Theater Trier – “Katastrophale Misswirtschaft”

Nicht Opfer, sondern Täter: Egger und Sibelius. Der Bericht der Rechnungsprüfer lässt daran überhaupt keinen Zweifel. Foto: Rolf Lorig

Nicht Opfer, sondern Täter: Egger und Sibelius. Der Bericht der Rechnungsprüfer lässt daran überhaupt keinen Zweifel. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Er gehört aktuell zu den bestgehüteten Geheimnissen der Trierer Stadtverwaltung und wird elektronisch ähnlich scharf bewacht wie die Goldvorräte der USA in Fort Knox. Der interne Bericht des Rechnungsprüfungsamtes zur eklatanten Finanzmisere am Theater Trier birgt Sprengstoff – und er ist in seiner Deutlichkeit ein Desaster für Noch-Intendant Karl Sibelius und Kulturdezernent Thomas Egger (SPD), aber auch für Ausschüsse und Stadtrat, die ihren Kontrollfunktionen offensichtlich nie wirklich nachgekommen sind. Dem reporter liegt der Bericht nun exklusiv vor. Auf insgesamt 36 Seiten räumen die Prüfer mit dem immer noch existierenden Irrglauben auf, Sibelius und Egger seien Opfer und nicht Täter. In Text und Grafiken analysiert und dokumentiert der reporter die schriftliche Abrechnung mit “dem Resultat einer katastrophalen Misswirtschaft seitens des Generalintendanten” und den Unterlassungen und Versäumnissen durch Dezernent und Dezernatsbüro. Letztlich bestätigt der Bericht auch alle Recherchen, Artikel und Kommentare des reporters seit Mai, als der millionenschwere Theater-Skandal von unserer Redaktion aufgedeckt wurde, was über Wochen hinweg in gewissen Kreisen als vermeintliche Kampagne angeprangert wurde.

Rückblende: 2. November, Foyer des Theaters, die CDU diskutiert übers “Theater ums Theater”. Ex-Fraktionschef Ulrich Dempfle, Mitglied im Kulturausschuss und maßgeblich an der Verpflichtung Sibelius’ beteiligt, meldet sich zu Wort. Lässig an eine Säule gelehnt, erklärt der Jurist und Notar: “Wir haben von nichts gewusst!” Schweigen im weiten Rund, Applaus erntet Dempfle dafür nicht. Der Jurist vermeidet schließlich eine weitere Wortmeldung. Nicht nur den Zuhörern war in diesem Moment bewusst, dass Dempfles Satz nichts anderes als der peinliche Versuch einer unglaubwürdigen Rechtfertigung war.

Seit Mai war die Misere bekannt. Leibe leitete die Untersuchungen ein.

Seit Mai war die Misere bekannt. Leibe leitete die Untersuchungen ein.

Denn sie hatten es gewusst. Alle hatten fast alles gewusst! “Im Mai 2016 wurden im Bereich des Theaters Haushaltsdefizite in Höhe von circa 1,3 Millionen Euro für das Jahr 2015 bekannt”, heißt es wörtlich im Bericht der Rechnungsprüfer, “und für das Jahr 2016 war zu diesem Zeitpunkt mit einer Überschreitung des Budgets in gleicher Höhe bis Ende des Jahres zu rechnen.” Grundlage dafür war der reporter-Bericht Das Minus-Haus vom 19. Mai. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) erteilte daraufhin dem Rechnungsprüfungsamt den Auftrag, die Ursachen der Missstände festzustellen.

Trotzdem stärkte der Kulturausschuss Intendant Sibelius und Dezernent Egger noch am 21. Mai den Rücken. An der Sondersitzung im Restaurant Postillion nahmen aber nicht nur die Kulturpolitiker, sondern auch die finanzpolitischen Sprecher der Fraktionen teil. Auch sie waren zu diesem Zeitpunkt bereits informiert. In der CDU-Fraktion aber ging die Losung um, der reporter betreibe “Schmierenjournalismus”, die Fakten seien unseriös und entsprächen nicht der Wahrheit. Kritiker der Parteilinie mussten sich aus dem Kreis um die Kulturfrauen Dorothee Bohr und Elisabeth Tressel sowie Kultursprecher Ulrich Dempfle anhören, sie hätten keine Ahnung, weil nur die Mitglieder im Kulturausschuss im Besitz der Wahrheit seien. Bei den Grünen und auch der SPD waren gleichlautende Parolen zu hören.

Am 5. Juli begannen die Prüfer mit ihrer Arbeit im Theater. Bis zum 26. Juli sichteten sie Akten, überprüften Rechnungen, führten Gespräche mit Mitarbeitern und sortierten Belege. Dabei stießen sie, so heißt es jetzt im Bericht, “auf eine katastrophale Misswirtschaft seitens des Generalintendanten”, die vom Dienstherren Egger gedeckt wurde. Der Sozialdemokrat war seit dem 6. Juni kommissarischer Verwaltungsdirektor und damit auch juristisch für alle finanziellen und personellen Vorgänge am Theater verantwortlich. Im Verlauf der drei Prüfungswochen liefen die Informationen aber auch hinüber zu den Fraktionen. Dennoch bot der Steuerungsausschuss dem Österreicher am 27. Juli, also am Tag nach Abschluss der Prüfungen im Theater, mit den Stimmen von CDU, SPD, Grünen, Linken und FWG einen neuen Vier-Jahres-Vertrag bis 2020 an. Nur FDP und AfD stimmten gegen den Vertrag.

Die Prüfer kommen zum Schluss: "Katastrophale Misswirtschaft!"

Die Prüfer kommen zum Schluss: “Katastrophale Misswirtschaft!”

Wie fahrlässig, unseriös und verschwenderisch Sibelius mit öffentlichem Geld umging, wird etwa am Beispiel der Produktion “Falsche Welt” deutlich. Die gehörte zum Spielplan der abgelaufenen Saison. Der Intendant ist in Absprache mit den Spartenleitern für die Budgets der jeweiligen Produktionen verantwortlich. Bei “Falsche Welt” lagen die Kosten schließlich über 115.000 Euro. Budgetiert wurden hingegen nur 15.000 Euro. Zudem wurde die Produktion nach zwei Aufführungen abgesetzt. Geplant waren ursprünglich fünf Aufführungen.

Die Rechnungsprüfer kommen in ihrer Analyse zu einem vernichtenden Urteil: “Die Prüfung ergab, dass es bis dato zu keiner Produktion eine Kontrolle und Übersicht der aktuellen Ausgaben/Aufträge gab. Es konnte daher zu keinem Zeitpunkt eine Aussage darüber getroffen werden, ob das kalkulierte Budget tatsächlich eingehalten wird oder bereits überschritten wurde. Diese groben Kalkulationen der Produktionen wurden im Laufe der Spielzeit vom Intendanten wiederholt geändert und verschoben.”

Alle Kalkulationen wurden von Sibelius versäumt.

Alle Kalkulationen wurden von Sibelius versäumt.

Fest steht nun auch, dass ausschließlich die Rückkehr zum Vier-Augen-Prinzip zwischen Verwaltungsdirektor und Intendant ein weitaus größeres Chaos verhinderte. Denn seit dem 6. Juni durfte Sibelius Verträge nur noch in Abstimmung mit Egger unterzeichnen. Dennoch musste Oberbürgermeister Leibe sich für seinen Vorstoß massive Vorwürfe vor allem von den Grünen, den Linken und Teilen den CDU anhören. In der Kulturausschusssitzung Ende Juni sprachen Petra Kewes (Grüne) und Dorothee Bohr (CDU) mit Rückendeckung ihrer Parteien dem Intendanten erneut ihr “volles Vertrauen” aus – auch in finanziellen Belangen. Kewes wiederholte ihren Standpunkt als Sprachrohr der Grünen wenig später in den Sitzungen von Steuerungsausschuss und Stadtrat, als über die Wiedereinsetzung des Verwaltungsdirektors entschieden wurde.


Zum Thema − reporter-Dossier zum Theater-Skandal


Der hieß vom 6. Juni bis zum 30. September Thomas Egger. Dann übernahm Herbert Müller dessen Aufgaben. Im Bericht der Prüfer heißt es: “Die detaillierte Kostenkalkulation und anschließende Kontrolle gehörten zu den Kernaufgaben des Generalintendanten und sind Voraussetzung für die Einhaltung des vorhandenen Budgets. Diese Kontrolle und Einhaltung der finanziellen vertraglichen Vorgaben wurden von der Intendanz vollständig versäumt und spiegeln sich in der Überschreitung des Budgets wider.” Darüber war Egger informiert.

Dennoch unternahm der Kulturdezernent nichts. Die Prüfer aber kommen zum Schluss: “Das Dezernatsbüro und der Dezernent hätten aufgrund des vielseitigen Aufgabenspektrums des Intendanten frühzeitig und pflichtgemäß ihre Kontrollfunktion wahrnehmen müssen.” Das jedoch geschah nicht, denn “ein zielführendes Finanzcontrolling fand weder intern im Theater noch seitens des Dezernates statt”. Egger deckte Sibelius und dessen Misswirtschaft sogar noch, als Oberbürgermeister Leibe als Finanzdezernent längst die Reißleine gezogen hatte.

Weder im Theater noch im Dezernat wurde kontrolliert.

Weder im Theater noch im Dezernat wurde kontrolliert.

Denn der Sozialdemokrat Egger wusste zu diesem Zeitpunkt bereits, wie sehr er juristisch in die finanziellen Machenschaften des Intendanten verstrickt war. Laut Rechnungsprüfer wurden “höhere fünfstellige Aufträge zum Teil mündlich ohne Einholung von Vergleichsangeboten von unbefugten Mitarbeitern/innen vergeben”. Die Ermächtigung zur Auftragsvergabe innerhalb der Ämter werde vom zuständigen Dezernatsbüro erteilt, stellen die Prüfer klar – mithin also vom Dezernenten. Selbst “im Prüfzeitraum und in der Folge kam es mehrfach vor, dass es zu Überzahlungen der Honorare und Reisekosten kam”.

