Lärm an der Westtrasse – Leise Hoffnung für Anwohner

Mit bis zu 90 km/h dürfen die Güterzüge durch die westlichen Trierer Stadtteile fahren.

Mit bis zu 90 km/h dürfen die Güterzüge durch die westlichen Trierer Stadtteile fahren.

TRIER. Die Deutsche Bahn AG hat in einem Schreiben an die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Katarina Barley erneut unterstrichen, dass sie Temporeduzierungen für Güterzüge auf der Trierer Westtrasse ablehne. Diese Position hatte das Staatsunternehmen bereits im Sommer des vergangenen Jahres gegenüber der Politik eingenommen. Allerdings treibe die Bahn die Entwicklung der sogenannten Flüsterbremsen in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung weiter voran. Bis Ende 2020 sollen alle 60.000 Güterwagen der DB Schenker Rail das neue Bremssystem erhalten. Das bekräftigt Jürgen Konz als Konzernbevollmächtigter für Rheinland-Pfalz und das Saarland gegenüber Barley. Konz’ Brief an Barley liegt dem reporter vor. Die Sozialdemokratin hatte im Dezember im reporter-Interview angekündigt, sich weiter für einen effektiven Lärmschutz an der Weststrecke einsetzen zu wollen. Am kommenden Freitag, 13. Februar, trifft sich zudem der Ministerrat um Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mit dem Vorstand der DB Schenker Rail AG. Im Meinungsaustausch wird auch der Lärmschutz Thema sein. Auch Dreyer hatte im reporter-Interview angekündigt, den Lärmschutz für Anlieger an den Schienentrassen deutlich verbessern zu wollen.

Laut Bahn fahren die Güterzüge mit der maximal zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h durch Trier-West, Euren und Zewen. Im Bereich des Ehranger Bahnhofes liege die Geschwindigkeit zwischen 60 und 100 km/h. In seinem Schreiben an Barley erklärt Konz, “dass die DB Netz AG zusätzliche Geschwindigkeitsbeschränkungen – beispielsweise aus Lärmschutzgründen – ablehnt, da sie die Wettbewerbsfähigkeiten des Schienengüterverkehrs gefährden”. Temporeduzierungen führten zu Kapazitätsverlusten, und Zugtrassen könnten nicht mehr oder nicht mehr nachfragegerecht angeboten werden. Das hatte auch Giesbert Brauner von Bahn AG im Juli beim Forum in Euren erklärt.

Solche Maßnahmen würden den Güterverkehr auf der Schiene erheblich schwächen, schreibt Konz. Die Folge wäre die Verlagerung der Transporte auf andere Verkehrsträger, wodurch sich lediglich die Verschiebung der Lärmbelästigung ergebe. Die Bahn will daher laut Konz ihre Anstrengungen weiter darauf richten, den Lärm zu reduzieren und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs zu erhalten. Dies soll durch die Umrüstung der Güterwagen auf die sogenannte Flüsterbremse geschehen. Mit der neuen Bremse reduziere sich, so Konz, der Lärm der Waggons in der Vorbeifahrt um zehn Dezibel, was einer gefühlten Halbierung des Lärmpegels entspreche. Bis Ende 2015 sollen bereits 20.000 leise Güterwagen im Einsatz sein. Bis Ende 2020 soll die Umrüstung aller 60.000 Waggons abgeschlossen sein.

Doch nicht nur die Güterwagen der Bahn AG machen den Anwohnern entlang der Trassen kreuz und quer durch die Republik zu schaffen – etwa im stark frequentierten Mittelrheintal. Auch die Züge anderer Unternehmen fahren auf den Strecken. Um die Umrüstung auf die gesamte Branche auszudehnen, wurde bereits im September 2012 das lärmabhängige Trassenpreissystem LaTPS eingeführt. Damit wird ein Zuschlag auf den Trassenpreis – aktuell zwei Prozent – erhoben. Mit diesem Geld und weiteren Mitteln des Bundes soll die gesamte Güterwagenflotte auf Flüsterbremsen umgerüstet werden. Konz räumt in seinem Brief an Barley ein, “dass wir das Ziel ‘Mehr Verkehr auf die Schiene’ nur erreichen, wenn wir durch eine erfolgreiche Lärmminderung die Akzeptanz für den Verkehrsträger Schiene erhalten”.

Die Anwohner in Trier-West/Pallien hoffen darauf, dass der Bahnübergang im Martinerfeld im Zuge der Reaktivierung der Westtrasse für den Personenverkehr geschlossen wird.

Die Anwohner in Trier-West/Pallien hoffen darauf, dass der Bahnübergang im Martinerfeld im Zuge der Reaktivierung der Westtrasse für den Personenverkehr geschlossen wird.

Für den Ärger der Anwohner und Anlieger in den westlichen Trierer Stadtteil äußert der Konzernbevollmächtigte in seinem Schreiben Verständnis, schließlich sei die Weststrecke jahrelang nur mäßig genutzt worden. Die Westtrasse werde im Bedarfsfalls allerdings nach wie vor für den Güterverkehr als Umleitungsstrecke genutzt, sofern die Regelstrecke über Ehrang und den Trierer Hauptbahnhof nicht befahren werden könne. Dies sei zuletzt bis zum November 2014 der Fall gewesen. In dieser Zeit hätten Weichen erneuert werden müssen. Ferner sei an der Eisenbahnüberführung in Pfalzel gearbeitet worden. Nach den Baumaßnahmen mussten nachts sogenannte Stopfschichten durchgeführt werden. Deswegen sei der Güterverkehr jüngst auch nachts über die Weststrecke umgeleitet worden.

Insgesamt unternehme die Bahn erhebliche Anstrengungen zur Reduzierung des vom Schienenverkehr ausgehenden Lärms. “Die Notwendigkeit der Lärmreduzierung ist uns sehr bewusst und wird mit hoher Ernsthaftigkeit angegangen”, schreibt Konz an Barley. Für die Westtrasse hat die Bahn ferner ein eigenes Lärmgutachten angekündigt. 2018 soll die Strecke für den Personennahverkehr reaktiviert werden. (et)


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Erstellt am Autor Eric Thielen in Featured, Politik 39 Kommentare

39 Kommentare zu Lärm an der Westtrasse – Leise Hoffnung für Anwohner

  1. Peter Müller

    Man kann bis zu einem gewissen Grad für die Belange der Anwohner Verständnis haben, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Die Westtrasse ist eine aktiv betriebene Bahnstrecke und ihre Wiederinbetriebnahme für den Personenverkehr ein Schritt hin zur Lösung der Trierer Verkehrsprobleme. Außerdem ist sie Teil einer Infrastruktur, von der selbst die lärmgeplagtesten Anwohner irgendwo einen Nutzen haben. Das gleiche gilt für die Bonner Straße in Pallien. Wer glaubt, daß Geschwindigkeitsbegrenzungen automatisch Lärmreduzierung bedeuten, hat entweder keinen technischen Sachverstand oder geht ideologisch verblendeten selbsternannten Verkehrsexperten auf den Leim. Eine ehrliche Haltung den Anwohnern gegenüber sollte beinhalten, daß diese gewisse Beeinträchtigungen aushalten müssen, alles andere ist Augenwischerei.

