ADFC Trier startet Radsaison mit neuem Führungsduo

TRIER. Mit einem neuen Führungsduo an der Spitze geht der Allgemeine Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Trier e.V. in die Radsaison 2019. Johannes Ulbrich wurde bei der Mitgliederversammlung am 10. April in Trier als Erster Vorsitzender bestätigt. Im Amt des Zweiten Vorsitzenden folgt Michael Merten auf Jean Klein, der nicht wieder kandidiert hatte. Kassenwart bleibt Stefan Zimmer.

Eine große Resonanz fand im März der erste Radmarkt für gebrauchte Velos, auf den zwei weitere Märkte folgen werden: Am 27. April von zehn bis zwölf Uhr bei Fahrrad Stemper in der Kantstraße 19 in Zewen und am 18. Mai von zehn bis zwölf Uhr bei Fahrrad Henn am Trierer Viehmarkt. Die Aktiventreffen zum lockeren Radlerplausch, Kennenlernen und Quatschen finden weiterhin jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat um 20 Uhr in der Weinstube des Palais Kesselstatt am Dom statt.

Kurz vor der Mitgliederversammlung des ADFC Trier hatte der Bundesverband die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests 2018 veröffentlicht. 170.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich 2018 an der Umfrage beteiligt und der deutschen Verkehrspolitik ein schlechtes Zeugnis ausgestellt: Die Note für die Fahrradfreundlichkeit sank von 3,81 (2016) auf 3,93.

Für die Stadt Trier, deren Einzelergebnisse online unter https://www.fahrradklima-test.de/ abrufbar sind, war das Ergebnis noch ernüchternder: Die teilnehmenden Trierer Radfahrerinnen und Radfahrer haben die Schulnote 4,3 vergeben und kaum Veränderung zur letzten Umfrage 2016 festgestellt. Positiv wurde bewertet, dass viele Einbahnstraßen für Radfahrer geöffnet seien, die Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln gut sei und in jüngster Zeit mehr Fahrradförderung betrieben wurde. Als negativ werteten die Umfrageteilnehmer, dass häufige Umwege notwendig seien, das Stadtzentrum schlecht Erreichbarkeit sei und das Sicherheitsgefühl gering sei.

“Als ADFC begrüßen wir die erkennbaren Fortschritte bei der Radverkehrsinfrastruktur der vergangenen Jahre, etwa die im Herbst eröffnete Fahrradstraße in Trier-Süd”, so Ulbrich. Zudem wurde das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof eröffnet und wurden weitere Lücken im Radwegenetz geschlossen. Große Erwartungen seien mit dem für Sommer angekündigten Gutachten zur geplanten Pendlerradroute Schweich-Trier-Konz verbunden. Damit das Radfahren in Trier nicht nur für geübte Vielfahrer, sondern auch für Kinder und Senioren eine sichere und bequeme Art der Fortbewegung wird, müsse jedoch noch deutlich mehr passieren, betont Merten. “Auf vielen Straßen ist die Situation für Radfahrer noch immer gefährlich, weshalb wir dringend geschützte Radstreifen und Umweltspuren benötigen.” (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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