Vorsichtige Aufwertung der Römerbrücke

Angeschmiert. Der Weg am östlichen Moselufer unterquert die Römerbrücke. Der UBT-Antrag zielt unter anderem auf die Reinigung dieser Stelle. Foto: PA

TRIER. Die Römerbrücke ist die älteste Brücke Deutschlands, doch unter den Trierer Welterbestätten spielt sie zumeist die Rolle des Stiefkindes. Wegen ihrer Funktion als Hauptverkehrsachse ist sie für Trier-Besucher nur schwer zugänglich. Und aufgrund fehlender Hinweisschilder dürfte nur wenigen Radtouristen, die die Brücke auf dem Moselradweg passieren, die historische Bedeutung des Bauwerks bewusst sein. Hinzu kommen Schmierereien, die das Erscheinungsbild beeinträchtigen.

Die UBT hat das Problem jetzt im Baudezernatsausschuss aufgegriffen und beantragt, die Graffitis zu beseitigen und vier Infotafeln für Touristen zu installieren. Baudezernent Andreas Ludwig (CDU) befürwortete das Anliegen: “Sie haben den Finger an der richtigen Stelle in die Wunde gelegt.” Wegen der sensiblen historischen Bausubstanz sei die Entfernung der Schmierereien jedoch nur nach fachlicher Beratung durch das Institut für Steinkonservierung der Landesdenkmalpflege möglich. Eine unsachgemäße Reinigung könnte zur Beschädigung des Gesteins führen“, so Ludwig.

Innerhalb der Umgestaltung des westlichen Römerbrückenkopfs, die 2018 beginnen soll, sollen in Abstimmung mit der Generaldirektion kulturelles Erbe auch neue touristische Hinweistafeln zur Römerbrücke installiert werden, informierte Ludwig. Diese müssten besonders gut vor Vandalismus geschützt werden und könnten auch mit einem WLAN-Zugang ausgestattet werden. Aufgrund dieser positiven Perspektive riet Ludwig von einer kurzfristigen Installation neuer Infotafeln ab. Der in diesem Sinn abgeänderte UBT-Antrag wurde vom Ausschuss einstimmig beschlossen. (Quelle, Text und Fotos: Rathaus-Zeitung)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured 2 Kommentare

2 Kommentare zu Vorsichtige Aufwertung der Römerbrücke

  1. Marco Berweiler

    Einerseits natürlich gut und v.a. auch wichtig, dass wir als UBT diesen Antrag gestellt haben, aber andererseits ist es doch wirklich traurig, dass wir ihn überhaupt stellen mussten. Sollte es denn nicht eine Selbstverständlichkeit sein, dass man das Eigentum anderer Leute bzw. das „Eigentum“ der Allgemeinheit nicht mit Graffiti verunstaltet und somit letztlich auch beschädigt? Manchmal hat man echt den Eindruck, dass sich der ein oder andere lediglich als Selbstdarsteller in einer wertelosen Spaßgesellschaft sieht. Der Vollständigkeit halber hier auch noch der aktuelle Anblick aus einer anderen Perspektive
    https://picload.org/view/drrcrwll/img_20170911_16413815062862618.jpg.html

     
  2. Rainer Landele

    ” Baudezernent Andreas Ludwig (CDU) befürwortete das Anliegen: “Sie haben den Finger an der richtigen Stelle in die Wunde gelegt.””

    yeah, absolut das herausragende problem an der römerbrücke. okay, außer natürlich der umstand, dass eine seite nur für fahrradfahrer und die andere seite nur für fußgänger freigegeben ist. was niemand versteht. zu recht! allein schon die begegnung auf der fahrradfahrerseite mit dem gegenverkehr ist ein abenteuer für sich…na ja, hauptsache sie ist schön, die römerbrücke…

     

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