Ausstellung zu Opfern stalinistischer Gewaltherrschaft

TRIER. Die Trierer Volkshochschule zeigt vom 26. Februar bis zum 30. März die Ausstellung “Mauern, Gitter, Stacheldraht” im Foyer der Stadtbibliothek Palais Walderdorff. Die Eröffnung mit Zeitzeuge Alexander Bauersfeld, der selbst politisch verfolgt wurde, und manche der in der Ausstellung vorgestellten Menschen gekannt hat, beginnt am Dienstag, 26. Februar, 19 Uhr, Raum 5 im Palais Walderdorff.

Die Ausstellung wurde mit Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur von der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) erstellt. Auf 17 Tafeln werden unterschiedliche Formen und Anlässe der politischen Verfolgung und Repression in der früheren sowjetischen Besatzungszone und der ehemaligen DDR an Einzelschicksalen aufgezeigt. Die Verschleppung junger Frauen und Mädchen in die Sowjetunion (1944/45) wird ebenso thematisiert wie die politische Verfolgung von Schülerinnen und Schülern oder von Studierenden oder Anhängern jugendlicher Subkulturen.

Die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft, nach eigenen Angaben ein Zusammenschluss von mehr als 30 Opferverbänden, Menschenrechtsorganisationen und Aufarbeitungsinitiativen aus dem Osten und Westen Deutschlands, ist in der politischen Diskussion der Erinnerungsarbeit nicht unumstritten. Politisch eher links orientierte Organisationen der Aufarbeitung werfen der UOKG zum Beispiel vor, NS-Täter zu Opfern des Stalinismus zu stilisieren.

Aktuell entzündet sich diese Debatte an einer Podiumsdiskussion in Berlin zum Thema “Paradigmenwechsel in der ostdeutschen Geschichtsaufarbeitung”. Der Leiter der Trierer VHS, Rudolf Fries, erläutert Hintergründe: “Die Volkshochschulen haben die Aufgabe, gerade in der politischen Bildungsarbeit das gesamte Spektrum demokratischen Handelns aufzuzeigen. Deshalb hatten wir in der Vergangenheit die Amadeu-Antonio-Stiftung bei uns im Haus zu Gast und jetzt die UOKG. Beide Organisationen streiten aktuell um die richtige Erinnerungsarbeit in Ostdeutschland. Wer sich dazu eine Meinung bilden möchte, ist eingeladen, die Ausstellung anzuschauen oder bei der Eröffnung mit dem Zeitzeugen zu diskutieren.”

Die Ausstellung kann zu den gewohnten Öffnungszeiten der Stadtbibliothek im Palais Walderdorff besucht werden: Montag/Dienstag/Freitag, 12 bis 18, Mittwoch, 9 bis 13 Uhr, Donnerstag, 12 bis 19, sowie Samstag, 10 bis 13 Uhr. (tr)


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Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen 3 Kommentare

3 Kommentare zu Ausstellung zu Opfern stalinistischer Gewaltherrschaft

  1. Maximilian Meurer

    Das gleiche Trier hoffiert kommunistische Diktatoren und läßt Denkmäler dieser Ideologen mitten im Stadtzentrum aufstellen und CDU,SPD, GRÜNE, FDP und die postkommnistische Linke sind sich nicht zu fein, dieses Marx – Monument auch noch wochenlang zu feiern. Was für eine Doppelmoral. Die gleiche Wertschäftzung genießen die Kämpfer und Opfer gegen den Kommunismus nicht. Im Gegenteil, die Betroffenen leben oft in sozial prekären Verhältnissen, sind chronisch krank und beziehen oft auch niedrige Erwerbsminderungsrenten auf Grund von gesundheitlichen Spätfolgen, welche sie in in Gefängnissen der kommunistischen Diktatur erlitten haben.

     
  2. Kopp

    Trier sollte sich schämen. Warum?

    Man reiht sich nicht ein in die Reihen derer, die die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft von Marx (geistiger Brandstifter), Lenin, Stalin über Mao, Pol Pot, Castro bis zu Kim verhöhnen.
    Die Linke, früher PDS und SED genannt, macht das besonders fies.
    Es fehlt diesem Land an radikalen Demokraten.
    SCHÄM DICH Trier.
    Lothar G. Kopp, Berlin

     
  3. Jörg Plath

    Sie übernehmen unreflektiert und ohne Belege die Diffamierungen der “Amadeu-Antonio-Stiftung” bezüglich der UOKG und verbreiten somit deren linksradikale Hetze. Die UOKG vertritt als Dachverband die Opfer des deutschen Kommunismus. Sie ist kein Revanchistenverein und keine “Naziorganisation”!

     

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