Brände, Schlägereien – und ein spektakulärer Unfall

Bei einem spektalurären Unfall auf der Eisenbahnbrücke in Trier-West wurde das Auto eines jungen Mannes total zerstört. Der 24-Jährige war mit zu viel Alkohol im Blut unterwegs gewesen. Foto: Polizei Trier

Bei einem spektalurären Unfall auf der Eisenbahnbrücke in Trier-West wurde das Auto eines jungen Mannes total zerstört. Der 24-Jährige war mit zu viel Alkohol im Blut unterwegs gewesen. Foto: Polizei Trier

TRIER. Trotz mehrerer Einsätze zieht die Polizei eine positive Bilanz der Silvesternacht in Trier. Diese sei “relativ friedlich” verlaufen, teilt das Präsidium am Donnerstag in einer Presseinformation mit. In der City hätten die Menschen den Jahreswechsel vor allem mit “guter Laune” begrüßt. Zwischen den Einsatzkräften und den meisten Feierenden sei der Kontakt “äußerst freundlich” gewesen. Dennoch musste die Polizei hier und da einschreiten, um Streitigkeiten zu schlichten und Schlägereien zu verhindern. Fünf Menschen wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt. Zu vier Bränden mussten die Einsatzkräfte ausrücken. In Trier-West ereignete sich ferner auf der Eisenbahnbrücke ein spektakulärer Unfall. Insgesamt zog die Polizei fünf Führerscheine ein, weil die Fahrer unter Alkoholeinfluss standen.

Teuer dürfte es für eine Gruppe von jungen Männern werden. Die hatten in einer Sparkassen-Filiale Böller gezündet. Feuerwehr und Polizei mussten zum Großeinsatz ausrücken. Die Täter konnten ermittelt werden, die Kostenrechnung wird demnächst folgen. Verirrte Raketen und Böller verursachten ferner weitere kleine Brände und Brandschäden. Menschen wurden dabei nicht verletzt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 5.000 Euro.

In der City wurden fünf Menschen bei Schlägereien verletzt. Die Täter waren nach Angaben der Polizei ausnahmslos “stark alkoholisierte junge Männer”. Fünf Strafanzeigen wegen Körperverletzung waren die Folge. Eine junge Frau musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. In der “Sieh-Um-Dich” erlitt eine andere junge Frau einen Kreislaufkollaps. Auch sie wurde in die Klinik gebracht.

In der Silvesternacht und auch am Neujahrsmorgen waren gleich mehrere Autofahrer mit zu viel Alkohol im Blut unterwegs. Einer wurde gestoppt, als er mit seinem Wagen eine rote Ampel überfuhr. Nur durch Zufall, so die Polizei, sei es dabei nicht zu einem Unfall gekommen. Am Neujahrmorgen zwischen acht und neun Uhr stellte die Polizei zwei weitere Führerscheine sicher. Hier waren die Fahrer mit zu viel Restalkohol unterwegs gewesen. Den Gesamtschaden aller Unfälle in der Silvesternacht beziffert die Polizei mit 25.000 Euro. Die meisten kontrollierten Autofahrer seien allerdings “vernünftig und nüchtern” unterwegs gewesen, bilanziert das Präsidium in seiner Pressemitteilung.

Das war knapp: Auf der Eisenbahnbrücke in Trier-West blieb der 24-jährige Autofahrer mit seinem roten Golf in der Brüstung hängen. Foto: Polizei Trier

Das war knapp: Auf der Eisenbahnbrücke in Trier-West blieb der 24-jährige Autofahrer mit seinem roten Golf in der Brüstung hängen. Foto: Polizei Trier

Ein besonders spektakulärer Unfall ereignete sich gegen 3.50 Uhr auf der Eisenbahnbrücke in Trier-West. Kurz zuvor hatte der alkoholisierte junge Mann bereits an der Römerbrücke einen Laternenpfahl gerammt und dabei mehrere junge Frauen gefährdet, die sich dort aufhielten. Trotz des Schadens an seinem Wagen setzte der 24-Jährige die Fahrt in seinem roten Golf fort. Er kam allerdings nicht weit. Weil er auch mit seinem beschädigten Auto weiter zu schnell unterwegs war, verlor er auf der Eisenbahnbrücke die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte in das Brückengeländer. Als die Polizei eintraf, hing der junge Mann mit der Vorderachse seines Wagen über dem Abgrund. Verletzt wurde er jedoch nicht. Um eine Blutprobe kam der 24-Jährige aber nicht herum. Sein Führerschein wurde daraufhin eingezogen. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 10.000 Euro. (tr/et)


Drucken
Erstellt am Autor trier reporter in Featured, Gesellschaft 1 Kommentar

Kommentar zu Brände, Schlägereien – und ein spektakulärer Unfall

  1. Lisa

    Guter Beitrag, allerdings finde ich den Titel ein wenig zu übertrieben. Auch mit den Schlägereien ist es ähnlich. Es gibt kaum ein Wochenende ohne Schlägereien. Schauen sie sich mal in den Clubs um. Wo alkoholisierte Menschen aufeinandertreffen kracht es ziemlich oft. Zu vermeiden ist dies nicht.

     

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.