‟Trier ist attraktiv für die Kunstszene!”

Mit einem festlichen Konzert wurde am Samstag die Veranstaltungsreihe zum 40. Geburtstag der Internationalen Kunstakademie eröffnet.. Fotos: Rolf Lorig

Mit einem festlichen Konzert wurde am Samstag die Veranstaltungsreihe zum 40. Geburtstag der Internationalen Kunstakademie eröffnet. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Mit einem festlichen Konzert wurden am Samstag in der Kunsthalle die Feierlichkeiten zum 40. Geburtstag der Internationalen Kunstakademie eröffnet. Ein Jahr lang findet hier zu jeder Jahreszeit ein abwechslungsreiches Kulturprogramm statt, das dem neuen Wahlspruch ‟Kunst! Mit Vergnügen!” Rechnung tragen soll.

Wenn es einen geeigneten Zeitpunkt für Komplimente gibt, dann ist das ein Geburtstag. Das dachte sich offenbar auch Oberbürgermeister Wolfram Leibe, der sich bei seiner Ansprache mächtig stolz auf ‟seine‟ Internationale Kunstakademie zeigte. Mit den Worten ‟Sie arbeiten hier sehr professionell und sind international anerkannt‟ bedankte sich der OB bei der Leiterin Gabriele Lohberg und deren kleinen Team.

Sopranistin Joana Caspar

Sopranistin Joana Caspar

Der Geburtstag der Akademie erinnere ihn an seinen eigenen 40. Geburtstag, den er damals in seiner Wirkungsstätte Stuttgart gefeiert habe, erzählte Leibe schmunzelnd. Damals habe ihm der Ministerpräsident geschrieben ‟Mit 40 wird der Schwabe klug.” Nun sei er aber kein Schwabe und diesen Spruch könne er auch nicht so ohne weiteres an die Akademie weitergeben, denn hier gebe es eine Menge kluge Köpfe. Rund 60 Dozenten würden hier zwischen 1200 bis 1500 Kunststudenten betreuen. Viele davon seien junge Menschen, die hier auf ihr Kunststudium vorbereitet würden. Das lasse nur einen Schluss zu: ‟Trier ist attraktiv für die Kunstszene!” Man könne froh sein, dass das Lebenswerk von Professor Erich Kraemer so gut fortgeführt werde.

Zufrieden zeigte sich der OB mit der Gestaltung der Feier: ‟Das Erfolgsmodell Internationale Kunstakademie wird heute von unseren Kunst-Institutionen des Trierer Theaters mit einem gemeinsamen Auftritt gefeiert.” Weniger zufrieden war Leibe darüber, dass es zu diesem Anlass nicht gelungen war, den Schirmherrn des Jubiläumsjahres Jean-Claude Juncker nach Trier zu holen. ‟Aber fast hätten wir es geschafft‟, meinte er augenzwinkernd. Und damit war der OB beim Thema Europa. Man habe damals ganz bewusst die Akademie ‟Europäische Kunstakademie‟ genannt, denn ‟das ist unser Anspruch.” Leider sei es aber so, dass die Menschen am Thema ‟Europa‟ immer weniger Interesse zeigen würden. Für ihn sei das unverständlich, denn nur mit einem internationalen Miteinander könne die Zukunft positiv gestaltet werden. ‟Deshalb muss der Gedanke der Vielfalt in Kunst und Kultur weitergetragen werden.”

Mit einer Videoinstallation gratulierte Tine Drefahl zum Geburtstag

Mit einer Videoinstallation gratulierte Tine Drefahl zum Geburtstag

Zuvor hatte Gabi Lohberg, die Leiterin der Internationalen Kunstakademie, die Gäste begrüßt. Ihr besonderer Gruß galt dabei dem früheren Oberbürgermeister Helmut Schröer, der in seiner Amtszeit für den Umzug der Akademie in die großzügigen und hellen Räumlichkeiten des ehemaligen Schlachthofes gesorgt hatte. Nicht minder herzlich hieß sie auch den Komponisten Joachim Reidenbach willkommen, dessen musikalische Vertonung von Rilkes ‟Zum Einschlafen zu sagen‟ vom Orchester, den Solisten Joana Caspar und Antonia Lutz sowie dem Opernchor des Trierer Theaters unter der Leitung von Wouter Padberg an diesem Abend uraufgeführt wurde. Der Dank von Lohberg galt aber auch ihrem Team und Tine Drefahl, die der Akademie mit einer farbenprächtigen Video-Installation zum Geburtstag gratulierte. (rl)


Drucken
Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Kultur Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.