     
  2. Markus Gerber

    Das trifft alles zu Herr Müller, aber es entbindet die Bahn und die Politik trotzdem nicht vom Auftrag das gesundheitliche Wohl der Bewohner zu berücksichtigen. Als die Strecke gebaut wurde, wusste man noch nichts von der großen Gesundheitsgefährdung des Lärms, was heute gottseidank anders ist. Man baut heute auch gottseidank keine Schnellstraßen mehr durch Wohngebiete (in den fünfziger und sechziger Jahre völlig normal für die Stadtplaner). Nach und nach werden auch Schallschutzmauern an solchen älteren Straßen gebaut, da wäre es nur normal, dass auch die Bahn sich ihrer Verantwortung endlich bewusst wird.

     
  3. Neumann-Ov.

    Sehr geehrter Herr Müller,
    können Sie mir bitte erklären, warum nicht nur in Konz, sondern auch auf Autobahnen, z.B. im Köln-Bonner Raum, aus Lärmschutz-gründen Geschwindigkeitsbeschränkungen bestehen ? Warum soll diese Möglichkeit der Lärmreduzierung für die Bahn nicht gelten um “gewisse” Beeinträchtigungen erträglich zu gestalten ? Und Herr Gerber, Robert Koch wird in letzter Zeit doch des Öfteren mit seiner These zitiert, man werde den Lärm einmal so bekämpfen müssen, wie Pest und Cholera. Das hat er vor über Hundert Jahren gesagt.

     
  4. Peter Müller

    Lärmschutzmaßnahmen sind, daran besteht kein Zweifel, dort wo sie technisch möglich und sinnvoll sind durchzuführen. Es geht aber im Kern um das Problem, daß in einer durch und durch saturierten Gesellschaft manche Leute glauben, es sei ein Bürger- oder gar ein Menschenrecht, immer und überall in Ruhe gelassen zu werden. Das ist nicht nur Blödsinn, sondern auch gefährlich, weil die Gesellschaft so in Partikularinteressen zerfällt. Geschwindigkeitsbeschränkungen sind schon im Straßenverkehr kein Allheilmittel. Eine Beschränkung auf 30 km/h innerorts dient allenfalls der Schikane, einen Effekt hat es nachweislich nicht. Im Schienenverkehr sind Modifizierungen an Fahrwerk und Bremsen der Waggons, sowie die Verwendung von lärmhemmenden Baustoffen am Fahrweg selbst das Gebot der Stunde. Eine Reduzierung der Durchfahrgeschwindigkeit bringt effektiv nichts. Es ist allerdings so, daß in der Politik wenig Sachverstand vorherrscht; die Dominanz von Geistes- und Gesellschaftswissenschaften in den Fraktionen des Bundestages und der Landtage rächt sich nun. Da kann es passieren, daß Personen zu verkehrspolitischen Sprechern ihrer Fraktionen avancieren, die selbst an guten Tagen eine Lokomotive nicht von einem Prellbock unterscheiden können. Oder wie konnte es passieren, daß manche Leute glaubten, man könne schweren Güterverkehr vom Mittelrheintal durch die Eifel umleiten. Die Neigungsverhältnisse der Eifelstrecke sind so prekär, daß schwere Güterzüge, wie sie notwendig wären um die beiden Rheinstrecken zu entlasten, gar nicht sicher zu Tal gebracht werden können. Daran würde auch eine Elektrifizierung nichts ändern. Dies hat auch in den Diskussionen um die Westtrasse eine Rolle gespielt. Zumindest hier können die Anwohner beruhigt sein.

     
    • Rainer Landele

      zu ihrer aussage, ueber die eifelstrecke sei gueterverkehr praktisch nicht moeglich haette ich gerne mehr infos. danke im voraus! 🙂

       
      • Peter Müller

        Unter Neigungsverhältnis versteht man das Verhältnis zwischen Höhenunterschied und Distanz einer Strecke. Hierbei entsteht, vereinfacht ausgedrückt, ein bestimmter Winkel und der bestimmt das maximal bei einer Talfahrt zu befördernde Gewicht. Aus diesem Grund kann auf der Eifelstrecke nur ungefähr die Hälfte des Gewichts transportiert werden, welches im Durchschnitt über die beiden Rheinstrecken gefahren wird. Die Zuggewichte werden durch die Fertigstellung der Alpentransversale, und hier des 57 km langen Gotthard-Basistunnels, noch gewaltig ansteigen. Es ist natürlich theoretisch möglich, die Eifelstrecke zu elektrifizieren und die bis Ende des Zweiten Weltkriegs bestehende Zweigleisigkeit wiederherzustellen, allerdings mit einem ungeheuren Aufwand, der in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Neigungsverhältnisse kann man nur ändern, in dem man eine Bahnstrecke an einer anderen Stelle, die von der Topographie her geeigneter ist, neu trassiert. Das ist aber in der Eifel nicht möglich. Die prekären Neigungsverhältnisse bestehen übrigens an mehreren Stellen, sowohl zwischen Gerolstein und Ehrang, als auch zwischen Schmidtheim, dem Scheitelpunkt der Strecke, und Euskirchen. Vor der Elektrifizierung der Moselstrecke 1973 hat es in geringem Umfang Güterverkehr auf der Eifelstrecke gegeben, es waren nach meiner Erinnerung keine zehn Züge am Tag, und Art und Umfang des Verkehrs waren den damaligen Verhältnissen geschuldet. Nachtverkehr gab es nach dem Krieg nicht mehr. Die Landesregierung hat wider besseres Wissen beim Bundesverkehrsminister eine Ertüchtigung der Eifelstrecke zur Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2015 – 2025 beantragt. Die Untersuchung, die die Bahn selbst oder ein von ihr beauftragtes Ingenieurbüro durchführen muß, dürften ein hübsches Sümmchen kosten. Sie wird zu keinem anderen Ergebnis führen als Ende der sechziger Jahre, als diese Überlegungen schon einmal angestellt und verworfen wurden. Schon vor dem Ersten Weltkrieg gab es Pläne für eine Eifel-Nordumfahrung, die durch das heutige Belgien und das Ahrtal führen sollten, um die lothringischen Minette-Erze zur Verhüttung ins Ruhrgebiet zu fahren. Die politischen Ergebnisse des Ersten Weltkriegs machten diese Pläne überflüssig, an den technischen Parametern der Strecke jedoch hat sich bis heute nichts geändert.

