Trierer Kripo fahndet nach Tankstellen-Räubern

Von dieser Aufnahme erhoffen sich die Fahnder Hinweise auf die Täter.

TRIER. Am Mittwoch, 19. September 2018, verübten zwei bisher unbekannte Täter in der Zeit zwischen 0.16 Uhr und 0.18 Uhr einen Überfall auf die ARAL-Tankstelle in der Ostallee 22 in Trier.

Dabei betraten die maskierten Männer, die jeweils mit einer schwarzen Pistole bewaffnet waren, kurz nach Mitternacht die Tankstelle. Sie bedrohten die alleine im Verkaufsraum anwesende Angestellte und forderten die Herausgabe von Bargeld. Einer der Männer sprach möglicherweise mit einem arabischen Akzent. Nachdem die 56-Jährige die Tageseinnahmen herausgegeben hatte, flüchteten die Männer. Während des Überfalls hielt sich ein weiterer Mann vor dem Verkaufsraum auf, offenbar stand er “Schmiere”. Einer der Täter flüchtete in Richtung Balduinstraße, die anderen beiden liefen in Richtung Palastgarten davon. Alle drei Täter waren schwarz gekleidet und mit dunklen Schals maskiert.

Bereits am 17. September 2018 kam es um 23.52 Uhr zu einem versuchten schweren Raub auf die TOTAL-Tankstelle in der Eurener Straße 92 in Trier-West. In diesem Fall betraten ebenfalls zwei dunkel gekleidete und vermummte Männer den Verkaufsraum der Tankstelle. Die Angestellte und ein Kunde wurden mit einer schwarzen Pistole, eventuell einer Beretta M 92, und mit einem Messer bedroht. Die Täter forderten auch hier die Herausgabe von Bargeld. Nachdem die Angestellte in einen Nebenraum flüchtete, verließen die Räuber das Tatobjekt ohne Beute.

Beide Taten wurden offensichtlich von denselben Tätern oder Tätergruppierungen begangen. Diese Erkenntnis ergibt sich neben der räumlichen- und zeitlichen Nähe der Taten, aus den Zeugenaussagen und den Personenbeschreibungen der Tankstellenmitarbeiter sowie der an den beiden Tatorten gesicherten Videoaufnahmen der Überwachungskameras an den Tankstellen. Auffallend ist dabei insbesondere, dass zwei der Täter bei den Überfällen die gleiche Kleidung trugen. Einer war bekleidet mit einer schwarzen Sporthose die weiße Streifen aufwies und mit einer großen “6” beflockt war. Der andere Täter trug eine dunkle Winterjacke mit hellem Pelzbesatz.

Die bisherigen Ermittlungen zu den beiden vorliegenden Raubdelikten erbrachten keinen Hinweis auf die Täter. Daher fahnden die Ermittler der Kriminalinspektion Trier mit Fotos aus den Überwachungskameras und bitten Zeugen, sich zu melden. Hinweise erbittet die Polizei unter der Telefonnummer 0651 / 9779-2253 oder 2290. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured 4 Kommentare

4 Kommentare zu Trierer Kripo fahndet nach Tankstellen-Räubern

  1. Stephan Jäger

    Wie doch JETZT schon wieder Öffentlichkeitsfahdung?

    Sind die Täter auch wirklich ganz sicher über alle Berge? Vorher sollte man das doch nicht machen. Und ist doch kaum ein halbes Jahr her!

     
  2. Sven Förster

    Für Herrn Jäger, zur besseren Information: https://www.waz.de/staedte/essen/oeffentlichkeitsfahndung-wann-die-polizei-fahndungsfotos-verbreiten-darf-id11339546.html So ein Rechtsstaat ist schon anstrengend, was!? 😉

     
    • Stephan Jäger

      Sehe ich speziell im vorliegenden Fall eigentlich jetzt keinen Widerspruch zu einer wesentlich früheren Veröffentlichung. Oder vielleicht sogar, dem Gesetzestext folgend, gar ein Versäumis der Polizei/Gerichtsbarkeit. Denn nach einem halben Jahr ist „die Aufklärung einer Straftat“ im höchsten Maße unwahrscheinlich und insbesondere „die Feststellung der Identität eines unbekannten Täters“ vermutlich irrelevant, da er mit einiger Sicherheit längst über alle Berge ist und sich nicht mehr im Geltungsbereich der Gesetze unseres schönen Rechtsstaates befindet.

      Aber trotzdem schön, zu lesen, dass es Ihnen noch gut geht, Herr Förster, Waidmann, Hunter oder wie auch immer, jedenfalls nicht Rauls.

       
    • Stephan Jäger

      Speziell das in dem Zusammenhang immer wieder gerne vorgeschobene „Ausschöpfen sämtlicher anderer Fahndungsmittel“ wird, wenn, wie im vorliegenden Fall, Eile geboten scheint, um den Fahndungserfolg sicherzustellen, und die Öffentlichkeitsfahndung geeigneter scheint als andere Mittel, ganz ausdrücklich NICHT verlangt. So auch nachzulesen im von Ihnen verlinkten Artikel.

      Da haben wir es dann wohl, ähnlich wie bei der „zwingend erforderlichen“ Haltersuche vor dem Entfernen von behindernd oder gefährdend abgestellten Fahrzeugen, eher wieder mit der ganz besonders „anstrengenden“, weil nirgends niedergeschriebenen, speziellen Trierer Version unseres Rechtsstaates zu tun.

       

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