A.R.T. testet Maismehltüten für Bioabfälle

Bioabfälle in der neuen Maismehltüte des ART. Foto: ART

TRIER/REGION. Bereits seit einem Jahr gibt es in weiten Teilen des Verbandsgebiets des ART die Biotüte für die Sammlung von Nahrungs- und Küchenabfällen. Die steigende Zahl der Containerstandorte in den Gemeinden hat nach ART-Angaben seither entscheidend dazu beigetragen, das System nutzerfreundlich zu gestalten. Größter Kritikpunkt in den vergangenen Monaten war die Reißfestigkeit der Papiertüten zur Sammlung der Bioabfälle. Dies will der Verband nun durch den Einsatz von biologisch abbaubaren Maismehltüten ändern.

Papiertüten immer wieder in der Kritik

Für viele Nutzer war und ist die Sammlung ihrer Nahrungs- und Küchenabfälle mit der Papiertüte problematisch. Mangelnde Reißfestigkeit der Tüten und damit Probleme bei der Entleerung in die Container sind die Hauptkritikpunkte.

Die neuen biologisch abbaubaren Tüten aus Maismehl wurden der Vergärungsanlage in einer Testphase zugeführt, um zu klären, ob der Einsatz der Tüten in der Anlage möglich ist und eine landwirtschaftliche Verwertung der Gärreste sichergestellt werden kann. Sowohl der Anlagenbetreiber als auch das Witzenhausen-Institut, das mit der wissenschaftlichen Begleitung des Trierer Modells Plus beauftragt ist, haben laut ART grünes Licht gegeben. “Es gibt keinerlei Bedenken, was den Einsatz dieser Tüten im Regelbetrieb angeht”, so Kirsten Kielholtz, Pressesprecherin des Verbandes.

Die Stadt Trier und der Landkreis Trier-Saarburg dienen ab sofort als Versuchgebiet für die Alltagstauglichkeit der neuen Tüten. Ab Mitte Januar 2019 geben die Ausgabestellen dort sowohl die Papiertüten als auch die Maismehltüten an interessierte Kundinnen und Kunden aus. Für den Versuch stehen vorerst 250.000 Tüten zur Verfügung. Danach soll entschieden werden, ob auch im restlichen Verbandsgebiet Maismehltüten zum Einsatz kommen.

Keine Plastiktüten zum Bioabfall

Aufgrund der optischen Ähnlichkeit der Maismehltüten zu herkömmlichen Plastiktüten weist der ART darauf hin, dass ausschließlich die an den Ausgabestellen kostenlos zur Verfügung gestellten Tüten verwendet werden dürfen. Andere Tüten können in der Biogasanlage nicht verwertet werden. (tr)


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