27. Januar – Im Gedenken an die Opfer des Terrors

Ein Schlüsseldokument der Judenverfolgungen in Trier: Die sogenannte "Kennkarte". Foto: Stadtmuseum Simeonstift

Ein Schlüsseldokument der Judenverfolgungen in Trier: Die sogenannte “Kennkarte”. Foto: Stadtmuseum Simeonstift

TRIER. Am 27. Januar wird bundesweit der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Der Historiker Dr. Wolfgang Alt nimmt am Vorabend dieses Gedenktags, am 26. Januar, 19 Uhr, im Stadtmuseum Simeonstift in einer Führung die Trierer Stadtgeschichte während der nationalsozialistischen Diktatur in den Blick und zeigt, wie vor Ort die menschenverachtende Verfolgungs- und Vernichtungspolitik von 1933 bis 1945 durchgesetzt wurde.

Bei dem Rundgang durch die Ausstellung werden Alltagsgegenstände, Kunstwerke, Plakate und Interviews vorgestellt, die dieses düstere Kapitel der Trierer Stadtgeschichte illustrieren. Themen wie “Führerstaat” und “Volksgemeinschaft” werden dabei ebenso beleuchtet wie die Schicksale der Opfer dieser Gewaltherrschaft. Der Eintritt beträgt sechs Euro; für Studierende ist der Eintritt mit dem Di-Mi-Do-Ticket frei.

Stolperstein-Rundgang “Widerstand im Nationalsozialismus”

Am 27. Januar thematisiert die AG Frieden auf einem Rundgang “Ggegen das Vergessen” zum Gedenktag für NS-Opfer den Widerstand gegen den NS-Terror. Treffpunkt für die kostenlose Führung ist um 16 Uhr an der Gedenktafel Sichelstraße am Rindertanzplatz, Haus Fetzenreich.

“Was konnten Sie tun?”, ist nicht nur die Frage der gleichnamigen Ausstellung, die bis zum 28. Januar in der Volks­hochschule Trier am Domfreihof und dann bis zum 3. Februar an der Universität Trier gezeigt wird, sondern auch des Rundgangs zu Trier im Nationalsozialismus im Begleitprogramm.

Die Teilnehmer des Rundgangs werden Lebensgeschichten von Triererinnen und Trierern kennenlernen, die in der Moselstadt Widerstand leisteten und schließlich Opfer von Verfolgung wurden. Dazu werden am Gedenktag für Naziopfer auch Stolpersteine besucht, die der Künstler Gunter Demnig in Trier für Opfer des Nationalsozialismus verlegt hat. Den Rundgang wird eine Mitarbeiterin des Arbeitskreises “Trier im Nationalsozialismus” der AG Frieden begleiten.

Die Rundgänge “Trier in der NS-Zeit” und “Stolpersteine erzählen” werden auf Anfrage auch für Gruppen und Schulklassen angeboten. Informationen unter stattFuehrer.de. (tr)


Drucken
Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen, Featured Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.