Viele Neuerungen im neuen Bürgeramt

Der erste Kontakt der Besucher mit dem Bürgeramt erfolgt am Informationsschalter, wo Oberbürgermeister Wolfram Leibe auch ein Ticket mit seiner Auftragsnummer erhält. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Der Umbau des Bürgeramtes im Rathaus ist beendet, ab dem 11. Dezember läuft der Betrieb wieder an alter Stelle im Rathaus. In der Zeit vom 7. – 10. Dezember sind keine Dienstleistungen möglich, dann zieht das Bürgeraus vom jetzigen Standort in der Jägerkaserne zurück ins Rathaus. Eine der Neuerungen: Jetzt gibt es einen Terminvereinbarungsservice, der unnötige Wartezeiten vermeiden soll.

Fast neun Monate war das Bürgeramt in der Jägerkaserne zu Gast, jetzt kehren die Mitarbeiter wieder an ihre gewohnte Arbeitsstätte zurück. Doch das Bilder der Räume im Rathaus hat sich gewandelt. Jetzt gibt es an den zwölf Arbeitsplätzen noch mehr Datenschutz – feste und mobile Trennwände zwischen den Arbeitsplätzen ermöglichen ein noch höheres Maß an Diskretion. Flankierend dazu wurde eine neue Akustikdecke eingebaut. Die reduziert den Lärmpegel und trägt so zu einer besseren Gesprächsverständigung bei. Verbessert wurde auch die Barrierefreiheit: die Tische an den Arbeitsplätzen sind nun unterfahrbar, alle Türe, Wege und der Wartebereich sind rollstuhlgerecht.

Über großformatige Bildschirme werden die Auftragsnummern aufgerufen und gleichzeitig der Schalterplatz angezeigt.

Sind alle Unterlagen da?

Stichwort Wartebereich: dort gibt es nun 30 Sitzplätze sowie eine Fläche für Rollstuhlfahrer und auch für Kinderwagen. Zum Schalterbereich hin ist der Wartebereich mit einer Glas- und Akustikwand im oberen Bereich abgetrennt.

Bei der Planung hat man sich auch Gedanken über die Abläufe gemacht. “Es kam immer wieder mal vor, dass Kunden nicht alle Unterlagen dabeihatten, was dann erst am Schalter aufgefallen ist”, erinnert sich Amtsleiter Guido Briel. Dem soll nun der Informationsschalter entgegenwirken, der sich gleich im Eingangsbereich befindet. Doch wird hier nicht nur die Vollständigkeit der Unterlagen festgestellt: hier melden sich die Besucher mit und ohne Termin an und gleichzeitig ist das die zentrale Anlaufstelle bei Fragen rund um die hier angebotenen Dienstleistungen.

Neu ist auch ein Selbstbedienungsterminal, an dem Bürger ihre Fingerabdrücke erfassen und Unterschriften leisten können. Mehr noch: “Oft kommen Menschen, die für ihren Personalausweis ganz normale Portraitfotos dabeihaben. Die aber können nicht für den Ausweis genutzt werden, da die Aufnahme biometrische Daten aufzeigen muss. Natürlich wollen wir mit diesem Service nicht den niedergelassenen Fotografen Konkurrenz machen, dieser Service sollte nur dann genutzt werden, wenn es mit der Beantragung des Ausweises mal ganz schnell gehen muss”, sagt Briel.

Stolz ist der Amtsleiter auf den neuen Terminvereinbarungsservice. Der funktioniert über zwei Ebenen: “Zum einen kann man dieses Angebot über das Internet nutzen. Die Adresse lautet hier www.trier.de/buergeramt. Dort wählt man die gewünschte Dienstleistung aus und wählt einen der als frei angezeigten Termine. Damm folgt eine Bestätigungsmail, deren Eingang man seinerseits bestätigen muss. Dem folgt eine eMail mit der Auflistung aller für die Dienstleistung benötigter Unterlagen. Am Ende muss man dann nur noch zum gewünschten Termin vorbeikommen, sich am Infoschalter anmelden und das Ticket mit der Auftragsnummer entgegennehmen.
Und dann gibt es noch den telefonischen Weg über die Bürgerhotline 115, für die keine Vorwahl erforderlich ist”, erklärt Guido Briel.

Dezernent Thomas Schmitt und Amtsleiter Guido Briel zeigen das Selbstbedienungsterminal, an dem Fingerabdrücke gespeichert, Unterschriften geleistet und biometrische Passfotos aufgenommen werden können.

Wer keinen Termin reserviert hat, erhält am Informationsschalter ein Ticket mit einer Auftragsnummer, die dann über Bildschirme aufgerufen wird.

Belastetes Erdreich belastete den Etat: 525.000 Euro für den Umbau

Der Umbau des Bürgeramtes war mit 525.000 Euro nicht gerade billig. Allerdings gibt es hierfür eine nachvollziehbare Erklärung: “Wir mussten den kompletten Estrich rausbrechen und speziell entsorgen, weil sich darunter mit Schadstoffen belastetes Erdreich befunden hat”, erläutert Dezernent Thomas Schmitt. Ein Damoklesschwert, das auch über den kommenden Umbauplänen im Erdgeschoss schwebt und hier ebenfalls zusätzliche Kosten bescheren wird.

Wer sich nun das neue Bürgeramt mal anschauen will, der hat am Samstag, 15. Dezember in der Zeit von 10 -14 Uhr bei einem Tag der offenen Tür die Gelegenheit dazu. (-flo-)


Drucken
Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.