Das war’s dann wohl

Für Sebastian Herrera und die Gladiator war kein Durchkommen gegen Jena. Foto: Helmut Thewalt

Für Sebastian Herrera und die Gladiators war kein Durchkommen gegen Jena. Foto: Helmut Thewalt

TRIER. Die Basketballer der Gladiators Trier haben auch das zweite Spiel der Playoff-Halbfinalserie der ProA gegen Science City Jena verlieren. Am Samstagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Marco van den Berg dem Favoriten vor 3.787 Zuschauern in der Arena mit 59:69 Punkten und steht nun vor dem Aus.

Von Willi Rausch

Die Erwartungen unter den 3.787 Zuschauern in der Arena Trier (Saisonrekord) waren groß, in der Best-of-Five-Serie den Ausgleich herzustellen, nachdem das Auftaktspiel in Jena zwei Tage zuvor mit 47:66 verloren worden war. Spätestens zu Beginn des Schlussviertels, als aus dem 53:49-Vorsprung binnen zwei Minuten ein 53:55-Rückstand geworden war, dämmerte dem Großteil des Publikums aber, dass diese Jenaer eine Nummer zu groß waren.

Eine über drei Viertel ausgeglichene Partie – zumindest was das Resultat betrifft – kippte in den letzten zehn Minuten noch deutlich zugunsten der Gäste, die den Schlussabschnitt mit 22:9 für sich entschieden. In dieser Phase fanden die Gastgeber, deutlich beeindruckt von der beinharten Verteidigung des Hauptrunden-Zweiten, keine spielerischen Mittel mehr, um die Partie weiter offen zu halten. Das Angriffsspiel der Gladiators zerfiel in Einzelaktionen, die fast immer in Fehlwürfen endeten.

Die Niederlage deutete sich aber schon viel früher an. Schon im ersten Viertel, in dem die Moselaner durchgehend führten, gab es klare Anzeichen. Zunächst kassierte Brandon Spearman schnell zwei Fouls, später genauso schnell zwei weitere Pfiffe und war, seine gezwungenen Würfe hinzugerechnet, nie ein Faktor. Dann die Freiwurfschwäche. Dass enge Spiele an der Linie entschieden werden, ist eine Binsenweisheit. Und sie stimmt. Nach drei Vierteln hatten die Trierer eine Quote von 50 Prozent (8:16) – zu schwach, um in einem solchen Duell bestehen zu können.

McElroy macht den Unterschied

Der wichtigste Faktor für die Niederlage der Gladiators war aber nicht in ihren eigenen Reihen zu suchen. Immanuel McElroy, hochdekorierter früherer BBL-Star, war der “Man of the Match”. Er war der Albtraum von Dwayne Evans, der offensiv keine Akzente setzen konnte, er war in der Crunchtime der Mann für die wichtigen Punkte und Rebounds.

Auf Trierer Seite konnte nur Simon Schmitz überzeugen. Der Spielmacher war bester Scorer und auch emotionaler Leader des Teams. Vom Rest kam zu wenig. “Ich bin enttäuscht, weil wir ‘unerwachsen’ gespielt haben, sagte Coach Marco van den Berg, der zugab: “Man hat einen Qualitätsunterschied gesehen.”

Es spricht vieles dafür, dass die erste Saison der Gladiators Trier in der ProA am Montag zu Ende ist. Dann treten die Moselaner zum dritten Spiel in Jena an. Mit einer weiteren Niederlage wäre die Serie zugunsten des Favoriten entschieden.

Auch im zweiten Halbfinale steht die Serie 2:0 – für den Hauptrundensieger RASTA Vechta gegen die Rockets Gotha.

Das dritte Spiel der Halbfinalserie zwischen Trier und Jena findet am Montag, 25. April, in der Sparkassen-Arena in Jena statt (19.30 Uhr). Ein eventuell erforderliches viertes Spiel ist für Donnerstag, 28. April, 20 Uhr, Arena Trier angesetzt.

Ein Text unseres Kooperationspartners

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