         
  5. ChristianTrier

    Ohjee, 80-90 Prozent der Leute wissen doch, wenn Sie an eine Bahntrasse ziehen das es laut werden kann!

    Dann zieht weg wenn es Euch so stört!

     
  6. Hans Lamberti

    Die Reaktivierung der Westtrasse hätte über ein
    Bürgerbegehren entschieden werden müssen.
    In Bettembourg (überdemensionales GVZ) wartet schon die CFL auf die Güterzüge aus Westdeutschland (Rhein-Main u.Süddeutschland) um sie zu Güterzügen für die belg.u.holl.Nordseehäfen zusammenzustellen.
    Es ist eine Mär zu behaupten die Westtrasse werde für den ÖPNV reaktiviert.Dazu wäre es keinesfalls erforderlich gewesen, ein zweites Gleis zwischen
    Igel und Wasserbillig einzubauen.Irgendwann ist Schluss mit der Gutmenschenpolitik und es gibt
    Parteien die das Volk fragen werden.
    Man sollte um permanente Staus mit ihren schrecklichen Folgen für die Anwohner in Trier-West,
    Euren,Zewen zu verhindern, Unterführungen bauen und zwar bevor die Güterzüge rollen.
    Die verantwortlichen Politiker leben in ihrer eigenen Welt und entfernen sich immer mehr vom Volk
    und seinen Sorgen.Sie haben nur noch ihre Diäten,
    ihre Vorteile im Kopf und wollen alle zu Gazprom.
    Was schert sie ihr Schwur, Schaden vom Volke abzuwenden.

     
    • Peter Müller

      Es grenzt an Spökenkiekerei wie Sie hier argumentieren, Herr Lamberti. Für ein Bürgerbegehren gibt es in diesem Fall gar keine rechtliche Handhabe. Aber ab welcher Beteiligung wären Sie denn bereit, das Ergebnis einer solchen Abstimmung zu akzeptieren? Oder würden Sie überhaupt ein Ergebnis akzeptieren, das nicht so ausfällt wie Sie sich das vorstellen? Wenn die Verkehrswege im Güterverkehr sich demnächst über Luxemburg bewegen, dann gibt es dafür gute und nachvollziehbare Gründe. Eine intakte Volkswirtschaft braucht funktionierende Verkehrswege, zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Oder partizipieren Sie nicht in irgendeiner Form von einer funktionierenden Volkswirtschaft? In diesem Fall entfernt sich nicht die Politik vom Volk, sondern Menschen die so argumentieren wie Sie.

       
  7. Jürgen Förster

    @ Hans Lamberti:
    Hier verwechseln Sie aber etwas: die Reaktivierung bezieht sich auf den Personenverkehr, nicht den Güterverkehr, und wird erst ca. 2019 kommen. Dafür braucht man im übrigen, was die Nutzung der Infrastruktur angeht, auch kein Bürgerbegehren: eine bestehende Bahnstrecke mit vollständiger Betriebsgenehmigung wird einfach anders genutzt als bisher. (…und bisher wird sie vom Güterverkehr ja eher wenig genutzt!).
    Es ist seltsam: in anderen Städten gibt es Jubel auf breiter Linie, wenn mehr und besserer ÖPNV angeboten wird – in Trier rühren sich vor allem einige Miesepeter und Bedenkenträger…
    Und was ihren letzten Satz angeht: Politiker wenden dann Schaden vom Volke ab, wenn sie mehr Güter und Personen auf die Schiene bringen, um endlich den Autoverkehr etwas zu reduzieren! Glücklicherweise sehen das auch die allermeisten Parteien so.

    @ Peter Müller:
    Vollste Zustimmung – und danke für den Prellblock-Vergleich: selten so laut geschmunzelt!

     
  8. Johannes Schölch-Mundorf

    @Peter Müller: Nächtliche Geschwindigkeits- oder Durchfahrtsbeschränkungen für laute Güterzüge im Mittelrheintal sind grundsätzlich sowohl mit dem europäischen als auch mit dem deutschen Recht vereinbar. Dies ist das Ergebnis eines vom Umweltministerium in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens, das am 6. März 2014 von Umweltstaatssekretär Thomas Griese und Infrastrukturstaatssekretär Günter Kern vorgestellt wurde.

    (Zitat http://mulewf.rlp.de/laerm/schienenverkehrslaerm/)

     
  9. Johannes Schölch-Mundorf

    @Peter Müller: „Nach einem Gutachten des Landes sind Geschwindigkeitsreduzierungen sowie Nachtfahrverbote möglich – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen“, so Dötsch. „Daher muss das Land nun die tatsächlichen Lärmwerte als Grundlage für Betriebsbeschränkungen feststellen.“ Darüber hinaus soll die Landesregierung den Nachweis der Diskriminierungsfreiheit eines Tempolimits mit Blick auf andere europäische Nutzer der Bahnstrecke erbringen. Ziel ist es, die rechtlichen Grundlagen für ein nächtliches Tempolimit der nicht umgebauten Güterzüge in der Nacht zu schaffen. Mit dem Antrag wird das Maßnahmenpaket gegen Bahnlärm des „Beirates Leises Mittelrheintal“ ergänzt und zusätzlich unterstützt.”