Die Prüfer stellen ferner fest, “dass es, neben der groben Kostenkalkulation der Produktionen, keine aktuelle Übersicht über die vorhandenen, abgeschlossenen Verträge beziehungsweise geplanten Verträge und die damit verbundenen Honorare, Reisekosten und Übernachtungskosten gibt”. Zur Erinnerung: Die Prüfung wurde zwischen dem 5. und 26. Juli durchgeführt. Seit dem 6. Juni war Egger als kommissarischer Verwaltungsdirektor für alle Ausgaben juristisch verantwortlich.

Aber nicht nur vom Dezernenten, sondern auch von der Politik quer durch die Fraktionen wurden alle Warnhinweise seit Mai ignoriert. Beschwerden über die Amtsführung des Intendanten lagen in Hülle und Fülle vor – von Schauspielern, von Regisseuren, von Mitarbeitern aus Technik und Verwaltung und entlassenen Angestellten. Zur Kenntnis genommen wurden sie nicht. Dabei hätte schon der reporter-Bericht vom 19. Mai über die massiven Personalquerelen hellhörig werden lassen müssen. Jetzt kommen die Prüfer zum Ergebnis, dass Sibelius auch seine Mitarbeiter über Gebühr beanspruchte.

Die Kasse des Theaters war weit geöffnet - unkontrolliert.

Die Kasse des Theaters war weit geöffnet – unkontrolliert.

Während der Intendant nach einer kurzen Stippvisite am Vormittag nachmittags zu Hause weilte und erst am Abend ins Theater zurückkehrte, tobte im Kulturhaus das Chaos. Denn: “In der vergangenen Spielzeit führte die Kombination zwischen einer erhöhten Anzahl an Aufführungen in Außenspielstätten und einem ständig wechselnden Spielplan zu einer erheblichen Mehrbelastung für das gesamte Theaterpersonal, insbesondere der Technik, Requisite, Maske, Kostümabteilungen sowie dem künstlerischen Betriebsbüro”, schreiben die Prüfer. Ein erhöhter Krankenstand und die Demotivation vieler Mitarbeiter waren die Folge. Auch darüber waren Egger und die Fraktionen aus Gesprächen heraus informiert.

In ihrer Analyse brechen die Prüfer hingegen eine Lanze für die Theater-Mitarbeiter: “Dabei war im Laufe der gesamten Prüfung festzustellen, dass die festangestellten oder langfristig beschäftigten Mitarbeiter mit einem enormen Engagement ihre Arbeit ausüben und nur dadurch die Defizite in der Leitungsabteilung bezüglich der Aufführungen kompensiert und der Theaterbetrieb fortgeführt werden konnten.”

Der Kulturdezernent aber musste seinen Intendanten schützen, weil Egger wusste: Fällt Sibelius, fällt er voraussichtlich mit. Denn dem Sozialdemokraten war klar, dass er eine ganz entscheidende juristische Unterlassung begangen hatte. Mit der Einstellung des Österreichers hätte Egger als Dienstherr die Dienstordnung für den Amtsleiter Sibelius ändern müssen – wie vom reporter bereits am 29. Oktober enthüllt. Denn die Dienstordnung vom 1. August 2004 basiert auf der Organisationsform des Theaters mit Verwaltungsdirektor und Intendant.

Egger unterließ es, die Dienstordnung zu ändern.

Egger unterließ es, die Dienstordnung zu ändern.

Als Sibelius Generalintendant wurde, war der Verwaltungsdirektor jedoch abgeschafft. Der Mann aus Bregenz trug nun die alleinige Verantwortung für Kunst und Finanzen. Die Prüfer schreiben: “Eine Änderung der Dienstordnung im Hinblick auf die neue Organisationsstruktur erfolgte nicht.” Juristisch bedeutet das: Nicht Karl Sibelius, sondern Thomas Egger ist rechtlich für die gesamte Misswirtschaft am Theater verantwortlich. Erst mit der Berufung von Herbert Müller als Verwaltungsdirektor wurde die Dienstordnung geändert. Somit kann die Stadt sich in der anstehenden juristischen Auseinandersetzung mit dem Noch-Intendanten auch nicht auf den Ausschreibungstext zurückziehen, in dem ein “Generalintendant mit Schwerpunkt Management” gesucht wurde. Sibelius warf zwar das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster. Für dessen sperrangelweite Öffnung war jedoch Egger verantwortlich.

Müller hat als neuer Verwaltungsdirektor durch radikale Streichungen nun zumindest dafür gesorgt, dass sich das noch jüngst prognostizierte Defizit von über 2,3 Millionen Euro auf voraussichtlich etwas mehr als 1,8 Millionen Euro bis zum Ende des Jahres reduzieren wird. Doch auch das wird Eggers Kopf nicht mehr retten. Der Sozialdemokrat wird demnächst als erster Dezernent in der Geschichte Triers auf Antrag der eigenen Partei abgewählt werden. Auch die CDU wird sich nach reporter-Informationen dem Vorstoß der SPD anschließen. Die Christdemokraten werden am Wochenende auf ihrer Klausurtagung in Horath abschließend zum Thema beraten. Zufällig halten sich die Trierer Grünen zur selben Zeit im kleinen Hunsrückörtchen auf.

Bis zur Konsolidierung des traditionsreichen Kulturhauses am Augustinerhof “ist es noch ein weiter Weg, der aber im Interesse der Mitarbeiter des Theaters Trier gemeinsam mit den Entscheidungsgremien bewältigt werden muss”, konstatieren die Prüfer in ihrem Fazit. Dieser Weg wird allerdings ohne Sibelius und Egger eingeschlagen. Die Ironie aus Sicht des sozialdemokratischen Dezernenten besteht darin, dass Egger nie Kulturdezernent werden wollte. Er wollte sich ausschließlich mit Wirtschaft beschäftigen. Nun bricht ihm ausgerechnet die Kultur das politische Genick. (et)

Extra

Am kommenden Dienstag, 15. November, wird der Rechnungsprüfungsausschuss sich mit dem Bericht der Rechnungsprüfer befassen. Der Ausschuss ist trotz des neuen rheinland-pfälzischen Transparenzgesetzes ein vollkommen intransparentes und geheimes Gremium. Nicht einmal die Mitglieder des Ausschusses sind der Öffentlichkeit bekannt. Dem reporter liegt die interne Liste der Mitglieder allerdings vor. Die CDU ist ist mit fünf, die SPD mit vier Mitgliedern vertreten. Die Grünen stellen zwei, die Freien Wähler (FWG) und die Linken jeweils ein Mitglied. Vorsitzende des Ausschusses ist Stadträtin Heike Franzen (CDU). Auch der Stadtvorstand aus Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD), Bürgermeisterin Angelika Birk (Grüne) und den beiden Dezernenten Andreas Ludwig (CDU) und Thomas Egger (SPD) ist im Ausschuss vertreten. Alle Sitzungen sind nichtöffentlich. Die Kosten der geplanten und schließlich nach dem reporter-Bericht Oh, lodernd Feuer… abgesagten Tanz-Performance NeroHero wurden von den Rechnungsprüfern übrigens nicht unter die Lupe genommen. Die Untersuchungen beschränkten sich einzig auf die Missstände am Theater. Nach weiteren reporter-Informationen soll es zur Sitzung am 15. November einen erneuten politischen Vorstoß zu NeroHero geben. Denn die Stadt blieb trotz der Absage auf Kosten von 130.000 Euro sitzen, was ihr einen Eintrag im Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes einbrachte. So hatte Theater-Intendant Karl Sibelius als städtischer Amtsleiter ein Vorabhonorar von 7.000 Euro für die künstlerische Leitung des Projektes erhalten − genehmigt vom Kulturdezernat unter Thomas Egger. (et)


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Erstellt am Autor Eric Thielen in Dossier Theater, Featured, Politik 79 Kommentare

79 Kommentare zu Theater Trier – “Katastrophale Misswirtschaft”

  1. augur

    Wir können nur dankbar sein, dass wir in unserem Land und besonders in Trier eine freie Presse haben. Die Berichte des Trier-Reporters sind sicher nur die Spitze vom Eisberg.

    Wird der Stadtrat Konsequenzen auch aus seinem Handeln ziehen? Eines ist jedenfalls jetzt schon klar: Die Akzeptanz des Gremiums bei den Bürgerinnen der Stadt sinkt immer weiter und stärkt den rechten Populisten in Trier weiter den Rücken. Es fehlen die Worte…

     
    • Peter Johannes Becker

      Getreu dem Motto: Eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus,

      kann der Prüfbericht zum Theater Trier mit einem Satz interpretiert werden. Auch möchte man den bevorstehenden Abwahlantrag nicht gefährden. Der SPD-Parteigenosse soll ja seine recht üppige Versorgung (Übergangsgeld und Pension) behalten und die leidige Causa für die SPD schnellstmöglich beendet werden, damit bei künftigen Wahlen die Partei keinen Schaden nimmt.

      Nein man möchte keine Fehlleistungen der Herren Egger und Sibelius bis ins Detail aufdecken und analysieren, oder gar eine strafrechtliche Relevanz aufzeigen und dokumentieren.
      Vielmehr geht es in dem 30-seitigen Bericht um Strukturen, Abläufe, Arbeitsbedingungen und interner Kommunikation. Das die beiden Herren einige Fehler gemacht haben und es Versäumnisse gibt, wird quasi in der Einleitung kurz erwähnt und die ungefähren Summen genannt.
      Der Arbeitsauftrag von SPD-Parteifreund und Oberbürgermeister Hr. Leibe ist klar definiert um nicht weiteres Öl in das schon lichterloh brennende Feuer zu gießen.

