13,8 Mio. Euro für das Integrative Schulprojekt Schweich

SCHWEICH. Die Finanzierung des Integrativen Schulprojektes (ISP) in Schweich ist gesichert. Das Land wird über das Schulbauprogramm rund 13,8 Millionen Euro für den gemeinsamen Neubau der Treverer Schule und der Schweicher Grundschule zur Verfügung zu stellen. Der Zweckverband Integratives Schulprojekt, der für das Projekt zuständig ist, hat daher in seiner gestrigen Sitzung die Rohbauarbeiten vergeben.

“Unsere Interventionen beim Bildungsministerium haben sich gelohnt. Wir konnten darauf hinwirken, dass die Gesamtförderung erhöht wurde. Außerdem bekommen wir einen hohen Erstförderanteil“, betonen Landrat Günther Schartz und die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Schweich, Christiane Horsch, als Vertreter der beiden Schulträger. Die Ausschreibung der Rohbauarbeiten für das umfangreiche Projekt war im vergangenen Jahr seitens des Zweckverbandes zunächst zurückgestellt worden, da verschiedene Fragen der Finanzierung nicht geklärt waren. Die Vergabe der Arbeiten erschien den Verantwortlichen daher mit einem zu hohen Risiko behaftet – vor allem bei einem Projekt dieser Größenordnung: Insgesamt liegen die Baukosten für das ISP bei rund 39 Millionen Euro. Die Vertreter des Zweckverbandes hatten daraufhin intensive Gespräche mit allen Beteiligten und insbesondere dem Bildungsministerium geführt. Dabei waren die organisatorischen, pädagogischen und baulichen Aspekte detailliert erörtert worden. So konnten schließlich alle Fragen zur Finanzierung geklärt werden. Die Beteiligung des Landes liegt mit rund 13,8 Millionen Euro nun bei etwa einem Drittel der Gesamtkosten.

“Wir freuen uns im Sinne der Schulen, dass sich unsere Hartnäckigkeit und Bemühungen gelohnt haben“, betonen Christiane Horsch, die zugleich Vorsteherin des Zweckverbandes ist, und Günther Schartz. Das Projekt könne nun fortgeführt werden. Die Bauarbeiten werden im August beginnen. Voraussichtlich zum Schuljahr 2022/2023 sollen die Schulen bezogen werden. In einer Pressemitteilung stellt Bildungsministerin Stefanie Hubig das Integrative Schulprojekt als ein Beispiel für kommunale Zusammenarbeit heraus und hebt hervor, dass sich der Kreis Trier-Saarburg und die Verbandsgemeinde Schweich zur Verwirklichung des Neubaus zu einem Zweckverband zusammengeschlossen haben. Von der in Aussicht gestellten Fördersumme des Landes sind im Schulbauprogramm Rheinland-Pfalz, das jetzt veröffentlicht worden ist, für 2019 als Erstförderung bereits 2,5 Millionen Euro eingestellt. Die beiden Schulträger können für die digitale Ausstattung der Schule außerdem Mittel aus dem DigitalPakt beantragen, auf den Bund und Länder sich verständigt haben. Schließlich hat der Zweckverband für den Bau eines Eisspeichers als innovatives Projekt der energetischen Versorgung der Schule eine Förderung aus EU-Mitteln beim Umweltministerium des Landes beantragt.

Das “Integrative Schulprojekt“ ist dem Gedanken der Inklusion verpflichtet. Rund 440 Kinder werden später in den bei-den Bildungseinrichtungen unterrichtet. Die Treverer Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung, die sich momentan noch in der Stadt Trier befindet, wird etwa 80 Schulplätze bieten. Die Schweicher Grundschule mit dem bisherigen Standort “Am Bodenländchen“ werden rund 360 Kinder besuchen. Die Förderschule hat auch Schüler aus der Stadt Trier sowie aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich und dem Eifelkreis Bitburg-Prüm. Die beiden Kreise und die Stadt werden sich an den Baukosten des Landkreises Trier-Saarburg, der Träger der Förderschule ist, entsprechend der Schülerzahl beteiligen.

Die Erschließungsarbeiten für das Schulprojekt auf dem Gelände zwischen der Bahnhofstraße und der Kreisstraße 39 – neu – in der Nähe des Neubaugebietes Ermesgraben in Schweich sind bereits abgeschlossen. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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