Villa Kunterbunt

Die Fraktion der Grünen hat ihre Parallelwelt inzwischen zur Realität erhoben. Dabei geraten den Vordenkern auch die Fakten durcheinander. Fotos: Rolf Lorig

Im Februar 2018 ist Schluss: Bürgermeisterin Angelika Birk (Grüne) erhält keine zweite Amtszeit. Über die geheime Zusatzklausel im Bündnisvertrag zwischen CDU und Grünen hatte der reporter bereits am 5. Januar berichtet. Am Montagabend bestätigte Grünen-Sprecher Reiner Marz Birks politisches Ende in Trier auch offiziell. Die Partei tagte im “Café Balduin”, weil die Fraktion ihren Rechenschaftsbericht vorlegte. Der ist auf 26 Seiten eine einzige Rechtfertigung der Fraktionsspitze für das schwarz-grüne Bündnis im Rat. Dabei gerät den Grünen redaktionell wie auch in der Debatte vor Ort einiges durcheinander: Die Kommunale Geschwindigkeitsüberwachung (KGÜ) wird zur Erfolgstory von Schwarz-Grün. Das Theater ist nicht mehr nur Kulturhaus, sondern ein politisches Symbol für den Kampf gegen Rechts, und der Fortschritt bei der “Sozialen Stadt” in Trier-West ist ausschließlich CDU und Grünen zu verdanken. Der erklärte Feind steht immer noch links und heißt SPD. Wobei die hiesigen Sozialdemokraten aus Sicht der Stadt-Grünen auch mal rechts von der CDU stehen. Dorthin hatte der neue Parteichef der Grünen, Sven Dücker, die Genossen schon im Januar 2015 verortet. Eine Analyse von Eric Thielen

Nicht nur Lügner, auch Märchenerzähler brauchen ein gutes Gedächtnis. Schließlich sind die Geschichten frei erfunden, und wer sie weiterspinnen will, muss sich schon exakt daran erinnern, wen er wann wo und wie auftreten ließ und welche personellen wie thematischen Konstellationen er seiner Mär als Ausgangspunkt gab. Mit dem Pamphlet der Fraktion, als “Rechenschaftsbericht” apostrophiert, haben die Grünen sich nach zwei Jahren inniger Verbundenheit mit der CDU endgültig in einer Parallelwelt abseits der Fakten eingenistet. In Partei und Fraktion macht man sich die Trierer Welt eben so, wie sie einem gefällt.

Nun ließe sich über die magere Debatte am Montagabend zum Papier durchaus der Mantel des Schweigens hüllen. Denn für die Öffentlichkeit ist die orgiastische Rechtfertigung durch Partei- und Fraktionsspitze kaum von Relevanz. Ex-Stadtrat Manfred Becker, der seinen Sitz 2009 für die neue Frontfrau Petra Kewes räumte, versuchte zwar nachzuhaken. Es blieb aber beim Versuch, weil Beckers kritische Fragen zur personellen Zukunft des Sozialdezernats mit einem kollektiven Achselzucken quittiert und schließlich abgebügelt wurden. Seine zweite Wortmeldung zog der Diplom-Psychologe daraufhin zurück.

Die Betrachtung

Die Fraktion hat in enger Absprache mit der CDU gemäß dem Bündnisvertrag die Nachfolge des abgewählten Kulturdezernenten Thomas Egger (SPD) geregelt. Der CDU-Mann Thomas Schmitt ist der neue Kulturdezernent. Die Fraktion wird in enger Absprache mit der Union auch die Nachfolge für Birk regeln. Im Herbst haben die Grünen das Vorschlagsrecht, und die CDU wird spuren. Damit ist der elementare Zweck der schwarz-grünen Koalition erfüllt. Die Grünen bleiben im Stadtvorstand vertreten, zusammen haben CDU und Grüne die SPD aus der Stadtregierung verdrängt.

Auf thematische Gemeinsamkeiten war das Bündnis ohnehin nie angelegt. Neu-Stadtrat Bernhard Hügle merkte denn auch leicht süffisant zum Fraktionspapier an: “Dafür hätten wir die CDU nicht gebraucht.” Hügle bezog sich dabei auf die Sachthemen der Fraktion in der politischen Arbeit seit der Kommunalwahl 2014. Der Fraktion selbst gerät in ihrer Rechtfertigung einiges durcheinander. Das bedarf der genaueren Betrachtung und analytischen Reflexion.

♦ In kryptischen Wortmeldungen behaupten sowohl Birk als auch Kewes am Montagabend, CDU und Grüne hätten die Einführung der städtischen Blitzer durchgesetzt. Birk ergeht sich sogar in der Formulierung, Schwarz-Grün habe für mehr Sicherheit auf den Trierer Straßen gesorgt. Das ist falsch. Am 13. Oktober 2014, am Tag nach der OB-Stichwahl, wurde die Einführung der Kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung (KGÜ) mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linken und Piratin beschlossen. Eine Mehrheit fand die Vorlage der Verwaltung aber nur deshalb, weil sich Lydia Hepke aus der CDU-Fraktion auf die Seite der KGÜ-Koalition schlug. Die Union war kategorisch gegen die städtischen Blitzer. In den Monaten darauf nutzen die Christdemokraten jede sich bietende Gelegenheit, gegen die KGÜ zu wettern. Bei der zweiten Abstimmung im Rat am 16. Dezember 2014 erklärt Thomas Albrecht (CDU) erneut, seine Fraktion sei auch weiter gegen die städtischen Blitzer, allerdings wolle man einen einmal gefassten Ratsbeschluss nicht von wechselnden Mehrheit abhängig machen. Am späten Montagabend räumt Marz gegenüber dem reporter zumindest ein, dass die CDU nicht für die KGÜ gestimmt habe. “Aber”, so der Grünen-Vordenker, “die Union hat ja später für die Anschaffung der Geräte und für die Finanzierung gestimmt.”

♦ In ihrem Papier behauptet die Grünen-Fraktion nun, die Zustimmung der CDU zur KGÜ sei mit der Zustimmung der Grünen zum Drogeriemarkt auf dem Petrisberg erkauft worden. “Wir haben allerdings auch einen Preis dafür gezahlt – die Zustimmung zum Drogeriemarkt Petrisberg.” Das ist falsch. Erstens hat die CDU der KGÜ nie zugestimmt, und zweitens war der Drogeriemarkt auf dem Petrisberg das Geschenk der Grünen an die Union für deren Segen zur Sanierung der Egbert-Schule im Gartenfeld. Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD), Dezernent Andreas Ludwig (CDU) hatten ebenso wie Junge Union, SPD, FDP und UBT hingegen eine neue Schule in der Innenstadt favorisiert. Dort sollten die Grundschulen Egbert, Barbara und Ausonius zusammengezogen werden.

