Theater Trier – Sibelius weg, Egger auch

Ausgespielt: Die Stadt trennt sich von Intendant Sibelius. Foto: Vincenzo Laera

Ausgespielt: Die Stadt trennt sich von Intendant Sibelius. Foto: Vincenzo Laera

TRIER. Kurz vor Mitternacht teilt das städtische Presseamt mit, dass “die Stadt das Dienstverhältnis mit Theater-Intendant Karl Sibelius vorzeitig zum 30. November dieses Jahres beendet”. Dies hat der Stadtrat am Abend in nichtöffentlichen Sitzung mit 42 Ja-Stimmen beschlossen. Es gab eine Nein-Stimme und vier Enthaltungen, teilt das Presseamt ferner mit. Gleichzeitig ermächtigte der Rat die Verwaltung, einen Vergleich mit einer Abfindung in Höhe von 300.000 Euro mit Sibelius zu schließen. Auch der Abwahlantrag gegen Dezernent Thomas Egger fand nach reporter-Informationen während einer Sitzungspause die notwendige Mehrheit von mindestens 28 Stimmen. Der Sozialdemokrat kann somit frühestens in 14 Tagen als erster Dezernent in der Geschichte Triers aus dem Amt gewählt werden. Sibelius und Egger stolperten beide über das millionenschwere Theater-Defizit, das am 19. Mai durch den reporter-Bericht Das Minus-Haus aufgedeckt worden war.

Sibelius hatte erst im August vergangenen Jahres als Generalintendant die alleinige Verantwortung für das Vielspartenhaus am Augustinerhof übernommen. Sein derzeitiger Vertrag sieht eine Laufzeit bis 2020 vor. Bis zum 31. Juli war der Vertrag des Österreichers zweimal befristet gewesen. Trotz des bekannten finanziellen Debakels und der massiven Personalquerelen stattete der Steuerungsausschuss Sibelius Ende Juli mit einem neuen Vier-Jahres-Vetrag aus, weil dies − so die Behauptung der Fraktionen − wegen des Stadtratsbeschlusses von 2014 anders nicht möglich gewesen sei. Der Ratsbeschluss hatte das Engagement des Österreichers in Trier für fünf Jahre vorgesehen.

Dabei wurden bereits im Mai dieses Jahres durch den reporter erste Budgetüberschreitungen bekannt, die sich zwischenzeitlich auf mindestens 2,3 Millionen Euro in diesem Jahr ausgeweitet haben. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) schaltete daraufhin das Rechnungsprüfungsamt ein. Seit Juni dieses Jahres durfte Sibelius nicht mehr alleine in Finanzangelegenheiten entscheiden. Ihm wurde ein gleichberechtigter Verwaltungsdirektor zur Seite gestellt.

Mit dem Ratsbeschluss wurde die Verwaltung nach den Theaterturbulenzen der zurückliegenden Monate nunmehr ermächtigt, die für die Vertragsauflösung erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen. Mit einem baldigen Neustart hoffen Rat und Verwaltung nun laut Presseamt, “das Image des Theaters wieder aufbessern zu können”. Dies ist nach Rathaus-Angaben auch im Hinblick auf die derzeit noch ungeklärte Frage einer unverzichtbaren Theater-Sanierung dringend erforderlich.


Zum Thema − Der geheime Prüfungsbericht zum Theater beim reporter


“Der gemeinsame Blick richtet sich nun nach vorne”, stellte Leibe im Anschluss an die Einigung fest. Für ihn stehe trotz der Differenzen um die Verantwortlichkeiten das Wohl des Theaters und der Stadt Trier im Vordergrund, erklärt das Presseamt ferner.

Es ist einsam um ihn geworden, und das politische Ende naht: Egger wird als Dezernent abgewählt werden. Foto: Rolf Lorig

Es ist einsam um ihn geworden, und das politische Ende naht: Egger wird als Dezernent abgewählt werden. Foto: Rolf Lorig

Nach reporter-Informationen hat auch der Abwahlantrag der SPD-Fraktion gegen Dezernent Thomas Egger (SPD) in der nichtöffentlichen Sitzung des Stadtrates eine Mehrheit gefunden. Von den 48 anwesenden Räten unterschrieben 43 das Papier während einer Sitzungsunterbrechung. Der Abwahlantrag war kein offizieller Tagesordnungspunkt der Sitzung. Somit kann das Schreiben bereits morgen beim städtischen Sitzungsdienst eingereicht werden. Der 46-jährige Sozialdemokrat wird voraussichtlich in einer Sondersitzung des Rates abgewählt werden. Zwischen Antragstellung und Abwahl muss eine Frist von 14 Tagen liegen, so dass die Sondersitzung frühestens am Samstag, 3. Dezember, stattfinden kann − sollte der Antrag am Freitag eingereicht werden. Vorgesehen ist aktuell der 12. Dezember. Das ist ein Montag. Für die Abwahl sind 38 Stimmen notwendig. Nach dem heutigen Ergebnis für den Antrag ist mit einer klaren Mehrheit für die Abwahl zu rechnen.

