WLAN-Projekt – Leibe korrigiert Pressebericht

OB Leibe hat am Dienstagabend einen Pressebericht zum städtischen WLAN-Projekt korrigiert.

OB Leibe hat am Dienstagabend einen Pressebericht zum städtischen WLAN-Projekt korrigiert.

TRIER. Mit Hintergrundinformationen zur Einrichtung eines öffentlich zugänglichen WLAN-Netzwerkes in der Trierer Innenstadt hat Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) in der Stadtratssitzung am Dienstagabend einen Pressebericht zum Thema in verschiedenen Punkten korrigiert.

Wörtlich führt der Stadtchef aus: “Die Stadt steht mit der Initiative der Freifunker in ständigem Kontakt, arbeitet gut mit ihr zusammen und kann sich auch für die Zukunft Kooperationen vorstellen. Für die flächendeckende Versorgung eines zuverlässigen WLANs in der kompletten Innenstadt, das auch den zukunftsgerichteten weiteren Ausbau von Zusatzdiensten ermöglicht, haben die Verwaltung und der Steuerungsausschuss jedoch nach ausführlichen Beratungen aus guten Gründen die Lösung mit den Stadtwerken beschlossen. Diese Gründe wurden im Steuerungsausschuss diskutiert und sind Bestandteil der angenommenen Vorlage.

Es ist nicht richtig, dass die Stadt Investitionskosten in Höhe von 60.000 und laufende Kosten von 3.000 Euro hat, da die Umsetzung über die Stadtwerketochter TRILAN erfolgt. Die Konzeption sieht vor, dass von den Stadtwerken ein integriertes System aufgebaut werden soll, das neben der WLAN-Lösung für den Innenstadtbereich auch die WLAN-Versorgung in den Bussen einschließt. Dabei sollen die neu aufzustellenden Straßenlaternen im Innenstadtbereich als ideale Distributionspunkte für die Flächendeckung genutzt werden. Die SWT werden diese Investition gegenfinanzieren, etwa über Werbemaßnahmen und sogenannte “Walled Garden”-Angebote, mit denen weitere Informationen (zum Beispiel für den touristischen Bereich) abgerufen werden können. Gleichzeitig sollen Nutzerentgelte nach Ausschöpfung des Freivolumens erhoben werden.

Für die Entwicklung des Konzepts wurden funktionierende Parallelmodelle mit Stadtwerken in anderen Städten als Referenz herangezogen. So ist keine Stadt mit relevanter Größenordnung bekannt, in der Freifunk für eine gesamte Flächendeckung verantwortlich zeichnet. In der Regel setzen Städte ein WLAN-Netz mit privaten Providern um, Trier setzt dagegen eine Tochter ein.

Die Lösung mit den Straßenlaternen bietet die Gewähr für die Flächendeckung im Außenbereich. Die Router des Freifunk hingegen stehen in den Gebäuden selbst, die Abstrahlung ist daher geringer, und es ist eine wesentlich höhere Dichte an Geräten erforderlich. Der Stadt selbst gehören im Innenstadtbereich weder Grundstücke noch Gebäude. Daher wäre es erforderlich, für eine Freifunk-Lösung Gespräche mit einer Vielzahl von Filialisten und Privateigentümern zu führen, um sie davon zu überzeugen, sich mit ihrem Internetanschluss dem Projekt anzuschließen. Diese Konstellation lässt nicht erwarten, dass zeitnahe ein flächendeckendes System aufzubauen ist.

Hinzu kommt, dass den Filialisten in der Fußgängerzone ihre Informationstechnologie in der Regel vom Mutterkonzern bereitgestellt wird. Eine Abstimmung kann deshalb nur mit den Konzernzentralen erfolgen. Sofern die Freifunk-Router aufgrund der Sicherheitspolicy der Konzerne nicht im Netz des Geschäftes betrieben werden können, müssen zusätzlich getrennte DSL-Leitungen geschaltet werden.

Die Stromkosten von monatlich 3.000 Euro, die mit der TRILAN-Lösung entstehen, fallen auch bei der Freifunk-Lösung an, nur dass sie dann von den Privaten übernommen werden müssten.” (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured Hinterlasse einen Kommentar

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