♦ Das Theater ist für die Grünen nun nicht mehr nur Kulturhaus, sondern ein politisches Symbol für den Kampf gegen Rechts. “Somit ist der Kampf für das Theater auch Bestandteil des Kampfes gegen Rechts”, weil “sich im Umfeld der AfD diejenigen sammeln, die das Theater ganz schließen wollen (…)”. Das ist falsch. Die Grünen biegen sich auch hier die Wahrheit nach ihrem eigenen Willen zurecht. Die AfD-Fraktion hat sich zu keinem Zeitpunkt für die Schließung des Theaters ausgesprochen. Im Gegenteil unternahm AfD-Chef Michael Frisch mehrere Vorstöße seit Ausbruch der Theater-Krise zur strukturellen Reform des Kulturhauses. Beachtet wurden die Vorschläge allerdings nicht.

Sofern die Grünen die Redlichkeit der AfD-Bemühungen infrage stellen, was aus ihrer Sicht legitim sein mag, bleibt die Behauptung der Fraktion dennoch ein beispielloser Affront gegen alle, die sich kritisch mit der realen Gegenwart des Theaters auseinandersetzen. Die FDP-Stadträte Katharina Haßler und Tobias Schneider, Jutta und Thomas Albrecht sowie Karl Biegel (alle CDU), Hermann Kleber und Marco Berweiler (beide UBT) werden von den Grünen nun ebenso wie der scheidende Intendant des Mosel Musikfestivals, Hermann Lewen (CDU), in den nach Grünen-Auffassung rechtspopulistischen Dunst der AfD verortet. Denn sie alle setzen sich kritisch mit der aktuellen Struktur des Theaters auseinander. Die Liste der Kritiker lässt sich ferner über die Parteigrenzen hinweg endlos fortsetzen.

♦ Die Grünen sind zusammen mit der CDU nun auch die Retter von Trier-West. “Durch unsere Zusammenarbeit mit der CDU und die damit verbundene Neubesetzung im Baudezernat haben wir maßgeblich für das Ende der Blockadepolitik im Stadtvorstand gesorgt.” Das ist falsch. Ex-Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) brachte die Sanierung der städtischen Wohnungen in der Magnerichstraße unter Umgehung der Gemeindeordnung und über den Kopf der zuständigen Dezernentin Angelika Birk hinweg auf den Weg. Jensen-Nachfolger Wolfram Leibe machte Trier-West zur Chefsache und setzte Birk schließlich genaue Fristen in der Umsetzung des Masterplans. Dass sich in Trier-West etwas tut, ist keineswegs das Verdienst von Grünen und CDU, sondern ausschließlich der Hartnäckigkeit der beiden SPD-Oberbürgermeister und dem steten Druck der Landesregierung unter der Triererin Malu Dreyer zu verdanken.

Feindbild SPD

Vier Punkte, vier Beispiele exemplarisch dafür, wie die Grünen sich die Realität zurechtbiegen und ungeachtet der Fakten die Mär von der eigenen Erfolgspolitik verbreiten. Dass Grünen-Urgestein Horst Steffny die Fraktionsspitze am Montagabend bloßstellte, ist da kaum mehr als eine Randnotiz. Die hatte nämlich behauptet, sie habe in der Vordebatte zum Flächennutzungsplan für wichtige Änderungen gesorgt. “Der Kockelsberg war aber”, sagte Steffny, “weil Naturschutzgebiet, nie ein Thema als Gewerbegebiet, und das Moselstadion war, weil Überschwemmungszone, auch nie wirklich als Wohngebiet im Gespräch.” Daraufhin herrschte kollektives Schweigen bei den Grünen-Vordenkern um Marz und Kewes.


Der “Rechenschaftsbericht” der Grünen-Fraktion


Das erklärte Feindbild der Trierer Grünen bleibt die SPD unter Parteichef Sven Teuber. Marz schob den Genossen wegen der Differenzen über die von den Grünen geforderten Umweltstabsstelle das Scheitern der Ampelkoalition in die Schuhe. Die Jubelschreie der Grünen am Abend der Bundestagswahl 2013 unterschlug der Kewes-Stellvertreter allerdings. Damals frohlockten die Grünen ausgiebig, weil die FDP aus dem Bundestag geflogen war. Die SPD habe jüngst bei der Dezernentenwahl ferner versucht, mit der CDU eine “stille Hochzeit” zu spielen und das schwarz-grüne Bündnis zu torpedieren. “Aber das haben wir durch unsere guten Beziehungen zur CDU rausbekommen”, sagte Marz. Zudem hätten die Genossen versucht, “uns dafür zu missbrauchen, ihren Dezernenten Thomas Egger aus dem Amt zu drängen”. Marz wörtlich: “Die wollten, dass wir die Drecksarbeit für sie machen.”

Das tiefgründig gestörte Verhältnis der Grünen zur SPD gründet sich vor allem auf der steten Weigerung Jensens, der Öko-Partei während seiner Amtszeit kritiklos gefällig zu sein. Den Grünen-Zorn auf Jensen erbte schließlich dessen Nachfolger Leibe, wie die Attacken der Fraktion auf Leibe während des Theater-Skandals belegen. Hinzu kommt, dass mit Marz ein glühender Verfechter schwarz-grüner Koalitionen und mit Thorsten Kretzer ein Ex-Christdemokrat (Junge Union) den Ton angeben. Marz hatte schon 1994 als Landessprecher der Grünen das erste Bündnis seiner Partei mit der CDU auf kommunaler Ebene forciert. Damals wurde Frank Hanisch für die Grünen Umweltdezernent in der Domstadt Speyer. Hanisch wechselte später, nachdem er wegen eines ungenehmigten Beratervertrages zurücktreten musste, übrigens zur Union.

Im Herbst muss die CDU bezahlen

Für Birk, hier mit CDU-Dezernent Ludwig, ist im Februar 2018 Schluss.