Egger ist der erste Dezernent in der Geschichte Triers, der vorzeitig aus seinem Amt abgewählt wird. Der 46-jährige Jurist und ehemalige Chef der Trierer FDP wurde im Oktober 2009 durch die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP als Nachfolger von Ulrich Holkenbrink (CDU) zum Dezernenten gewählt. Ende April 2013 trat Egger aus der FDP aus. Im Sommer 2015 folgte dann der Eintritt in die SPD. Egger trat seine Amtszeit im Februar 2010 an, die offiziell noch bis zum Februar 2018 läuft. (la/et)


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Erstellt am Autor Eric Thielen in Dossier Theater, Featured, Politik 58 Kommentare

58 Kommentare zu Theater Trier – Sibelius weg, Egger auch

  1. Steuerzahler

    300.000 Euro Abfindung für zurückgegangene Abos, ein Millionendefizit, Mitarbeiter-Klagen und deren Abfindungen – vielen Dank an den Dezernten, den Stadtrat und die zuständigen Ausschüsse, die den Vertrag wider besseren Wissens auch noch verlängert haben! Und Ihnen Herrn Sibelius meinen Glückwunsch – für maximales Chaos das Maximale herausgeholt für sich!! Wer sich jetzt noch wundert, wie Wutbürger entstehen, dem ist nicht mehr zu helfen… Ich jedenfalls bin restlos bedient von den Trierer Feierabendpolitikern und den völlig verschwendeten Steuergeldern. Besten Dank auch, ist mir eine Freude, hier zu leben und weiterhin mit meinen Steuern Euren Dilettantismus zu finanzieren!!!

     
    • T. Pauly

      Na, dann schauns mal unter folgendem Link:

      http://networker.blog.volksfreund.de/wp-admin/post.php?post=27&action=edit

      Da haben es besorgte Mitbürger\innen auch ganz gut auf den Punkt gebracht.
      Ich schließe mich übrigens allen Kommentaren an:
      WIR BRAUCHEN NEUE POLITIKER-TYPEN, die ist endlich auch schaffen unseren Behörden, Beamten und ‘Rechtsverdrehern’ endlich mal wirkungsvoll auf die Finger zu (sc)hauen.

       
      • Rainer Landele

        geben sie uns allen bitte noch die logindaten für das anstallierte wordpress. danke!

         
  2. Edith Böse

    Habe ich mich verlesen, die Stadt zahlt Herrn Sibelius 300.000 Euro? Eigtl. sollte doch eher dieser der Stadt mindestens 300.000 Euro zahlen für den Schaden den er angerichtet, bzw. zumindest nicht verhindert hat.
    Solange Intendanten im Theater so viel Macht haben & Geld verdienen und das auch noch ohne eigenes Risiko, darf das Theater in dieser Form auf keinen Fall weiterbestehen.

    Ich gehe zwar nur 2-3 Mal im Jahr dorthin, was sicherlich schon deutlich mehr als der Trierer-Bürgerschnitt ist, aber darauf kann ich dann gerne auch verzichten.

    Ungeniert, unfassbar, unbegreifbar, un-schöner Trier.

     
  3. Vollstrecker

    Diese Entscheidung ist dem Bürger nicht zu vermitteln. Wofür bekommt der werte Herr Sibelius jetzt noch 300.000 Euro? Der lacht sich noch kaputt.
    Der ganze Stadtrat sollte ausgetauscht werden.

     
    • Stephan Jäger

      Weil 9.000 (Euro monatliche Bezüge) mal 48 (Monate restliche Vertragslaufzeit) eben 432.000 (und somit noch 132.000 Euro mehr) sind. Dazu kämen dann noch die Kosten für eine Klage mit eben diesem Streitwert, die von der Stadt mit einiger Sicherheit verloren würde.

      Dieser Vierjahresvertrag ist vermutlich tatsächlich eine der größten Heldentaten, die sich der Trierer Stadtrat je geleistet hat.

       
  4. Sascha

    300.000€ für diesen Amateur.
    Und demnächst noch eine hübsche Pension für den zweiten Möchtegern bis ans Lebensende.
    Ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte.

     
    • Hans Maier

      Schon mal aus Spaß nachkalkuliert:
      2300€ x 12 Monate x ca. 40 Jahre =?

       
  5. Karl Haesser

    Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen muß….
    so werden Steuergelder und “Blitzereinnahmen”
    verprasst!

     
  6. Peter Buggenum

    Zitat: ” Mit einem baldigen Neustart hoffen Rat und Verwaltung nun laut Presseamt, “das Image des Theaters wieder aufbessern zu können”. ”

    Das mag wohl sein. Mit dem Image der Verwaltung und des Stadtrates dürfte es allerdings schwieriger werden. Dieser kollektive Irrsinn wird hoffentlich spätestens bei den kommenden Wahlen entsprechend honoriert werden.

     
  7. Max

    Eines bleibt noch übrig. Alles Stadträte außer der AFD sollten abdanken und nie wieder zu einer Wahl antreten oder sich um Politik kümmern. Der Karren war an der Wand, ihr habt ihn voll durch die Wand gefahren. Schade das man für so ein Versagen nicht selber haftbar gemacht werden kann.
    Wer zahlt die Zeche jetzt, wir wissen es.
    Auf jeden Fall, die AFD wird nach der nächsten Wahl um einiges mehr Plätze im Stadtrat haben.