    (Zitat: http://www.landtag.rlp.de/icc/Internet-DE/sub/6e7/6e710d3f-a9a7-8418-8d44-e37086d35f8f,,,aaaaaaaa-aaaa-aaaa-bbbb-000000000014&page=4&pagesize=10&startmon=09&startyear=2014.htm)

     
  10. Johannes Schölch-Mundorf

    @Peter Müller: Ich gehe davon aus, dass hinter diesem Zitat fundierte Messungen von Spzeialisten, d.h. studieren Ingenieure stehen, also keine “Geisteswissenschaftler” 😉

    Lärm

    Lärmbelastung ist ein entscheidendes Kriterium für die Wohnumfeld- und Lebensqualität der Bevölkerung. Tagsüber sind durch Verkehrslärm etwa 31% der Bevölkerung in Deutschland einem Pegel über 60 dB(A) belastet, der in etwa den Grenzwert für schädliche Umwelteinwirkungen durch Straßenverkehrslärm darstellt. Durch die Einhaltung von Tempo 50 an Hauptverkehrsstraßen lässt sich der Vorbeifahrtpegel um bis zu 5 dB(A) verringern. Die Einführung von Tempo 30-Zonen vermindert den Vorbeifahrtpegel bis zu 5 dB(A) und den Mittelungspegel um bis zu 3 dB(A). Die Ausweisung von Verkehrsberuhigten Bereichen reduziert den Vorbeifahrtpegel um bis zu 6 dB(A) und den Mittelungspegel um bis zu 4 dB(A). Weitere Möglichkeiten zur Minderung der Geräuschbelastung bestehen in der abschnittsweisen Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit an Haupt- und Verkehrsstraßen auf 30 km/h und der abschnittsweisen oder flächenhaften Reduzierung der Geschwindigkeit auf weniger als 30 km/h in verkehrsberuhigten Geschäftsbereichen mit hoher Nutzungsintensität.

    (Zitat: http://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/verkehrsplanung/tempolimit)

     
    • Peter Müller

      Das was unter Lärm verstanden wird, Herr Schölch-Mundorf, beruht auf individuellem Empfinden und ist durch Messungen nur schwer zu erfassen. Die Messungen des Umweltbundesamtes bestreite ich nicht, wohl aber die politische Absicht, die dahinter steckt. Eine vernünftige Lösung besteht in der Lärmreduzierung durch technische Maßnahmen, nicht aber in der Unterbindung von Verkehren oder deren drastischer Verlangsamung. Dies bedeutet aber, daß Kompromisse erzielt und auch eingehalten werden müssen. Die Bereitschaft hierzu ist allerdings nicht zu erkennen. Ich kann mir auch die Bemerkung nicht verkneifen, daß die Solidarisierung mit den Gegnern der Westtrasse den politischen Parteien und Wählervereinigungen vielleicht 50 Stimmen bringt, daß es sie aber mindestens das Zehnfache an Stimmen kostet, die vor allem in das Lager der Nichtwähler abwandern.

       
      • @Peter Zimmer

        @Peter Müller:Glauben Sie eigentlich selbst den verbalen Mist den Sie hier von sich lassen. Oder werden sie so gut von unserem Staat (DB) bezahlt das Sie Scheuklappen anhaben. Lärm lässt sich nur schwer erfassen, dann kommen Sie mal an die Westtrasse wenn die 300-400 m langen Güterzüge vorbei rollen. Da hat sich Messen erledigt.

         
        • Stephan Jäger

          „Glauben Sie eigentlich selbst den verbalen Mist den Sie hier von sich lassen.“

          Ach ja, das bekannte „Argumentations“niveau der aus den 70ern des vorigen Jahrhunderts übrig gebliebenen Gegner einer modernen urbanen Mobilitätspolitik. Verhindert halt jeder so gut er kann, mit seinen Interessen ernst genommen zu werden.

          Im Westen also nichts Neues.

           
        • Peter Müller

          Da haben Sie fast ein halbes Jahr gebraucht, um diese paar dürren Sätze als Antwort zu verfassen und mir das Ablassen verbalen Mülls zu unterstellen? Eine wahrhaft reife Leistung! Ich war und bin mein ganzes Arbeitsleben in der Privatwirtschaft beschäftigt und ich glaube kaum, daß ich im gesetzten Alter von 58 noch zur DB wechseln werde. Als solcherart Beschäftigter weiß ich aber, daß eine funktionierende Volkswirtschaft auch eine funktionierende Infrastruktur braucht. Dazu zählen Verkehrswege aller Art und die bringen für die Anlieger nicht nur Vorteile. Ich bin, und das habe ich mehrfach in diesem Forum geschrieben, für Lärmreduzierung durch technische Maßnahmen. Ich bin aber auch der Meinung, daß frühere Generationen Beeinträchtigungen jeglicher Art anders wahrgenommen haben und anders damit umgingen. Dennoch haben sie, wie die beiden letzten Seiten der Tageszeitung zeigen, ein oft stattliches Alter erreicht. Woran das wohl liegt? Zu der von Herrn Lamberti im Kommentar zu einem anderen Post, die Westtrasse betreffend, angekündigten Gleisbesetzung kann ich nur eine Redensart ironisch verändern: “Wenn’s dem Esel zu wohl wird, dann geht er aufs (Gl)eis.”

           
  11. Hans Lamberti

    Ich kann absolut keinen Vorteil für die Bevölkerung in Trier-West,Euren,Zewen erkennen wenn ca alle 10 Minuten die Bahnschranken dort geschlossen werden, mit den dadurch permanent steigenden Lärmpegeln, verursacht durch ständig bremsende und wieder anfahrende LKW,Busse,PKw usw. Automatisch wird die Umwelt verschnmutzt. Die Luftqualität verschlechtert sich, die Anwohner erkranken öfters, (Lärm macht krank) die Immobilien verlieren an Wert usw. Immerhin hat eine Zewener Anwohnerin 28 Güterzüge in einer Nacht gezählt.Die betroffenen Anwohner haben nach der Meinung der Befürworter den Mund zu halten und sich schon mal an alle Belästigungen zu gewöhnen.
    Zum Glück bin ich nicht davon betroffen

     
    • Stephan Jäger

      Vielleicht, Herr Lamberti, überlegen sich die armen „erkrankten“ Anwohner ja denn mal, ob sie SELBST wirklich jeden Meter mit dem Auto fahren müssen. Damit wäre vor den Schranken schon viel gewonnen. Vielleicht überlegen Sie sich mal, ob nicht möglicherweise jeder Güterzug eben ein paar zig LKWs weniger auf der Straße bedeutet, und, was davon denn jetzt die größere „Belastung“ für Sie ist. Und vielleicht verstehen Sie ja sogar irgendwann einmal den Unterschied zwischen Personen- und Güter-Verkehr.