Dass die Grünen trotz des angespannten Verhältnisses zu Jensen den damaligen Stadtchef auf dem Höhepunkt der Birk-Debatte um Hilfe baten, taucht im Rechenschaftsbericht der Fraktion natürlich nicht auf. Die von Jensen gemeinsam mit den Grünen initiierte Task Force sollte die Arbeitsfähigkeit Birks wiederherstellen. Dafür wurde der ehemaligen Landesministerin nicht nur ein neues Outfit verpasst. Birk erhielt auch genaue Leitlinien für ihre Auftritte in der Öffentlichkeit an die Hand. Ex-CDU-Fraktionschef Ulrich Dempfle, später zusammen mit Ex-Parteichef Bernhard Kaster und Marz Urheber der Anti-SPD-Koalition aus CDU und Grünen, wetterte im Frühjahr 2014 gegen Birk und den kommenden Partner: “Das Dezernat bricht zusammen!”

Birk aber blieb Bürgermeisterin, weil Trier von der CDU und den Grünen auch als Versuchsfeld für eine mögliche schwarz-grüne Koalition in Mainz auserkoren wurde. Wäre es nach dem 13. März 2016 tatsächlich dazu gekommen, hätte sich wohl auch Marz nach Mainz verabschiedet – als Staatssekretär ins Bildungsministerium. “Das wollte er schon immer werden”, sagt ein ehemals führender Grüner gegenüber dem reporter. Nun wird Marz gemeinsam mit Kewes und Kretzer dafür sorgen müssen, dass die Grünen nach dem Abschied Birks im Februar 2018 auch weiter im Stadtvorstand vertreten sind – vielleicht sogar durch ihn selbst. Auch 2010 hatte Marz Ambitionen auf das Sozialdezernat angemeldet, war dann aber am innerparteilichen Widerstand gescheitert und musste Birk den Vortritt lassen.

Die noch amtierende Bürgermeisterin wollte den Umgang der Fraktion mit ihr am Montagabend nicht kommentieren. “Ich bedauere die Entscheidung der Fraktion aber”, sagte sie nur. Die Grünen haben ihren Teil der personellen Absprachen mit der CDU inzwischen erfüllt. Andreas Ludwig wurde Baudezernent, Thomas Schmitt neuer Kulturdezernent. Im Herbst werden sie dann von der Union die Zeche einfordern, um ihren Kandidaten als Birk-Nachfolger durch den Rat zu bringen, womit Sinn und Zweck des schwarz-grünen Bündnisses erfüllt sind. Etwas anderes zu behaupten, ist reine Augenwischerei. Die Grünen konnten Schmitt gar nicht ablehnen, weil das Bündnis sonst beendet gewesen wäre − und sie damit ihren Sitz im Stadtvorstand verlieren würden.

Selbstkritisch sind die Grünen nur in zwei Punkten. Marginal ist dabei, dass sie im Theater-Skandal vielleicht doch zu lange an der Personalie Sibelius festhielten. Weitaus wichtiger ist aus Sicht der Fraktion hingegen, dass die Kommunikation in der Außendarstellung verbessert werden müsse, wie Marz betonte. Hier wollen die Grünen nachjustieren, um ihr ramponiertes Bild in der Öffentlichkeit aufzupolieren. Fernab der Faktenlage soll also Propaganda die Parallelwelt der Trierer Grünen zur Realität werden lassen. Oder anders: Willkommen in der Villa Kunterbunt!


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Erstellt am Autor Eric Thielen in Featured, Meinung, Politik 43 Kommentare

43 Kommentare zu Villa Kunterbunt

  1. Grüne Trumps in Trier

    Sehr guter Bericht, Herr Thielen, aber die Grünen scheinen in Trier wohl die absolute Narrenfreiheit zu besitzen und die CDU lässt sich durch die Grünen an der Nase durch den Ring ziehen! Wie lange können sich die Grünen bzw. die CDU dieses Schauspiel in Trier noch erlauben? Frau Kewes ist doch eine Meisterin darin, Dinge so hinzudrehen, wie sie es möchte, seien sie nun wahr oder falsch. Die Grünen in Trier sind von ihrem Wahrheitsgehalt auch nicht besser als Donald Trump, ständig werden alternative Fakten durch die Grünen hervorgebracht und die Presse bringt nach Ansicht der Grünen “Fake News”! Und es wird wie bei Donald Trump wahrscheinlich noch nicht einmal eine Reaktion auf die hier und anderswo von Ihnen und anderen widerlegten Aussagen und Unwahrheiten seitens der Grünen geben. Sie, die Grünen, bauen weiter in Trier an ihrer, wie sie es treffend ausdrücken, Villa Kunterbunt und meinen wirklich sie könnte uns alle hinters Licht führen. Naja, bei der CDU scheint es ja zu klappen! Und von wegen offenes Verfahren bei der Besetzung der Dezernentenstelle. Wenn ich mich schon vorher festlege, dass ich keinen Vorschlag machen werden, auch wenn ich jemand besseres wüsste, was ist dann an dem Verfahren noch offen. Oder wenn von vornherein klar war, dass die Grünen den Kandidat der CDU wählen, um Ihren Dezernatsposten zu sichern, was ist daran noch offen oder transparent, so wie von Frau Kewes auch jetzt wieder gegen die Wahrheit in der Rathauszeitung behauptet wurde? Wer sich so in einem und in einem solche Ausmaß zu rechtfertigen müssen glaubt, wie Frau Kewes, der scheint selbst zu wissen, dass ihr Handeln nicht rechtens und falsch ist! “Dass die Grünen trotz des angespannten Verhältnisses zu Jensen den damaligen Stadtchef auf dem Höhepunkt der Birk-Debatte um Hilfe baten, taucht im Rechenschaftsbericht der Fraktion natürlich nicht auf.” Ja, dass ist so typisch für das Personal der Grünen in Trier, so tun als wenn sie irgendwas im Griff haben, dann wenn es wie fast immer aus dem Ruder läuft, andere um Hilfe bitten und danach verleugnen! “Wir Grüne hatten offen kommuniziert, dass die CDU das Vorschlagsrecht bei der Besetzung der Position des Kulturdezernenten hat.” http://www.trier.de/File/11-kw-raz-2017.pdf, ja, nachdem die Vereinbarung unbeabsichtigt öffentlich wurde! Und dann gratuliert Frau Kewes sich noch selbst zu diesem Trauerspiel: “Deshalb gratuliert die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen nicht nur Thomas Schmitt, sondern auch dem Stadtvorstand, den betroffenen Ämtern und letztlich auch dem gesamten Stadtrat.” Wie bitte, wofür? Ach, die Grünen in Trier, mittlerweile schlimmer als die CSU oder Trump! Falls die CDU in Trier wirklich Verantwortung für die Stadt übernehmen will, wird es Zeit, dass sie endlich aus ihrem Tiefschlaf aufwacht und diesem Trauerspiel einer “Verantwortungslosigkeits-Gemeinschaft” endlich ein Ende setzt!
    “Die Wahl des neuen Kulturdezernenten der Stadt Trier hatte ein vorhersehbarbares Ergebnis.” Das ist wohl der einzig wahre Satz im Beitrag von Frau Kewes in der Rathauszeitung!