     
  8. Udo

    Teures Gastspiel für die Stadt Trier. Warum privatisiert ihr dieses Theater nicht? Es gibt Privattheater in Deutschland, die null Subventionen bekommen und die trotzdem seit Jahrzehnten bestehen. Keine Privatisierung, weil damit keine solchen Leute wie Sibelius dann kein Spielfeld auf Kosten der Allgemeinheit mehr haben? Oder weil das Theaterklientel mal das für seinen besonderen Geschmack bezahlen müßte, was diese “Aufführungen” wirklich kosten. Es ist ein Trauerspiel der besonderen Art, das hier in Trier aufgeführt wurde mit Hilfe von Laiendarstellern der besonderen Art. Deshalb für die Zukunft: Glück auf Trier und lernt aus euren Fehlern, sonst jagt euch der Wähler das nächste mal zum Teufel.

     
  9. eifelgirl

    Max – Sie haben völlig Recht – Gut auf den Punkt gebracht !!!!

     
  10. Spekulatius

    Da ich die Situation um das Theater ebenfalls höchst kritisch betrachte und eine Abwicklung dieser Institution befürworte, hier eine Anmerkung zu den AfD-Kommentaren: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Insbesondere dann, wenn dieses Korn die Größe eines ausgewachsenen Wackersteins hat und die politische Konkurrenz ein ums andere Mal den Ball verstolpert. Für mich persönlich folgt daraus jedoch keinesfalls, AfD zu wählen. Dazu ist mir das Menschen- und Gesellschaftsbild dieser Truppe viel zu widerwärtig. Nur mal so grundsätzlich klargestellt.

     
    • Sascha

      Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu.
      Es ist aber traurig das außer der AfD keiner imstande ist das Problem von der Wurzel her anzugehen.
      Und wenn die AfD dann mal etwas konstruktives beizutragen hat wird das von den anderen Parteien aus Prinzip abgelehnt (gelle liebe Fähnchen-im-Wind-FDP).
      Bei solcher Politik finde ich es nicht mehr verwunderlich das die AfD immer mehr Zulauf erhält.
      Beängstigend ja, aber nicht mehr verwunderlich.

      An dieser Stelle aber auch noch ein Dank an den Reporter für die Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Theater.
      Unsere “große” Tageszeitung ist, was kritische Berichte angeht, das Papier nicht wert auf dem es gedruckt ist.

       
      • Hannes

        Die große Tageszeitung, die sich Volksfreund nennt(ein Widerspruch an sich) hat sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert in der Sache Theater. Aber aus meiner Erfahrung mit solchen und überregionelan Zeitungen ist die Kulturredaktion eine besondere Mischpoke. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Da sitzt man auf den Presseplätzen und darf schon mal nach der Aufführung mit den großen Künstlern einen Barolo trinken. Da wird ein Sibelius hochgejubelt bis einem die Wirklichkeit einholt. Wenn dann noch so einer wie er sein Privatleben und seine “Kunst” zum Programm macht und dies sogar den Politikern unterjubeln kann, dann kann der Kulturjournalist doch nicht zurückstehen und sich vielleicht mal im Internet kundig machen. Z.B. wen der Herr Intendant da immer für die Gastauftritte holte und wieviel die Herrschaften dafür bekamen. Auch hätte die Kulturredaktion viel früher auf die Ungereimtheiten in Sachen Personalführung aufmerksam machen müssen. Dass die nichts davon wußten, das kann glauben wer will.

         
  11. Dieter

    cest la vie … wer so dumm ist, trotz der Differenzen noch einen 4 -Jahresvertrag abzuschliessen anstatt den Termin als Ausstieg zu nutzen, darf sich nicht über die Abfindung wundern…
    Das Ganze ist nur ein Beweis dafür, dass ein Stadtrat keine Ahnung von Sanierung hat und anscheinend auch kein wirkliches Verantwortungsgespür was Mittelverwendung angeht. Kann man nur hoffen, dass in der Causa Egger nun Kante gezeigtt wird. Doch auch er wird weich fallen…

    Und an Alle die sich über die Höhe der Abfindung wundern: Arbeitsrecht bleibt Arbeitsrecht – auch noch so viel Dummheit entbindet nicht vertagliche Pflichten.

    Der Anmerkung von Spekulatius kann ich mich nur anschliessen. Es ist keine Frage der Partei hier Misstände zu erkennen, sondern eine Frage des Hinschauens. Mich wundert vieel mehr dass es auch noch eine Gegenstimme zu der Vertragsauflösung gab. Sowas ist gruselig.

    Schauen wir mal, ob der Fall nun ein Lehrstück wr oder die Posse weiter geht. Auf jeden Fall wird die Sanierung des Theaters kein Kinderspiel. Es ist Fakt, dass ein Theater nie eine schwarzee Null für den Haushalt liefern wird. Entscheidend ist, dass nun ein klarer Handlungsrahmen abgesteckt wird und bei der künftigen Besetzung zwischen Kunst und Budget differenziert wird.