      Zitat:

      Aufgrund dieser erheblichen Budgetüberschreitungen erteilte Herr Oberbürgermeister Leibe dem Rechnungsprüfungsamt (RPA) den Auftrag, die Ursachen der Misstände beim Theater festzustellen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang nicht primär die organisatorischen und haushalterischen Versäumnisse der Vergangenheit darzustellen, sondern die zukünftigen Verfahrensweisen zu optimieren.
      Zitat Ende.

      Es wird somit nicht explizit das strafbare Fehlverhalten der Herren Egger und Sibelius untersucht und dargestellt.
      Vielmehr wird die Organisation und Kommunikation untersucht und erläutert.

      Eine straftrechtliche Beurteilung wird nicht gewünscht – durch diese könnte aber Hr. Sibelius fristlos und ohne Abfindung entlassen und Herr Egger seine Pension verlieren.
      Hieraus kann nur der Schuß abgeleitet werden:
      Nicht der Stadtrat muß über eine Trennung entscheiden – sondern der Staataanwalt, wie damals 1990 in der Causa Gönnenwein. Nur Liegen hier in Trier die Fakten besser – es könnte sogar sein, das beiden Herren für den angerichtetten Schaden haften müssen!
      Ich empfehle die Lektüre BGH 1 StR 273/97 vom 4. November 1997,
      und BGHSt. 43. 293 mit Erläuterungen.

      Die Staatsanwaltschaft Trier wird sich freuen, den die Fraktion der AfD im Trierer Stadtrat hat Strafantrag gegen Hr. Sibelius und Herrn Egger gestellt.

       
  2. Susanne Decker

    Und wenn ich dann noch hier lese, dass sich die Grünen im Steuerungsausschuss enthalten haben, als es um die Trennung von Sibelius ging, weiß ich wirklich nicht, ob das nur Dummheit und gnadenlose Ignoranz sind oder welche Motive sonst hinter diesem völlig unerklärlichen Festhalten an der Person Sibelius stecken. Mit normalem Menschenverstand ist dies Verhalten nicht mehr zu erklären. Und das ist der Verantwortungspartner der Trierer CDU – meinen Glückwünsch!!

     
  3. Joachim Baron

    Was für ein Sumpf! Wer legt den trocken, Herr Leibe?

     
  4. Andi

    …und irgendwo im nahen Trierer Umland sitzt ein “eingebildete Kranke” und lacht sich kräftig ins Fäustchen, während die Goldtaler wie von Zauberhand ins Häuschen kullern….

     
  5. Hans Maier

    Wenn das so ist, wie beschrieben, und daran zweifle ich nicht, ist es umso erschreckender, dass in dem einen Fall nach einer Abwahl Pensionsansprüche lebenslang bestehen. Das schon nach so kurzer nutzloser Zeit in einer Höhe, die ein normaler Arbeitnehmer nach 45 Berufsjahren nicht erreichen wird.
    Der andere Fall ist auch zum k….

     
  6. Beobachter

    @Andi: Ihr Kommentar ist eine infame Unterstellung. Wir sind Nachbarn von Herrn Sibelius und der Mann ist ernsthaft krank, was ja kein Wunder ist. Denn eine Hetze bleibt es weiterhin, denn der Rechnungshofbericht belegt doch nur, dass die Stadt einen Intendanten mit Gesamtverantwortung eingestellt hat, ohne im Vorfeld die Organisationsstruktur im Theater zu ändern.

     
  7. Anna Majewski

    Liest sich wie die Chronik eines angekündigten Todes…… Hier müssen die Handschellen klicken ansonsten verliert der Bürger vollends das Vertrauen in den Rechtsstaat. Ein goldener Handschlag oder “Schwamm drüber” wären nicht vermittelbar. Nach Eggenfelden-Gate nun die Trier-Dämmerung. Bitte weitermachen mit dem Aufdecken und Dranbleiben.

     
    • Rainer Landele

      aufgrund welcher rechtsgrundlage müssen “handschellen klicken”? ich frage, weil ihnen ja der rechtsstaat so wichtig ist. da hätte ich dann gerne auch eine rechtsstaatliche begründung für die handschellen.

       
      • Hans Maier

        Nach Ihren Masstäben ist wohl alles in Ordnung, oder wie soll die Frage zu verstehen sein? Ich bin kein Jurist, aber wer mit Steuergeldern so umgeht kann nicht nach rechtsstaatlichen Vorgaben gehandelt haben (Teile von Ausschüssen und Stadtrat eingeschlossen).
        Ich vermisse hier übrigens mehr Aussagen von sonst immer an der Front stehenden und sich in Glanz suhlenden Politikern,…
        Und einen Like-Button, weil viele Kommentare gefallen mir hier sehr gut.

         
        • Rainer Landele

          welche maßstäbe unterstellen sie mir denn? ich habe dazu gar nix gesagt. wie die frage zu verstehen ist? so wie sie da steht: welche straftatbestände sollen erfüllt sein? ist ja nicht schwer zu verstehen und wird die staatsanwaltschaft trier dann (wegen der anzeige der afd) klären müssen.

          aber ich höre schon jetzt, wie es heißt, wenn keine ermittlungen erfolgen und keine anklage erhoben wird oder es einen freispruch gibt, wie hier der wutbürger behaupten wird, eine krähe hacke…alles unter einer decke…etc.pp.

          ihre behauptung “aber wer mit Steuergeldern so umgeht kann nicht nach rechtsstaatlichen Vorgaben gehandelt haben” ist vermutlich eine bauchrealität, oder?

           
          • Anna Majewski

            @ Landele: Wie müßte nach Ihrer Meinung die ganze Sache be- bzw. auf oder abgearbeitet werden, damit es Ihrem Gerechtigkeitsempfinden genüge tut. Welche Vorschläge hätten Sie? Das würde mich interessieren.

  8. Volker Zemmer

    Herr Leibe ist der einzige, der es richten kann. Alle anderen dürfen nicht mehr gefragt werden oder entscheiden. Wer den Sumpf trockenlegen will, der darf bestimmt nicht die Frösche fragen. Und Frösche waren sie durch die Bank alle. Wenn das so weiter geht, mutiere ich noch zum Wähler von FDP oder AFD, obwohl ich mit dem nationalen Gesülze nichts anfangen kann.

     
  9. Jupp de Fupp

    Im Prüfungsbericht heißt es: “Das Dezernatsbüro und der Dezernent hätten aufgrund des vielseitigen Aufgabenspektrums des Intendanten frühzeitig und pflichtgemäß ihre Kontrollfunktion wahrnehmen müssen.” Das jedoch geschah nicht, denn “ein zielführendes Finanzcontrolling fand weder intern im Theater noch seitens des Dezernates statt”.
    Es ist ist wirklich unfassbar, dass der Leiter dieses Dezernatsbüros (welches gepennt hat) nun auch noch zum Verwaltungsdirektor des Theaters befördert wurde. Einfach nur noch ohne Worte!

     
  10. Beobachterin

    Zentrale Stelle in diesem Bericht: “Nicht Karl Sibelius, sondern Thomas Egger ist rechtlich für die gesamte Misswirtschaft am Theater verantwortlich.” Warum dann diese Angriffe gegen Karl Sibelius. Menschlich einfach unfassbar was da passiert. Herrn Sibelius wünsche ich von ganzem Herzen gute Besserung!!!!!

     
    • Rupert

      Durch sein Handeln hat sich Herr Dr. Sibelius disqualifiziert! – S.u.a. Kosten für die Produktion ‘Falsche Welt’ > 115 TEUR gg.üb. Budget von 15 TEUR!

       
    • Anna Majewski

      Hat Sibelius menschlich gehandelt in seiner Amtszeit? Kann das uneingeschränkt und von allen Mitarbeitern mit Ja beantwortet werden? Hören Sie auf, den Typ in Schutz zu nehmen. Der gehört nicht mehr auf Leute losgelassen. Ich bin kein Mediziner, aber vermutlich liegen einige Störungen vor. Jemand, der seine Darsteller nicht abbildet sondern meist nur sich selbst…ohne Worte. Nur als Beispiel(auch von Herrn Eich benannt)

       
    • Rottaler

      Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren: Solche Kommentare wie von Beobachter und Beobachterin kommen mir sehr bekannt vor. Auch bei uns im Rottaler Anzeiger (PNP)wurden solche Kommentare gepostet. Sie ähnelten sehr den Kommentaren des Herrn Sibelius in Sprache und Wörtern. Ich vermute mal einfach, daß diese und die damals aus gleicher Feder stammen.

       
      • Anna Majewski

        Das sehe ich auch so. Selbtsverständlich wird der kranke S. Untertstützer haben, welche keinerlei Schuld oder Versagen oder gar Vorsatz erkennen. Sie wurden oder werden ja von ihm gefüttert und halten zu ihm. Wundert mich nicht.

         
  11. Dietmar Marx

    Egger & Sibelius, ja o.k. Aber das dürfen nicht die letzten|einzigen sein. ALLE müssen sich ihrer Mitschuld stellen und ihre Pöstchen aufgeben, das betrifft vor allem die “Schweiger” aus dem Kulturausschuss, aber auch aus dem Stadtrat. Last but not least müssen die Parteien in Zukunft genau drauf achten, wenn sie dahin schicken. Es können bestimmt nicht die Hellsten gewesen sein.

     
  12. Sascha

    Herr Sibelius ist vielleicht juristisch nicht verantwortlich, aber das auch nur weil Herr Egger seine Aufgaben einfach nicht erfüllt hat. Sonst wäre er es gewesen.
    Das fällt wohl unter: Glück gehabt.
    Die Angriffe gehen nicht gegen die Privatperson Sibelius. Da kann ihn wohl kaum einer einschätzen.
    Aber als Intendant hat er einfach auf ganzer Linie versagt wie kaum ein anderer es hätte tun können.
    Und wenn es ihm psychisch wirklich so schlecht gehen sollte (ich glaub da auch nicht dran), da: selber schuld.