      Wie schon in einem Vorbeitrag gesagt: Auch Sie profitieren von eine modernen Infrastruktur, in der es an nichts mangelt. Das komfortabele Leben nehmen Sie gerne mit oder erwarten es sogar. Aber die sich hier und da daraus ergebenden leichten Beeinträchtigungen sollen bitte ausschließlich Andere ertragen. Im Rheintal oder sonstwo. Autos sind nur dann „Verkehrslärm“, wenn sie nicht selbst drin sitzen. Und schuld sind immer die Anderen. St. Florian in Euren. Wie man’s kennt halt…

       
  12. Hans Lamberti

    Das optimale Verkehrsmittel für Sie Herr Jäger wäre wohl die gute alte Postkutsche. Doch damit und mit der permanent streikenden Bahn bekommen wir keine 80 Mio Bürger versorgt. Durch die Reaktivierung der Westtrasse fährt in unserer Region kein LKW weniger. Sie versorgen uns mit Lebensmitteln, Baustoffen und so weiter und laden in unseren Industrievierteln die dort erzeugten Waren auf, zum weiteren Versand in alle Welt.

    Ein Bahnwaggon mit Kartoffeln aus Schrobenhausen (Bayern) benötigt für die Strecke nach Trier-Ehrang ca 5-6 Tage. Ein mautpflichtiger LKW schafft das in einem Tag und die Ware kommt direkt und frisch im Großhandelslager an. Just in Time ist mit der Bahn nicht möglich und durch die von Ihnen gehassten LKW Verkehre sind viele Waren in unseren Märkten immer vorrätig und günstig zu bekommen. Schön dass Sie für die Bahn und alle ihre Nachteile schwärmen. Jeder darf doch seine Ideologie bei uns noch ausleben.

    Der nächste Streik ist angesagt,vielleicht gehören Sie mal zu den Betroffenen mit allen Nachteilen. Aus Ihrer Betrachtungsweise glaube ich aber auch erkennen zu können, das Sie ein Fan der DDR Wirtschafts-u.Verkehrspolitik sind. Eine DDR 2.0 bringt uns nicht weiter und ist auch von den meisten Bürgern nicht erwünscht.

    “Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen” aber eine Strecke für den Güterverkehr mit bis zu 30 Güterzügen in der Nacht, wobei man der Bevölkerung erzählt, die Westtrasse wird für den ÖPNV reaktiviert. Das ist arglistige Täuschung.

    Auch die westl.Anwohner können einen Güterzug von ein Personenzug unterscheiden. Es wäre klug gewesen in Trier-West, Euren und Zewen Unterführungen zu bauen um das Leben der Betroffenen zu erleichtern, aber wer erwartet schon von unseren ideologisierten Politikern und Gutmenschen vorausschauende Politik. Zur Zeit sind Politikerdenkmäler in Rh.-Pfalz in, mit der Westtrasse kommt ein weiteres hinzu. Viele Eurener sind aufs Auto angewiesen und nutzen es auch, so tragen sie auch zu Bruttosozialprodukt bei, von dem auch ein Herr Jäger profitiert.

    Nur Träumer können von leichten Beeinträchtigungen sprechen durch die Westtrasse sprechen. Es steht Ihnen nicht zu die Eurener Bürger als arm und erkrankt zu verspotten oder werden Sie von Frau
    Birk motiviert, die z.Zt. ein Umerziehungsprogramm für die Eurener Bürger ausarbeitet, in dem den Eurenern der richtigen Umgang mit ihren neuen Bürgern beigebracht werden soll. Langsam reicht’s.

     
    • Stephan Jäger

      „Ein Bahnwaggon mit Kartoffeln aus Schrobenhausen (Bayern) benötigt für die Strecke nach Trier-Ehrang ca 5-6 Tage. Ein mautpflichtiger LKW schafft das in einem Tag und die Ware kommt direkt und frisch im Großhandelslager an. Just in Time ist mit der Bahn nicht möglich und durch die von Ihnen gehassten LKW Verkehre“

      Wie jetzt? Wer sagt denn, dass ich LKW-Verkehr hasse? Habe ich mich über die bremsenden und anfahrenden LKWs aufgeregt, oder Sie?

      Also, Ihrer Argumentation folgend, alle Güter auf die Straße? Nur bitte nicht da, wo ICH wohne! (Wobei die Sachen natürlich schon da ankommen müssen)

      Man kann Sie in Ihrer „Argumentation“ nicht ernst nehmen, Herr Lamberti. Und in vielen Fällen die Bürger in den westlichen Stadtteilen leider auch nicht. Ich will niemanden „umerziehen“. Das wird schon das Leben besorgen. Denn immer und überall St. Florian, Bequemlichkeit „just in Time“ für mich, aber „Belastungen“ nur für Andere, funktioniert nun mal nicht. Auch nicht in Euren.

       
    • Stephan Jäger

      „Viele Eurener sind aufs Auto angewiesen und nutzen es auch, so tragen sie auch zu Bruttosozialprodukt bei, von dem auch ein Herr Jäger profitiert.“

      Ach ja…und, dass es ganz alleine die Konsorten sind, denen zu fast 90% noch der sonntägliche Weg in ein Wahllokal zu viel ist, die „unser Bruttosozialprodukt erwirtschaften“ und den laden hier am Laufen halten, da gehe ich ganz fest von aus!

       
  13. Hans Lamberti

    Herr Jäger Sie brauchen mich nicht ernst zu nehmen, ich interessiere mich im Gegenteil zu Ihnen für die Sorgen und Nöte meiner Mitmenschen und Konsorten.Es ist unverschämt den Wähler wegen seinem mangelnden Interesse an Wahlen zu beschimpfen. Sie beleidigen die Eurener und die Nichtwähler. Denken Sie doch bitte mal darüber nach warum die Menschen nicht mehr wählen gehen. Was tun Sie persönlich um die Wahlbeteiligung zu erhöhen? (gute Politik ideologiefrei, könnte hilfreich sein). Hamburg 45 % Wahlbeteiligung. Der neue Trierer OB wurde nur noch von 15 % der Trierer Bevölkerung gewählt. An dieser Wahl habe ich nicht teilgenommen, also in Ihren Augen bin ich auch ein Konsorte, aber wen oder was soll ich wählen, wenn ich nur noch die Wahl habe zwischen Pest und Cholera? In Ihren Kommentaren fehlen mir nachvollziehbare und fundierte Fakten, kein Verbesserungsvorschlag, hauptsächlich 30 Güterzüge pro Nacht mit Gütern aus Ungarn, Österreich, Tschechien usw. rollen gen Bettembourg.
    Jetzt zum Thema Westtrasse, die Strecke wird mit hohen Subventionen ausgebaut, d.h. mit Steuergeldern, also darf man dem Bürger sein Mitspracherecht nicht verweigern, es sei denn man lebt in einer Diktatur. Die Westtrasse kommt für den Güterverkehr, der ÖPNV wird genau wie 1983 wieder eingestellt, weil die Ticketpreise trotz Subvention viel zu teuer sind. Es gäbe weniger Kritik an der Trasse wenn man Unterführungen eingeplant hätte und bauen würde. Für Kröten baut man ja auch Unterführungen, sind Ihnen die Menschen weniger wert? Kann doch nicht Ihr Ernst sein?