     
    • Stephan Jäger

      „cest la vie … wer so dumm ist, trotz der Differenzen noch einen 4 -Jahresvertrag abzuschliessen anstatt den Termin als Ausstieg zu nutzen, darf sich nicht über die Abfindung wundern…“

      Ja, so sieht es wohl aus. Es gibt halt Leute, denen kann man bei Ebbe das Watt als Bauland verkaufen. Da kann manchmal selbst der „eigenmächtigste “ OB nix gegen machen.

       
  12. Blitzer

    das schlimme an der ganzen Sache ist, dass keiner der Verursacher des ganzen Chaos in Verantwortung genommen werden kann und alle auch noch sehr weich fallen. Mit Abfindung und Versorgungsanspruch kann man das alles sehr locker sehen. Das schlimme ist – der Blitzer (von Herrn Ecker eingeführt) wird jetzt immer öfter 100 m vor der Autobahnauffahrt stehen, den nur dort lohnt er sich wirklich. Vor dem Kindergarten oder Schule ist das bei weitem nicht so einträglich. Bin mal gespannt wie lange die Bürger sich das noch gefallen lassen. Habe da so meine Befürchtungen…

     
    • Kruemel

      Da haben Sie recht.
      ich weiß auch das da Tempo 50 ist, aber 50 Meter weiter kommt das Autobahnschild und wenn man beschleunigt weil von hinten irgendwelche Bekloppte kommen und drängeln, wird man geblitzt.
      Super Aktion,
      sche** auf Kindergartensicherheit, Hauptsache da blitzen wo keine Verkehrsgefährdung ist, aber die Stadt kann die Bürger abzocken.

       
  13. Dr. Norbert Fischer

    Vor langer Zeit habe ich folgendes geschrieben: Am Theater Trier wird jetzt das Stück “Des Kaisers neue Kleider” gegeben – mit Karl Sibelius persönlich in der Rolle der Kleider.
    Ich habe leider Recht behalten: Jetzt kann jeder sehen, daß der Stadtrat nackt ist.

     
  14. Freier Bürger

    Die 300.000 Euro müssten die Fraktionen zahlen, die ihm den Vertrag entgegen aller Warnungen und schon bekannten finanziellen, wie personellen Probleme verlängert haben!!!!!!

    Was hat dieser Laienschauspieler denn bitteschön geleistet um eine solche Summe zu bekommen!
    Jede Putzfrau im Theater leistet wichtigeres für die Gesellschaft!

    Man kann jetzt nur hoffen, dass die Anzeige die die AfD gemacht hat etwas einbringt, um sich so vielleicht einen Teil der hohen Verluste bei Sibelius und Egger zurück zu holen!

    Wieso waren denn die anderen Fraktionen und die Stadt nicht in der Lage bei diesem Versagen und Vergeuden von Millionen Steuergeldern eine Anzeige zu erstatten!? Ganz einfach! Weil der Altparteien Klüngel und Filz immer schön zusammen hält und eine Krähe der anderen kein Auge aushacken will!

    Die Trierer sollten endlich wach werden und diese Möchtegern Politiker, die das Desaster zu verantworten haben bei der nächsten Wahl nicht mehr wählen! Dazu bedarf es einer guten Alternative zum alternativlosen immer weiter so Richtung Abgrund!
    Wer die Alternative ist, sagt der Name schon! Der Sumpf im Trierer Rathaus gehört endlich trocken gelegt, bevor man noch die Porta verkloppen muss, um das Theater künstlich am Leben zu halten! Darum keine Stimme mehr, diesen verfilzten Altparteien! Habe fertig 😉

     
  15. Karl Haesser

    Auch in diesem Fall sollte die Staatsanwaltschaft ermitteln!
    Schließlich sollten die Stadträte, zwei von der AfD ausgenommen, Schaden von der Stadt abwenden und nicht zusätzlichen Schaden verursachen.
    Herrn Sibelius hätte man auch wegen diverser dienstrechtlicher Verfehlungen, fristlos entlassen können- aber die Damen und Herren konnten sich nicht einmal zu einer Abmahnung durchringen, als z.B. Herr Sibelius nach Frankfurt gefahren ist um dort einen arbeitsrechtlichen Vergleich auszuhandeln – hierüber weder Stadtrat noch Dezernat informierte und für das Verhandeln noch nicht einmal legimitiert gewesen ist.

    Es stünde dem Stadtrat nun gut zu Gesicht, wenn er geschlossen zurücktreten wird.
    Nicht nur das Theater hat keine Akzeptanz mehr in der Trierer-Bevölkerung-
    auch der Stadtrat hat diese nicht mehr!
    Wenden sie alle weiteren Schaden von unserer Stadt ab.
    Lassen sie die Bürger entscheiden!!!

     
    • Aha, AfD soll Schaden verursachen

      “Schließlich sollten die Stadträte, zwei von der AfD ausgenommen, Schaden von der Stadt abwenden und nicht zusätzlichen Schaden verursachen.”
      Endlich sagt es mal einer! 😉

       
  16. eifelgirl

    Herr Tobias Schneider – FDP warum haben Sie denn gestern abend nicht dem Antrag der AfD zugestimmt, nachdem ihre Partei im September das gleiche gefordert hat? – siehe Ihre Homepage !!!

