Unbekannte beschädigen Radaranhänger der Polizei

Hier der Container bei der Vorstellung gegenüber den Trierer Medien. Foto: Rolf Lorig

TRIER/EIFEL. Bisher unbekannte Täter haben am Samstagnacht, 11. Mai, den neuen Radaranhänger der Polizei beschädigt. Der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Euro. Das Gerät ist zurzeit nicht mehr einsatzbereit.

Der Radaranhänger des Polizeipräsidiums Trier wurde am Samstagnacht gegen 23.15 Uhr durch Feuer und Schläge mit einem stumpfen Gegenstand schwer beschädigt. Das Fahrzeug stand an der A 60 neben der Richtungsfahrbahn Prüm in Höhe Großlangenfeld. Der Schaden an dem Anhänger und seinen Einbauten dürfte mehrere zehntausend Euro betragen.

Erst am 3. Mai hatte die Polizei den Anhänger, in den eine Radaranlage eingebaut ist, der Öffentlichkeit vorgestellt. Kurz zuvor war das Gerät, das in der Anschaffung einen niedrigen sechsstelligen Eurobetrag kostet, dem Polizeipräsidium Trier übergeben worden. Der Anhänger, der mit Batterien betrieben wird und bis zu einer Woche am Stück die Geschwindigkeit vorbeifahrender Autos messen kann, sollte an ausgesuchten Orten aufgestellt werden, um dort die Geschwindigkeiten zu messen.

Am Samstag stand das Gerät an der A 60 in Höhe der Ortschaft Großlangenfeld in Fahrtrichtung Prüm. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei haben bisher unbekannte Täter versucht, den Anhänger mit Brandbeschleuniger anzuzünden, was jedoch misslang. Das Feuer breitete sich lediglich außerhalb des Anhängers aus und erlosch vermutlich von alleine. Darüber hinaus haben der oder die Unbekannten versucht, die Klappe aufzubrechen und die Scheibe einzuschlagen. Dazu benutzten sie einen stumpfen Gegenstand, möglicherweise ein Brecheisen. Die Heckklappe und die Scheibe wurden bei dem Angriff beschädigt. Möglicherweise hat auch die Radaranlage einen Schaden davongetragen. Die genauen Beschädigungen und Höhe des Sachschadens wird jetzt von Fachleuten ermittelt.

Die Polizeiinspektion Prüm hat Ermittlungen wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung aufgenommen und fragt: “Wem sind am Samstagnacht Personen im Bereich des Standortes des Anhängers aufgefallen? Wem ist am Samstagnacht ein Feuerschein in diesem Bereich aufgefallen? Wer kann sonstige Angaben zu dem Sachverhalt machen?”

Hinweise werden erbeten an die Polizeiinspektion Prüm, Telefon 06551/942-0. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft 5 Kommentare

5 Kommentare zu Unbekannte beschädigen Radaranhänger der Polizei

  1. Gerhard Rothenberg

    Ein “niedriger sechsstelliger Eurobetrag”??? Für ein Gerät, das von Interessierten offenbar so leicht lahmzulegen ist??? Klingt nicht gut und nicht überzeugend…

     
    • Stephan Jäger

      Von „Ineressierten“ ist gut!

      Hoffentlich bekomen die zuständigen Stellen die „Interessierten“ diesmal bei ihrem „interessierten“ Arsch zu packen, damit der nächste fünfstellige Eurobetrag, den sie übrig haben, nicht wieder für irgendeine Primatenschleuder, sondern für den zum Schaden der Allgemeinheit angerichteten Sachschaden drauf geht.

       
  2. Jens Kerner

    Vielleicht sollte die Polizei sich für ein paar hundert Euro so Wildkameras kaufen und die in Zukunft im Umfeld solche Blitzer aufstellen.

    Man kann nur hoffen, dass die Täter gefunden werden, die Summe die sie dann zahlen müssen dürfte im Vergeleich zum Blitzen astronomisch hoch sein, da wären wohl selbst ein Chauffeur billiger gekommen…

     
  3. Marco Berweiler

    @Jens Kerner: Wildkameras aufstellen, um Täter auf frischer Tat zu ertappen? Da gibt es doch sicher wieder einige, die dann wieder von Abzocke sprechen 🙂

     
    • Sascha

      Nö, da kommt dann eher wieder der Aufschrei wegen dem Überwachungsstaat.
      Ein Täter hat doch mehr Rechte als das Opfer/der Geschädigte.

      Und selbst wenn diese Bilder gemacht werden dauert es doch ein Jahr bevor die Bilder zur Fahndung an die Öffentlichkeit gehen.
      Wie uns die Berliner Polizei so schön erklärt hat:
      “Wie schon öfter erwähnt, wird nach einer begangenen Straftat zunächst ermittelt. Es werden Opfer und Zeugen befragt, Beweismittel gesichert und ausgewertet, danach werden durch unsere Ermittler die internen Fahndungsmittel ausgeschöpft und erst, wenn dies alles nicht zum Erfolg führt, dann wenden sich unsere Ermittlerinnen und Ermittler an die Öffentlichkeit”

      Stationäre Blitzer sind immer einfach lahm zu legen.
      Sei es mit Teer (https://www.welt.de/vermischtes/article163241176/Blitzer-in-Saarbruecken-geteert-und-gefedert.html), Farbe oder halt wie hier mit Feuer und Brecheisen.
      Ich bin auch kein Freund vom Blitzen, aber das hier geht eindeutig zu weit. Das sind jetzt wieder Gelder die in einer Kita oder einem Tierheim (nur zwei von vielen Beispielen) mehr benötigt werden.

      Andererseits gibt es ja jetzt wieder einen Grund mehr an vielbefahrenen, gut ausgebauten, schnurgeraden Straßen, an denen es keine Fußgänger, Kitas, Krankenhäuser oder Altenheime gibt, zu blitzen. Das Geld muss ja schließlich wieder rein.

       

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