     
  13. Beobachter

    Also jetzt ist der arme Herr Sibelius wohl nur das Opfer von Hetze? Man kann auch alles verdrehen und sich so zurechtbiegen wie es passt. Er hat sich wohl selbst über schätzt und konnte es einfach nicht. Das bestätigt wieder gängige Vorurteile vom Künstler der mit der materiellen Ebene nichts anzufangen weiss. Aber dann hätte er es nicht machen dürfen. Und er wollte seinen ambitionierten provokanten, auch ein wenig auf seine Person (Rose Divine, Gerolstein, etc.) zugeschnittenen Spielplan durchziehen. Weil überregionale Presse und Avantgarde. Aber die Menschen der Stadt und der Region konnte er damit nicht überzeugen. Theater für die Menschen hier hätte er machen sollen. Trier ist nicht Berlin, das Theater Trier schon kein Haus für solche Ideen.

     
    • Rupert

      “Theater für die Menschen”. Nur noch 79.452 Zuschauer in der Spielzeit 2015/2016 zeigen, dass die Menschen gerade nicht erreicht wurden bzw. sich nicht für das Theater Trier begeistern konnten.

       
  14. Beobachterin

    Wenn ihr ihn einmal arbeiten hättet lassen und zwar in Ruhe, dann hätte er die Chance gehabt zu zeigen, welche Kompetenzen in ihm stecken-
    Ich finde es erschreckend, dass ihm jetzt auch noch unterstellt wird sein krank sein vorzutäuschen – Dieser Mensch hatte und hat, egal was er gemacht hätte bzw macht, keinerlei Chance. In welcher Welt leben wir eigentlich – das ist echt beschähmden wie mir Sibelius als Mensch umgegangen wird.Und lieber Sascha, wenn sie diese Beschuldigungen kalt lassen würden und nicht krank machen würden, dann können sie sich ja um die Stelle des Intendanten bewerben.

     
    • Rupert

      Die Mangement-Kompetenz muss man ihm aber absprechen. Da stimmen Sie doch sicherlich zu, nicht wahr?

       
    • Rupert

      Diese Trierer “Superlösung” des Generalintendanten (künstlerischer Leiter und Verwaltungsleiter in einer Person), zudem Change-Manager, in der Person Sibelius dann noch Regisseur und Schauspieler, hatte bereits von Anfang an einen Konstruktionsfehler. Hier wollte man schlichtweg zu viel und in diesem “Projekt Größenwahn” hat sich nicht nur die Stadt Trier verhoben, sondern auch KMS.

       
    • Sascha

      Wenn einen der öffentliche Gegenwind so mitnimmt ist man als Intendant eines Theaters, das ja durchaus aus provozieren soll, definitiv eine Fehlbesetzung.
      Mich würde es mitnehmen wenn ich wüsste das ich das in mich gesetzte Vertrauen missbraucht habe und Millionen von Steuergeldern verschleudert habe. Aber wenn das der Fall wäre sollte man den Anstand haben von sich aus zurück zu treten und nicht noch hunderttausende von Steuergeldern in die eigene Tasche zu stecken.

       
    • Hans Maier

      Er ist doch erst ‘krank’ geworden, als er selber gemerkt hat, da braut sich was zusammen, was er selber nicht mehr kontrollieren konnte. So wird dann immer wieder versucht die Kündigung zu verschleppen.
      Vorher waren doch Aale so fröhlich und jetzt plötzlich auf unbestimmte Zeit krank. Hier soll also weiter getäuscht werden?

       
      • Rottaler

        Bei uns wurde er nicht krank, sondern er vermutete massenhafte Homophobie hinter den Kritiken an seinem Wirtschaften und seiner Intendanz. Ich kann immer noch nicht begreifen warum sich die Verantwortlichen in Trier nicht intensiver mit seinem Wirken am Theater an der Rott in Eggenfelden befaßten? Oder ist das Internet Neuland für Trier? Fast alles was in Trier passierte hatten wir bei uns auch. Wie kann man sich von so einem Selbstdarsteller derart einwickeln lassen? Waren da Seilschaften am Werk?

         
    • Anna Majewski

      Sorry, aber er wurde als Manager und nicht als Künstlermimose eingestellt, die in Strapsen auf der Bühne rumspringt. Ist doch klar, dass er sich als mißverstandenes Opfer geriert, welches nur keine Zeit bekam, seine genialen Theaterpläne umzusetzen. Das angemalte Theater, das Schrille, das ( abstoßend aufdringliche) Auftreten, das hätte in Großstädten vielleicht Eindruck gemacht- für Trier hat es nicht gepasst. Wie auch die Handschriften einiger Inszenierungen nicht den Nerv trafen. Sicher braucht es eine Übergangszeit- aber musste für diese wenigen Zuschauer soviel Geld in die Hand genommen werden? Sieh doch endlich ein, dass die Ideen nicht gezündet haben- jetzt hier rumheulen ist völlig daneben.Haben ihn Massenentlassungen interessiert? Sicher hatte er das Recht und die Macht dazu, aber sicher nicht die Öffentlichkeit so zu schädigen!

       
  15. Jürgen Polka

    Was mich doch sehr überrascht,ist die Tatsache, dass bislang nichts über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Untreue durch die zuständige Staatsanwaltschaft bekannt wurde.Ein Anfangsverdacht gem.266 StGB gegen einen recht breit anzulegenden Personenkreis dürfte kaum zu verneinen sein…..

     
    • Rainer Landele

      untreue fällt mir dazu auch als erstes ein. nur: breit anzulegender personenkreis? wer soll denn in der verwaltung noch verantwortlich sein? oder meinen sie ernsthaft, auch die stadträte würden darunter fallen?

       
  16. Rupert

    Wie bereits an anderer Stelle kommentiert:

    Welche durchschlagenden Änderungen an der Struktur des Theaters Trier gab es denn eigentlich nach den Protesten und der Petition “Pro Ensemble-Theater Trier” in 2013 ff.? Dringend notwendige Sparmaßnahmen wurden doch gar nicht umgesetzt, weiterhin ein 3-Sparten-Theater kraft Stadtratsbeschluss. Dann dieses Bespielen von Außenspielstätten: warum? Wie viele Gewerkschaften haben das Sagen in diesem Haus? Hat sich an der Anzahl der Mitarbeiter(innen) wesentliches getan? Personalkosten insbesondere durch Tarifanpassungen steigend, Zuschauerzahlen stark rückläufig. Zudem dürfte der Zusammenhalt im Hause schwinden. Der Generalintendant ist ja jetzt schon Geschichte, dann geht Ulf Frötzschner zum Ende der Spielzeit 16/17. Daher sehe ich insbesondere für das Schauspiel-Ensemble die Auflösung als sehr wahrscheinlich an, durch Fluktuation, Auslaufen befristeter Verträge. Quo vadis, Theater Trier?

     
  17. PhillipH

    Der Intentant ist nun einmal ein Künstler. Das der etwas andere Verwirklichungsvorstellungen hat, mein Gott, drum wurde er Künstler. Das regulierende Element sollte aber die Politik sein, allen voran der Dezernent. Der hat aber nun einmal ein besonderes Händchen wenn es um solche Dinge geht, der Stadt Gelder abfließen oder eben auch nicht zu fließen. Erinnert sei auch an sonstige nicht genutzte Einnahmemöglichkeiten, die überall in der Stadt rumstehen, weil der Herr seinen Mitarbeitern falsche Prioritäten setzt. Dummerweise sind jene nicht genutzten Einnahmen oft sogar Bußgeldfälle die nicht nur der Allgemeinheit Geld bringen würden, sondern das eben deswegen tun würden, weil sie der Allgemeinheit massiv schaden. Eigentlich ist das auch längst nicht mehr eine Sache der Stadt Trier alleine, aber bei auch das Land stellt sich neben, anstatt hinter geltendes Recht. Die ADD schläft genauso. Zweifelhaft ob Dienstaufsichtsbeschwerden daher überhaupt bearbeitet, geschweige denn erfolgreich sein dürften.

     
  18. Peter Buggenum

    @ Herr Thielen!

    Nochmals vielen Dank und Kompliment für die erstklassige Berichterstattung und die Präsentation der Fakten! In der heutigen Zeit ist Qualitätsjournalismus ein seltenes Gut geworden, um so mehr schätze ich die Trier Reporter Berichterstattung über diese Affäre. Ich habe im Freundes/Bekanntenkreis auf diese Artikelserie hingewiesen. Dieser sollte Pflichtlektüre für ALLE Wahlberechtigten hier in Trier sein.

    Interessant könnte es auch sein, die wirklichen Motive dieser Ratsmitglieder durch einen Psychologen zu untersuchen. Worum geht es denen wirklich? Warum zieht kein einziger von denen die persönlichen Konsequenzen aus diesem Desaster?

    Aus meiner subjektiven Sicht ziehe ich folgende Schlussfolgerungen.

    1. Stadtrat
    Alle Mitglieder des Stadtrates, die diese Entscheidung mitgetragen haben, sollten soviel Anstand und Rückgrat zeigen und endlich zurücktreten!

    Nehmen wir als Beispiel die im Artikel zitierte Aussage des Herrn Dempfle. Was soll ich als Wähler von so etwas halten? Kann man solch einem Mann noch irgendetwas glauben?

    2. Im Rahmen der Reporter Artikelserie haben sich in den letzten Tagen zumindest Herr Teuber, Herr Lehnart und eine Frau Albrecht gemeldet. Frau Albrecht drückte in der Diskussion auf die Tränendrüse ( mache alles ehrenamtlich und meine es doch gut), während Herr Teuber zumindest den Versuch unternahm, die Vorgehensweise seiner Fraktion und die Entscheidung zur Vertragsverlängerung zu erklären. Herr Lehnart fiel ausser der Floskel über die “menschliche Kompontente” anscheinend nichts ein. Ansonsten Fehlanzeige. Von den Ratsmitgliedern der Grünen oder CDU kommt nichts, obwohl diese für dieses Desaster komplett mitverantwortlich sind.