     
  17. Max

    Wie einige richtig erkannt haben, hat der jetzt die fette Abfindung zuerkannt bekommen ohne wenn und aber, hauptsache schnell alles unter den Tisch fegen. Das hätte vor Gericht aufgearbeitet werden sollen und müssen egal wie es ausgegangen wäre. Die Kosten dafür, mit links aus der Blitzerkasse.
    Zudem glaube ich ist es doch auch so das die Höhe einer Abfindung auch immer mit der Betriebszugehörigkeit vereint wird und da war Sibelius doch wirlich nicht lange bei.
    Diese Abfindung ist Hohn und Spott für jeden Bürger.

     
  18. Freier Bürger

    RÜCKTRITT STADTRAT!!! ES MUSS NEUWAHLEN GEBEN!

     
  19. Corinna

    Ich erkenn mein schönes Trier nicht wieder
    Überall wutbürger und rufe nach der AfD – bis auf Sprüche und Hass haben die noch nix geleistet. Das ist es nicht wert, dass wir das Augenmaß in unserer Stsdt verlieren. Der OB muss Verabtwortung nehmen und der Dezernent und alle – – aber dafür brauchen wir nicht einen Rechtsruck. Armes ängstliches Trier. Corinna

     
    • Fragender

      Noch jemand mit Groß-und Kleinschreibeschwäche? Darf der Bürger, der Ihnen und Ihresgleichen (bez.des Kunstinteresses) nicht mehr Kritik an dieser fragwürdigen Kulturpolitk üben? Ist man ein Wutbürger und potentieller AFD-Wähler (in Ihrem Jargon Rechter), wenn man die Kulturpolitik hinterfragt und für fragwürdig hält? Ängstlich scheinen doch Sie zu sein. Daß Otto Normalbürger endlich mal mit dieser unendlichen Steuerverschwendung für einen kleinen Teil der Bürger aufräumt.

       
      • Antwortender

        Es gibt wohl noch weitaus mehr Dinge, die von der gesamten Gesellschaft bezahlt werden, aber nur von einem Bruchteil der Gesellschaft genutzt werden.
        So funktioniert unser System und das ist auch richtig so.

         
        • Ergänzende

          @Antwortender: Gerade deshalb muss die Ver(sch)wendung öffentlicher Gelder besonders sorgfältig und verantwortungsvoll geprüft werden. Das sehe ich in dem ganzen Theaterprozess leider nicht.

           
      • Antwortender

        Noch jemand mit alter Rechtschreibungschwäche, “dass” nicht “daß”! 😉

        “Daß Otto Normalbürger endlich mal mit dieser unendlichen Steuerverschwendung für einen kleinen Teil der Bürger aufräumt.”
        Ist auch kein grammatikalisch richtiger Satzbau! 😉

         
  20. Ich

    Selber Schuld Trier!

    Hättet ihr mal alle schön geschaut was er in Eggenfelden alles verbrochen hat. Zum Glück habt ihr in genommen.

    Jetzt hat halt jeder einen Theaterscherbenhaufen!

     
    • Fragender

      Genau darüber wundere ich mich immer noch. Es gab in der überregionalen Zeitung Passauer Presse seitenlange Kommentare mit der Auflistung der Geschehnisse in Eggenfelden. Auch daß weniger Zuschauer kamen und Abonnements zu Hauf gekündigt wurden. Das S. teilweise Kommentare unter anderem Namen schrieb konnte man am Diktus erkennen. Daß zum Schluß sogar die PNP nicht mehr mietspielte und er keine Interviews mehr gab, weil beleidigt reagierte. Das alles hätte man recherchieren können. Oder glaubte man seinen Einlassungen, daß ihn nur die homophoben Niederbayern nicht mochten, weil er abends im Theaterfoyer mit Abendkleid und Stöckelschuhen seine Fans nach der Vorstellung empfing und sich feiern ließ? Es wäre wirklich wünschenswert, wenn dieser Mann auf keiner deutschen Bühne mehr auftreten dürfte. Das aber glaube ich selbst nicht. Denn Dummheit läßt sich nicht besiegen, auch nicht in Sachen Kunst und Kultur.

       
      • Mögliche Antwort:

        Hier der Versuch einer zeitlichen Einordnung:
        Ende 2013 gingen die Bewerbungen auf die Vakanz “Intendant” beim Rathaus Trier ein; im April 2014 war der Vertrag unterzeichnet für Beginn der Spielzeit 2015/2016.
        Die Verantwortlichen der Kommission haben bzgl. Eggenfelden u.a. online recherchiert, aber zur genannten Zeit (Ende 2013/Anfang 2014) gab es nur ganz wenig kritische Berichte, zumal die Budgetüberschreitungen dort noch gar nicht bekannt waren; in Eggenfelden gab’s wohl auch “Buchungsprobleme”.
        Übrigens findet sich in folgendem Artikel (Juli 2013) des Trierischen Volksfreund schon der Name Sibelius – sehr interessant:
        http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trier/Kurz-Ihr-Anschlusszug-konnte-leider-nicht-mehr-warten-Gedanken-zur-Situation-des-Trierer-Theaters;art777,3577013
        z.B.: “Ein kreativer Wirbelwind wie Karl Sibelius zeigt im kleinen Eggenfelden wie man mit Mini-Etat und bei einer Eigenwirtschaftlichkeit von rund 36% höchst kreatives Theater in drei Sparten macht…”

