Bewährtes und Neues bei den Heilig-Rock-Tagen

Sie freuen sich auf die kommenden Heilig-Rock-Tage: Wolfgang Meyer und Michaela Tholl. Fotos: Rolf Lorig

Sie freuen sich auf die kommenden Heilig-Rock-Tage: Wolfgang Meyer und Michaela Tholl. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Vom 28. April bis zum 7. Mai finden im Dom die Heilig-Rock-Tage statt. Rund 180 unterschiedliche Veranstaltungen bestimmen das diesjährige Programm, das am Donnerstag im Bischöflichen Generalvikariat durch den Beauftragten der Heilig-Rock-Tage, Wolfgang Meyer, vorgestellt wurde.

Wolfgang Meyer ist guten Mutes. Für die kommenden Heilig-Rock-Tage gebe es eine gute Wetterprognose, sagt er. Allerdings weiß er auch, dass solche Vorhersagen mit Vorsicht zu betrachten sind. Doch das kann seinen Optimismus nicht trüben: ‟Pilger machen sich im Zweifel wetterfest.”

Es seien vor allem Gläubige aus dem Bistum, die Trier im Rahmen einer Tagesfahrt besuchen würden, antwortete der Organisator auf die Frage, ob mit dem Strom der Pilger auch eine entsprechende Zahl an Übernachtungen verbunden wäre. Wie viele Menschen in diesem Jahr den Weg zu den Heilig-Rock-Tagen finden werden, kann er im Augenblick noch nicht sagen. Im Vorjahr waren es etwa 24.000 Gläubige, die auf den Vorplatz und in den Trierer Dom kamen. Einen großen Anteil daran hatten vor allem die Kinder. Für dieses Jahr rechnet Meyer mit rund 6000 Kita-Kindern, die aus dem gesamten Bistum zusammen mit ihren Erzieherinnen am 2. und 3. Mai zu den Heilig-Rock-Tagen kommen werden.

Auch in diesem Jahr wird der Heilige Rock nichr öffentlich ausgestellt zu sehen sein und damit in der Heilig-Rock-Kapelle verbleiben.

Auch in diesem Jahr wird der Heilige Rock nichr öffentlich ausgestellt zu sehen sein und damit in der Heilig-Rock-Kapelle verbleiben.

Das Motto der diesjährigen Tage ‟Herausgerufen‟ leite sich aus dem Schlussdokument der im vergangenen Jahr zu Ende gegangenen Synode ab: ‟Herausgerufen. Schritte in die Zukunft wagen‟, erklärte Wolfgang Meyer. Damit wolle man zum einen offen sein für alle und  zum anderen einen Beitrag leisten zur Umsetzung des Synodenergebnisses.

Dieses Ergebnis hat viele Fragen aufgeworfen, die Kirche registrierte hier einen erhöhten Gesprächs- und Informationsbedarf. Aus diesem Grund haben Meyer und die übrigen Organisatoren bei den Heilig-Rock-Tagen erstmalig eine Synodenwerkstatt eingerichtet, die dieser Entwicklung Rechnung tragen soll. Diese Werkstatt befindet sich im Konviktshof und ist täglich von 11 – 21 Uhr ‟für Interessierte und Engagierte‟ geöffnet.

Wie schon in den Vorjahren wird es auch wieder Thementage für bestimmte Zielgruppen geben. Aber auch an diesen Tagen gebe es Grundstrukturen wie die Eucharistiefeier, das Abendlob oder Konzerte, die die unterschliedlichsten Menschen und Gruppierungen zusammenführen, sagte Meyer.

Neu ist in diesem Jahr neben dem täglichen Mittagsgebet auf dem Hauptmarkt die Lesung der gesamten Lutherbibel in der Welschnonnenkirche. Bei diesem Projekt trägt man dem 500. Jahrestag der Reformation und dem 300. Jubiläum der Welschnonnenkirche Rechnung. Dieses Angebot findet in Kooperation mit der Trierer Evangelischen Kirchengemeinde statt und kann täglich in der Zeit von 8:00 bis 20:00 Uhr besucht werden.

Auf 75 Seiten informiert das Programm über die Veranstaltungen der Heilig-Rock-Tage

Auf 75 Seiten informiert das Programm über die Veranstaltungen der Heilig-Rock-Tage

Bewährt hat sich das Kulturzelt vor dem Dom, das auch in diesem Jahr wieder Treffpunkt für die unterschiedlichsten Veranstaltungen sein wird. Erstmals sollen Musikvereine sonntags und am 1. Mai nach den Gottesdiensten dort zu Frühschoppenkonzerten auftreten. Tanz-Theater, Offenes Singen, Gospel oder Singer-Songwriter Pop sollen weitere Zielgruppen ansprechen. Alle Veranstaltungen und Konzerte, so Wolfgang Meyer, können kostenlos besucht werden.

Erfreut zeigte sich der Cheforganisator zusammen mit Michaela Tholl, die im Bischöflichen Generalvikariat den Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung verantwortet, über das anhaltende Interesse der ehrenamtlichen Helfer. So habe es gegenüber dem Vorjahr sogar nochmals eine leichte Steigerung gegeben. In diesem Jahr werden danach 1000 Menschen die Organisation der Veranstaltung begleiten. (rl)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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