     
    • Stephan Jäger

      „Es ist unverschämt den Wähler wegen seinem mangelnden Interesse an Wahlen zu beschimpfen.“

      Nein, ist es nicht!

      Es ist vielmehr unverschämt, zu bequem zu sein, auch nur die mit geringsten Anstrengungen verbundenen Möglichkeiten der Mitgestaltung zu nutzen und hinterher an allem und jedem herumzumaulen, nur weil nicht in jedem Fall die egoistischsten Privatinteressen jedes Einzelnen zu 100% berücksichtigt werden.

      Sich dann darauf herauszureden, dass man „von denen da oben“ ja doch nicht angehört wird, ist billig und dumm. Und, was die Eurener und die West-Trasse angeht, kann ich als Trierer Bürger nur laut und deutlich sagen: Gottseidank gibt es irgendwo den Punkt, an dem private Egoismen zugunsten des Gemeinwohls übergangen werden. Das ist es, was ich von einer Politik, die für alle da ist, erwarte!

       
  14. Hans Lamberti

    Ja Herr Jäger, Ihre Thematik geht an der Westtrasse völlig vorbei. Und was die Nichtwähler betrifft, da müssen die Politiker der etablierten Parteien sich ein neues Volk suchen und solange wählen lassen, bis es ihm gefällt. Mit den Parteien die jetzt an der Macht sind und die über die Köpfe ihrer Bürger hinweg regieren, wird die Partei der Nichtwähler noch viel Zulauf bekommen. Im Moment gibt es keine Politik die für alle da ist, sondern Klientel und Lobbyisten bestimmen die Richtlinien der Politik, leider!

     
    • Stephan Jäger

      „Ja Herr Jäger, Ihre Thematik geht an der Westtrasse völlig vorbei.“

      Dann kehren wir doch mal zur Westtrassen-Thematik zurück, Herr Lamberti.

      Sie treiben also die Sorgen und Nöte Ihrer Mitmenschen um? Das ist löblich!

      Ich nehme an, dann haben Sie eine schlaflose Nacht nach der Anderen wegen der armen Menschen etwa in Matthias- und Saarstraße, die buchstäblich keinen Fuß vor die Türe setzen können und stets um das Leben ihrer Kinder fürchten müssen, weil es offensichtlich jeder Eurener – auch mangels vernünftiger Alternativen im ÖPNV – als sein gottgegebenes Recht ansieht, für die nichteinmal 3 Kilometer zu ebener Erde bis ins Stadtzentrum seinen Mitmenschen mit einer Tonne stinkendem, lautem und gefährlichem Blech auf den Senkel zu gehen. Was ist mit der Gesundheit dieser Leute? Und dem Wert Ihrer Immobilien?

      Oder beschränkt sich Ihre „Sorge um Ihre Mitmenschen“ etwa auf jene Exemplare direkt vor Ihrer Nase, deren „Not“ Sie gerne auf wessen Kosten auch immer gelindert hätten?

       
  15. Hans Lamberti

    Die Eurener sind Ihre Lieblingsfeinde, also Menschen 2. Klasse, gut wenn Sie das für Ihr Ego brauchen..
    Ich setze mich allerdings für die Zewener, Igeler, Eurener, Trier-Wester, Palliener, Biewerer und Ehranger Bürger ein. Alles Menschen mit stinkenden Blechkisten. Eben all jene die von der Westtrasse betroffen sind. Besonders übel dran sind die Palliener und Alt-Palliener Bewohner. Um überhaupt über die Situation in den west. Stadtteilen mitreden zu können, sollten Sie sich mal in die Kölner Str. stellen, wenn ein Güterzug vorbeifährt. Dann wissen Sie wie sich ein kleines Erdbeben anfühlt. Dort bekommen die Frauen schon keine Kinder mehr. Und da Ihr Mitleid den Bewohnern der Saarstr./Matthiasstr gehört, hätte ich an Ihrer Stelle längst dafür gesorgt, dass man aus diesen Straße eine verkehrsberuhigte Einbahnstr. macht, mit Spielzonen für alle Kinder. Dann würden die Immobilienwerte und die Mieten wieder steigen. Angenehme Nachtruhe Herr Jäger

     
    • Stephan Jäger

      „also Menschen 2. Klasse“

      Ich kenne das nur so, Herr Lamberti, dass sich jeder den Schuh anzieht, der ihm passt. Es spricht jedenfalls nicht für besonders für die Sozialkompetenz von Menschen, sich selbst anderen gegenüber gedanken- und rücksichtslos zu verhalten, aber bei den kleinsten Beeinträchtigungen, die unser bequemes modernes Leben nun mal hier und da für den Einzelnen mit sich bringt, nicht enden wollende Klagelieder anzustimmen.

      Um mein „Mitreden können“ machen Sie sich mal keine Sorgen. Ich verbringe derzeit etwa jedes zweite Wochenende in der Nähe von Linz am Rhein und nächtige dort dann keine 100 Meter Luftlinie vom Bahndamm. Ich vermute einmal, dort würde einer der „gesundheitlich schwer angeschlagenen“ Eurener keine Woche überleben. Trotzdem habe ich dort, Sie werden es nicht glauben, Frauen mit kleinen Kindern gesehen. Und die Menschen bekommen sogar hin und wieder ein Lächeln zustande. Vielleicht ja, weil sie nicht ununterbrochen damit befasst sind, sich über irgendetwas zu beschweren. Und sei es nur – wie im Falle der Staus – über die unangenehmen Folgen des kollektiven Auftretens IHRES EIGENEN Verhaltens.

       
    • Rainer Landele

      @lamberti

      wie ein kleines erdbeben sich anfühlt, weiss man in der innenstadt (theodor-heuss-allee) schon, wenn ein bus (8T?) vorbei fährt. sicher nicht so laut wie ein güterzug, aber dafür viel öfter. und der zugverkehr auf der hauptstrecke, der ist ja von den anwohnern auch aus zu halten, nicht wahr? auch witzig: in ehrang gehen hausbesitzer von einer wertsteigerung durch die reaktivierung der westtrasse für den öpnv aus. die ganze debatte ist beherrscht von st. florian, von egoismus und von nebelkerzen, d.h. nebenkriegsschauplätzen. bei ihnen sogar noch verschwörungstheorien.

      ansonsten: auf weitere diskussionen mit einem schlechtmenschen verzichte ich gerne. haben wir beide was von.