     
    • Hans Maier

      Bis sie bei 4,9 % sind. Das wird kommen, hoffentlich ganz schnell.

       
  2. Petra Geiger

    Dafür gibt es ein sehr schönes Wort: postfaktisch. Gefühlt sind die Grünen doch seit Jahren die Größten, die Besten und vor allem immer die höchste Moral-Instanz. Dieser bundesweit völlig an Selbstüberschätzung und Höhenflug leidenden Partei würde ein Nichteinzug in den neuen Bundestag guttun, vielleicht kämen sie dann in Berlin wie hier vor Ort mal wieder auf den Boden der Tatsachen, raus aus der postfaktischen Wohlfühlzone…

     
    • Hans Maier

      Vielleicht klappt es ja schon im Saarland, dass die von Ihnen gut beschriebene Partei aus dem Landtag fliegt.

       
  3. Alternative Facts jetzt auch in Grün!

    Der Begriff “postfaktisch” ist zum “Wort des Jahres” 2016 gekürt worden. Es bedeutet, dass es in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten geht. Insofern steht das Wort für einen tiefgreifenden politischen Wandel.Merkt man das auch in Trier?” ,
    Ja, Frau Kewes, denn wir haben ja die Grüne Stadtratsfraktion! Alternative Facts, period!
    Quelle: Rede von Petra Kewes (Bündnis 90/Die Grünen) zur Verabschiedung des Doppelhaushalts
    2017/18

     
  4. Grüne Trumps in Trier

    Und noch eins zum Thema Birk. Die wurde von Heide Simonis damals schon im Landtag Schleswig-Holstein aussortiert, gelinde gesagt rausgeschmissen. Deja Vu: “Angelika Birk schützt die Solidarität der eigenen Partei vor Simonis” Würgegriff, obwohl auch die Alternativen ihre Frauenministerin längst für eine Fehlbesetzung halten.” Na, nicht gewusst liebe Grüne in Trier oder Lust auf sinnlose verantwortungslose und für die Stadt Trier schädliche Wiederholungen!?(http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8001953.html), aber hier wird sie von den Grünen mit einem Dezernentenpöstchen bis beinahe zur Rente versorgt, bekommt fast gar nichts auf die Reihe, muss vom OB geholfen werden, teilweise werden ihr Aufgaben weggenommen, sie schläft in Sitzungen oder erscheint ohne Entschuldigung gar nicht (z.B. Schulträgerausschusssitzungen) usw. und so weiter. Auch für diese Besetzung durch die Grüne Stadtratsfraktion könnten sie mal selbstkritisch mit sich selbst in Gericht gehen, aber nein, wie Frau Geiger schreibt, die Grünen machen doch keine Fehler, ach wo denn!? Und dann diese bis zum bitteren Ende anbiedern der Mehrheit der Grünen an den Sibelius, unglaublich. Ich empfehle das letzte Interview von Herrn Sibelius mal zu lesen: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Ich-war-zum-Wegschmeissen;art16,2473156, ja der Sibelius hat wirklich zu den Grünen gepasst, wie die Faust aufs Auge!

     
  5. Kruemel

    Kewes, die Lügnerin http://www.trier-reporter.de/halleluja/ Zitat: “Kewes behauptete kurz nach dem Gespräch sogar, sie wisse nichts von Albrechts Ambitionen. Kleinlaut musste sie schließlich ihre Lüge einräumen.” haut jetzt auch postfaktisch raus was nur geht?!?
    Hoffe das beide Parteien die Quittung für ihre “Verantwortungs-Gemeinschaft” bekommen.
    Je schneller, desto besser.
    Widerlich das Postengeschachere der SchwarzGrünen.

     
  6. Nicht mehr tragbar!

    Tja, bei einem Landtagsabgeordneten oder gar einem Bundestagsabgeordneten gäbe es bei nachgewiesenen falschen Behauptungen oder wie hier sogar wohl nachgewiesener Lüge eine berechtigte Rücktrittsforderung, nur nicht bei den Grünen in Trier und speziell nicht bei Frau Kewes! Sie räumt selbst öffentlich eine Lüge ein und darf weitermachen!? Rücktritt wäre konsequenterweise nun angesagt und Niederlegung des Stadtratsmandats! Oder was ist jetzt mit der Einbildung der Grünen, sie seien die höchste Moralinstanz? Also Frau Kewes, gehen Sie endlich mit gutem Beispiel voran!

     
  7. Freud

    Bezweifelt irgendeiner der obigen Kommentatoren ernsthaft, dass SPD und FDP bei den Dezernentenposten Egger und Birk nicht auch im Hinterzimmer geschachert haben? Versucht nicht auch die SPD verdeckt über ihren Oberbürgermeister Einfluss auf den Stadtrat und die Verwaltung auszuüben? Spielen dabei nicht auch die von der SPD dominierten Aufsichtsbehörden (ADD und SGDNord) mit?

    Glaubt Irgendjemand, dass es nicht schon vor den Zeiten des “Bündnisses” von SPD, Grünen und FDP sowie der “Verantwortungsgemeinschaft” von CDU und Grünen konkrete Absprachen zu Abstimmungsverhalten und Personalbesetzungen des Stadtvorstandes gab?

    Schon vergessen, dass in der Vergangenheit CDU und SPD Bausünden wie das Alleencenter, Abriss der Jüdemenstraße, Verkauf des Palais Walderdorff usw. ausgemauschelt und gemeinsam zu verantworten haben? Dass die UBM/FWG/UBT gegründet wurde, weil Teile der SPD und die CDU das Pöstschengescharrere eines Herrn Maximini nicht mittragen wollte?