         
        • Andi

          Hab mir Scharfenberger im TV v. 2013 reingezogen. Hat ansscheinend mit Sibelius “studiert”. Sagt alles! Seilschaften eben, kulturelle. Man hätte trotzdem mal in Eggenfelden bezüglich der Zuschauerzahlen nachfragen können, wollte man aber nicht, oder? Theater muß man sich leisten können, nicht wollen. Ich kann mir auch keinen Porsche leisten, sondern muß das Auto fahren, das ich mir leisten kann um an meine Arbeit zu kommen, Lohn-und andere Steuern zahlen, damit die leider von mir Gewählten sich ein Theater meinen leisten zu können. Wer von denen glaubt weiterhin diesbezüglich Mißwirtschaft treiben zu können und Minderheiten bedienen zu müssen, der kriegt meine Stimme nicht mehr.

           
          • Misery

            @Mögliche Antwort: Bei einer verantwortungsvollen Position und über 70 BewerberInnen auf die Stelle genügte Online Recherche zu den Bilanzen in Eggenfelden mit Sicherheit nicht. Sorry aber “weil online keine (noch) kein Negativberichte zu lesen waren”…wurde er ohne weitere Überprüfung eingestellt? Ja, Seilschaften funktionierten mehr als gut.Der designierte Intendant vom Mosel Musik Festival hat ja im selben Stall wie Dr.Sib.gelernt (Privat-Uni in Zürich)Man kann da nur viel Glück wünschen.

        • Karl Haesser

          … taja Eigenwirtschaftlichkeit ist nicht mit Eigenanteil am Gesamtetat zu verwechseln!
          Das eine ist nur eine Wirtschaftlichkeitsquote die eigentlich bei Theatern nichts aussagt, das Zweitgenannte, ist der selbst vom Theater erwirtschaftete Anteil am Gesamtetar. Sollte mindesten 15-20% betragen, hatte in Trier 2015 – 11,3%, und wird 2016 – zwischen 5 – und 8% liegen, bedingt durch die hohen Kosten und viele Besucher die zwar in Theater gehen, hierfür aber nichts bezahlen.

           
          • Kevin

            “Karl TheaterHa(e)sser”: Immer druff auf´s Theater.

          • Sascha

            Dafür braucht man keinen Theater-Hasser, da reichen Menschen mit Verstand.
            Ich glaube es hat nie eine solche Verschwendung an Steuergeldern gegeben die durch das vermischen von Dummheit, Inkompetenz, Unwissenheit, festhalten an Veraltetem und purer Ignoranz von so vielen Instanzen zustande kam.

  21. Unser schöner Trier

    Da gibt es ja noch viele andere Dinge in Trier die bis zum Himmel stinken zB eine Person die in einer Stadtratssitzung schläft und genausoviel Geld verprasst.
    Eine Stadt wie Trier hat über 700 Millionen Schulden und die machen munter weiter als würde die Kasse nie leer. Ich werde es nicht erleben das sich hier was ändert,schade!

     
  22. Hugo E. Treppner

    Egger und Dr.Sib, der Friede- Freude Eierkuchenforscher und akademischer Kulturpleitier sind nicht die ersten Theatervorderen, der abserviert wurden. Zu Zeiten des Augusta Treverorum hat man die Personen, wenn das Schauspiel nicht gefallen hat, den Löwen vorgeworfen. Das war billiger, da gab es weder Abfindung noch Pensionsanspruch.

     
  23. xx

    „Bin ich froh, dass der Scheiß vorbei ist!“
    s. Stadelmaier

    Das Elend des Theaters ist leider kein regionales Problem.

    Daher sollte nicht nur über den Etat sondern inhaltlich über das Angebot diskutiert werden, denn diese entscheidet darüber ob das Publikum kommt oder kündigt.

    http://www.zuklampen.de/buecher/neuerscheinungen-c-33/regisseurstheaterauf-den-buehnen-des-zeitgeists-p-1274788832.html

     
    • Theaterbesucher

      Sehr interessanter Kommentar. Warum machen die Theater eigentlich keine permanent Umfrage in ihrer Webseite über die Beliebtheit von Theaterstücken und berücksichtigen die Publikumsmeinung in ihrem Programm?
      Es sei aber auch gesagt, das die Heranführung der Kinder/Jugendlichen an Theater als solches heute viel schwieriger ist und nicht ausreichend stattfindet. Ein interaktiv Theater – vielleicht auch mit Smartphone-interaktion der Zuschauer – wäre schon mal eine denkbare Einstiegsdroge für junge Leute. Theater muss sich wandeln, den modernen Menschen ansprechen und doch auch die klassischen Stücke (e.g. Oper) in einem Mix erhalten. Vielfältigkeit und Attraktivität verbinden…

       
  24. Treverin

    Trier wird erst aufwachen, wenn im Sommer mit Frötzschner auch noch die Schauspieler weg sind. Ohne Schauspieler kein Theater.

     
  25. Franz
     
    • Sascha

      Zum Gesundheitszustand von Herr Sibelius äußere ich mich nicht.