       
  16. Hans Lamberti

    Ich unterstütze Kommentatoren, die Verbesserungsvorschläge machen und nach guten Lösungen für die Bewohner suchen.
    Kritisieren ist erwünscht, die Finger in die Wunde zu legen auch. Wer allerdings die “Eurener” permanent als Egoisten, arm u. krank, sogar als Nebelkerzenwerfer bezeichnet, darf von ihnen kein Lächeln erwarten.
    Ich kenne viele nette und freundliche Leute in Euren, und um mich anlächeln zu lassen muss ich nicht bis nach Linz fahren. Das bekomme ich hier günstiger.

    Mit drei Bahnunterführungen könnten die größten Probleme (Umweltverschmutzungen usw.) gelöst werden. Hier unter Reporter habe ich noch keinen vernünftigen Vorschlag zur Verbesserung der zukünftigen Situation an der Westtrasse gelesen.
    Und Herr Landele Wenn Sie mich als Schlechtmenschen betiteln, halten Sie sich logischerweise für einen Gutmenschen, es dürfte Ihnen nicht entgangen sein, dass seit 1945 in Deutschland Selektionen verboten sind. Oder ist es schon wieder so weit ?
    Dann lieber Schlechtmensch !
    Angenehme Nachtruhe Herr Landele

    das es ei uns Gutmenschen gibt. Wahrscheinlich
    zählt er sich dazu.
    Ich Schlechtmensch.

     
    • Rainer Landele

      sie stören sich daran schlechtmensch genannt zu werden? zu recht! denn so etwas ist genau das, was sie sagen: selektion.

      nur ignorieren sie dabei komplett, dass meine kategorisierung eine reaktion auf ihr emblem `gutmensch` ist. ich halte nix von solchen schubladen. ob schwarz, weiß, jude, christ, muslim, hindu, asiat – alles wertvolle menschen. sie dagegen benutzen solche schubladen ohne jede selbst reflektion als vermeintliches argument – und jaulen rum, wenn man sie selber entsprechend einordnet? wenn sie über gutmenschen lästern möchten sie also nicht lieber schlechtmensch sein. oder gar bösmensch? egal. sie benutzen solche schlagworte anscheinend komplett nachdenkensfrei. dürfen sie natürlich. aber nicht rumheulen, wenn dann der konsequente spiegel folgt….

       
    • Rainer Landele

      ein nachtrag: nirgends wurden von mir `die` eurener als egoisten oder nebelkerzenwerfer bezeichnet. sondern diese art der diskussion ist solch eine nebelkerze. weil sie so machen, als würden sie für die eurener sprechen. dabei ist klar, dass viele von den eurenern die reaktivierung der westrasse für den öpnv begrüssen. wie kommen sie auf die idee mit ihrer ablehnung, für alle eurener, pallier,trier-westler zu sprechen? oder auch nur für die mehrheit? oh, ich weiss, wie sie darauf kommen, weil sie nämlich meinen, den vermeintlichen volkswillen zu kennen und zu vertreten. aber wissen sie was: damit sind sie für mich nur noch ein querulantischer besserwisser, der schlagworte benutzt (wie z.b. ideologiefrei), um seine eigene agenda durch zu setzen. um die sache – organisation von mobilität und güterverkehr – im interesse aller und minimierung der belastung einzelner geht es ihnen ja eh nicht. sie benutzen das thema westrasse nur, um ihr gift unters volk zu verteilen.

       
    • Stephan Jäger

      „Mit drei Bahnunterführungen könnten die größten Probleme (Umweltverschmutzungen usw.) gelöst werden.“

      Nein, Herr Lamberti! Wer die Bedingungen für Autoverkehr innerhalb der Stadt „verbessert“, „löst“ damit keine Umweltprobleme. Er SCHAFFT sie! In Form von immer noch mehr Autoverkehr. Diese Erkenntnis ist weder von mir noch neu.

      http://verkehrt.info/2009/11/28/wer-strassen-saeht-wird-verkehr-ernten/

      Das Einzige, was Sie mit Ihren Unterführungen also erreichen können, ist, den unvermeidlichen Stau anderen Leuten vor die Nase zu setzen. Und das kann – als ausgewiesener Nicht-Egoist – doch nicht Ihr Ziel sein, oder?

      Umweltverschmutzung vermeidet man immer noch am besten, indem man aufhört, die Umwelt zu verschmutzen. Aufgabe einer modernen Stadt ist es, die Infrastruktur dafür zu schaffen. Ein Teil davon wird die Westtrasse sein.

      Da werden ein paar intellektuell nie über den „Fortschritts“glauben der 70er hinausgekommene selbsternannte Retter des Bruttosozialprodukts, für die der Stau immer die Anderen (die Ampeln, Schranken, Verkehrsplaner) sind, auf Dauer nichts dran ändern. Gott sei Dank!

