Bobinet: Neue Wohnungen werden schon bald bezogen

Das Projekt “Bobinet duo” führte Andreas Ludwig, Uwe Birk und David Becker (von links) zusammen. Fotos: Rolf Lorig

TRIER. Die ehemalige Industriebrache Bobinet ist auf dem besten Weg, ein Schmuckstück der Stadt Trier zu werden. Am heutigen Freitag stellte die Deutsche Bauwert AG (DBA) das fast fertiggestellte Neubauprojekt “Bobinet duo” vor. Dabei handelt es sich um zwei freistehende Gebäude mit insgesamt 90 Wohneinheiten, die Wohnflächen von 48 bis 100 m2 zur Verfügung stellen. Die Gesamtwohnfläche beider Häuser beträgt 5.242m2. Für die DBA besonders erfreulich: Lediglich fünf Wohnungen stehen noch zum Verkauf und bis auf vier Wohnungen sind bereits alle vermietet.

Für Baudezernent Andreas Ludwig ist die DBA, die ausschließlich in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unternehmerisch tätig ist, ein alter Bekannter aus seiner Zeit als Oberbürgermeister in Bad Kreuznach. Mehrfach hatte er mit dem Unternehmen mit Sitz in Baden-Baden (Baden-Württemberg) dort schon zusammengearbeitet. An diesem Morgen auf dem Bobinet-Gelände umschrieb er diese Zusammenarbeit mit zwei Worten: “Allererste Sahne”. Es war die Zuverlässigkeit und der Qualitätsanspruch der DBA, die Ludwig bereits früher beeindruckt hatten.

In der Tat überzeugt das Unternehmen auch in Trier. Zum einen konnte die zeitliche Vorgabe – geplant war eine etwa anderthalbjährige Bauphase – fast auf den Tag eingehalten werden. Nach den Worten von DBA-Vorstand Uwe Birk ziehen bereits in der kommenden Woche die ersten Mieter ein, die letzten sollen wie geplant im April ihre Wohnungen beziehen. Zum anderen überrascht die organische Bauweise, die mit ihren abgerundeten Ecken an den Architekturstil der 50er Jahre erinnert. “Wir haben uns ganz bewusst für diese Bauart entschieden, weil wir damit der Bedeutung des Areals Rechnung tragen wollten”, so der Vorstand. Allerdings wunderte es nicht, dass er angesichts des benachbarten Trümmergrundstückes, auf dem sich die Reste des früheren Bahnbetriebswerkes befinden, nicht so ganz glücklich wirkte. Baudezernent Ludwig blieb das nicht verborgen. Er stehe mit dem Eigentümer im Gespräch, sagte er. Und der habe ihm kurz vor Weihnachten in die Hand versprochen, dass sich der aktuelle Zustand bald ändern werde. Nun, die Zeit wird’s zeigen…

Blick in ein Muster-Schlafzimmer

90 Prozent der Wohneinheiten sind Zwei-Zimmer-Wohnungen

Möglicherweise wird sich der Unternehmer am neuen “Bobinet duo” ein Beispiel nehmen. Denn das ist nicht nur von außen ein schmuckes Gebäude. Die Gäste konnten sich an diesem Morgen auch ein Bild von zweien der insgesamt 90 Wohneinheiten machen, wobei eine der Wohnungen als Musterwohnung bereits voll möbliert ist.
Etwa 90 Prozent der Wohneinheiten sind als Zwei-Zimmer-Wohnungen ausgelegt. “Damit tragen wir der immer stärker werdenden Singularisierung der Gesellschaft Rechnung”, erläuterte Vorstand Uwe Birk. Den durchschnittlichen Mietzins bezifferte Birk mit 10,30 Euro im Regelgeschoss und 11 Euro in den Penthäusern. Die Kürze der Zeit, in der alle Wohnungen verkauft oder vermietet waren, belege, wie stark die Nachfrage nach Wohnraum dieser Größe sei.

Beim Bau der beiden Häuser habe man bewusst auf Tiefgaragen verzichtet: “Das wäre bei Gestehungskosten von 26.000 Euro pro Einstellplatz viel zu teuer gekommen, das hätte in deutlichem Widerspruch zu den ansonsten günstigen Mieten gestanden.” Stattdessen entschieden sich die Architekten für eine ausreichende Zahl an Außen-Parkplätzen und richteten zudem noch vier Besucherparkplätze ein. Diese sind laut den Worten des Vorstands auch auf Elektromobilität ausgelegt. Bei Bedarf können hier Lademöglichkeiten eingerichtet werden.

Als eine der Besonderheiten der DBA stellte Birk heraus, dass das Unternehmen selbst die Wohnungen vermietet: “Wir wollen einen direkten Bezug zu unseren Mietern haben.”

Rundungen statt Ecken kennzeichnen den organischen Baustil.

Noch Potenzial für neue Herausforderungen

Unter den Gästen war auch David Becker, Geschäftsführer der EGP. Seine Gesellschaft hatte das Grundstück seinerzeit an die DBA verkauft. “”Als wir die ersten Maßnahmen auf dem Gebiet der Bobinet angegangen sind, brauchte man noch ein gutes Maß an Phantasie um sich vorzustellen, dass hier mal eine blühende Wohnlandschaft entstehen soll”, erinnerte er sich. Einiges habe die EGP selbst stemmen können, doch für solch großee Projekte habe es eines großen Partners bedurft. Aus der Zusammenarbeit auf Castelnau habe sich da die DBA empfohlen. Der heutige Tag mit der Präsentation des “Bobinet duo” beweise, dass diese Entscheidung damals richtig gewesen sei. Mit Blick auf das benachbarte ehemalige Bahnbetriebswerk meine Becker mit einem Schmunzeln, da gebe es ja noch Potenzial für weitere Herausforderungen.

Letzter Redner des Tages war Baudezernent Andreas Ludwig. Für ihn ist der Stadtteil Trier-West völlig zu Unrecht total unterschätzt. Wohnanlagen wie das “Bobinet duo” tragen seinen Worten zufolge maßgeblich zur Aufwertung dieses Standortes bei, von dem aus man von die Mariensäule ebenso im Blick habe wie den Dom oder aber auch das Baugebiet Castelnau. Er selbst würde sich wünschen, dass die Zusammenarbeit mit der DBA auch nach der Fertigstellung dieses Projektes eine Fortführung finden würde. (-flo-)


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Erstellt am Autor Rolf Lorig in Featured, Gesellschaft Hinterlasse einen Kommentar

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