Unternehmen fördern Uni-Talente

Im Kreis von Förderern gratuliert Universitätspräsident Michael Jäckel (vorne Mitte, mit Brille) den Stipeniaten. Foto: Peter Kuntz

TRIER. Für außergewöhnliche Leistungen im Studium und soziales Engagement hat die Universität Trier erneut 49 Stipendien vergeben. Überreicht wurden sie im Rahmen einer Feier von Universitätspräsident Michael Jäckel.

“Wäre ich in einem Unternehmen dafür zuständig, junge Nachwuchskräfte zu finden, würde ich zuerst in diesem Kreis suchen. Hier sind diejenigen versammelt, die engagiert sind und im Studium Gas geben.“ Mit diesen Sätzen beschrieb ein Besucher der Verleihungsfeier, was die neuen Deutschland-Stipendiaten der Universität Trier charakterisiert. 49 Stipendien, verbunden mit einer monatlichen Unterstützung von 300 Euro für ein Jahr, vergab die Universität Trier mit den Förderern am Donnerstag an Studierende.

Außergewöhnliche Leistungen im Studium und soziales Engagement sind Kriterien für die Auswahl der Stipendiaten. “Wir wollen Sie heute dafür ehren, dass Sie besondere Leistungen vollbracht haben, die würdig sind, ausgezeichnet zu werden“, beglückwünschte der Universitätspräsident die Prämierten. Er räumte ein, dass der Jury die Auswahl nicht leichtgefallen sei. Ein Indiz dafür, dass es an der Universität nicht an engagierten und leistungsbereiten Studierenden mangelt. Ein Beispiel ist Anne Klee, Master-Studentin der Digital Humanities, die sich in der Kirche ehrenamtlich einsetzt und ein Stipendium der Sparkasse Trier erhielt.

Finanziert wird das Deutschland-Stipendium jeweils zur Hälfte aus Mitteln des Bundes sowie von Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen. Von den 14 Förderern unterstützt einmal mehr die Nikolaus-Koch-Stiftung mit 25 die meisten Stipendiaten. Einer von ihnen ist Niklas Eiden. “Man ist Student, da fließt das Geld schnell aus den Händen“, sagt der Jura-Student im fünften Semester. Bücher, Miete, Lebensunterhalt – ein Studium kostet Geld, das viele mit Jobs verdienen müssen. “Es ist ein angenehmes Gefühl, einen finanziellen Puffer zu haben und die Zeit statt in Geldverdienen in das Studium investieren zu können“, ergänzt er.

“Man muss hoch einschätzen, dass es Unternehmen gibt, die Studierende auf diese Weise fördern“, galt der Dank seiner Eltern Martina und Peter Eiden auch den Institutionen, die das Deutschland-Stipendium ermöglichen. Zum Beispiel die Bitburger Braugruppe. “Wir begreifen die Förderung junger Menschen als eine wichtige und selbstverständliche Aufgabe unseres Unternehmens“, sagte Patrick Lenz für das Traditionsunternehmen, das seine Stipendiaten zu einem Betriebsbesuch in die Eifel einlädt und nach Möglichkeit auch ein Praktikum vermittelt.

Zu den Förderern der ersten Stunde gehört die Sparkasse Trier, die der Universität Trier in diesem Jahr fünf Stipendien zur Verfügung stellt. “Unser Anliegen ist es, junge Menschen so zu unterstützen, dass sie sich entfalten können. Und das tun wir mit großer Freude“, erklärte Vorstandsmitglied Peter Späth. Innerhalb von sieben Jahren hat die Sparkasse Trier bereits 100 Stipendien an der Universität und an der Hochschule Trier gestiftet. (tr)

Hintergrund: Die Förderer

Die Förderer des Deutschlandstipendiums 2017/18 an der Universität Trier: Nikolaus-Koch-Stiftung, Sparkasse Trier, Freundeskreis Trierer Universität, Schloss Wachenheim AG, Herbert-und-Veronika-Reh-Stiftung, JT International Germany, Agfa HealthCare, Bitburger Braugruppe, Gerolsteiner Brunnen, Ulrike Jauslin-Simon, Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz, Steil Kranarbeiten, Volksbank Eifel, Leyendecker Holzland.


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