Nächste Klatschen für die CDU

TRIER. Das Desaster für die CDU bei der Kommunalwahl hat sich auch bei den heutigen Ortsvorsteher-Stichwahlen fortgesetzt. Die ehemals erfolgsverwöhnten Unionschristen mussten die Chefposten in Trier-Nord und in Kürenz an die Grünen abgeben. Auch in Mitte/Gartenfeld wurde der CDU-Mann Norbert Freischmidt von Michael Düro (Grüne) haushoch geschlagen. Nur in Mehr

Ehranger Mundart-Stammtisch geht in fünfte Runde

TRIER-Ehrang. Der von den bekannten Ehranger Humoristen Jürgen Haubrich und Willi Feil vom Theater- und Karnevalsverein "Blau-Weiß 09 Ehrang" gegründete Mundartstammtisch wird fortgesetzt. Beide Urgesteine aus Ehrang laden bereits zum fünften Mal zum Mundartstammtisch am Dienstag, 18. Juni, 18 Uhr ins Bistro der Tankstelle Roth, Servaisstraße 1, in Ehrang Mehr

Von Blüten, Rosen und Bienenprodukten

KONZ. Woher kommt der Begriff "bienenfleißig"? Das veranschaulichten am Sonntag im Freilichtmuseum Roscheider Hof Imker des Imkervereins 1907 Konz. Und auch die Arbeitsgrundlage für leckeren Honig und Wachsprodukte, eine Vielfalt von Feld- und Wiesenpflanzen, konnten die Besucher zeitgleich unter die Lupe nehmen. Logisch, dass dabei auch die Königin der Mehr

Mit Abitur aufs "goldene Ruhekissen"

TRIER. Stuckateurmeister Pasquale Buccio hat am Max-Planck-Gymnasium Werbung für sein Handwerk gemacht. Nicht als einziger. "Ist jemandem bewusst, in was für einem Gebäude ihr seid?", fragt Buccio in die Elfklässlerrunde am Max-Planck-Gymnasium. Den Baustil möchte er wissen. "Gotik", sagt ein Schüler. Fast. Es ist Neugotik. Buccio ist gekommen, um das Mehr

Musik für einen lauen Sommerabend

TRIER. Im 3. Mixed Zone Konzert des Theaters Trier sind das Philharmonische Orchester der Stadt Trier unter Leitung von Jochem Hochstenbach und das Bossarenova Trio um die brasilianische Sängerin Paula Morelenbaum zusammengetroffen. Heraus kam ein entspannter musikalischer Mix aus klassischen, lateinamerikanischen und modernen Hiphop-Anklängen. Für den reporter war Anke Mehr

gesellschaft

Wild-Parken in Trier – Kommt die Kralle für Alle?

Wildes Parken gehört in Trier bei vielen zum guten Ton.

Wildes Parken gehört in Trier bei vielen zum guten Ton.

TRIER. Thomas Egger will den Einsatz der sogenannten “Parkkralle” rechtlich prüfen lassen – als eines von mehreren Mitteln gegen das “Wildparken” in Trier. Das sagte der zuständige Dezernent jetzt gegenüber trier-reporter. “Die Parkkralle wäre eine sinnvolle Alternative zum Abschleppen”, so Egger. Bereits im Bürgerhaushalt 2009 war die Anregung aus der Bevölkerung gekommen, in der Stadt gegen Parksünder die Kralle einzusetzen. Damals hatte die Verwaltung das als “rechtlich unzulässig” kommentiert. Grundsätzlich fordert Egger aber nach wie vor mehr Personal für den Verkehrsüberwachungsdienst (VÜD). Bei der Pressekonferenz zum Bürgerhaushalt hatte Oberbürgermeister Klaus Jensen angekündigt, sich für eine Personalaufstockung einsetzen zu wollen. Nach weiteren Informationen soll dieser Posten in die Beratungen über den Doppelhaushalt 2015/2016 aufgenommen werden. Mehr

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Die Trierer Viezporz bleibt, wie sie ist!

Der Porzellankrug für das Nationalgetränk der Trierer.

Der Porzellankrug für das Nationalgetränk der Trierer.

