Wie klingt Johann Sebastian Bach in unserer Zeit?

Profimusiker aus dem gesamten westdeutschen Raum vereint das “m.s.schmitt-jazzorchester”. Foto: Dietrich Bechtel

TRIER. Johann Sebastian Bach ist tot – oder? Nicht, wenn man die Musik des großen Komponisten betrachtet. Dass diese auch im jazzigen Gewand die Menschen anspricht, spricht für sich. In der Basilika St. Paulin kann man das in einem nicht alltäglichen Konzert am 25. November erleben.

Bach ist zeitlos – das zeigt ein Blick in die Konzertprogramme. Dass Bachs Musik sich für Bearbeitungen eignet, lässt sich an den zahllosen Adaptionen seiner Werke erkennen. Auch die Idee, seine Musik in einen Jazz-Kontext zu stellen, ist nicht neu.

Der Arrangeur Martin Sebastian Schmitt nähert sich dem Phänomen Bach auf eigene Weise. In intensiver Beschäftigung mit den Originalen hat er die musikalische Essenz extrahiert. Sie dient als Ausgangspunkt und Inspiration für eigene musikalische Entwicklungen. Die zeitlosen Melodien werden mit modernen Harmonien unterlegt, in einen neuen rhythmischen Kontext gestellt. Als “Instrument” dient die Bigband, die ‟Königsklasse“ des Jazz, die mit ihrem reichen Angebot an Klangvariablen viele Ausdrucksmöglichkeiten eröffnet.

Der Musiker und Arrangeur Martin Sebastian Schmitt. Foto: Veranstalter

Bachs zeitlose Melodien erscheinen in neuem Gewand, “geschneidert” aus dem Klangpotenzial des modernen Jazzorchesters. Einmal klingt es vertraut, einmal verfremdet, aber immer transportiert die Musik die tiefe emotionale Reinheit, die uns bis heute berührt.

In seiner hochkarätig besetzten Bigband, dem ‟m.s.schmitt-jazzorchester‟, versammelt Martin S. Schmitt Profimusiker aus dem gesamten westdeutschen Raum. Einige haben sich bereits im Bundesjugendjazzorchester unter Peter Herbolzheimer Anerkennung erspielt. Sie alle verbindet die Liebe zum großorchestralen Jazzklang – ein Ensemble von Bigband-Spezialisten und ausgezeichneten Solisten.

Das Konzert findet statt am 25.November um 19.30 Uhr in der Basilika St. Paulin in Trier (Balthasar-Neumann-Straße).

Eintrittskarten zu 25€ / 20€ / 15€ (ermäßigt: 20€ / 15€ / 10€ für Schüler, Studenten und Behinderte ab 50%). Kinder unter 10 Jahren haben freien Eintritt! Ticketverkauf über Ticket-Regional. (tr)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Kultur Hinterlasse einen Kommentar

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