Ackermann öffnet Heilige Pforte im Dom

Bischof Dr. Stephan Ackermann wird am kommenden Sonntag die Heilige Pforte zwischen Dom und Liebfrauenbasilika öffnen. Foto: Bistum Trier

Bischof Dr. Stephan Ackermann wird am kommenden Sonntag die Heilige Pforte zwischen Dom und Liebfrauenbasilika öffnen. Foto: Bistum Trier

TRIER. Bischof Dr. Stephan Ackermann öffnet am kommenden Sonntag, 13. Dezember, die Heilige Pforte im Trierer Dom. Die Feier beginnt um zehn Uhr in der Liebfrauenbasilika. Es ist das erste Mal, dass zu einem Heiligen Jahr auch in den Bistümern in der ganzen Welt Heilige Pforten geöffnet werden. Papst Franziskus hat das Heilige Jahr der Barmherzigkeit am 8. Dezember in Rom eröffnet.

Die Heilige Pforte in der Hohen Domkirche ist das “Romanische Portal”, also der Durchgang von der Liebfrauenbasilika durch das “Paradies” in den Dom. Bei der Feier zur Öffnung der Pforte werden unter anderem Auszüge aus der Verkündigungsbulle zum Heiligen Jahr “Misericordiae Vultus” verlesen. Ackermann wird die Pforte öffnen und gemeinsam mit der Gemeinde in einer Prozession in den Dom einziehen. Bischof und Gläubige feiern dann den Gottesdienst zum Sonntag “Gaudete” (3. Advent).

Die Heilige Pforte im Trierer Dom ist bis zum 13. November 2016 geöffnet. Der Durchgang durch die Heilige Pforte ist eine Geste des Vertrauens auf Gott: Der Mensch darf eintreten in die Barmherzigkeit des Vaters. Die Gläubigen sind im Heiligen Jahr eingeladen, sich in Betrachtung und Gebet eingehender mit der Barmherzigkeit Gottes auseinanderzusetzen. Deshalb weist ein Faltblatt, das an der Heiligen Pforte ausliegt, auf drei Stationen im Trierer Dom hin, die das Thema der Barmherzigkeit aufgreifen: die Kanzel mit Darstellungen der sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit; die Heilig-Rock-Kapelle mit dem Leibrock Christi; und die Sakramentskapelle, in der das eucharistische Brot aufbewahrt wird.

Alle Informationen zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit im Bistum Trier, zur Heiligen Pforte und dem Stationenweg im Trierer Dom sowie zu den weiteren Heiligen Pforten im Bistum Trier sind unter bistum-trier.de zu finden.

Eine “adventliche Gestalt”

Am Mittwochabend haben Ackermann, Vertreter des Trierer Domkapitels, die Mönche von St. Matthias und viele Gläubige das Eucharius-Fest gefeiert. In der Krypta der St. Matthias-Kirche feierten sie am Grab des ersten Trierer Bischofs Eucharius einen Gottesdienst.

Abt Ignatius Maaß, Bischof Ackerman und Bruder Petrus Henke (v.l.n.r.) am Grab des Heiligen Eucharius. Foto: Bistum Trier

Abt Ignatius Maaß, Bischof Ackerman und Bruder Petrus Henke (v.l.n.r.) am Grab des Heiligen Eucharius. Foto: Bistum Trier

Eine “adventliche Gestalt” sei Eucharius, sagte Ackermann. Jemand, der dazu beigetragen habe, “dass Gott kommen kann”, und dem “Advent Gottes Raum” gibt. Eucharius kam gemeinsam mit seinen Nachfolgern Valerius und Maternus um das Jahr 250 von Rom nach Trier, um das Christentum nach Trier zu bringen.

Abt Ignatius Maaß erklärte weiter, dass Christen heute in einer Zeit lebten, in der sie herausgefordert seien, sich für die “Sache Jesu” zu entscheiden oder eigene Interessen zu verfolgen. “Was Jesus am Herzen liegt, muss ins Heute übertragen und gelebt werden”, betonte Maaß. Dies sei etwa auch eine Herausforderung der Trierer Bistumssynode, die vom 10. bis 13. Dezember zu ihrer sechsten Vollversammlung in Trier zusammenkommt, um über den Weg der Kirche im Bistum Trier zu beraten. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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