       
  17. Hans Lamberti

    An Ihren Reaktionen erkenne ich, das der Schlechtmensch voll ins Schwarze getroffen hat.
    Getroffene Hunde bellen gerne.
    Es ist schade, dass man gegen fließenden Verkehr ist, der bekannter Maßen weniger CO2 erzeugt, als ständig bremsende und anfahrende LKw,PKW, Busse usw. dies tun. Unterführungen würden die Umweltbelastungen reduzieren, ohne das automatisch der Individualverkehr steigen muss.
    Schlimm ist das oftmals leere ÖPNV Züge der Bahn, die Staus verursachen, weil die Schranken schon wieder geschlossen sind. Unsere Gutmenschenpolitiker schaffen es nicht Trier an ein modernes Bahn-Fernverkehrsnetz einzubinden, oder ein ordentliches Dach für die Reisenden am Hbf zeitnah zu erstellen. Damit könnten sie sich profilieren. Stattdessen bauen sie sich Politikerdenkmale.
    Die Westtrasse wird nie erfolgreich funktionieren, ich würde ihr den Erfolg gönnen, trotz aller Nachteile die sie mit sich bringt. Die Ticketpreise steigen permanent mit jeder Preiserhöhung der Bahn, obwohl sie noch nicht in Betrieb ist und nur über Subventionen überhaupt betrieben werden kann.
    Irgendwann wird sie mit großem Bimbrorium eröffnet,fein gestylte wichtige Politiker werden ein Band durchschneiden, mit dabei unser Staatsfernsehen und die Presse, alle glauben man habe jetzt die Menschheit gerettet und man betrinkt sich mit Champagner aus Frankreich.
    Mal gespannt wer zuerst fertig ist Strecke oder der Berliner Airport.
    Die ersten 3 Jahre wird die Strecke angenommen von Schülern, die noch kein Auto haben,von Eisenbahnern und Politikern mit Freifahrtschein und von Zewenern die in jeder Hand mit einem 10 Liter Kanister nach Wasserbillig zum Tanken fahren, im Rucksack noch ein paar Antibabypillen, damit die ständig motzende deutsche Bevölkerung noch schneller ausstirbt.
    Man sollte sie allerdings den Ideologen ins Futter mischen. Jeder der 1+1 zusammenrechnen kann, weiß das er vom Hauptbahnhof zu Fuß schneller in der Innenstadt ist, als wenn er per Westtrasse anreist. Die Osttrasse ist klar im Vorteil und macht die Westtrasse überflüssig. Nüchtern betrachtet hat die Westtrasse nur für den Güterfernverkehr Bedeutung.
    1983 gab es in unserer Region wesentlich weniger PKW als heute, trotzdem hat man vernünftigerweise die Strecke stillgelegt. Selbst Eisenbahner können mir nicht erklären und es ist auch so schwer zu verstehen, warum die Westtrasse funkionieren soll.
    In meinen Augen rausgeschmissenes Geld.
    Die Ehranger erwarten steigende Preise wg. der Westtrasse,das freut mich, jedoch stirbt die Hoffnung bekanntermaßen zu letzt. Nur wenig Eurener sind für die Westtrasse, sogar Eisenbahner sind dagegen. Neben den Bürgern leidet auch die Tierwelt.
    Vielleicht finden die Grünen noch eine Krötenart,die die Inbetriebnahme verhindert.
    Mein Schwiegervater war bei der Bahn Streckenarbeiter auf der Westtrasse. Mindest einmal im Monat kam er mit einem von einer Lok totgefahrenem Reh nach Hause, regelmäßig brachte er Fasane mit und ab und zu einen Frischling. Unsere Fleischtöpfe waren immer gut gefüllt und kein Veggie Day hätte uns daran gehindert dieses Fleisch zu essen. Als Dank habe ich meinen Schwiegervater
    der als Kriegsversehrter aus Russland zurückkam von Zewen aus zu seinen Ärzten in die Stadt gefahren und auch wieder abgeholt. Und heute da sich bei uns ein Ärztemangel abzeichnet (2014 haben ca. 3000 Ärzte Deutschland verlassen) müssen immer mehr Ältere zu Ihren Ärzten und zu Behandlungen in die Stadt mit dem Personenwagen gefahren werden, Wozu der ÖPNV mit seiner noch so tollen Westtrasse niemals geeignet sein wird. Ja Herr Jäger und Herr Landele ich vermisse weiterhin von Ihnen konstruktive Verbesserungsvorschläge, ich lese aus Ihren Kommentaren Vorwürfe und Ideologie und vermisse von Ihnen jede praktische Vernunft. Ich war heute in der Nordallee, viele Busse fuhren leer, waren nicht besetzt, aber sie fuhren, Subventionen sei Dank. Die Hälfte hätte auch gereicht. Leerfahrten erzeugen auch Gestank. Ja Herr Landele kümmern Sie sich mal darum. Und Herr Jäger um Verbesserungen in der Saar/Matthiasstr. Nur Maulen bringt uns alle nicht weiter.
    Der Schlechtmensch grüßt seine Weltverbesserer.

     
    • Stephan Jäger

      „Die ersten 3 Jahre wird die Strecke angenommen von Schülern, die noch kein Auto haben,…“

      Ja, Herr Lamberti! …aber irgendwann, wenn der „Fortschritt“ erst so richtig gegriffen hat, werden die kleinen Racker wahrscheinlich schon mit einem klitzekleinen Wägelchen auf die Welt gefahren kommen und sofort durchstarten zum Bruttosozialprodukt!

      Ich gebe meine Versuche, die Welt zu verbessern, soweit diese Sie betreffen, hiermit auf und wünsche weiter viel Spaß und gutes Gelingen beim Tiere totfahren für den Mittagstisch.

      Nicht jedoch ohne Ihnen einen Tip mit auf den Weg zu geben, der Ihnen vielleicht weiterhilft, falls Sie irgendwann merken, dass Sie sich – nach Ihrer Zeit bei der UBM – auch in den politischen Zielen der AfD nicht so recht wiederfinden:

      https://www.youtube.com/watch?v=t63RLClYOXw

       
    • Rainer Landele

      sie haben in ihrem rundumschlag chemtrails und klimaalarmisten vergessen.

      ein immoralist grüßt einen misanthropen

       
  18. Hans Lamberti

    Ich war noch nie in der UBM, bin Ihnen wegen der Falschbehauptung deswegen nicht böse, bestärkt mich diese Unterstellung jedoch in meinem Meinungsbild über Ihren Realitätssinn, der soweit vom realen Leben entfernt ist, dass er eigentlich nur aus der giftgrünen oder knallroten Ecke kommen kann.
    Herr Landele ist gerade dabei die deutsche Sprache abzuschaffen. Er ist wahrscheinlich ein Freund des Vereins für ein buntes Trier “Nie wieder Deutschland”
    Mit freundlichen Grüßen Hans Lamberti
    gegen-westtrasse@yahoo.de

     
  19. Stephan Jäger

    „Ich war noch nie in der UBM,…“

    Ich bin untröstlich, Sie haben recht! Da gab es wohl mal einen Namensvetter mit Ypsilon, bei dem ich mich posthum in aller Form für die Verwechslung entschuldige.

     
  20. Johannes Schölch-Mundorf

    Gestern Abend Freitag, den 19.07.15 fuhr um 22:15 der letzte ‪#‎Güterzug‬ auf der ‪#‎Weststrecke‬ ‪#‎Trier‬. Heute Morgen am Samstag, den 20.07.15 fährt bereits um 5:25 Uhr der erste Güterzug. Dies bedeutet eine weitere Ausdehnung der Fahrzeiten am Morgen und Abend jeweils um eine halbe Stunde. Dabei musste ich mir gestern Abend noch anhören, es würde nur ein Zug pro Tag auf der Weststrecke fahren, wo doch sogar aus #Trier-Nord massive Beschwerden kommen über den Lärm, den die ‪#‎Güterzüge‬ täglich (bis auf Sonntag) auf der #Weststrecke erzeugen.

    J. Schölch-Mundorf
    2. Stellv. Ortsvorsteher Trier-West/Pallien

     

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