Weihnachts-Trucker – Johanniter starten Hilfsaktion

Diese Kita-Kinder wissen es schon: Gemeinsam teilen macht Freude. Vereine, Firmengruppen, Kitas und Schulen sind aufgerufen, beim Johanniter-Weihnachtstrucker mitzumachen. Foto: Johanniter

REGION. Bereits seit Monaten laufen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für die Aktion “Johanniter-Weihnachtstrucker”, an der sich die Johanniter aus dem Regionalverband Trier-Mosel erstmalig beteiligen. Der Startschuss für die Sammelaktion, bei der Hilfspakete für notleidende Menschen in Albanien, Rumänien und Bosnien gepackt werden, fällt am 25. November.

In der Vorweihnachtszeit rufen die Johanniter in Trier und aus dem Kreisgebiet Trier-Saarburg Schulen, Kindergärten, Vereine und Firmen sowie Privatleute dazu auf, Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu packen und in den Sammelstellen der Hilfsorganisation abzugeben. Zwischen Weihnachten und Silvester werden die gespendeten Pakete in vier langen Lkw-Konvois von ehrenamtlichen Fahrern und Helfern der Johanniter nach Albanien, Bosnien und Rumänien gebracht und notleidenden Menschen übergeben.

Ziel der Konvois sind ausgewählte Kleinstädte und Dörfer sowie abgelegene Bergdörfer. Dort werden die Pakete überwiegend persönlich an sozial schwache und kinderreiche Familien, Waisen, Kindergarten- und Schulkinder, Senioren, Menschen mit Behinderung, Besucher von Armenküchen, aber auch an Opfer von Blutrache oder Bewohner einiger Roma-Siedlungen verteilt.

Erstmalig beteiligen sich in diesem Jahr auch Johanniter-Helfer aus Trier und dem Kreis Trier-Saarburg. Einzelne regionale Kitas, Schulen und Vereine haben schon zugesagt mitzumachen. Bei den Johannitern andernorts hat die Aktion bereits seit vielen Jahren so viel Erfolg, dass zuletzt insgesamt 56.000 Pakete gesammelt wurden. “Wir freuen uns, dass wir bei dieser großartigen Aktion dabei sein können, denn hier ist sicher, dass unsere Hilfe gebraucht wird und auch wirklich ankommt. Die Pakete erleichtern den Menschen in den Zielländern die Grundversorgung in den harten Wintermonaten und senden ihnen zugleich ein Zeichen der Solidarität”, betont Daniel Bialas, Regionalvorstand aus Trier. “Darüber hinaus macht die Aktion uns auch bewusst, dass vieles, was wir für selbstverständlich halten, für andere Menschen in Europa nach wie vor sehr wertvoll ist – sei es eine intakte Infrastruktur, zur Schule zu gehen, ausreichend zu Essen zu haben oder Dinge wie eine Zahnbürste zu besitzen.”

Freude teilen: Die Johanniter-Weihnachtstrucker bringen jetzt auch mit Hilfe der Menschen aus dem Kreis Trier-Saarburg Grundversorgungsgüter zu bedürftigen Familien etwa in Nord-Rumänien. Foto: Johanniter

“Die Pakete sollen anhand einer festen Packliste gepackt werden”, bittet Bialas. Dies sei aus zollrechtlichen Gründen wichtig. Ferner solle vermieden werden, dass es in den Zielländern zu Neid und Streit kommt. Abgegeben werden können die Pakete unter anderem in der Johanniter-Zentrale in der Trierer Loebstraße 15, im Sozialraumzentrum Hermeskeil, in der Johanniter Wohngruppe Waldrach und in den evangelischen Kirchengemeinden in Konz, Ehrang und Schweich. Der Regionalvorstand kümmert sich von Trier aus persönlich um die Logistik: “Für mich ist das Herzenssache. Wenn eine Gruppe sich findet und mehrere Pakete zusammenkommen, können wir auch eine Abholung organisieren”, lädt Bialas zum Mitmachen ein. Er ist unter der Telefonnummer 0651/2709019 dafür erreichbar.

Die Weihnachtstrucker-Packliste: drei Kilogramm Zucker, drei Kilogramm Mehl, ein Kilogramm Reis, ein Kilogramm Nudeln, ein Liter Speiseöl in Plastikflaschen, drei Packungen Multivitamin-Brausetabletten, drei Packungen Kekse, fünf Tafeln Schokolade, 500 Gramm Kakaogetränkepulver, zwei Duschgele, eine Handcreme, zwei Zahnbürsten, zwei Tuben Zahnpasta sowie einkleines Geschenk für Kinder (etwa Malblock und Stifte).

Man kann sich auch an gemeinsamen Paketen beteiligen: In teilnehmenden Einrichtungen oder über eine Projektspende, mit der eingekauft wird – auch für noch nicht vollständig gefüllte Sammelpakete etwa aus Kitas. Unter dem Stichwort “Weihnachtstrucker” kann an den Regionalverband Trier-Mosel (mit Spendenquittung) gespendet werden. IBAN: DE69370205000004308600, BIC: BFSWDE33XXX.

Allein im vergangenen Jahr konnten die rund hundert freiwilligen LKW-Fahrer mit vielen Johanniter-Begleitern und insgesamt 45 Sattelschleppern in die Zielländer fahren. “Man kann kaum zu hoch schätzen, wie viel Hoffnung so ein Päckchen für die Empfänger bedeutet”, berichtet Bialas. Die Johanniter arbeiten mit langjährigen, zuverlässigen Partnern vor Ort zusammen, wie etwa Kirchengemeinden, Schulen, privaten Initiativen oder lokalen Partnerorganisationen.

Weitere Informationen zur Aktion, zu Abgabestellen und Verteilregionen sowie zu Spendenmöglichkeiten gibt es im Internet unter johanniter.de oder auf der Facebook-Fanseite “JohanniterWeihnachtstrucker”. Ein Servicetelefon ist eingerichtet (kostenlos aus dem deutschen Festnetz): 0800 33 111 66. (tr)

Extra

Die Johanniter-Unfall-Hilfe steht in der Tradition des evangelischen Johanniterordens und engagiert sich seit mehr als 60 Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen. Mit mehr als 14.000 Beschäftigten, rund 30.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und mehr als 1,4 Millionen Fördermitgliedern zählt der gemeinnützige Verein mittlerweile zu einer der größten Hilfsorganisationen in Europa. Zu den Aufgabenfeldern der Johanniter-Unfall-Hilfe zählen unter anderem Erste Hilfe, Sanitäts- und Rettungsdienst, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen. International leistet der Verein humanitäre Hilfe bei Hunger- und Naturkatastrophen. Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit knapp 300 Regional-, Kreis- und Ortsverbänden im gesamten Bundesgebiet vertreten. Mehr Informationen zu den Johannitern in Trier auf johanniter.de. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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