    Bei aller (berechtigten und unberechtigten) Kritik an den Grünen und der angeblich devoten CDU muss man ihnen – im Gegensatz zu früheren Filzstrukturen von CDU und SPD sowie den verwerflichen Verflechtungen zwischen politischen und wirtschaftlichen Einzelinteressen – Wichtiges zugute halten: Die Zusammenarbeit wurde bekannt gemacht, die gemeinsamen Ziele wurden formuliert und aus der Vorgehensweise wird kein Geheimnis gemacht (wie z.B. bei den Dezernentenwahlen).

    Dass das SPD, UBT und FDP ärgert ist verständlich – sie haben gegen die Verantwortungsgemeinschaft keine Mehrheit.

     
  8. Der Verwalter

    Der Reporter vergisst neben Marz und Kretzer zu erwähnen, dass die aller maßgeblichste Strippenzieherin, die vermeintlich soooo linke Grand Damme Rüffer – wie man immer wieder hört – ebenfalls eine Vergangenheit bei der Jungen Union hat. Alles verlogen! Alles scheinheilig! Diese Person versucht sich seit Jahren vordergründig als linke Jean d`Arc ihrer Partei zu gerieren. Kämpft aber im Hintergrund seit jeher für schwarz grün auf allen Ebenen.

     
    • Jupp de Fupp

      Das sehe ich genauso. Und die liebe Frau Rüffer wird sicherlich auch nach der Niederlage auf Bundesebene im September zu versorgen sein und somit die Nachfolge von Frau Birk antreten. So läuft’s halt in der Politik.

       
    • Rainer Landele

      zitat: “Kämpft aber im Hintergrund seit jeher für schwarz grün auf allen Ebenen.”

      da musste ich lachen – danke dafür!

       
    • Peter Müller

      Am 1. Mai 2015 schleppte der damals scheidende Trierer DGB-Chef Schmitz Oskar Lafontaine als Redner bei der Mai-Kundgebung an. Rüffer flötete anschließend auf Facebook: “Danke Oskar, daß du bei uns warst.” Ich gab in einem Kommentar zu bedenken: “Frau Rüffer, wenn Sie so viel Zuspruch brauchen, warum versuchen Sie es nicht mal mit einer Wallfahrt nach Lourdes?” Antwort Rüffer: “Da war ich schon.” Noch Fragen?

       
    • Hartwig

      Nicht nur Rainer Landele muss bei dieser These des “Verwalter” lachen. Wohl jedes Mitglied des rheinland-pfälzischen Landesverbands oder der Bundestagsfraktion der Grünen würde lauthals lachen ob der Behauptung, Corinna Rüffer kämpfe für “schwarz-grün auf allen Ebenen”.
      Dass man eine im Alter von 16 Jahren vertretene politische Richtung wenige Jahre später auch als Irrweg erkennen kann, scheint den arg begrenzten Horizont des “Verwalters” zu übersteigen.

       
  9. Nelli

    Was man als Grüne auch erst mal schaffen muss:

    Am Weltfrauentag in der Stadtratssitzung gegen die einzige weibliche Kandidatin im Rennen um den Kulturdezernenten zu stimmen, um sich weiter den Dezernentenposten von Birk zu sichern.

    DAS, meine Lieben, ist Realsatire!
    Und glaubt mir, liebe Grüne, das bekommt Ihr beim nächsten Kommunalwahlkampf dick aufs Brot geschmiert, verlasst euch drauf!

     
    • paddy

      Wie kann man eigentlich in der heutigen Zeit noch das Geschlecht als Grund für eine Wahl nennen? Ist es ihr Ernst, dass man am Weltfrauentag wegen des schönen Signals unabhängig von seiner eigenen Überzeugung von fachlicher Eignung am besten einfach mal eine Frau wählen sollte? Was ist dann am Welt-Jogginghosentag? Liebe Nelli, es kommt auf Qualität an, nicht aufs Geschlecht…

       
  10. Marco Berweiler

    Passend zur Villa Kunterbunt:

    “Zwei mal drei macht vier,
    widewidewitt und drei macht neune,
    ich mach mir die Welt,
    widewide wie sie mir gefällt…”

    @Der Verwalter: Corinna Rüffer war in der Tat bei der Jungen Union: “Aus heutiger Sicht etwas unwirklich ist die Tatsache, dass ich damals mit anderen Gleichaltrigen einen Ortsverein der Jungen Union gründete, weil wir uns politisch engagieren wollten. Ich finde es aber nicht dramatisch, dass man sich als junger Mensch ausprobieren will. Bald erkannte ich, dass ich meine politische Heimat eher in einer anderen Partei finden würde“, sagt die Abgeordnete. (Quelle: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2016/kw33-wege-politik-rueffer/433822)

     
  11. Stephan Jäger

    „Dorthin hatte der neue Parteichef der Grünen, Sven Dücker, die Genossen schon im Januar 2015 verortet.“

    Naja, ich durfte an anderer Stelle schon den Eindruck gewinnen das, von Sven Dückers Standpunkt aus gesehen, alles „rechts“ ist, was sich nicht weit links von Frau Roth und Frau Peter befindet. Das schließt ja selbst Parteifreunde ein.

     
  12. Hartwig

    Zitat “zusammen haben CDU und Grüne die SPD aus der Stadtregierung verdrängt” – wozu gehört denn bitte der SPD-OB, wenn nicht zur “Stadtregierung”? Der trier-reporter macht sich die Trierer Welt eben so, wie sie ihm gefällt.

    Zitat “Ex-Stadtrat Manfred Becker, der seinen Sitz 2009 für die neue Frontfrau Petra Kewes räumte…” – wie dem Reporter bekannt ist, trat Manfred Becker aus beruflichen Gründen zurück. Petra Kewes ist schlicht und einfach nachgerückt. Dass er seinen Sitz extra für sie räumte, ist falsch. Der Reporter biegt sich auch hier die Wahrheit nach seinem eigenen Willen zurecht.

    Zitat “Marz hatte schon 1994 als Landessprecher der Grünen das erste Bündnis seiner Partei mit der CDU auf kommunaler Ebene forciert. Damals wurde Frank Hanisch für die Grünen Umweltdezernent in der Domstadt Speyer.” – in der Tat wurde Frank Hanisch 1994 Umweltdezernent in Speyer. Allerdings wurde Marz erst 1996 Landessprecher der Grünen. Der Reporter hat sich endgültig in einer Parallelwelt abseits der Fakten eingenistet.