    Wie glaubwürdig ist also die Mehrheit der Ratsmitglieder wenn man diese Fakten hier liest?

    3. Gerne wird von den Ratsmitgliedern auf “Demokratie” hingewiesen. Wäre es nicht wirklich demokratisch, wenn diese Herrschaften endlich zurücktreten und Platz für Neuwahlen schaffen? Meine Meinung: ihr habt genug Schaden angerichtet, macht Euch endlich vom Acker!

    4.Wenn ich die Beiträge der “Beobachterin” und an anderer Stelle des Herrn Landele von den Grünen im Rahmen dieser hervorragend recherchierten Artikelserie lese, fällt mir dazu die Aussage von Albert Einstein über die Unendlichkeit des Universums ein …..

    5. Nur eine Partei hat von Anfang an glasklar Position bezogen und wie sich jetzt zeigt recht gehabt: die AFD! Ich bin zudem sehr dankbar, dass die AFD Strafantrag stellen will. Diese ganze widerliche Affäre muss extern untersucht und objektiv bewertet werden. Das traue ich dem SPD OB Herrn Leibe nicht zu.

    Ich war nie so naiv zu glauben, dass in der Politik und Verwaltung alles immer glatt läuft. Was aber hier seit Wochen aufgedeckt wird, löst beim normalen steuerzahlenden Bürger nur noch Wut und Betroffenheit aus.

     
  19. Marco Berweiler

    Ob Sibelius nun krank oder auch nicht krank ist, er hat den Karren an die Wand gefahren – mit Egger als Beifahrer.

    Es ist absolut unfassbar, wie hier Steuergelder sinn- und planlos aus dem Fenster geworfen wurden, und am Ende will niemand dafür verantwortlich sein.

    Da haben dem Anschein nach die Grünen noch nicht einmal den Mut, im Steuerungsausschuss gegen Sibelius zu stimmen. Ich bin mal gespannt, wie deren Abstimmungsverhalten im Stadtrat sein wird, wenn es um Egger geht.

    Die CDU scheint diesbezüglich ja wohl doch zur Vernunft gekommen zu sein.

    Bei den Linken sitzt das Kultur-Budget ja derart hoch, so dass man hier zumindest noch zweifeln darf.

    Gibt es eigentlich die Piratin noch? Da hört man ja im Endeffekt überhaupt nichts mehr.

    Zur Politik gehört einfach auch mal ein gesunder Menschenverstand und ein Gespür dafür, was richtig und was falsch ist.

    Man darf den Bürger nicht für dumm verkaufen, denn der wird ja später wieder mal die Kreuzchen machen.

    Wenn Egger trotz Abwahl noch so lange große Teile seines Gehaltes bekommt und auch noch – verglichen mit den Dienstjahren (vom Vergleich mit seinen “Leistungen” rede ich erst gar nicht)- eine derart üppige Pension erhält, dann darf man sich doch nicht allen Ernstes über Politikverdrossenheit und Protestwähler wundern.

    Auch Politiker machen Fehler, aber dann muss man wenigstens daraus lernen und darf den gleichen Fehler nicht wiederholen.

    Die ursprüngliche Entscheidung für Sibelius war im Nachhinein falsch … OK, ist leider passiert. Aber dann darf ich doch nicht hingehen und den Vertrag um 4 Jahre verlängern !

    Hätte man den Vertrag nicht verlängert, wäre die aktuelle Situation auf jeden Fall einfacher … und vor allem finanziell günstiger.

    Mit dem Theater um das Theater hat sich Trier leider zur Lachnummer der Republik gemacht.

    Jetzt müssen nur noch die richtigen Konsequenzen daraus gezogen werden, damit sich so ein Desaster nicht mehr wiederholt.

     
  20. theaterfreund

    @majewski: Sibelius arbeitet seit über 30 Jahren an Theater und das sehr, sehr erfolgreich. Trier ist ein eigenes Pflaster, ok, aber Sie sind einfach nur voller Hass! Schämen Sie sich. Ich habe Dr. Sibelius als Chef schätzen und lieben gelernt. Ich hoffe, er geht an dieser Hexenjagd nicht zugrunde

     
    • Trierer 0815

      Lieber Theaterfreund , sie sind wohl eher ein Sibelius Freund , als ein Theaterfreund . Denn wenn sie Eggenfelden und Trier betrachten , dann kann man doch nicht von erfolgreich sprechen . Natürlich muss man alles realistich und nüchtern betrachen und nicht durch die Rosarote Brille von Dr. Sibelius . Von Hexenjagd kann wohl auch keine Rede sein wenn mann die Machenschaften des Herrn Intendanten betrachtet . Auch ist es kein Hass wenn man die Fehler die gemacht worden sind aufzeigt und verlangt daraus die Konzequenzen zu ziehen . Schämen muss sich hier nur einer und das ist Herr Sibelius , wenn man ein Theater dermaßen an die Wand fährt und dann noch erwartet das keiner was dazu sagen darf .

       
    • Rottaler

      Auch dieser Kommentar könnte aus einer gewissen Feder stammen.

       
    • Marco Berweiler

      @theaterfreund:

      … “Ich habe Dr. Sibelius als Chef schätzen und lieben gelernt.”

      Ich hoffe, Sie ersparen uns hier weitere Details …

      Wenn Ihr ach so gelieber Karl Sibelius wirklich “sehr, sehr erfolgreich” ist – wie Sie schreiben – dann kann er sich ja bald eines der unzähligen Theater aussuchen, die glücklich sind, dass er wieder auf dem Markt ist und sich entsprechend um ihn reißen werden.

      Also kann er ja problemlos auch ohne Abfindung oder gar Aussitzen des 4-Jahres-Vertrages gehen.

      Sibelius hält sich dem Anschein nach für ein Genie. Wenn es darum geht, Zuschauer zu vergraulen, gewisse Dezernenten auf seine Seite zu ziehen, mit ihn zusammen Trier zu blamieren und ziel- und sinnlos mit Millionen an Steuergeldern um sich zu werfen … ja, dann ist er wirklich ein Genie.

      Wäre der Reporter nicht, so hätten wir immer noch diese unfassbaren Zustände im Theater.

       
      • Dietmar Marx

        „Wäre der Reporter nicht, so hätten wir immer noch diese unfassbaren Zustände im Theater.“

        So sieht es aus. Mein Kompliment für eine saubere und in allen Details zutreffende journalistische Leistung!

         
  21. otto müller

    Sibelius ist angeblich schwer an Krebs erkrankt. Also lassen sie die Häme. Er ist seit über 30 Jahren sehr erfolgreich an Theatern tätig, gut für Trier reicht es offensichtlich nicht. Ich hoffe, er überlebt diesen Horror. Ich schäme mich für Trier!

     
    • Trierer 0815

      Ja natürlich , erst borneout , jetzt Krebs . Es ist nur komisch das diesee Krankenbilder erst aufgetreten ist als Herr Frötschner zurück kam und Herr Müller seinen Job als Verwaltungsdirektor antrat . Zum Thema 30 Jahre an Theatern erfolgreich tätig . Da muss ich mich nur wundern was der Herr Dr. alles schon studiert hat , vom Kultur Manager über Friedensforscher , Mediator Theatre Sanierer und und was er noch alles an Titeln aufzuweisen hat . Eins stimmt aber , schämen muss sich Trier , aber dafür , auf einen solchen Blender herrein gefallen zu sein . Selbst da hätte ich noch etwas Verständnis beim erstenaml , aber nicht beim zweitenmal und ihm dann noch den Vertrag zu verlängern . Da kann man sich nur für soviel Dummheit schämen !!!!!!!!!!!

       
      • Beobachterin

        Das ist eine Ungeheuerlichkeit, was hier voller Hass geschrieben wird. Herrn Sibelius zu unterstellen seine schwere Krankheit vorzutäuschen ist unter jeder Menschenwürde. Wenn sie die Laufbahn von Herrn Sibelius wirklich schon so lange Zeit verfolgt haben, dann wüssten sie, dass er bereits vor Jahren schon einmal an Krebs erkrank ist, diesen besiegt hat und mich würde es nicht wundern, wenn dieser Aufgrund dieser wirklich unfassbaren Hetzerei und menschunwürdigen Behandlungen und den daraus resultierenden Belastungen wieder ausgebrochen ist.

         
        • Beobachter

          Ich bitte Sie, was soll das?

           
        • Norman

          Wenn das Stimmen sollte mit der Krebserkrankung, dann finde ich es sowas von daneben das jetzt zu benutzen. Vielleicht möchte Herr Sibelius gar nicht, dass das jemand weiß! Woher haben Sie denn die Information? Aus dem persönlichen Umfeld? Sind Sie eine Mitarbeiterin? Fällt das nicht vielleicht unter Datenschutz so etwas publik zu machen? Einfach zu behaupten er hätte so eine schlimme Krankheit scheint hier ein Mittel zum Zweck. Sie sollten sich wirklich schämen.

           
    • Anna Majewski

      Oh Gott, jetzt wird auch diese Karte gespielt- ich hatte nichts anderes erwartet als einen großen dramatischen Abgang. Das soll wohl noch die letzten Befürworter seines Handelns mobilisieren? Vorher war alles Hass-und Hetze, wenn man ihn kritisierte. 30 Jahre erfolgreich tätig, als was? Als Schauspieler vielleicht- das haben zig andere auch vollbracht. Aber als Intendant(und dafür wurde er geholt) ein Totalausfall. @theaterfreund: Hat den “Dr.” jemals interessiert, wen er durch sein Handeln zugrunde richtet? Theater, öffentliche Haushalte, Menschen? Nein, kein Mitleid- selbst wenn da etwas dran sein sollte.

