Vielfalt und Tiefe sind das Trifolion-Markenzeichen

Freut sic h auf das Jubiläumsjahr 2018: Trifolion-Direktor Ralf Britten

ECHTERNACH. Das Jahr 2018 wird für die Stadt Echternach ein Jubeljahr. Seit zehn Jahren gibt es das Kultur- und Veranstaltungszentrum Trifolion. Gut 300.000 Menschen waren in dieser Zeit dort zu Gast. Mit einem ganzjährigen Festprogramm werden die Echternacher dieses Jubiläum gebührend feiern.

Von Rolf Lorig

Als am 24. April 2008 das Trifolion offiziell eröffnet wurde, versprachen sich die Echternacher eine ganze Menge von diesem Projekt. Mit dem Dreiklang Kultur, Tourismus und Kongresse, so die Überlegung, sollte neben einer Wohlfühl-Atmosphäre für die Menschen auch den Interessen der Stadt Rechnung getragen werden. Ralf Britten, Direktor des Trifolion und Mann der ersten Stunde, hatte schon vor zehn Jahren klare Vorstellungen: “Das Trifolion bietet ein sehr breitgefächertes Programm, das Genres wie Theater, Comedy, Power Percussion und Vocal Sampling, Kinder oder auch Chanson und Jazz umfasst. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen, um eine breite Besucherschaft aus Echternach, Luxemburg und der grenzüberschreitenden Großregion ins Trifolion zu führen.”

Anfangs belächelt, längst ein Erfolgsmodell

Ute Lemper gratuliert am 21. April im Trifolion. Foto: Lucas Allen

Was anfangs von einigen Skeptikern noch belächelt wurde, hat längst den Status eines Erfolgsmodells erreicht. Vielfalt und Tiefe sind das Trifolion-Markenzeichen geworden. “Hinter uns liegen zehn Jahre Herausforderungen, aber auch zehn Jahre mit Begegnungen von Künstlern aus der ganzen Welt”, bilanzierte der Direktor am Donnerstag bei der Vorstellung des Jubiläumsprogramms für das erste Halbjahr. Seine Bilanz fiel positiv aus: Das Trifolion genieße eine hohe Wertschätzung sowohl in der Stadt wie auch in der Großregion, sei imagefestigend und auch die Bereiche Einzelhandel, Wirtschaft und Tourismus würden in hohem Maße von dem Kultur- und Kongresszentrum profitieren.

Laut Britten kommen 80 Prozent der Trifolion-Besucher aus Luxemburg, die restlichen 20 Prozent aus Deutschland. Beim deutschen Anteil wiederum entfalle gut die Hälfte auf die Stadt Trier und den Landkreis Trier-Saarburg, die andere Hälfte verteile sich auf die übrigen benachbarten Landkreise und das Saarland. “Wenn besonders namhafte Künstler auf dem Programm stehen, haben wir Gäste, die 100 Kilometer und weiter gefahren sind, um zu uns nach Echternach zu kommen”, freute sich der Trifolion-Direktor.

Von den 31.000 Besuchern, die 2017 im Trifolion zu Gast waren, könne man 23.000 dem Bereich der Kultur zuordnen. Zu Kongressen kamen etwa 3.000 Gäste und 5.000 zu gesellschaftlichen Ereignissen wie Bälle, Geburtstagen oder Hochzeiten.

Ute Lemper und Tom Gaebel gratulieren

Stichwort Geburtstage: Am Geburtstagswochenende, dem 21. und 22. April hat man sich illustre Gäste als Akteure eingeladen. Am 21. April gastiert die Grand Dame des Musicals, Ute Lemper, mit ihrer Show “Last Tango in Berlin” und am 22. April stellt der deutsche Big Band-Leiter Tom Gaebel seine “Licence to swing” vor.

Als Dienstleister sei man gleich mehrfach aktiv, hob Britten in seinen Ausführungen hervor. Neben der Ausrichtung von Veranstaltungen komme das Trifolion auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung in der Ausbildung junger Menschen nach. Als Beispiele dafür benannte Britten die Ausbildungsberufe Veranstaltungskaufleute und Veranstaltungstechniker.

Mit der Veranstaltungsreihe “Horizonte” erfülle das Trifolion zudem einen Bildungsauftrag. In fünf Jahren hätten seit dem Bestehen der Reihe gut 15.000 Menschen die Möglichkeit der Begegnung und Diskussion mit Meinungsmachern wie Peter Scholl-Latour, Kardinal Reinhard Marx, Ranga Yogeshwar und weiteren Prominenten genutzt.

Reinhold Messner und Sven Hannwald

Sven Hannawald kommt am 6. Juni. Foto: photogenika.de

So wunderte es denn auch nicht, dass Britten eine Fortsetzung der Horizonte-Reihe für 2018 ankündigte. Die wird in diesem Jahr unter dem Schwerpunkt “Gesundheit” stehen. Als prominente Redner werden dazu der ehemalige Koch der deutschen Nationalelf, Holger Stromberg (11. März), der Bergsteiger Reinhold Messner (15. März), der Fitness-Papst Ingo Froböse (17. April), Bestseller-Autor Werner Tiki Küstenmacher (25. April), die Ski-Legende Sven Hannawald (6. Juni) und die Erziehungswissenschaftlerin Renate Zimmer (11. Juni) ins Trifolion nach Echternach kommen.

Ebenso fortgeführt werden soll die Kooperation mit der Musikschule Echternach, die in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag mit einer Vielzahl an Veranstaltungen feiert sowie die Reihe an Veranstaltungen, die sich speziell an den Interessen von Kindern und Jugendlichen orientiert.

Eine ganz besondere Veranstaltungsreihe ist das Judeum Epternacum, mit dem Echternach sich seiner jüdischen Geschichte erinnert. Dahinter stehen 16 Ereignisse, von Ausstellungen über Lesungen bis hin zu Konzerten. Eröffnet wird das Judeum Epternacum am 18. Januar mit einer Lesung von Tatort-Kommissar Axel Milberg, der aus Stefan Zweigs “Schachnovelle” liest.


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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