AfD-Fraktion lehnt “Globus-Verhinderung” ab

TRIER. Nachdem im Stadtvorstand sich die Dezernenten beim Thema “Globus” gegen Oberbürgermeister Wolfram Leibe − er wollte ein schnelles Prüfverfahren für einen Globus-Markt in Euren − gestellt haben, meldet sich zur aktuellen Debatte um die Neuansiedlung eines Globus-Marktes der Vorsitzende der AfD-Stadtratsfraktion Michael Frisch zu Wort.

“Die plötzliche Kehrtwendung des Stadtvorstands ist für uns nicht nachvollziehbar. Dass Alternativstandorte untersucht werden sollten, wurde in der intensiven, monatelangen Debatte zu keinem Zeitpunkt gefordert. Jetzt wird dieses Argument aus dem Hut gezogen, um das notwendige und ergebnisoffene Planabweichungsverfahren zu verhindern.” Dabei seien die genannten möglichen Alternativen alles andere als überzeugend: Ein Standort in der Innenstadt sei zwar wünschenswert, stehe aber in der erforderlichen Größenordnung einschließlich Parkraum schlichtweg nicht zur Verfügung. Andere Stellen seien mit ähnlichen Problemen hinsichtlich Einzelhandelskonzept und Verkehr behaftet wie das jetzt vorgesehene Grundstück, so Frisch.

“Wir haben den Eindruck, dass der überraschende Vorstoß der Mehrheit des Stadtvorstands letztlich eine Globus-Verhinderungsstrategie ist. Die Gefahr ist groß, dass das in dieser Art und Weise vor den Kopf gestoßene Unternehmen die Konsequenzen zieht und sich im Trierer Umland ansiedeln wird.” Parallelen sieht Frisch beim Unternehmen ‘Möbel Martin’:  “Dann würde die Stadt wieder einmal die Vorteile einer solchen Ansiedlung anderen überlassen, gleichzeitig jedoch den damit verbundenen Abfluss an Kaufkraft hinnehmen müssen. Das ist für uns nicht akzeptabel.”
Die große Mehrheit der Trierer Bürger wolle den Globus. Dem sollten Stadtvorstand und Stadtrat Rechnung tragen anstatt mit fragwürdigen Winkelzügen dieses Projekt zu torpedieren. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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