Afrika-Kollekte im Bistum Trier

TRIER. “Bereitet dem Herrn den Weg”: Unter diesem Motto steht der Afrikatag am 11. Januar im Bistum Trier. An diesem Tag ist die Kollekte aus allen Gottesdiensten im Bistum für Afrika bestimmt. Mit der ältesten weltweiten Kollekte unterstützt das Internationale Katholische Hilfswerk missio die Ausbildung von Priestern in Afrika. Beim Afrikatag 2014 hatten die Katholiken im Bistum Trier 62.332 Euro gespendet.

2015 steht Sambia im Zentrum der Aktion. In einer Mitteilung zum Afrikatag teilt missio mit, 70 Prozent der Bevölkerung des Binnenstaates im südlichen Afrika seien Christen. Die Kirche in Sambia kämpfe erfolgreich gegen Aids, betreibe viele Krankenhäuser, kümmere sich um Arme und Waisenkinder. Lackson Lungu aus Sambia bereitet sich am St. Dominic’s Priesterseminar in Lusaka auf seinen Dienst als Priester vor. “Es ist mein Traum, mich als Priester für die Armen einzusetzen. Besonders die schlechte Ernährungssituation der Landbevölkerung bereitet mir Sorge”, sagt er und fügt hinzu: “Ohne die Hilfe von missio könnte ich mir die Ausbildung nicht leisten.”

Bischofsvikar Prälat Werner Rössel, missio-Diözesandirektor im Bistum Trier, ist überzeugt: “Die jungen Männer, die ausgebildet werden können, werden einmal das Leben tausender Frauen, Männer und Kinder in Afrika verändern.” Denn als Hoffnungsträger arbeiteten kirchliche Mitarbeiter für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Sie leisten praktische Entwicklungsarbeit und verkünden gleichzeitig die frohe Botschaft des Evangeliums. In der Mitteilung des Hilfswerks missio heißt es, während die Priesterzahlen in Europa weiterhin sinken würden, nähmen sie in Afrika zu. Allein im vergangenen Jahr habe es dort 1.076 Neupriester gegeben. Viele junge Männer verspürten den Wunsch, Priester zu werden, hätten aber keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Hier helfe missio, vorhandene Potentiale zu nutzen – für den Dienst am Menschen.

Die missio-Kollekte zum Afrikatag, die in deutschen Bistümern zwischen dem 1. und 11. Januar gehalten wird, ist die älteste weltweite Kollekte der Welt. Papst Leo XIII. rief sie vor 124 Jahren ins Leben, um die Sklaverei zu bekämpfen. Heute sichern die Spenden die Ausbildung von Priestern in Afrika. Weitere Infos sind unter www.missio-hilft.de zu finden.


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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