“Verrücktes Blut” im Trifolion in Echternach

Der Schreck ist groß: Wo kommt die Pistole her? Foto: Veranstalter

ECHTERNACH. Das Théâtre Grand-Ducal präsentiert am 28. September im Trifolion sein neustes Stück “Verrücktes Blut“. Geschrieben wurde es von Nurkan Erpulat und Jens Hilje  Echternach. Das Stück läuft bereits seit einigen Jahren im Gorki Theater in Berlin und sorgt immer wieder für großes Aufsehen. Inhaltlich handelt es von einer Asylantenklasse, dem alltäglichen Rassismus, den schon bei Jugendlichen vorhandenen Machtverhältnissen und Vorurteilen sowie von der mentalen Grausamkeit unter Heranwachsenden.

Der tägliche Horror im Klassenzimmer: Eine Lehrerin (Sabine Rossbach) versucht vergeblich einer Deutschklasse Jugendlicher meist mit Migrationshintergrund im Theaterunterricht ein Gefühl für Kultur und gegenseitigen Respekt zu vermitteln, kann sich aber bei den chaotischen Schülern (gespielt unter anderem von Schauspielschülern der Saarbrücker Schauspielschule) nicht durchsetzen. Als die Lehrerin im Schulranzen eines Schülers eine Pistole entdeckt, wendet sich das Blatt und bei den Schülern setzt die Erkenntnis, über das Wesentliche und die Werte, auf die es im Leben ankommt, ein.

Die Autoren sagen in ihrem Vorwort : “In dem Stück geht es nicht um die Schüler, in dem Stück geht es nicht um die Lehrer, in dem Stück geht es nicht um die Schule, in dem Stück geht es um den Blick darauf, es geht um das Publikum.“

Die Regie wird von Jean-Paul Raths, dem Luxemburgischen Regisseur, Film- und Theaterschauspieler geführt. Raths, Absolvent der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, war unter anderem mehrere Jahre lang an der Berliner Schaubühne und am Düsseldorfer Schauspiel.

Weitere Informationen findern sich unter diesem Link.


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Kultur, Trifolion Hinterlasse einen Kommentar

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