US-Fliegerbombe wird Mittwoch entschärft

Wegen dieser Bombe müssen 800 Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Foto: Berufsfeuerwehr Trier

TRIER. Am morgigen Mittwoch, 13. September, soll gegen 20 Uhr die US-Fliegerbombe auf dem Baugelände in der Heinestraße (Stadtteil Ehrang) entschärft werden. Das haben Feuerwehr-Dezernent Thomas Schmitt und Feuerwehrchef Herbert Albers-Hain während einer Pressekonferenz mitgeteilt.

Erst Ende August war auf demselben Gelände eine weitere Fliegerbombe entschärft worden. Rund 800 Menschen hatten für die Dauer der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen müssen. Am morgigen Mittwoch werden die Anwohner ab 18 Uhr das Prozedere wiederholen müssen.

Die Zwei-Zentner-Bombe befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bombenfund vom 25. August. Zwei gute Nachrichten gebe es in diesem Zusammenhang, hatte Rathaus-Pressesprecher Michael Schmitz zu Beginn des Gespräches gesagt. Die intensive Suche nach weiteren Bomben sei ergebnislos zu Ende geführt worden: ‟Es gibt nur noch die eine Bombe, und die liegt strategisch günstig.”

Aktuell ist der mit zwei Aufschlagzündern ausgerüstete Sprengkörper durch einen Container gesichert. Rein äußerlich betrachtet befinde sich die Bombe in einem guten Zustand, sagte der Experte des Kampfmittelräumdienstes. Allerdings wisse niemand, wie sich der Zustand der Zünder im Inneren gestalte: ‟Da kann niemand reinschauen.”

Wie bereits Ende August dient die Realschule plus am Mäusheckerweg für die Dauer der Entschärfung als Notunterkunft. Mit allzu vielen Menschen wird dort aber nicht gerechnet. ‟Bei der letzten Entschärfung kamen etwa 50 Menschen‟, so Herbert Albers-Hain, der Leiter der Berufsfeuerwehr. Die übrigen Bewohner hätten wohl die Zeit zu einem Besuch bei Freunden und Verwandten genutzt, so die Erklärung.

Auch am morgigen Mittwoch werden die Sicherheitskräfte sicherstellen, dass alle Menschen im Gefahrenbereich der Bombe ihre Wohnungen verlassen. Bereits am heutigen Abend verteilen Einsatzkräfte der Löschzüge Ehrang und Pfalzel Flugblätter vor Ort und informieren dabei auch alle Anwohner im persönlichen Gespräch über das kommende Geschehen. Zum ersten Mal werden dabei auch Informationen in arabischer Sprache verteilt: ‟Dass das wegen der Sprachprobleme erforderlich ist, haben wir bei der letzten Entschärfung festgestellt‟, sagte Dezernent Schmitt.

In diesen Straßen müssen die Anwohner ihre Wohnungen verlassen: Breitenbachstraße: komplett; Lindenplatz: komplett; Heinestraße: komplett; Mittelplatz: komplett; Drosselweg: komplett; Schulstraße: 1-19 ungerade, 2-16 gerade; Ehrangerstraße: 137-174 und 70-28; Mosaikstraße: komplett; Tonstraße: komplett; Eduard-Beckingstraße: 4 und 6 sowie Auf dem Adler die Hausnummern 19, 25, 31 und 33.

Wer Hilfe benötigt, weil er vielleicht nicht alleine die Wohnung verlassen kann, sollte das Bürgertelefon unter 718-1817 anrufen, die Leitungen sind am morgigen Mittwoch ab acht Uhr geschaltet.

Alle Wohnungen müssen bis 19 Uhr geräumt sein, dann folgt die Kontrolle. Wenn alles in Ordnung ist, kann der Kampfmittelräumdienst um 20 Uhr mit der Arbeit beginnen. Für die Dauer der Entschärfung ist der Zugverkehr stillgelegt. Ebenso ist der Luftraum über dem Gebiet bis zu einer Höhe von 1.500 Metern gesperrt. (rl)

Busumleitung

Wegen der Bombenentschärfung fährt die Linie 87 am heutigen Mittwoch ab 19 Uhr folgende Umleitung. In Richtung Innenstadt: Ab der Haltestelle Peter-Roth-Platz nach links über die Pfeiffersbrücke, die B 53 zur Haltestelle Hafenstraße in Pfalzel und dann weiter nach Plan.

Die Rückfahrt erfolgt ab der Haltestelle Hafenstraße in Pfalzel über die B 53, Servaisstraße, Pfeifersbrücke zur Haltestelle Peter-Roth-Platz und von dort die normale Route.

Die Haltestellen Ehranger Straße, Agrobstraße, Ehrang Schule können in dieser Zeit nicht angefahren werden. Die Fahrgäste müssen stattdessen auf die Haltestellen Hafenstraße oder Mäushecker Weg ausweichen. Auch die Haltestelle am Bahnhof in Ehrang und die Haltestelle Wallenbachstraße werden aufgehoben und zur Haltestelle Peter-Roth-Platz verlegt.

Die SWT-Leitstelle gibt Beginn und Ende der Sperrung bekannt. Für Fragen zur Busumleitung stehen die SWT-Mitarbeiter im Stadtbus-Center an der Treviris-Passage oder telefonisch unter 0651/717-273 zur Verfügung.


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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