Bereits 80.000 Besucher bei Karl-Marx-Ausstellungen

TRIER. Vor 100 Tagen haben die Karl-Marx-Jubiläumsausstellungen in Trier eröffnet. Bislang sahen rund 80.000 Besucherinnen und Besucher die Ausstellungen an den vier Standorten in der Geburtsstadt des großen Denkers und Philosophens. Dies gaben die Organisatoren heute in Mainz bekannt. Seit dem 5. Mai sind die große Landesausstellung „Karl Marx 1818–1883. LEBEN. WERK. ZEIT.“ im Rheinischen Landesmuseum Trier und Stadtmuseum Simeonstift Trier, die neu eröffnete Dauerausstellung im Museum Karl-Marx-Haus und „LebensWert Arbeit“ im Museum am Dom zu sehen. Zudem gaben die Organisatoren den Startschuss für die Marx-Sommerreise: Eine täuschend echte Nachbildung von Karl Marx wird in den kommenden Wochen in den Innenstädten von Mainz über Marx‘ Studienstadt Bonn bis nach Düsseldorf unterwegs sein und die Passanten zum “Dialog“ und fotografieren einladen.

Die Besucherinnen und Besucher kommen aus der ganzen Welt: von Chile über Großbritannien, Italien, Polen und Russland bis nach China. Besonders beliebt sind im Rheinischen Landesmuseum Trier das UNESCO-Weltdokumentenerbe “Das Kapital” und “Das Manifest” sowie die Marx Maschine. Im Stadtmuseum Simeonstift Trier faszinieren die “Pariser Straßenkinder“ von Friedrich Karl Hausmann (1852) aus der Hamburger Kunsthalle die Gäste.

“Die Rückmeldungen zahlreicher Besucherinnen und Besucher und die Einträge im Gästebuch sprechen eine deutliche Sprache”, sagt Thomas Schmitt, Kulturdezernent der Stadt Trier und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Ausstellungsgesellschaft mbH. “Die Landesausstellung findet hohe Anerkennung. Insbesondere der historisch-kritische Zugriff auf Leben und Zeit von Karl Marx, die sinnhafte Gliederung des Ausstellungsrundgangs und die klug ausgewählten Exponate werden lobend hervorgehoben.“ Viele internationale Besucherinnen und Besucher kämen in diesen Tagen aufgrund der Ausstellung in die Stadt. “Dass ihre Erwartungen an ein hochkarätiges Ausstellungsprojekt erfüllt und mitunter übertroffen werden, ist auch ein großer Gewinn für die überregionale Wahrnehmung der Stadt Trier, die von diesem Erfolg langfristig profitiert“, so Kulturdezernent Schmitt weiter.

Ein besonderes Exponat der neuen Dauerausstellung bildet das Karl-Marx-Haus der Friedrich-Ebert-Stiftung. “Die Gäste zeigen sich begeistert von dem Geburtshaus. Es ist das größte Exponat der Ausstellung“, so Kurt Beck, Ministerpräsident a.D. und Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung. “Das Ausstellungsdesign fügt sich darin ein und macht das Haus erlebbar. Gleichzeitig legt die klar gehaltene Ausstellung ihren Schwerpunkt auf die Rezeption der marxschen Ideen bis heute. Die Gäste aus aller Welt können so ihren eigenen Standpunkt erarbeiten und zudem Marx im globalen Kontext entdecken. Die positive Reaktion unserer Besucherinnen und Besucher zeigt uns, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.“

Auch im Museum am Dom zeigen sich die Gäste begeistert von der Ausstellung “LebensWert Arbeit“. Der Tenor im Gästebuch entspricht diesen Stimmen: “Eine äußerst interessante und zum Nachdenken anregende Ausstellung […]“ und “[…] anregende und vielseitige Ergänzung und Fortsetzung der vielen Marx-Ausstellungen […]“ Die Ausstellung wurde als Beitrag des Bistums Trier zum Karl-Marx-Jubiläumsjahr konzipiert und stellt die von Karl Marx aufgeworfene Frage nach dem Stellenwert von Arbeit sowie nach dem Verhältnis von Arbeit und Kapital in einen aktuellen Kontext. “Die Besucher sind überrascht, in einem Diözesanmuseum zeitgenössischer Kunst zu begegnen, gleichzeitig aber auch hocherfreut über einen aktuellen Beitrag zu den von Karl Marx angeregten Fragestellungen“, sagt Markus Groß-Morgen, der Direktor des Museums am Dom. (tr)


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