Ackermann eröffnet Heilig-Rock-Tage

Bischof Dr. Stephan Ackermann bei der Eröffnung der Heilig-Rock-Tage am Freitag im Dom. Foto: Bistum Trier

Bischof Dr. Stephan Ackermann bei der Eröffnung der Heilig-Rock-Tage am Freitag im Dom. Foto: Bistum Trier

TRIER. Mit einem Pontifikalamt und der anschließend Prozession in die Heilig-Rock-Kapelle hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am Freitag die Heilig-Rock-Tage im Trierer Dom eröffnet. Ackermann sagte, die Heilig-Rock-Tage gäben der österlichen Festzeit ein besonderes Gepräge. Kostbarer als die Reliquie der Tunika Christi selbst sei das, worauf sie verweise: die Beziehung zu Christus und die Gabe des Glaubens. Der Bischof wünschte den Pilgerinnen und Pilgern und allen an den Heilig-Rock-Tagen Beteiligten, dass sie “bestärkt werden in der Freude über das Geschenk des Glaubens” und in der Bereitschaft, diese Freude zu zeigen.

In seiner Predigt erklärte Ackermann, das Leitwort der Heilig-Rock-Tage “Christus, Licht der Völker” verweise auf das 50-jährige Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 bis 1965). Er erinnerte daran, dass Papst Johannes XXIII. in seinem Grußwort zur Heilig-Rock-Wallfahrt 1959 ausdrücklich darum gebeten habe, “das Konzil in die Gebetsanliegen der Pilger aufzunehmen”. Manches der später umgesetzten Liturgiereform sei schon bei der Trierer Wallfahrt spürbar geworden, wie das Bild vom Volk Gottes, das sich als aktiv mitfeiernde Gemeinde um den Altar versammelt. Es sei sogar der Satz geprägt worden: “Das Konzil beginnt in Trier.”

“Lumen gentium – Licht der Völker”: So lauten die beiden ersten Worte des Konzilsdokuments über die Kirche. Doch damit sei nicht die Kirche gemeint: “Jesus Christus ist dieses Licht der Völker.” In den kommenden Tagen wolle man in den Gottesdiensten, Begegnungen und Veranstaltungen daher Christus als das Licht auf den Leuchter stellen, sagte Ackermann. Die erste Konsequenz dieser Botschaft sei: “Christus annehmen als der Licht der Welt, als das Licht meines Lebens”. Dies gelte nicht nur als dogmatische Aussage, sondern diese Einsicht solle existenziell für das Leben gelten: “Meine Dunkelheiten werden durch seine Nähe in ein neues Licht getaucht.” Christsein dürfe nie als Last verstanden werden, sondern als Geschenk, ermutigte der Bischof die Gläubigen. Gerade Ostern mit der überraschenden Erfahrung der Auferstehung stehe für den Geschenkcharakter des Glaubens. Dieser Charakter solle im Christsein wieder stärker zum Leuchten kommen. Dies gelte für das individuelle Leben, das Leben als Bistumsgemeinschaft und vor allem auch für die Diözesansynode. Er bat die Synodalen mitzuhelfen, “dass vor allen Problemen, denen sich der Glaube und die Kirche in unserer Zeit gegenübersehen, in der Synode spürbar wird, dass der Glaube eine Geschenk ist”. Alle übrigen Gläubigen bat er um ihr unterstützendes Gebet.

Die Heilig-Rock-Tage finden vom 17. bis 26. April in Trier statt. Das gesamte Programm ist unter heilig-rock-tage.de zu finden. Rund 500 Mitwirkende und 150 Frauen und Männer im Besucherdienst des Bistums Trier sind an der Durchführung der Heilig-Rock-Tage beteiligt. Während des Bistumsfestes ist die Heilig-Rock-Kapelle im Ostchor des Trierer Doms zum Gebet geöffnet. In der Heilig-Rock-Kapelle liegt der Heilige Rock verschlossen und nicht sichtbar in einem Holzschrein unter einem Glaszelt. (tr)


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