      Zum Rest: ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll.
      Solch ein arrogantes, egoistisches, selbstverliebtes, unreflektiertes Exemplar der Gattung Mensch geht man nicht nochmal suchen. Von Selbstkritik hat er wohl noch nichts gehört.

      Zitat: “Gut, ich habe jetzt eine Riesenabfertigung bekommen (300.000 Euro, Anm.), also kann ich auch nicht schuldig sein, sonst hätten die mich fristlos entlassen”
      So wie es aussieht kann er ja wahrscheinlich nur nicht verantwortlich gemacht werden weil Herr Egger wiederum seine Arbeit nicht gemacht hat und dadurch wohl der rechtlich Verantwortliche war.
      Aber da lassen wir die Staatsanwaltschaft erst mal ihre Arbeit machen.

      Gut das der feine Herr Sibelius wieder weg ist.
      Soll er sich in Österreich ein Theater/Stadt suchen das er in den Ruin treiben kann.

       
      • Stephan Jäger

        Ich hätte allenfalls noch widerlich narzistisch hinzuzufügen.

        Von Selbstkritik nach wie vor keine Spur und dann mit „Selbstmordgedanken“ hausieren gehen. How low can you go?

        Für die 300k, die ihm nun sein „Selbstmorgedanken-überschattetes“ Leben versüßen muss es einem wirklich um jeden einzelnen Cent leid tun.

        Wahrlich wohl eines der teuersten und dunkelsten Kapitel in der Stadtgeschichte!

         
  26. Unfassbarer Mensch

    “Karl Sibelius ist wieder daheim. 2012 war der einstige Publikumsliebling des Linzer Landestheaters hoffnungsfroh mit großen Plänen ausgezogen, um als Intendant Karriere zu machen. Nach dem Gastspiel am “Theater an der Rott” …” Was auch schon in einem ähnlichen Desaster endete!

    Herr Sibelius hat nichts, aber auch rein gar nichts verstanden! Er leidet wohl sehr an Realitätsverdrängung! Meiner Meinung leidet er aber auch an Größenwahn, so scheint es mir nach dem Lesen des Artikels und Fehler, nein, die kennt dieser Mann nicht! Und jetzt noch nachtreten und Trier schlecht machen, ja das passt zu ihm!

    “Wichtig ist, dass man sich Leute sucht, die nicht der Kaiser im eigenen Reich sein wollen, sondern bereit sind, die Sparten untereinander zu verbinden.” Da sagt er was, meint er sich damit?

    “Ich habe immer gesagt, gebt mir drei Jahre, dann hätten wir alles geschafft. Gut, ich habe jetzt eine Riesenabfertigung bekommen (300.000 Euro, Anm.), also kann ich auch nicht schuldig sein, sonst hätten die mich fristlos entlassen.” Tja schön abkassiert für nix und leere Kassen!

    “Fehler haben Sie keine gemacht? Doch, natürlich. Ich habe ein komplett neues Team geformt. Da habe ich leider zu viel riskiert und bei einigen total danebengegriffen.” Jaja, es sind immer die Anderen!

    Gut, dass Herr Sibelius nicht mehr in Trier weilt!Herr Sibelius in seiner beliebten Opferrole! Er sollte sich mal bei den Trieren entschuldigen, dass er soviel Geld verbrannt hat!

    Sibelius: “Trier war halt die falsche Stadt für mich. Schon Thomas Bernhard hat gesagt: “Man geht nicht ungestraft nach Trier. Man geht nach Trier und macht sich lächerlich.” Nein Herr Sibelius, Sie waren der falsche für die Stadt Trier!

    “In Linz geboren, allein das ist ein fürchterlicher Gedanke.” (Thomas Bernhard, Heldenplatz, 1988)

    “Linz – man lächelt immer in Österreich, wenn jemand diesen Stadtnamen nennt, er reimt sich zu unwillkürlich auf Provinz. Eine kleinbürgerliche Bevölkerung ländlichen Ursprungs, Schiffsarbeiter, Handwerker, meist arme Leute, nur ein paar Häuser altangesessenen österreichischen Landadels.” (Stefan Zweig, Joseph Fouché. Bildnis eines politischen Menschen, 1929)

    “In seinen Werken lässt sich Bernhard immer wieder über die „bessere Gesellschaft“ Wiens und Salzburgs aus, die er oft mit ätzender und schmähvoller Kritik überzieht. Österreich beschrieb er gern als Land der Spießer,….”

     
    • Stephan Jäger

      man sollte sich nicht auf SEIN Niveau begeben und über (Klein)städte herziehen.

      Ist wohl eine seiner Arten, mit kläglichem persönlichen Versagen umzugehen.

       
  27. Unfassbarer Mensch

    Überschrift Nachrichten.at: Sibelius über sich selbst: “Ich war zum Wegschmeißen”, man könnte, wenn man den wollte, auch zusammenfassend rein hypotetisch im Sinne Thomas Bernhards sagen bzw. konstatieren: Sie sind zum Wegschmeißen. Oder man kann diesen Ausspruch auch so deuten: Ja besser jetzt, als nie erkannt!

     
  28. Herr ? Wer?

    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/rottal/regionales/Verehrt-und-gehasst-Umstrittener-Intendant-Karl-M-Sibelius-spricht-exklusiv-im-Wochenblatt-;art1171,233813

    Tja, nein, wie käme er Herr Sibelius denn auf die Idee, das es vielleicht an ihm läge?

