Agenda-Kino – Gute Tradition

TRIER. Für Trierer Cineasten ist das Agenda-Kino schon eine Tradition, für den Trierer Agenda 21-Verein, das Broadway Filmtheater und die Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz auch. Die drei Partner präsentierten am 26. Januar im Kino ihr neues Programm.

Es umfasst zwölf Filme rund um das Thema Nachhaltigkeit, die ökosoziale Probleme aufgreifen und gesell­schaftlich relevante Fragen behandeln. Dabei versucht die Reihe so viel Aktualität wie möglich zu errei­chen. Schon beim Auftaktfilm “Landraub” handelt es sich um einen Film, der im Herbst 2015 in die Kinos kam und bislang noch nicht in Trier gezeigt wurde. Am 17. März ist bundesweiter Filmstart von “POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion” − das Trierer Agenda-Kino ist mit dabei.

Die Reihe umfasst sowohl Dokumentar- als auch Spielfilme. Filme mit Geschlechterbezug finden gleich mehr­fach Eingang in das Jahresprogramm: “Suffragette” beschäftigt sich mit der Geschichte des Frauen­wahlrechts und der Frauenbewegung, “Nirgendland” mit dem Thema Missbrauch oder der Film “Heute gehe ich allein nach Haus” ist ein Coming-of-Age-Drama über einen blinden Jungen, der für ein unab­hängiges Leben kämpft und die erste Liebe kennenlernt.

Markenzeichen beim Agenda-Kino sind die Filmpaten, die das jeweilige Thema vorbereiten und nach den Vorstellungen zum Gespräch bereit stehen. Dieses Jahr gibt es 16 ver­schiedene Filmpaten – so viele wie noch nie, darunter der Verein Buntes Trier für den Film “Der Staat gegen Fritz Bauer”. Die katho­lische Erwachsenenbildung betreut mit der Diözesanstelle Weltkirche den Film “Cerro Rico”, der ein sorgsames Portrait zweier Generationen von Salzarbeitern in den bolivianischen Anden zeichnet. Für den Film POWER TO CHANGE haben sich gleich fünf Filmpaten gefunden, die gemeinsam das Rahmen­programm gestalten.

Dirk Ziesenhenne, Leiter des Broadway-Kinos, möchte zusätzlich zu den regulären Vorstellungen Schu­len für das Programm gewinnen: “Viele der Filme eignen sich, Unterrichtsthemen im Kino zu vertiefen. Und ein Ortswechsel ist sicher auch ein belebendes Element für Schülerinnen und Schüler.”

Der Auftaktfilm “Landraub” widmete sich dem immer wertvoller und seltener werdendem Ackerland, das seit einigen Jahren ein großes Geschäftsfeld der globalen Finanzwelt darstellt. Im Film werden große Widersprüche aufzeigt: die einen sprechen von gesundem Wirtschaften, Sicherung der Nahrungs­versorgung und Wohlstand für alle. Die anderen erzählen von Vertreibung, Versklavung und vom Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen. Die Film-Patenschaft übernahm die Initiative Trier im Wandel – Transition Trier e. V.

Mehr Informationen unter la21-trier.de oder Telefon 0651/9917753.


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

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