       
  22. Peter

    Ach lassen Sie die Moralkeule doch bitte zu Hause. Es hat Herrn Sibelius doch auch nicht interessiert ob er einen Menschen zerstört als er Ulf Frötzschner unrechtmäßig rausgeschmissen hat, ihm über nachgeredet hat und versucht hat seinen Ruf zu zerstören. Jetzt schlägt das schlechte Karma zurück.
    Auch die anderen Mitarbeiter, die er mit Füßen trat, haben ihn doch einen feuchten Dreck interessiert. Wozu das Mitleid nun?
    Er hat personell und finanziell ein Desaster angerichtet, das so immens ist, dass ich hoffe, dass sich das Theater davon wieder erholt.

     
  23. Dominik

    Wenn schon alles so schlimm ist. Lasst die Bürger entscheiden was sie wollen. Abstimmung ob es ein Theater geben soll oder nicht, bzw. was es bieten muss und v.a. was es kosten darf.

    Stadtrat hin oder her, die Bürger sind der Souverän. Da es sich mittelfristig um ein extrem teures Projekt handeln wird. (Selbst ein Abriss ist nicht für umsonst), wäre jede Entscheidung der Stadtrats kritisch.

    Die AfD mag das zwar auch schon gefordert haben, ich als Grün-Rot-Schwarzer Wechselwähler will das aber auch so haben. Und auch in meinem Bekanntenkreis wird bzgl. des Themas selbst bei alteingesessenen Trierern ähnliches gefordert, Abo-Kunden inklusive. In meiner bayrischen Heimat wäre das das Normalste was ein Stadtrat tun täte, Fragen formulieren und zur Wahl an die Bürger weitergeben.

     
  24. Meinung

    An alle Laien-Juristen, die Sibelius vorgetäuschtes krank sein unterstellen, um der Kündigung zu entgehen: Man kann auch auch bei Krankheit gekündigt werden!

     
    • Sascha

      Ja, das stimmt. Er kann bei Krankheit aber nicht gezwungen werden aktiv an der Aufklärung beim Theater mit zuarbeiten.
      So kann er sich jetzt überall schön raus halten und es anderen überlassen den Riesen Haufen Mist den er zurück gelassen hat zu durchwühlen.

       
  25. Peter Buggenum

    @ Beobachterin

    Es geht hier nur periphär um den Gesundheitszustand des Herrn Sibelius. Das verstehen Sie anscheinend nicht. Es geht hier vor allem darum, dass von dieser unseligen Allianz aus Verwaltung und Stadtrat Millionenbeträge des Steuerzahlers verplempert wurden und keiner dafür die Verantwortung übernehmen will.

    Ich stimme Ihnen aber zu, dass der Gesundheitszustand von Herrn Sibelius nicht weiter thematisiert werden sollte. Das ist dessen Privatsache.

    So wie ich das verstanden habe, wundern sich manche Vorschreiber verständlicherweise eben darüber, dass diese Erkrankung jetzt kommt, nachdem die Verfehlungen des Intenddanten ans Tageslicht kommen.

     
  26. Hilde

    Nicht Herr Sibelius hat Herrn Frötzschner entlassen, sondern er war ausführendes Organ. Egger forderte Konsequenzen und große Teile des Leitungsteams. Jetzt ist der Herr ja zurück und man hört sehr viel: vor allem Geschrei. Frötzschner ist untragbar. Sibelius hält sich auch nicht raus, sondern lässt sich von einem Anwalt vertreten. Das ist nachzulesen.

     
    • Sascha

      Wenn sich jemand von seinem Anwalt vertreten laesst, hält er sich selber raus bzw. zieht alles in die Länge.

      “Was sagt ihr Mandant dazu?”
      “Da muss ich erst Rücksprache halten. Lassen Sie uns in einer Woche einen neuen Termin machen.”

      Ich frage mich wirklich wie man Egger und\oder Sibelius immer noch in Schutz nehmen kann.
      Die ganze finanzielle Misere in und ums Theater ist ganz alleine auf dem Mist der beiden Herren gewachsen. Daran gibt es keinen Zweifel mehr.

      Das den beiden dazu die Möglichkeit gegeben wurde ist ein anderes Thema welches aber auch Konsequenzen nach sich ziehen sollte.

       
    • Hans Maier

      Keine Ahnung oder die Berichte des Reporters nicht verfolgt?
      Abmahnung aus nichtigem Grund im Dezember 2015, fristlose Kündigung im Mai 2016. nur weil er merkte, der Schauspildirektor ist gut und er selbst fachlich eine Flasche. Künstlerisch kann ich nichts beurteilen.

       
  27. Spekulatius

    Die Zahl der Sibelius-Bots wächst. Obwohl, ist alles im gleichen Duktus verfasst. Gibt bestimmt Fleißkärtchen *g*

     
  28. Jürgen Polka

    Zu Herrn Landele:Die Schwelle für einen strafrechtlichen Anfangsverdacht ist nicht allzu hoch.Insofern würde ich in der Tat nicht ausschliessen wollen,dass auch die mögliche Verantwortlichkeit einzelner Stadträte in den Blick genommen wird – ein normaler Vorgang, der u.U. auch entlastend sein kann.Sollte es zu einer Schuldfeststellung kommen,kann den unterschiedlichen Tatbeiträgen etwaiger Haupttäter und möglicher “Randfiguren” im Wege der Strafzumessung Rechnung getragen werden.
    Auch von meiner Seite ein Kompliment für die Berichterstattung.Sie bietet etwas bislang unbekanntes in der schlichten Trierer Medienwelt – Qualitätsjournalismus.

     
    • Hans Maier

      Ebenfalls zu Herrn Landele:
      Ihre Fragen provozieren und langweilen zugleich. Aussagekraft oder eigene Meinung gleich Null oder darunter. Konstruktiv kommt nichts, nur hocharrogante Phrasen verbreiten. Passt zum Stil der Partei, der Sie angehören und die ich damals sogar schon mal gewählt habe, als ich noch dachte, die machen es besser.

       
      • Rainer Landele

        na dann ist immerhin klar, an welcher enttäuschung sie sich abarbeiten.

        zum theater habe ich schon vor wochen genug gesagt. brauche ich nicht zu wiederholen.

        was mir so auf den senkel geht, ist der umstand, das aus fehlern die gemacht wurden, eine systemkritik, ja eine demokratiefeindliche abrechnung und diffamierung wird, die dann auch noch ins persönliche geht. das beginnt mit feierabendpolitiker, dann kommt schwatzbude, dann volksverräter – in allen erdenklichen varianten (z.b. fürs letzte: der stadtrat hat nicht das wohl der bürgerInnen im kopf sondern xyz).

        hier geht es doch schon lange nicht mehr um sachliche auseinandersetzung um die zukunft des theaters. bei ihren beiträgen mit den typischen versatzstücken ein pseudokritik gegen die grünen wird dies ja auch klar…

         
    • Peter Müller

      Die Mitglieder eines Kommunalparlaments, im hiesigen Fall also die Stadträte, können nicht juristisch als Einzelpersonen für ihr Abstimmungsverhalten verantwortlich gemacht oder gar in Regreß genommen werden. Das steht so in der rheinland-pfälzischen Gemeindeordnung. Anders wäre eine Arbeit in den Kommunalparlamenten, wie auch im Bundestag und den Landtagen, gar nicht möglich. Dem Mißbrauch durch Zeitgenossen, die mit Entscheidungen nicht einverstanden sind, wäre Tür und Tor geöffnet. Aber wenn sich zwei Juristen treffen, so ein altes Bonmot, gibt es mindestens drei verschiede Meinungen.

       
  29. Michael Frisch

    @Jürgen Polka:
    Ihrem Urteil über den Trier-Reporter kann ich mich nur anschließen: eine seltene Perle im heutigen Journalisten-Milieu.
    Und was Ihre Aussagen zur strafrechtlichen Aufarbeitung betrifft: die AfD-Fraktion wird, wie vom Trier-Reporter gemeldet(http://www.trier-reporter.de/theater-trier-afd-stellt-strafantrag-gegen-egger-und-sibelius-trier/) morgen Strafanzeige gegen die Herren Egger und Sibelius stellen.

     
    • Rainer Landele

      warum haben sie keine strafanzeige bei der GEKKO problematik der SWT gestellt?

      da ging es um einen (drohenden) verlust in zehnfacher höhe, realisiert dann “nur” so um die 15mio. können aber auch mehr gewesen sein.

      und bevor es heißt, es ginge da nicht um steuergelder: nee, da ging es direkt um einnahmen, die der stadt bzw. ihrem betrieb fehlten…

      und, um es klar zu stellen: ich sehe weder bei dem theater noch bei der swt am ende einen berechtigten juristischen ansatz, die sache auf zu arbeiten. aber ich sehe die verlogenheit, hier jetzt mit der juristischen keule zu kommen, an anderer stelle aber nicht (obwohl die beträge, um die es ging, erheblich höher sind). warum also die anzeige? um all dem einen kriminellen anstrich zu geben, nur darum geht es. und wenn die justiz (erwartungsgemäß) die sache zurückweist, dann kann man erneut gegen das system hetzen. tricky!

       
  30. Heinrich Hamm

    Ich hoffe die Damen und Herren aus dem Stadtrat besitzen wenigstens genügen Rückgrat und treten zurück. Das was hier passiert ist, ist ungeheuerlich. Da wundert es einen nicht, dass die AFD immer mehr Zuwachs erhält. Unglaublich, wie so etwas passieren kann.

     
  31. Trier-Reporter

    @ Marco Berweiler, Dietmar Marx, Michael Frisch, Jürgen Polka, Peter Buggenum und andere

    In diesem Zusammenhang sollte auch die Arbeit von Oberbürgermeister Wolfram Leibe nicht unerwähnt bleiben und auch herausgestellt werden.

