Wo gegruselt und gelacht wird

Klerine Hexen und Gespenster vor dem Haus – ein Zombie kommt aus dem Haus auf dem Petrisberg. Doch der hat Süsses für die Kleinen… Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Es ist die Nacht der Untoten, die aus ihren Gräbern kriechen, um die Welt der Lebenden unsicher machen, sagen die einen. Die anderen sagen: Es ist die Nacht der Kinder, die von Haus zu Haus ziehen, auf der Jagd nach Süßigkeiten.

Halloween, das ist vor allem ein Fest, das aus dem katholischen Irland stammt und Bezüge zu heidnischen und keltischen Traditionen hat. Die in die USA ausgewandertem Iren haben an diesem Brauchtum festhalten und irgendwann kam es – wie viele andere Dinge – von dort auch zu uns.

Gruseliger Hauseingang am Wasserband auf dem Petrisberg

“Süsses oder Saures!”

Wer erleben will, wie fröhlich es an Halloween zugeht, der sollte sich an diesem Abend in die Neubauviertel begeben. Dorthin, wo die jungen Familien wohnen. Denn dort wird Halloween als Nachbarschaftsfest gefeiert. Besonders die Kleinsten haben sich mithilfe ihrer Mütter phantasievoll verkleidet, ziehen mit großen Beuteln und Taschen von Haus zu Haus, verlangen Süßes, ‟denn sonst gibt’s Saures!” Kein Wunder, dass die Erwachsenen das nicht riskieren wollen, weshalb die mitgebrachten Taschen und Beutel sich rasch mit den erhofften Süßigkeiten füllen. Sehr zum Wohlgefallen der jungen Eltern, die ihre Kleinsten beim Beutezug begleiten – nicht selten selbst als Hexen oder Hexenmeister, Nonnen oder Mönch verkleidet…

Gruselige Kürbisfratze und gespenstige Leuchten.

Und damit nicht nur die Kleinen auf ihre Kosten kommen, haben an diesem Abend im Olbeschwäldchen findige Hexenmeister über offenem Feuer einen wahren Hexentrunk gebraut, der die Lebensgeister wieder aufleben lässt. Wieder andere nutzen die Gelegenheit zu einem Nachbarschaftsfest und haben den Grill angeworfen, der von Groß und Kleine belagert wird. Sag noch jewmand, Halloween würde keinen Spaß machen…. (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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