Von Sebastian Fitzek bis Charlotte Link

Sie freuen sich gemeinsam auf das kommende Eifel Literaturfestival: Josef Zierden (links) und Minister Konrad Wolf. Fotos: Rolf Lorig

PRÜM. Sebastian Fitzek, Ingrid Noll, Charlotte Link, Ranga Yogeshwar – das sind nur einige der Top-Autoren, die im kommenden Jahr zum Eifel Literaturfestival (ELF) aufs flache Land kommen werden. Mit dabei aber auch die in Trier lebende Psychotherapeutin und Bestsellerautorin Stefanie Stahl (10. August in Bitburg) sein, die mit ihrem Buch ‟Das Kind in dir muss Heimat finden seit 2015 die Bestsellerliste bei den Paperback-Sachbüchern anführt.

Von Rolf Lorig

Mit einem Paukenschlag eröffnet das ELF am 6. April. Sebastian Fitzek wird an diesem Abend im Wittlicher Eventum vor 1440 Zuschauern aus seinem neuen Buch lesen, das laut Zierden ‟rechtzeitig zum neuen Festival‟ auf den Markt gekommen ist “und Dan Brown von Platz 1 der Bestsellerliste verdrängt hat.” Dass die Lesung rasch ausverkauft sein wird, daran zweifelt Zierden keinen Augenblick. ‟Die Nachfrage wird riesig sein‟, sagte er dem reporter bei einem früheren Gespräch.

Wozu in die Ferne, wenn das Gute so nah? Stefanie Stahl (links) liest am 10. August in Bitburg im Haus Beda

‟Das erfolgreichste Kulturfestival in Rheinland-Pfalz”

Über mangelndes Interesse an der Pressekonferenz musste sich der Festivalleiter beileibe nicht beklagen. Gut 40 Personen – Medienschaffende, Politiker und Sponsoren – waren am Montag seiner Einladung nach Prüm gefolgt. An der Spitze Konrad Wolf, der rheinland-pfälzische Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. Für Josef Zierden eine erfreuliche Tatsache: ‟Man muss schon Ahnenforschung betreiben um feststellen zu können, wann zum letzten Mal ein rheinland-pfälzischer Kultusminister bei dieser Pressekonferenz war‟, kommentierte er mit einem verschmitzten Lächeln mit Blick auf die frühere Ministerin Doris Ahnen.

Dass der Minister sich bereits intensiv mit dem ELF beschäftigt hat, stellte er bei seinem Grußwort unter Beweis. Für ihn ist diese literarische Veranstaltungsreihe ‟das erfolgreichste Kulturfestival in Rheinland-Pfalz.” Dies vor allem auch deswegen, weil die Liebe zu Büchern Tausende zum Teil von weit her in die Eifel führe, weshalb auch der Tourismus davon eindeutig profitiere. Gleichzeitig zollte er dem Ehepaar Zierden Respekt für dessen ehrenamtliches Handeln: ‟Es braucht eine lange Zeit, um eine Marke wie das ELF aufzubauen. Und es braucht Menschen die den Mut haben, diese Herausforderung anzunehmen.”

Dass er sich auf das 13. Eifel Literaturfestival freut, daraus machte Josef Zierden keinen Hehl. Im vergangenen Jahr kamen gut 13.000 Literaturfreunde in die Eifel. Eine Marke, die er auch im kommenden Jahr mit Sicherheit wieder erreichen wird. Denn neben den bereits genannten Autoren stehen auch Peter Wohlleben (13. April in Prüm), Elke Heidenreich (27. April in Bitburg), Pater Anselm Grün (3. Mai in Wittlich und 7. September in Bitburg), Peter Stamm (1. Juni in Prüm), Jan Weiler (8. Juni in Prüm) und Stefan Aust (12. Oktober in Bitburg)auf der Vortragsliste. Um an dieser Stelle nur einige wenige zu nennen. Insgesamt sind es 23 Autoren, die an 24 verschiedenen Tagen zu hören sein werden. Spannung und Nervenkitzel werden dabei ebenso bedient wie das Erleben von preisgekrönten Stimmen der modernen Gegenwartsliteratur.

Organisatoren, Sponsoren, Mitwirkende und Politik stellen sich zum Abschluss den Fotografen

Wieder eine Nobel-Preisträgerin mit dabei

Dass auch bei diesem Festival wieder eine Nobelpreisträgerin dabei sein wird, hat beim ELF schon Tradition und lässt sich schon alleine an den prominenten Namen Günter Grass und Herta Müller festmachen. Im kommenden Jahr ist es die weißrussische Journalistin Swetlana Alexijewitsch (20. April in Bitburg), die 2015 den Literatur-Nobelpreis für ihr literarisches Schaffen erhielt.

Eine Autorin, auf die sich Josef Zierden ganz besonders freut, ist Charlotte Link, deren Lesung das ELF am 26. Oktober in der Bitburger Stadthalle beschließen wird. Um Günter Grass habe er 14 Jahre gekämpft, berichtete Zierden in der Pressekonferenz, für das Engagement von Charlotte Link habe er abermals zehn Jahre gebraucht. Nach Bitburg werde sie ihren neuen Kriminalroman mitbringen, der erst kurz vorher in den Handel komme. Begleitet werde sie von ihrer Freundin Bärbel Schäfer, die sich mit Talksendungen bei RTL in der breiten Bevölkerung einen Namen gemacht hat.


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Eifel Literatur Festival, Featured, Kultur Hinterlasse einen Kommentar

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