    Schließlich war er es, der dem Rechnungsprüfungsamt im Mai auf Grundlage des reporter-Berichtes den Auftrag zur Prüfung erteilte, als sich andere Trierer Medien und Kommunalpolitiker noch in Lobeshymnen über Karl Sibelius und dessen Arbeit ergingen.

    In den Tagen nach der ominösen Kulturausschusssitzung vom 21. Mai überschlugen sich führende Kommunalpolitiker fast aller Parteien geradezu mit Solidaritätsbekundungen für Sibelius auf Facebook, wobei die reporter-Berichterstattung als miese Kampagne gegen Sibelius und auch Egger abgetan wurde. Dabei waren auch diese Politiker zu jenem Zeitpunkt bereits informiert.

    Leibe hingegen hatte damals schon glasklar erkannt, dass die “katastrophale Misswirtschaft” (wie der Bericht der Prüfer nun feststellt) in die finanzielle Katastrophe führen würde. Deswegen handelte der OB. Dass er sich von Rats- und Ausschussmitgliedern beleidigen und beschimpfen lassen musste, zeigt die Borniertheit und Unfähigkeit jener Kommunalpolitiker, die von sich behaupten, sie seien die Vertreter der Bürgerschaft und die Kontrolleure der Verwaltung. Nicht Ausschüsse und Rat kontrollierten, sondern einzig Wolfram Leibe als Stadtchef und Finanzdezernent.

    Der Versuch, den Theater-Skandal einzudämmen, war der Kampf eines Mannes (Leibe) gegen eine Phalanx – auch in der eigenen Partei – aus Ignoranz weiter Teile der Trierer Kommunalpolitik. Selbst Abwahl-Ideen gegen Leibe kursierten auf dem Höhepunkt der Frötzschner-Affäre im politischen Zirkel. Er hielt dennoch durch.

    Nun plötzlich – das gilt für Trierer Medien wie auch für große Teile der Kommunalpolitik – ist Leibe bei denselben Leuten der Held. Das aber ist unsäglich und offenbart die Charakterlosigkeit mancher Trierer Kommunalpolitiker.

     
    • Dominik Heinrich

      Lieber Trier-Reporter,

      da Sie hier “Abwahl-Ideen gegen Leibe”erwähnen und an anderer Stelle vermuteten, dass diese grünen Ursprungs seien, weise ich (vorsorglich) darauf hin, dass diese “Idee” weder in unserer Fraktion noch im Vorstand der Grünen aufgekommen und erst recht nicht Beratungsgegenstand war! Sie haben diese Information vermutlich von einem anderen “politischen Zirkel”.

      Anm.d.R. Der reporter bleibt ungeachtet des Kommentars von Herrn Heinrich (Ortsvorsteher Gartenfeld-Mitte/Stadtrat) bei seiner Darstellung.

       
      • Rainer Landele

        “ungeachtet”? nee, trotz beachtung, also das gegenteil von ungeachtet…

        aber das wollte ich zentral gar nicht dem rasenden reporter mitteilen, sondern vielmehr fragen, wann denn das buch zum theater heraus kommt? oder muss ich da beim verlag direkt nachfragen.

         
  32. Susanne Decker

    Und wie kurz das Gedächtnis vieler in dieser Sache ist, zeigt auch der Kommentar bei unserer Trierer Tageszeitung heute: Dort werfen Journalisten, die selbst lange Zeit auf der Sibelius-Welle schwammen, den Kommunalpolitikern vor, den Kopf in den Sand gesteckt zu haben. Wer selbst im Glashaus sitzt und so weiter… Wahrscheinlich behauptet diese Tageszeitung irgendwann für sich, den Theater-Skandal höchstpersönlich aufgedeckt zu haben – würde dem Ganzen noch die Krone aufsetzen!

     
  33. Peter Buggenum

    @Herr Thielen

    vielen Dank für die Zusatzinformation! Ich hatte schon vorher verstanden, dass Herrn Leibe kein Vorwurf zu machen ist. Ganz im Gegenteil: wir Trierer haben Glück, dass Herr Leibe in der aktuellen Situation den OB Posten hat. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie die Situation durch den Vorgänger im Amt geregelt worden wäre.

    Mich beschäftigt jetzt vor allem die aktuelle Besetzung des Stadtrates. Die Vertreter von SPD, CDU, FWG, Grünen und Linken haben nicht nur versagt, sondern zu einem immensen finanziellen Schaden für die Stadt Trier beigetragen. Darüber hinaus haben diese “Demokraten” nicht den Wählerauftrag erfüllt, sondern einen krassen Beitrag zur Politikverdrossenheit geliefert.

    Wie geht es nun weiter? Soll und kann man diese Truppe in Kenntnis der vorliegenden Fakten jetzt bis zur nächsten Wahl weiter wurschteln lassen?

    Bislang bieten diese lupenreinen Demokraten ein für den Bürger ekelerregendes Bild. Ist da nur einer dabei, der seinen Rücktritt erklärt und Konsequenzen aus seinem Versagen zieht? Natürlich nicht!

    Die Strategie der Teubers, Lehnarts, Albrechts u.s.w. zeichnet sich doch schon jetzt ab. Aussitzen und darauf hoffen, dass die Mehrheit der Bürger nicht den Trier Reporter liest oder das ganze einfach vergisst. Das ist deren Vorstellung von Demokratie.

    Meine Alternative würde so aussehen. Alle Wahlberechtigten werden schriftlich über den hier offen gelegten Sachverhalt informiert. Der Stadtrat tritt im Rahmen dieser Krise geschlossen zurück und es werden Neuwahlen ausgeschrieben. Das wäre ein ECHTER Beitrag zur Demokratie.

    Was kann der Bürger nun dagegen tun, um sich gegen diese Leute zu wehren, die ganz offensichtlich ihr eigenes Süppchen (Motive unklar) kochen? Ich habe mir einmal auf der Stadtratseite angeschaut, welchen Hürden dem Bürger auferlegt werden. Man sieht schnell, wie es hier mit Demokratie ausschaut. Ausser dem Wahlkreuz steht keinerlei Möglichkeit zur Verfügung, sich dagegen zu wehren. Sollte ich mich täuschen, bin ich für Hinweise natürlich sehr dankbar.

    Die Vorstellung, dass diese “Sippschaft” auch in den kommenden Jahren einfach so weitermachen können, ist nur noch deprimierend.

    Vielleicht könnte der OB auch ein noch deutlicheres Zeichen für die Bevölkerung setzen und die Dinge glasklar beim Namen benennen!

     
    • Dominik Heinrich

      @Peter Buggenum: engagieren Sie sich, gründen Sie eine Partei, treten Sie bei einer ein oder wirken als Parteiloser mit. Zeigen Sie, dass Sie es besser können. Lassen Sie sich zu einer Wahl aufstellen – wenn Sie den Mut haben, den eigenen “Namen glasklar zu benennen”!

       
    • Rainer Landele

      da wird klar, welche braune suppe sie anrühren und worum es ihnen geht, zitate:

      “Darüber hinaus haben diese “Demokraten” nicht den Wählerauftrag erfüllt, sondern einen krassen Beitrag zur Politikverdrossenheit geliefert.”

      “Soll und kann man diese Truppe in Kenntnis der vorliegenden Fakten jetzt bis zur nächsten Wahl weiter wurschteln lassen?”

      “Bislang bieten diese lupenreinen Demokraten ein für den Bürger ekelerregendes Bild. ”

      “Die Strategie der Teubers, Lehnarts, Albrechts u.s.w. zeichnet sich doch schon jetzt ab. Aussitzen und darauf hoffen, dass die Mehrheit der Bürger nicht den Trier Reporter liest oder das ganze einfach vergisst. Das ist deren Vorstellung von Demokratie.”

      “Was kann der Bürger nun dagegen tun, um sich gegen diese Leute zu wehren, die ganz offensichtlich ihr eigenes Süppchen (Motive unklar) kochen?”

      ” Man sieht schnell, wie es hier mit Demokratie ausschaut. Ausser dem Wahlkreuz steht keinerlei Möglichkeit zur Verfügung, sich dagegen zu wehren. ”

      “Die Vorstellung, dass diese “Sippschaft” auch in den kommenden Jahren einfach so weitermachen können, ist nur noch deprimierend.”

      wenn ich bock dazu hätte, würde ich alle ihre beiträge nochmals durchforsten nach solchen aussagen.

       
    • FrankGoebel

      Schön, dass Sie sich mal die “Stadtratseite angeschaut” haben. Weiter so! Bildung soll ja ganz viel helfen, auch gegen Demokratiefeindlichkeit.

       
  34. Jürgen Polka

    Zu Trier-Reporter:
    Da klingt ja schon einiges an Emotion und Betroffenheit durch; kann ich aber nachvollziehen und verstehen und ich finde das durchaus symphatisch.Mein Beitrag soll nun wirklich keinen Trost und schon gar keine Beschwichtigung darstellen – ich gebe aber folgendes zu bedenken:Die qualitativen Anforderungen an das politische Personal in unserem Land haben sich auf einem überaus mässigen Niveau eingependelt.Anders als vielfach im angelsächsischen Bereich festzustellen,begibt sich nur sehr selten eine Persönlichkeit mit exzellenter Vita und entsprechendem beruflichen Hintergrund in die Politik;bei uns geht es in der Regel anders herum.Man schaue nur auf die Bundesebene….Nur diese besondere Art der politischen Sozialisation lässt bspw.Studienabbrecher in Fraktionsspitzen in Berlin oder ähnlich herausgehobene Ämter aufsteigen (..dies alles ein Thema für sich).Wir befinden uns hier auf der kommunalen Ebene (i.d.R.verbunden mit ehrenamtlichen Engagement) – da müssen die Qualitäts-Standards realistischerweise weiter abgesenkt werden….Man mag dies bedauern,aber es ist so.Zudem kennen wir alle zahlreiche Kommunalpolitiker, die sich durchaus mit Sachkompetenz und Einsatz einbringen. Es gilt, diese zu stärken und zu unterstützen,damit nicht auch sie im Konformitäts-Container untergehen.In diesem Sinne bietet dieses ausserordentliche Fiasko in Trier sogar eine Chance…..