    Theater a.d. Rott: Das Defizit 2015 des Theaters wurde Mitte des Jahres auf 1,151 Millionen Euro prognostiziert

    Theater Trier: Defizit von über 3 Millionen Euro seit Amtsantritt von, ?, ach dem Intendanten aus Österreich

    http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/kultur/theater/notizen-aus-absurdistan_17249434.htm

    Ach was soll’s, denn eigentlich lohnt es sich nicht, auch nur noch ein Wort über Herrn …. Herrn….., mist, hab sein Namen schon vergessen, wie hieß er denn nochmal, war er überhaupt hier, wer war den der Intendant letztes Jahr, war da jemand, zu schreiben!

     
  29. Sofia Glueck

    Die Trierer haben nichts dazugelernt und machen jetzt mit der Mehrheit von CDU/Grüne den selbsternannten Kunstbanausen Albrecht ausgerechnet zum Kulturdezernenten für Trier.

    Nachzulesen auf der Homepage von Thomas Albrecht selbst bis vor kurzem:
    https://www.sofiaglueck.blogspot.com

     
  30. Marco Berweiler

    “Sibelius: “… Man geht nach Trier und macht sich lächerlich.” …

    Kleiner, aber entscheidender Denk-Fehler, Herr Sibelius: SIE haben Trier lächerlich gemacht … mit tatkräftiger Unterstützung von Thomas Egger.

    Aber in so mancher Künstler-Traumwelt sind die Wahrnehmungen eben oftmals verdreht.

     
  31. Thomas Schön

    Köstlich, der Herr Friedensforscher. Wenn ich sehe, welchen Opus die Wiener Theater-und freie Kunstszene bereits in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts zur Aufführung brachten, dann ist die urologische und homoerotische Zurschaustellung von Sibelius in Trier doch eher Hausmannskost – oder nennen wir es Weihnachtsmärchen-Vormittagsvorstellung mit dem Anspruch einer Burgtheaterpremiere. Ein Hausfrauenintendant mit entsprechender politischer Klientel ( Stadtratsgrüne Fraktionsspitze und CDU Kulturfrauen …).
    Unsagbar kulturgeschichtsvergessen ist die Herbeischwörung Thomas Bernhards zum selbstgefälligen Nachtreten. Unter welcher Intendanz erfolgte denn die Uraufführung von ” Heldenplatz” in der Burg? Genau, ein Deutscher aus der Provinz ist es gewesen. Ein Titan von einem Intendanten, der zwar ebenso wie der Herr aus Linz (nicht der AH, der Karl Maria ist gemeint) unfähig ist, Selbstkritik zu üben, dieses aber obgar seines unermesslichen Erfolgs aber auch nicht nötig hat. Verzeihen Sie mir bitte, Claus Peymann, daß ich Sie in einem Zug mit diesem Intendantendarsteller genannt habe – es soll nicht wieder vorkommen.

     
    • fritz hausner

      So viel Mühe für einen Ihrer Meinung nach unfähigen (Ex-) Intendanten? Herr Schön, als Mitarbeiter der Uni Trier sollten Sie doch etwas mehr Besonnenheit zeigen.

       
  32. Theaterbesucher

    Ich finde sehr schade, das Herr Sibelius nur der Presse in Oesterreich ein Interview gegeben hat: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Ich-war-zum-Wegschmeissen;art16,2473156:
    “…es war halt die falsche Stadt für mich…” und “Gut, ich habe jetzt eine Riesenabfindung bekommen…”

    Die Sache mit “Kinder in extremer Not helfen” wirkt sehr leer, denn in Trier hatte er keine entgegenkommende Einigungsbereitschaft gezeigt. In Trier gibt es sehr viele Kinder, die in in einem armen Umfeld aufwachsen und die Stadt hat kein Geld. Wäre seine soziale Aussage im Interview ehrlich, hätte Herr Sibelius doch in Trier einem sozialen Kinderprojekt eine grosszügige Spende aus eben dieser Abfindung überlassen.

    Immerhin hat Sibelius, wohl ungewollt, noch einen letzten, sehr guten Tip für unsere Stadt im Interview: “sich Leute suchen, die nicht Kaiser im eigenen Reich sein wollen”.

    Den Stadtratsmitgliedern sei in diesem Sinne gesagt, das ihre Wähler zumindest eine kontinuierliche und effiziente Ueberwachung der Theater-Finanzen erwarten. Ich hoffe diese 300000 EUR Geschichte ist und bleibt ein Einzelfall.

     
    • Stephan Jäger

      „Die Sache mit “Kinder in extremer Not helfen” wirkt sehr leer,“

      Ist sie auch!

      …weil es dabei eben NICHT um die Kinder geht, sondern – einmal mehr – einzig und alleine darum, zu zeigen, was der Herr Sibelius doch für ein toller Kerl ist. Wenn es einem mit so etwas ernst ist, dann plustert man sich nicht in Zeitungsinterviews damit auf. Man macht es einfach!

      Zum drüber reden ist, wenn überhaupt „erforderlich“, danach noch Zeit genug.

       

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