    Drei Punkte, drei Beispiele exemplarisch dafür, wie sich der trier-reporter die Realität zurechtbiegt und ungeachtet der Fakten die Mär von den bösen, bösen Grünen erzählt. Da mein Kommentar nicht ebenso lang werden soll wie der Bericht, habe ich mir unter den zahlreichen Falschbehauptungen nur die drei herausgepickt, die am Einfachsten nachprüfbar sind – schon google hätte hier geholfen.

    Wie für den trier-reporter Überparteilichkeit und journalistische Distanz aussehen, war schon daran zu merken, dass er sich während der Versammlung mit halblauten Kommentaren in eine Diskussion mit in der Nähe Sitzenden verwickelte, die so laut war, dass man sich als hinter ihm Sitzender umsetzen musste, um der Veranstaltung folgen zu können.

    Mit seinem Pamphlet, als “Bericht” apostrophiert, soll also Propaganda die Parallelwelt des trier-reporters zur Realität werden lassen.

    Anmerkung der Redaktion

    Hartwig Johannsen ist Mitglied der Trierer Grünen und Mitarbeiter im Wahlkreisbüro der Grünen-Bundestagsabgeodneten Corinna Rüffer. Die von ihm im Kommentar aufgestellten Behauptungen sind ebenso falsch wie die Behauptung der Grünen am Montagabend, die Einführung der KGÜ sei eine Erfolgsstory von CDU und Grünen.

    Ich habe als Redakteur des Mannheimer Morgen nach der Kommunalwahl 1994 selbst mit Reiner Marz telefoniert, um dessen Stellungnahme zum geplanten Bündnis zwischen CDU und Grünen in Speyer einzuholen. In der Analyse wird auch nicht behauptet, Marz sei 1994 im Landesvorstand der Grünen gewesen. Die Formulierung “Landessprecher” bezieht sich auf Marz’ Stellungnahme zu Schwarz-Grün in Speyer, da er mir von der Grünen-Geschäftsstelle in Mainz als Ansprechpartner in dieser Frage genannt worden war. Marz wird vom reporter bei vielen Themen auch als “Grünen-Sprecher” in Trier apostrophiert.

    Johannsen behauptet, der reporter habe geschrieben, Becker habe “extra seinen Platz für Kewes” geräumt. Das ist falsch. Das Wort “extra” kommt an besagter Stelle überhaupt nicht vor. Becker räumte seinen Platz für Kewes. Das schließt keineswegs aus, dass er dies aus beruflichen Gründen tat.

    Ich habe mich auch nicht in eine “Diskussion verwickelt”. Wahr ist hingegen, dass die ebenfalls anwesende Kollegin und ich bei Uschi Britz, Fraktionsmitarbeiterin der Grünen, nachfragen mussten, weil die Akustik im Raum miserabel war und Wortmeldungen etwa vom Kewes und Kretzer nur schlecht zu verstehen waren. Aus der Nachfrage entstand zur Klärung ein kurzer Wortwechsel.

    Unwahr ist ferner, dass sich hinter uns Sitzende umsetzen mussten. Während der gesamten Dauer meiner Anwesenheit saß kein Zuhörer/in hinter dem Pressetisch. Von daher musste sich auch niemand umsetzen. Johannsen selbst saß mehrere Meter schräg vom Pressetisch entfernt an der Außenwand des Saals.

    Unwahr ist auch die Behauptung, dass der Beitrag als “Bericht” apostrophiert sei. Die journalistische Form “Bericht” existiert nicht. Der Beitrag ist als Analyse und damit auch in der Einordnung klar als Meinung gekennzeichnet.

    Und zu guter Letzt: Natürlich ist der SPD-OB Mitglied der Stadtregierung. Aber erstens lässt der urgewählte OB sich nicht verdrängen, und zweitens ging es hier um die Positionen der Beigeordneten, über die Ex-CDU-Fraktionschef Ulrich Dempfle im Frühjahr 2014 sagte, man werde “die SPD nicht aus dem Stadtvorstand verdrängen”.

    Wir haben den Kommentar von Johannsen trotz der offensichtlichen Unwahrheiten veröffentlicht, um damit auch zu belegen, dass die Lügen der Trierer Grünen sich über den Montagabend hinaus fortsetzen.

    Für die Redaktion
    Eric Thielen

     
    • Volker Zemmer

      Es ist typisch für ALLE Grünen. Statt sich mit der Kritik zu beschäftigen werden Nebenkriegsschauplätze aufgemacht, um das wahre Ausmaß der eigenen Unfähigkeit zu vertuschen. Wie alt sind Sie H. Johannsen? 5,10, gerade aus der Grundschule entlassen worden? Was machen Sie hier für einen Kindergarten auf. Es ist doch völlig unerheblich ob Thielen jetzt `94 oder `96 mit Reiner Marz telefoniert hat.

      Gehen Sie doch mal auf die entscheidenden Punkte ein. Was ist denn mit den Blitzern, Drogeriemarkt, Theater, Trier West etc.pp.? Äußern Sie sich dazu. Das Lügenkonto der Grünen ist so voll, das man nur noch kotzen will. Und Sie machen hier Sandkastenspiele mit Bähhh, die mögen uns nicht. Sie sind eine Schande für die Politik.

       
      • Rainer Landele

        dann kotzen sie doch endlich, wenn es ihnen hilft. sie sind eine schande für jegliche redliche, sachliche argumentation…

         
    • Grüne Trumps in Trier

      stimmt die Grünen sind eine Schande für jegliche redliche, sachliche und wahrheitsgemäße Argumentation.

       
  13. Joachim Baron

    Doe Partei hat sich überlebt. Schade eigentlich, aber Anspruch und Wirklichkeit passen einfach nicht mehr zueinander. Ich denke auch mal, dass die Grünen im September an der 5-Prozentklausel scheitern werden. Alle Themenfelder sind längst auch von anderen besetzt und in der Flüchtlingsfrage haben sie sich unglaublich blamiert.

     
    • Stephan Jäger

      Ja, ist auch mein Eindruck!

      Vor allem, da sich die gesamte Programmatik seit der „Flüchtlingskrise“ zunehmend auf einen von intensiver Paranoia getriebenen „Kampf gegen Rechts“ reduziert. Die wirklich absurde Position in Sachen Theater belegt das erschreckend.