     
  35. Peter Buggenum

    @Herr Heinrich

    das ist ein brillianter Beitrag ihrerseits.

    Nur erklärt er dem interessierten Bürger nicht, warum Sie diese Entscheidung trotz der bekannten Fakten mitgetragen haben. Sie sind mitverantwortlich für ein Schuldendesaster.

    Mir ist bewusst, dass Grüne sich mit Fakten schwertun, gerne das Geld der Steuerzahler verplempern und auf andere mit dem Finger zeigen.

    Warum beziehen Sie denn nicht zum Thema Stellung? Schlechter als Sie und ihre Kollegen es gemacht haben, geht ja gar nicht mehr. Erklären Sie doch einmal ihre Beweggründe für die seinerzeit getroffene Entscheidung, das wäre interessant.

    Warum kleben Sie denn so an ihrem Pöstchen? Es geht nämlich nicht um mich, ich bin für dieses Desaster nicht verantwortlich.

    @Herr Polka Ihre Begründung macht Sinn! Ein guter Beleg dafür ist der Beitrag von Herrn Heinrich.

     
    • Hans Maier

      War doch klar. Zur Sache wird sich nicht geäußert, dafür wird sich darum gekümmert, wie man ablenken kann und anderen wird suggeriert, sie haben keinen Mut oder könnten es nicht besser.
      Nein, Herr Heinrich. Andere haben keine Lust ständigem Fraktionszwang zu unterliegen. Sagt man seine eigene Meinung, ist man schnell weg vom Fenster.

       
  36. Peter Buggenum

    @Herr Landele

    Tja, wieder ein typischer Reflex eines Grünen. Jetzt versuchen Sie mit der beliebten “Nazikeule” vom eigentlichen Problem abzulenken oder Sie verstehen nicht worum es geht. Ich befürchte eher letzteres ….

    Bislang haben wir noch keine plausible Erklärung von den verantwortlichen Grünen aus dem Stadtrat für die getroffene Entscheidung gehört. Noch einmal: der Stadtrat – das geht aus dem Artikel unstrittig hervor – hatte die Fakten und trotzdem eine Entscheidung für die Verschwendung von Steuern gefällt.

    Das ist der Punkt um den es geht. Ihr plumper Ablenkungsversuch wird mich nicht daran hindern, diesen Kernpunkt weiter zu thematisieren. Vielleicht entschliessen sich ja doch noch einige ihrer Kollegen dazu, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Sollte dies allerdings bedeuten, dass ein Herr Landele in den Stadtrat einrücken würde, käme man ja vom Regen in die Traufe ….

    Zu den von Ihnen zitierten Äusserungen stehe ich übrigens. Der Stadtrat hat nicht nur mit seinem Abstimmungsverhalten, sondern auch mit den bislang vorliegenden Stellungnahmen nur erreicht, dass sich der erstaunte Bürger mit Grausen abwendet.

    Speziell die aufgrund miserabler Rechtschreibung schlecht lesbaren Beiträge von Ihnen und die Aussagen von Herrn Heinrich sprechen für sich.

    Wie wäre es denn mit einem konstruktiven Beitrag oder einer Erklärung zum Thema? Bislang hat sich noch kein verantwortlicher Grüner (dazu gehören Sie ja nicht!) geäussert.

     
    • Rainer Landele

      sie diffamieren also nicht?

      ihre beschreibungen sind sachlich, objektiv, lauter?

      ich hoffe auf ein “ja”, damit ich noch lachen darf heute…

       
  37. Peter Buggenum

    @Herr Landele

    mir ist nicht klar was Sie mit Ihren Ausführungen eigentlich bezwecken. Zum Thema des Artikels, unter dem Sie hier posten, sind Ihre Ausführungen wenig hilfreich. Haben Sie eventuell den Auftrag die Diskussion hier ins Abseits zu manövrieren oder sind Sie einfach mit dem Verständnis der Thematik überfordert? Haben Sie denn den Artikel überhaupt gelesen ???

    Zur Versachlichung halte ich hier fest:

    1.) Aus der Artikelserie und speziell dieser Zusammenfassung geht eindeutig hervor, dass die Mehrheit der Stadtratsmitglieder zu einer erheblichen Steuerverschwendung beigetragen hat. Wie ist denn Ihre Meinung dazu?

    Finden Sie das in Ordnung? Dazu haben Sie sich bislang noch nie klar geäussert.

    2.) Die Grünen waren doch immer Anhänger der Basisdemokratie. Meinen Sie nicht, dass man in Anbetracht der hier aufgeführten Fakten erwarten kann, dass die Betreffenden politische Verantwortung demonstrieren und Platz für eine Neuwahl oder einen Neuanfang machen?

    3.) Ein echtes Trauerspiel sind die hier rar gesäten Reaktionen der Mitverantwortlichen aus dem Stadtrat. Nehmen wir nur zum Beispiel die oben aufgeführte Reaktion ihres Parteigenossen Heinrich auf sachlich fundierte Kritik, die ihm ganz offensichtlich nicht gefällt. Anstatt hier die Motive für seine Entscheidung zu erklären, kommt so ein Unfug.

    4. Desweiteren bleibt festzuhalten, das eigentlich nur eine Fraktion von Anfang an glasklar die Interessen der Bürger vertreten und im nachhinein mit ihren Prognosen auch Recht gehabt hat. Das war die AFD.

    Bevor Sie jetzt wieder in Pavlovscher Manier reflexartig mit der “Nazikeule” oder “braune Suppe” rumgeifern:

    Was ist an dem zuvor dargestellten Sachverhalt so schwierig zu verstehen? Sie sind doch ein grünes “Urgestein”. Helfen Sie mir, ihre eigentümliche Logik besser zu verstehen. Ich bin gespannt …..

     
  38. Max

    Eins ist sicher, um Herr Egger tu ich keine Träne verlieren. Herr Egger hat und hatte viele Baustellen während seiner Dienstzeit, keine Frage, seine größte Baustelle war für mich die Baustelle “Falschparker” in dieser Stadt.
    Dieses hat Herr Egger während seiner gesamten Dienstzeit nicht in den Griff bekommen und würde es wohl auch nie, warum, ich weiß es nicht.
    Was hätte man hier Millionen schäffeln können, wie auch immer die Gelder verteilt werden, k.a.
    Schon aus diesem Grund, als Chef dessen hätte Herr Egger schon längst befördert werden sollen, nämlich aus dem Amt.

     
  39. Frank Weiland

    Wohl niemals hat man in Trier eine derart treffende und vernichtende Analyse gehört, wie die denkwürdige Rede des Theater-Kritikers Martin Eich.
    Vor 6 Jahren wurde ich durch den damaligen Presseleiter des Hauses ein freier Mitarbeiter im Pressebüro. Ich wurde mit der ganzen Führungsebene bekannt gemacht und lernte so, was ein Intendant ist. Der Presseleiter führte mich in allen wichtigen Abläufen “hinter die Kulissen”. Zeitgleich habe ich im Extrachor bei den Antikenfestspielen mitgewirkt und so das künstlerische Darstellen erlebt.
    Als der Wechsel bevorstand und wir nur die ersten Berichte aus Eggenfelden lasen, haben wir die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Wer einigermaßen bei Verstand und Empathie war und zudem die Stadt Trier kannte wusste sofort glasklar: das geht gewaltig schief! Der Presseleiter hat sich sofort darum gekümmert, das Haus verlassen zu können.
    Einen derartigen Stil durch eine solche Führungsperson über Trier hereinbrechen zu lassen, war die wohl die dümmste Entscheidung Trierer Gremien aller Zeiten.
    “Rose Divine”?, ein Intendant, der sich als göttliche Rose empfindet – in Trier ???

    Diese Leute verstehen weder etwas von der Beschaffenheit Triers, noch was ein Theater überhaupt ist und sind sichtbar nicht in der Lage, mit so einer Einrichtung professionell und verantwortlich umzugehen. Herr Eich ermahnte zurecht, man gibt doch einem Portier nicht die Leitung! Ein Theater ist keine sachliche, standardisierte Einrichtung. Es ist voller Künstlernaturen, und stellt gerade deshalb auch eine Gefahr dar. Hier tummeln sich Selbstdarsteller, Weltfremde und gelegentlich auch Verrückte. Eine Stadt, die ein Theater betreibt, gleicht Eltern, die Halbstarke im Haus haben, denen man niemals freien Lauf lassen sollte. Mit einem Theater hat man eine Kiste Pyrotechnik. Diese darf ausschließlich von Verantwortlichen eingesetzt werden, die sich der Wirkungen bewusst sind. Geschickt und kunstvoll gemacht, wird dann ein Prachtfeuerwerk den Ruhm der Stadt mehren. Tut mir leid, aber hier haben Kulturausschuss und Stadtrat wie völlige Banausen agiert.
    Ein Theater soll wohl auch konservative Kunstformen erhalten, aber darüberhinaus hat es noch viel mehr Zielthemen, es kann Fragen der Selbstreflexion von Einzelnen und ganzen Gesellschaftsteilen mit einem philosophischen Ansatz angehen und den Menschen nahebringen.
    Das heißt, der Intendant soll selbst kein Künstler sein, sondern möglichst Philosoph. Er/sie muss der weise Lenker sein, der es versteht, Künstler in den passenden Aufgaben einzusetzen. Die Kiste musste detonieren, diesen Knall hat aber die ganze Republik gehört. Stümper haben dem Renommee der Stadt Trier einem immensen Schaden zugefügt.

     

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