zu haben, wenn man sich als Journalist so am Theater aufgeilt. Fragt man sich doch schon, was der Sinn und Zweck solcher Artikel ist.

     
  19. B. Morgen

    Als sportaffiner Mensch interessiert mich das Theater eigentlich einen feuchten Kehricht. Man sollte aber, wie einige Kommentatoren hier, nicht so tun, wie wenn das eine Kleinigkeit wäre, denn dieses Minus ist besorgniserregend. Wie ich heute morgen aus “meiner” Zeitung erfahren habe, stimmen die vom Trier-Reporter genannten Zahlen. Mal abgesehen davon, dass sich “meine” Zeitung wieder mal korrigieren musste, sollte man den ganzen Umstand nun zum Anlass nehmen offen und transparent über die Probleme zu diskutieren. Wie sich jedoch hier lesen kann, wird wieder einmal geheim verhandelt, was dann nicht gerade Vertrauen schafft.
    Und nun noch etwas zu den Angriffen auf den Trier-Reporter. Wie Frau Decker sagt, vor ein paar Wochen war er noch das Sprachrohr der SPD, jetzt soll er das der AfD sein. Eine besseren Beweis für die Unabhängigkeit eines Mediums gibt es doch gar nicht. Ich weiß auch von der mir nahestehenden CDU, wie sehr man sich über den Reporter in den letzten Monaten ärgerte und dass die AfD Herrn Thielen am liebsten auf den Mond geschossen hätte, von den Grünen gar nicht zu reden, wenn wieder einmal Kritik an Frau Birk laut wurde. Ich kenne den Herausgeber seit vielen, vielen Jahren, auch aus seiner nichttrierer Zeit, und ich kenne kaum einen anderen Journalisten, der so wenig auf irgendein “Lager” festzulegen ist wie Herr Thielen. “Mediale Politik” wird anderswo gemacht, leider auch bei “meiner” Zeitung, aber bestimmt nicht hier. Ich erinnere mich noch an seine Arbeiten für ein anderes Portal zur Eintracht, Miezen und TBB, weil mich das in echt interessiert, und jedesmal lag er richtig. Jetzt ist es halt Nerohero, das Ex-Haus, das Theater etc. Selbstverständlich fühlen sich jetzt wieder viele auf den Schlips getreten, denn wer bekommt schon gerne den Spiegel vorgehalten, aber das darf einen Journalisten nicht hindern, die Finger in die Wunden zu legen.
    Ein paar Reaktionen hier sind total überzogen, denn jetzt könnte man in Echt offen diskutieren.

     
    • Stephan Jäger

      Einige Fragen wirft Ihr Kommentar auf.

      Zum Beispiel, wieso einen Sport-affinen Menschen ein Theater einen feuchten Kehricht interessieren sollte. Ich betrachte mich durchaus ebenfalls als relativ Sport-affin. Trotzdem interessiere ich mich sehr für das Leben in der Stadt. Auch das kulturelle. Auch, wenn ich deshalb nicht gleich jede Vorstellung im Theater besuche. Ist das nicht ein bißchen zu typisch trierisch, sich selbst auf einen Lebensbereich zu reduzieren, sich quasi seinen eigenen Tellerrand zu bauen und damit fast mutwillig wieder die Weichen für das hier so typische, lähmende Kleinklein und gegeneinander statt miteinander zu stellen? Die Frage, um die es hier geht, ist doch nicht die, ob Kultur nun „wichtiger“ ist als Sport oder Parkplätze. Sondern die, ob etwa ein Herr Sibelius sich eher dem Kulturangebot für die Bürger der Stadt oder – auf deren Kosten – seinem eigenen Ego verpflichtet fühlt.

      Und, wenn das, was Sie über „Ihre“ Zeitung schreiben, alles so stimmt, wieso ist das dann Ihre Zeitung? Meine ist es eigentlich nie gewesen. Auch, wenn es hier, zumindest auf Papier, keine andere gibt.

       
      • B. Morgen

        Werter Herr Jäger, genau, alldieweil es nur die eine gibt. Ich bin ein altmodischer Mensch, der beim Frühstückskaffee etwas Gedrucktes haben möchte und da ist die “Auswahl” in Trier sehr eingeschränkt. Sie haben Recht, mein Ausdruck “feuchter Kehricht” war etwas überzogen!