      Wenn man hinter ausnahmslos jeder Ecke nur noch die „Gefahren des Rechtspopulismus“ lauern sieht, gegen die man „entschlossen vorgehen muss“, kommt man halt nicht mehr dazu, sich um die wichtigen Dinge im Leben zu kümmern. Und, spätestens, wenn man dann nicht bereit ist, aus dem Resultat einer reinen Anti-Kampagne wie der zur Landtagswahl zu lernen, bekommt man halt bei der nächsten Wahl eine Quittung, die, so steht zu fürchten, noch deutlicher ausfallen wird.

      Auf Bundesebene habe ich den Eindruck, dass momentan erkannt wird und eine zaghafte Rückbesinnung auf den ehemaligen „Markenkern“ stattfindet. Die Rhlp-Grünen und weite Teile der Basis aber suchen die Ursachen für das katastrophale Wahlergebnis wohl immernoch in irgendwelchen Ecken, die ihnen wohlgefallen, weil sie nicht bereit sind, sich einzugestehen, dass sie schlicht und einfach mit ihrer Strategie im Wahlkampf völlig auf dem Holzweg waren. Allein, den Wähler interessiert es nicht, dass die Grünen ihm erklären möchten, dass das schlechte Ergebnis an den Spitzenkandidaten und der internen Kommunikation lag. Er wird seine Konsequenzen aus den wirklichen Ursachen ziehen.

       
  14. Rother, Christoph

    Wenn die grüne Schlaftablette das Dezernat verlässt, weint ihr keiner eine Träne nach!

     
    • Adamo Style

      Genau, oder so: Es geht eine Träne auf Reisen, sie geht auf die Reise hoffentlich weit weg von hier, der Wind bringt sie weg mit den Wolken…..

       
  15. Verwahrstelle

    Hab ich das jetzt richtig gelesen?! ” Die von Jensen gemeinsam mit den Grünen initiierte Task Force sollte die Arbeitsfähigkeit Birks wiederherstellen. Dafür wurde der ehemaligen Landesministerin nicht nur ein neues Outfit verpasst. Birk erhielt auch genaue Leitlinien für ihre Auftritte in der Öffentlichkeit an die Hand.” Und das bei vollen Bezügen wahrscheinlich? “Auch 2010 hatte Marz Ambitionen auf das Sozialdezernat angemeldet, war dann aber am innerparteilichen Widerstand gescheitert und musste Birk den Vortritt lassen.” Uh, das ist herb, dass kann schon am Selbstvertrauen kratzen oder an der fachlichen Kompetenz eines Herrn Marz zweifeln lassen. Noch tiefer kann man die Latte ja nicht hängen, oder?!

     
  16. W.W.

    Es gab nie eine Absprache zwischen CDU u Grünen bei den KGÜ. Wer auch immer und warum das bei den Grünen behauptet, es ist gelogen.

     
    • Grüne Trumps

      Ja, das passt wirklich zu 100%! 😉 Die Grünen haben nur vergessen zu erwähnen, dass sie sich ja auch noch um die Erdumdrehung kümmern, sonst würde die auch noch still stehen!

       
    • Sascha

      Herrlich.
      Besser kann man es fast nicht zusammenfassen 🙂

       
  17. Petra Geiger

    Ja, und die Wahl im Saarland macht mir in Sachen Grüne Hoffnung – die Leute haben hoffentlich genug von der ewig grünen Besserwisserei!

     
  18. Dieter Hardes

    Zum Bericht „Villa Kunterbunt“
    Die Grünen im Stadtrat verhalten sich geradezu “postfaktisch” und lobpreisen ihre vermeintlichen Erfolge in der sog. Verantwortungsgemeinschaft mit der CDU-Fraktion.
    Die Einführung der städtischen Geschwindigkeitkontrollen gilt als größter Erfolg des Zweckbündnisses, so Frau Kewes. Allerdings, ihr eigenes Gedächtnis und die Wahrheit passen nicht zusammen!
    Herr Marz, einer der Granden der Trierer Grünen, hat ebenfalls Gedächtnisprobleme mit Bezug zum vormals geplanten Gewerbegebiet am Kockelsberg (gemäß früherem Entwurf des Flächennutzungsplans). Die “Verantwortungsgemeinschaft” habe eine Korrektur des Plans bewirkt. Der Trierer Ur-Grüne, Herr Steffny, hat ein besseres Gedächtnis, der Kockelsberg sei als Teil eines Wasserschutzgebiets ohnehin ungeeignet gewesen!

    Ein weiteres Beispiel der kommunalen Leistungen der “Verantwortungsgemeinschaft” bildet der dm-Markt in Neu-Kürenz: Die Grünen waren der CDU hinsichtlich dessen Ablehnung gefolgt, obwohl sie ursprünglich anderer Meinung waren. Im politischen Tauschgeschäft wurde dafür von Seiten der CDU die Unterstützung eines teuren Neubaus der Egbert-Schule zugesagt.

    Zur Krise des Theaters und der Verantwortlichkeit des früheren Intendanten, Herrn Sibelius, hatten die Mitglieder der Grünen im Kulturausschuss um Frau Kewes lange Zeit allzu “blinde Augen”, sehr zum Verdruss des OBs, Herrn Leibe.
    Schließlich: Frau Kewes und Herr Köhler, der Vorsitzende der CDU-Fraktion haben offenbar gelegentlich ein gespaltenes Verhältnis zur Wahrheit. Beide waren bereit, aus taktischen Gründen Lügen vorzunehmen. Nochmals: “Lügner” gehören aus subjektiver Sicht nicht in den Stadtrat, beide sollten daher ihren Hut nehmen.

     
  19. Nicht mehr tragbar!

    Tja, was ist jetzt mit Frau Kewes, will sie trotz nachgewiesener Falschaussagen tatsächlich im Stadtrat bleiben, das ist ein unglaublicher Vorgang! Immer dasselbe mit diesen Grünen Moralaposteln, den andern alles vorschreiben wollen, aber sich selbst nicht dran halten! Da kann ich Herrn Hardes nur zustimmen! Wer Lügen als Stadtratsmitglied billigend als taktisches Mittel in Kauf nimmt hat seine Daseinsberechtigung im Stadtrat verwirkt und stellt sich auf eine Stufe mit Donald Trump!

