Trier erhält Ankunftszentrum für Asylsuchende

Im neuen Ankunftszentrum sollen die Asylanträge schneller bearbeitet werden, Foto: Gabi Böhm

Im neuen Ankunftszentrum sollen die Asylanträge schneller bearbeitet werden, Foto: Gabi Böhm

TRIER/MAINZ. In Trier planen das Land Rheinland-Pfalz und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach Angaben der Landesregierung vom heutigen Freitag ein neues Projekt zur schnelleren Bearbeitung von Asylanträgen. In der Dasbachstraße soll ein sogenanntes Ankunftszentrum für Asylsuchende entstehen.

“Ich freue mich sehr über die gemeinsame Entscheidung von Land und BAMF zur Errichtung eines Ankunftszentrums als Modelleinrichtung in Trier. Für eine solche Einrichtung in Trier hat sich das Land von Anfang an stark gemacht, um eine Beschleunigung bei der Bearbeitung von Asylanträgen zu erreichen”, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die zudem betont, “dass es keine Erhöhung der Unterkunftskapazität in Trier geben wird”.

Das Land forciere weiterhin eine schnellere Bearbeitung der Asylverfahren. Daher werde das neue Ankunftszentrum zunächst als eine vorübergehende Zwischenlösung auf dem Petrisberg in einem dortigen Bürokomplex in der Nähe des sogenannten Wasserbands realisiert werden, teilt die Mainzer Staatskanzlei mit. Als dauerhafte Lösung sei in jedem Falle ein Neubau in der Dasbachstraße vorgesehen, sodass das Gebäude auf dem Petrisberg für andere Interessenten wieder freigegeben werden könne.

“Neben dem Ankunftszentrum in Trier wird es an zwei weiteren Orten in Rheinland-Pfalz Ankunftszentren geben”, betont Integrationsministerin Irene Alt (Grüne). Zusätzlich werde das BAMF noch zwei Außenstellen einrichten, um Asylverfahren abzuarbeiten. “Über die genaue Ausgestaltung wird das Land mit den Kommunen und dem BAMF in Kürze abschließend entscheiden”, so Alt.

“Wir werden weiter die enge Zusammenarbeit mit BAMF-Chef Weise und seiner Behörde suchen. So führen wir beispielsweise seit Anfang des Jahres für das BAMF die Identitätsfeststellung durch und auch die Anlage der BAMF-Vorakte. Wir sind dabei das einzige Bundesland mit einer tagesaktuellen Registrierung. Es ist mir sehr wichtig zu wissen, wer sich in unserem Land aufhält”, erklärt Dreyer ferner. (tr/et)


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