         
  20. Dietmar Marx

    Meine höchsten Respekt für Ihre Arbeit Herr Thielen. Endlich kommen mal die wahren Fakten ans Licht, viel zu lange wurde geschwiegen. Wenn die Politik darauf nicht reagiert, und damit meine ich nicht die Zukunft von Hrn. Sibelius sonder des Theaters, dann ist ihnen nicht mehr zu helfen! Das Theater in dieser Form ist ein nicht mehr zu verantwortendes Relikt aus besseren Zeiten.

     
  21. Anna M.

    Aber ihr seht doch, dass diese Experten den offensichtlichen Geldverbrennungskurs des Theaterversagers noch weiter unterstützen. Würden sie jetzt Farbe bekennen und das Desaster beenden, käme das einem Eingeständnis der eigenen Fehlentscheidung gleich. So viel Größe haben sie leider nicht. Es muss also noch mehr öffentliches Geld vernichtet werden, bis vielleicht von Mainz aus KOsnequenzen gefordert werden. Eine echte Provinzposse.

     
  22. Theaterbesucher

    Der Zustand des Theaters ist desolat. Ich hatte ein ABO 2015/16. Ich habe keine Kritik an den Kuenstlern (wie und was aufgefuehrt wurde, sie zeigen sehr hohes Engagement), aber das ganze rundherum ist eher Chaos. Nehmen wir an man kauft sich im grossen Haus einen Sitzplatz, dann faehrt man im Winter ein Distanz von 2×70 km (Rent) ueber Glatteis und Schnee und steht vor verschlossenen Tueren. Keine Vorabinfo. Nichts. Einfach Tuer zu. Noch nicht mal auf der Internetseite eine Info. Dann werden andere Leute mit teuren Sitzplaetzen wegen einem Klavier im Zuschauerraum in die hintersten Reihen verbannt (Fidelio). “Die Reise des Herrn Broucek” findet verspaetet statt, weil fuer die kranke Saengerin ein Ersatz eingeflogen! wird. “Wir haben keine Muehen und Kosten gescheut” (das Theater war nur zu einem Drittel besetzt). Will man das wirklich als Besucher, wenn man die Geld-Sorgen der Stadt Trier kennt? Und zu guter letzt soll man in Kuerenz Walzwerk, ein Viertel das ich abends nicht allein besuche, Jesus Christ Superstar ansehen. Unsympathisch fand ich beim Start des Herrn Sibelius 2015, das er das Ensemble “ausgelichtet” hat. Kuenstlerisch neues wagen, dafuer bin ich offen, aber wenn ich das hier alles lese, ist es wohl besser dem Jugendwerk das Geld fuer das naechste ABO zu spenden. Da muss ich mich ja schaemen als Ex-Trierer, wenn bei sozial wichtigen Einrichtungen der Hahn zugedreht wird, um das Theater zu finanzieren. Das Theater Trier ist in einer kleinen sympathischen Stadt und sollte bodenstaendig gefuehrt werden. Es waere besser einen neuen Intendanten ans Theater zu nehmen, ein Luftikus passt nicht hier hin. Wir brauchen einen Intendanten, der sich mit der Stadt verbunden fuehlt und um Ihre Nöte weiss, anstatt die Stadt finanziell auszubluten. Das Publikum in Trier ist dankbar und geduldig, es braucht keinen Superstar-Intendanten und Super-Sonder-Auffuehrungen. Rezept fuer das Theater waere das angeblich hohe Niveau herunterzuschrauben auf gut dargebrachte Hausmannskost. Das wuerden die Trierer und Touristen gerne annehmen und den Geldbeutel der Stadt schonen. Fuer Experimentierfreude fehlt Geld und wenn ich sehe das man in Fidelio die aelteren Herschaften verkrault (viele haben ihren Platz bereits vor der ersten Pause verlassen) weiss ich das Experiment der Polarisierung ist geglueckt, aber->Trier verliert seine Stamm-Zuschauer. Liebe Stadt: Bitte kleine Broetchen backen und somit das Theater in einem überschaubaren Rahmen erhalten. Das sollte das vorrangige Ziel sein.

     
    • Anna Majewski

      Auf den Punkt gebracht- Absolut korrekte Analyse!

       

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