TRIER. Starker Auftritt, vor allem aber starker Abgang von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Freitagabend im Casino am Kornmarkt. Denn die beste Nachricht für alle Trierer hatte sich der SPD-Chef für den Schluss aufgehoben: Die Trierer Viezporz bleibt, wie sie ist. Soll heißen: Die EU-Richtlinie, wonach vom Januar kommenden Jahres an der Eichstrich immer innen im Gefäß sein muss, wird von der Bundesregierung für die Viezporz nicht umgesetzt. Somit erhält die Porz für das Trierer Nationalgetränk ebenso eine Ausnahmeregelung wie der Bayerische Maßkrug. Mehr

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Ins Netz, Ihr Trierer! – Bürgerhaushalt gestartet

Der fünfte Trierer Bürgerhaushalt ist gestartet. Foto: Stadt Trier

Der fünfte Trierer Bürgerhaushalt ist gestartet. Foto: Stadt Trier

TRIER. Der aktuelle Trierer Bürgerhaushalt ist gestartet. Bis zum 8. Oktober können auf trier-mitgestalten Vorschläge zum städtischen Etat eingebracht und kommentiert werden. Dann werden die einzelnen Anregungen von den Nutzern bewertet und somit gewichtet. Am 15. Oktober endet der diesjährige Bürgerhaushalt, damit die besten 30 Vorschläge dem Stadtrat vorgelegt und in den Doppeletat 2015/2016 einfließen können. “Alle anderen wandern aber nicht in den Papierkorb”, betonte Oberbürgermeister Klaus Jensen am Mittwoch bei der Präsentation des insgesamt fünften Trierer Bürgerhaushalts, “sie werden sukzessive abgearbeitet.” Mehr

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Stadtumfahrung – “Giftgrüne Politik” – “Totales Desaster”

Schon an der Schrift ist zu erkennen, wie alt der Streit um die Trierer Stadtumfahrung bereits ist: Sie hat Moos angesetzt.

Schon an der Schrift ist zu erkennen, wie alt der Streit um die Trierer Stadtumfahrung bereits ist: Sie hat Moos angesetzt.

TRIER. Die Debatte ist zwar nicht ganz so alt wie Trier, aber fast. Westumfahrung (“Moselaufstieg”) und Nordumfahrung (“Meulenwaldautobahn”) erhitzen über Jahrzehnte hinweg die Gemüter. Seit die Grünen in Mainz den verkehrspolitischen Ton angeben, sind beide Projekte auf Landesebene mausetot. Die CDU hingegen setzt auf Berlin, auf die kleine Schwester CSU, auf Minister Alexander Dobrindt und dessen Verkehrswegeplan. Die SPD sitzt irgendwo in der Mitte zwischen allen Stühlen. Hier die Grünen im Nacken, dort die Einsicht, dass Trier eine Stadtumfahrung durchaus gut gebrauchen könnte. Ein Gutachten der Ingenieurgruppe “IVV” aus Aachen gibt den Befürwortern der Projekte Munition. Ausgerechnet Lewentz’ Mainzer Ministerium für Infrastruktur hatte es in Auftrag gegeben. Im Juni letzten Jahres wurden die Ergebnisse präsentiert – dann verschwand das Papier klammheimlich in der Schublade. Mehr

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Auferstanden aus dem Urknall

Denken nicht verboten, sprechen auch nicht. Das neue Kulturleitbild der Stadt liegt nach zähem Ringen nun vor.

Denken nicht verboten, sprechen auch nicht. Das neue Kulturleitbild der Stadt liegt nach zähem Ringen nun vor.

TRIER. Was mit einer Provokation und dem lauten Urknall in der kulturellen Szene Triers begann, mündet nun wohl in einem Ergebnis mit breitem Konsens. Die Stadt bekommt ein Kulturleitbild − vorbehaltlich der Zustimmung des Rates am kommenden Dienstag. Dezernent Thomas Egger will das achtseitige Papier als erste Etappe verstanden wissen. Nach der Sommerpause sollen aus dem Leitbild Leitlinien entwickelt werden, um so die Ziele der hiesigen Kulturpolitik vom Allgemeinen ins Besondere herunterzubrechen. Was jetzt vorliegt, ist das Fundament. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mehr

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“Wir brauchen mehr direkte Demokratie in Trier”

Plädiert für mehr direkte Demokratie in Trier: CDU-Stadtrat und Oberstaatsanwalt Thomas Albrecht.

Plädiert für mehr direkte Demokratie in Trier: CDU-Stadtrat und Oberstaatsanwalt Thomas Albrecht.

TRIER. Er steht nicht im Ruf, ein Revoluzzer auf den Barrikaden wider Staat und System zu sein. Das verbietet ihm schon der Mittelteil seiner Berufsbezeichnung. Thomas Albrecht ist Oberstaatsanwalt. Er ist Christdemokrat und Stadtrat in Trier – ein überzeugter Wert-Konservativer und gläubiger Protestant. Sein Spezialgebiet ist die Internet-Kriminalität. Im WorldWideWeb jagt er jene, die Gutgläubigkeit ausnutzen, tricksen und betrügen – die gegen das Gesetz verstoßen. Und doch sieht der 58-jährige Jurist aus Mariahof gerade im Netz Chancen, die Demokratie auch auf kommunaler Ebene weiterzuentwickeln und Menschen für die Politik zurückzugewinnen. Eric Thielen sprach mit dem Mann, der sagt: “Wir brauchen auch in Trier mehr direkte Demokratie”, der mit seinen Thesen gelegentlich auch aneckt – auch in der eigenen Partei. Mehr

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West-Trasse: Unheilige Allianz aus Politik und Geld?

