Barley: “Mehr Bewusstsein für inklusive Gesellschaft”

Dr. Katarina Barley (SPD).

Dr. Katarina Barley (SPD).

TRIER/BERLIN. Anlässlich des “Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen” am 3. Dezember ruft die Trierer SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Katarina Barley zu mehr Bewusstsein für eine inklusive Gesellschaft auf. “Viel zu häufig stoßen Menschen mit Behinderungen im Bildungsbereich, beim Wohnen, auf dem Arbeitsmarkt und in ihrer Freizeit noch auf Barrieren. Oftmals werden sie so daran gehindert, selbstbestimmt zu leben und überall mit dabei zu sein”, so die SPD-Politikerin. “Das Bundesteilhabegesetz ist dabei das umfangreichste unter den zahlreichen behindertenpolitischen Vorhaben der SPD-Bundestagsfraktion. Im kommenden Jahr soll es verabschiedet werden und 2017 in Kraft treten.”

“Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, die Lebenssituation der rund zehn Millionen Menschen mit Behinderungen in Deutschland zu verbessern. Dabei ist nicht nur eine umfassende Barrierefreiheit von Bedeutung. Für ein selbstbestimmtes Leben sind vor allem Nachteilsausgleiche und Assistenzleistungen wichtig”, betont Barley. Mit dem Bundesteilhabegesetz werde die Eingliederungshilfe aus dem Fürsorgesystem herausgeführt. “Damit wollen wir spürbare Verbesserungen bei der Einkommens- und Vermögensprüfung umsetzen. Denn eine Behinderung darf keine Armutsfalle sein, weder für Menschen mit Behinderungen noch für ihre Familien. Menschen mit Assistenzbedarf müssen mehr als nur 2.600 Euro ansparen dürfen”, so Barley.

Zur Bedarfsermittlung wird es nach Angaben Barleys zukünftig bundeseinheitliche Verfahren geben. Darüber hinaus sollen die Personenzentrierung und das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen gestärkt und ein trägerunabhängiges Beratungsangebot geschaffen. (tr)


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