Bahnverkehr – “Rot-grüne Krokodilstränen”

TRIER. Voraussichtlich bis 2030 soll es dauern, ehe Trier wieder ans Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn angeschlossen sein wird. Die AfD Trier kritisiert in diesem Zusammenhang SPD und Grüne und sieht eine Mitschuld der von beiden Parteien gebildeten Mainzer Landesregierung. “Theatralisch haben die Grünen in Trier den letzten im Hauptbahnhof abfahrenden Intercity verabschiedet, Ministerpräsidentin Malu Dreyer sprach gar von einem Schildbürgerstreich der Deutschen Bahn. Die Alternative für Deutschland in Trier sieht hingegen eine erhebliche Mitverantwortung der rot-grünen Landesregierung für diese Entwicklung”, erklärt die AfD in einer Pressemitteilung.

“Wenn Corinna Rüffer und Malu Dreyer der Bahn die Einstellung des Fernverkehrs in Trier vorwerfen, ist das nur die halbe Wahrheit”, so Mario Hau, stellvertretender Kreisvorsitzender der AfD Trier. “Denn die Landesregierung selbst hat einen Kompromissvorschlag der Deutschen Bahn abgelehnt, der eine Erhaltung der Fernverkehrsanschlüsse zur Folge gehabt hätte.”

Ein Angebot der DB hierzu habe der Landesregierung vorgelegen. Förderungen in Höhe von zwei Millionen Euro jährlich seien demnach erforderlich gewesen, um den Fernverkehr in Trier zu erhalten. Den Gesamtverlust habe die DB auf sieben Millionen Euro im Jahr beziffert. Zunächst sei das Land interessiert gewesen, habe den Vorschlag dann jedoch abgelehnt, betont Hau.

“Es ist schon bemerkenswert, welche Krokodilstränen Rot-Grün vergießt, um davon abzulenken, dass man an der für unsere Stadt ausgesprochen schädlichen Entscheidung nicht unwesentlich beteiligt war. Außerdem zeigt sich hier wieder einmal das fehlende Demokratie-Verständnis der Altparteien”, so Hau weiter. “Denn die Trierer Bürger, die von der Einstellung des Fernverkehrs ja am meisten betroffen sind, wurden hierzu nicht gefragt.”

Einschnitte sehe die AfD auch beim Tourismus. Immerhin nutzten mehr als 15 Prozent der Tagesreisenden die Bahn, insbesondere für Tagesausflüge nach Trier sei die Fernverkehrsanbindung eine sinnvolle Alternative gewesen. Die sei nun vollständig weggefallen.

“Der Kreisverband Trier der Alternative für Deutschland fordert Dreyer und Rüffer daher auf, den Kompromissvorschlag der Deutschen Bahn erneut zu überprüfen und vor allem die Bürger in dieser Frage einzubinden”, so Hau. (tr)


Drucken
Erstellt am Autor trier reporter in Die Reporter-Meldungen Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.