Über den Bahnübergang in der Aachener Straße donnert ein Güterzug mit zwei Lokomotiven. Die Bahnschranken sind ebenso in die Jahre gekommen wie das alte Gleisnetz am Westufer.

Über den Bahnübergang in der Aachener Straße donnert ein Güterzug mit zwei Lokomotiven. Die Bahnschranken sind ebenso in die Jahre gekommen wie das alte Gleisnetz am Westufer.

TRIER. Die Deutsche Bahn AG plant aktuell keine Aufnahme der Trierer Westtrasse in ihr freiwilliges Lärmsanierungsprogramm analog zur Oststrecke. Das geht aus einer Antwort des Unternehmens auf eine Anfrage hervor. Über die DB-Systemtechnik wird laut Bahn allerdings derzeit ein Lärmgutachten erstellt, das im Sommer vorliegen soll. Dann werde entschieden, ob für die Westtrasse Lärmschutzmaßnahmen nötig seien, teilte ein Bahnsprecher mit. Die fordern Anlieger und Anwohner jedoch unabhängig vom Gutachten. In den westlichen Stadtteilen wird befürchtet, dass sich der Güterverkehr nach Reaktivierung der Strecke für den Personenverkehr ausschließlich in die Nacht verlagert. Der Ausbau des Logistik-Zentrums im luxemburgischen Bettembourg könnte dafür ein Indiz sein. Mehr

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West-Trasse: Das sagen die Trierer Parteien

Collage_Parteien_neuTRIER. Wir haben  die im neuen Trierer Stadtrat vertretenen Parteien sowie die Freien Wähler um ihre Einschätzung der Situation in den westlichen Trierer Stadtteilen gebeten. Im Einzelnen wollten wir wissen

wie die Partei/Fraktion das Problem “Bahnlärm” beurteilt?

ob die Deutsche Bahn AG – auch im Hinblick auf die Reaktivierung der Westtrasse für den Personenverkehr – Lärmschutzmaßnahmen an der Strecke errichten soll?

ob die Partei/Fraktion für eine erneute beziehungsweise stärkere Bürgerbeteiligung zu diesem Projekt in den westlichen Stadtteilen plädiert?

Hier sind die Antworten (die Reihenfolge ergibt sich aus dem Abschneiden bei der letzten Kommunalwahl). Mehr

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Geheiligt werde die Planung

Aus einer anderen Welt - der dritte Block in der Gneisenaustraße.

Aus einer anderen Welt – der dritte Block in der Gneisenaustraße.

TRIER. 700 000 Euro hätte die Stadt 2013 aus dem Fördertopf “Soziale Stadt” von Bund und Land für Trier-West abrufen können. Weil das zuständige Sozialdezernat von Bürgermeisterin Angelika Birk (Grüne) jedoch kein zuschussfähiges Projekt einreichte, blieb das Geld im Topf. Deswegen formiert sich im Stadtteil eine seltene Allianz – von der CDU bis hin zu den Linken. Ortsvorsteher Horst Erasmy sagt: “Ich habe die Nase gestrichen voll!” Das Rathaus beschwichtigt: Man plane, heißt es aus Birks Dezernat. So auch im Irminenwingert, wo in den Wohnungen der Schimmel steht. Gearbeitet wird seit Birks Amtsantritt 2010 – an einem Konzept. Mehr

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Gequält, gemartert, gefoltert, verbrannt und ausgelöscht

Kämpfer wider den Hexenwahn - der Jesuit Friedrich Spee.

Kämpfer wider den Hexenwahn – der Jesuit Friedrich Spee.

TRIER. Rund 1 000 Menschen, Frauen wie Männer, fielen zwischen dem Ende des 16. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts in der Stadt Trier und dem Umland dem Hexenwahn zum Opfer. Meist ist ihre Geschichte namenlos – sieht man von solch historischen Figuren wie Dietrich Flade einmal ab, der erst Urteile sprach und dann selbst auf dem Scheiterhaufen endete. Am Mittwochabend wurde im Lesesaal der Stadtbibliothek der unschuldigen Opfer gedacht. Oberbürgermeister Klaus Jensen sprach von einer “Kultur der Erinnerung” und einem “eindeutigen Bekenntnis zur Unschuld der Opfer”. Mehr

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