     
  20. Nicht mehr tragbar!

    Und dann immer schön austeilen wie im Kindergarten die Grünen: “Die anderen Fraktionen fanden dies scheinbar nicht so wichtig und erschienen nicht. Wir werden jedoch weiter für die Abschaltung des Atomkraftwerks in Cattenom kämpfen.” Die CDU etwa auch nicht, wie auf dem Bild in der Rathauszeitung zu sehen, vielleicht hat sie es endlich kapiert und bleibt auch lieber von den Grünen fern. Quelle: http://www.trier.de/File/12-kw-raz-2017.pdf
    “Wir werden jedoch weiter für die Abschaltung des Atomkraftwerks in Cattenom kämpfen.” Und wieder so eine Halbwahrheit, als wenn nur die Grünen dafür kämpfen würden: http://www.swr.de/swraktuell/rp/dreyer-zu-gespraechen-in-paris-akw-cattenom-bleibt-ein-dickes-brett/-/id=1682/did=18422422/nid=1682/1h7pgv1/

     
  21. Peter Buggenum

    Zitat Nicht mehr tragbar! : ” Tja, was ist jetzt mit Frau Kewes, will sie trotz nachgewiesener Falschaussagen tatsächlich im Stadtrat bleiben, das ist ein unglaublicher Vorgang! Immer dasselbe mit diesen Grünen Moralaposteln, den andern alles vorschreiben wollen, aber sich selbst nicht dran halten! ”

    Dieses Verhaltensmuster trifft aber nicht nur auf die Grünen zu. Das finden Sie im Trierer Stadtrat auch bei vielen Vertretern der CDU und der SPD. Vor einiger Zeit gab es hier ja eine sehr instruktive Berichterstattung zu den Vertragsmodalitäten des Herrn Sibelius. Da wurde ebenfalls munter gelogen und geschwindelt was das Zeug hält.

    Generell kann man konstatieren, dass im Stadtrat nur wenige respektable Persönlichkeiten sitzen. Traurig, aber leider Realität.

     
  22. Lieber ein Ort im Grünen, als einen Grünen im Ort!

    Das Problem mit den verlogenen und heuchlerischen Grünen, die ihre eigene Herkunft und Nation hassen, Pädophilie gut finden und alle Wirtschaftsflüchtlinge auf deutsche Kosten herholen wollen, hätte sich zumindest für Trier schnell erledigt, indem man den besoffenen, bekifften und linksideologisch durchgegenderten Studenten der sozialen Geschwätzstudiengänge das Wahlrecht hier entzieht! Das haben die Herrschaften damals sehr clever gemacht, indem sie genau wussten, dass sie über die Zweitwohnungssteuer-Abzocke die Studenten dazu bewegen ihren Erstwohnsitz aus finanziellen Gründen in Trier anzumelden.. Davon profitieren vor allem die unsäglichen Grünen, die sonst überall(siehe letzte Wahlen) marginalisiert werden!
    Damit entscheiden Studenten die oft nur wenige Jahre hier sind, über das Schicksal der Stadt Trier und verursachen immense Millionenkosten, die die Grünen zu verantworten haben, siehe Theater, wo man nur noch sein linksideologisches Weltbild verbreiten will, egal was es kostet!

    Wie kann eine ehemals konservative Partei wie die CDU nur so tief sinken und sich von diesen grünen Witzfiguren so vorführen lassen! Einfach nur noch peinlich!

     
  23. Nicht mehr tragbar!

    @Lieber ein Ort im Grünen, als einen Grünen im Ort! : Na Sie sind ja noch untragbarer als die Grünen in Trier, dann lieber einen Grünen als einen wie Sie im Ort, ein AfDler und/oder Wutwitzbürger oder Reichsbürger?! Noch ein Tipp, wir haben im Moment in Berlin eine große Koalition, also CDU und SPD. Übrigens, ich habe solch einen, “bekifften und linksideologisch durchgegenderten […] sozialen Geschwätzstudiengänge” wie Sie es so schön nennen erfolgreich abgeschlossen und wähle CDU! Und noch was, ich verdien damit mächtig viel Kohle und noch was, ich bin ein gebürtiger Trierer! Und Sie?

     
    • Nicht mehr tragbar!

      @Lieber ein Ort im Grünen, als einen Grünen im Ort! Dobrindt kennen Sie? CSUler und was hat er studiert!? Er absolvierte ein Studium der Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, das er 1995 als Diplom-Soziologe beendete. Na noch so einer mit einem nach Ihrer Deutung “bekifften und linksideologisch durchgegenderten […] sozialen Geschwätzstudiengang” Und Norbert Lammert (CDU), na wie jetzt!? Von 1969 bis 1972 studierte er Politikwissenschaft, Soziologie, Neuere Geschichte und Sozialökonomie an der Ruhr-Universität Bochum und für ein Semester an der University of Oxford (1971); er schloss das Studium 1972 als Diplom-Sozialwissenschaftler ab. Noch so einer! 😉

       
  24. Rainer Landele

    die grünen (& die fdp) haben damals gegen die zweitwohnsitzsteuer gestimmt. nicht einmal so ein simplen fakt können sie korrekt einordnen – was sagt das aus über den rest, den sie schreiben?

    http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trier/Heute-in-der-Trierer-Zeitung-Zur-Kasse-bitte;art754,1099913

     
    • Warum?

      “die grünen (& die fdp) haben damals gegen die zweitwohnsitzsteuer gestimmt.” Warum haben die Grünen dagegen gestimmt?!

       
      • Rainer Landele

        warum? m.e. weil man meinte einer (studentischen) klientel die stange halten zu müssen? bzw. weil diese klientel besseren zugriff auf die damalige entscheidung hatte?

        ich fand und finde die zweitwohnsteuer damals und heute richtig. und ich finde es bezeichnend, dass es damals die grünen und die fdp waren, die dagegen stimmten.

        dies alles ändert aber nix daran, dass die these, die grünen hätten damals mit der (nicht vorhanden) zustimmung zur zweitwohnungssteuer nur ihre stimmen in trier gesichert typischer, rechter bullshit ist – immer nur im sinne von: hauptsache meint feindbild stimmt.

         
        • Stephan Jäger

          Naja, was die stabilen Feindbilder angeht, da können wir ja von den Leuten, für die inzwischen ohne Ausnahme ALLES, was sich nicht zu 100% mit dem eigenen Dogma deckt, „rechter Bullshit“ ist, wohl alle noch eine Menge lernen.

           

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