Der Digital Hub zieht in die Jägerkaserne

Die Stadt bereitet sich darauf vor, den geplanten Digital Hub in der Jägerkaserne anzusiedeln. Foto: Rolf Lorig

TRIER. Der Standort für den Digital Hub war lange Zeit unklar. Jetzt sieht es so aus, als ob der bereits schon einmal genannte, dann wieder verworfene Standort, die Jägerkaserne, realisiert wird. Das hat das Presseamt der Stadt Trier auf Anfrage des reporters bestätigt.

Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das Oberbürgermeister Wolfram auf die Schienen gesetzt hat. Mit einem Digital Hub will Trier der Konkurrenz aus Mainz und Ludwigshafen Paroli bieten. Vereinfacht ausgedrückt versteht man unter dem Digital Hub einen Knotenpunkt, der junge Startups sowie digitale Anwender aus Industrie, Mittelstand und Wissenschaft in einem Gebäude vereint. Digitale Entwickler werden mit dem Ziel, neue Geschäftsmodelle, Produkte, Dienstleistungen oder innovative Projekte für Unternehmen der Region entwickeln, mit weiteren Unterstützern zusammengebracht.

Nun also scheint die Entscheidung gefallen zu sein: “Der Digital Hub geht zunächst in die Jägerkaserne”, bestätigte Pressesprecher Michael Schmitz. “Das Gebäude dort wurde ja von der Stadtverwaltung als Übergangsquartier für das Bürgeramt genutzt. Die Infrastruktur ist also ganz in Ordnung. Dennoch wird das Gebäude jetzt noch so hergerichtet, dass einzelne Büros vermietbar sind. Im Mai wird es dort ein Start-Up-Camp geben. Ab dann können sich potentielle Start-Ups, die auf Raumsuche sind, die Gebäude ansehen und im Laufe des Jahres auch einziehen.”

Kräftige Missklänge hatte es zwischendurch gegeben, als es hieß, dass der Hub in das Gebäude im Schießgraben einziehen solle, in dem sich derzeit ein Jugendclub befindet. “Die Häuser im Schießgraben waren in der Tat mal vorgesehen, dürften aber als längerfristiges Quartier für einen Hub nicht gut nutzbar sein”, antwortete Schmitz.

Was er aber nicht sagte: Es gibt ganz offenbar noch andere handfeste Gründe, die gegen die dortige Ansiedlung des Digital Hub sprechen. Denn nun soll für die Dauer der Sanierungsarbeiten der Jugendbetrieb des Exzellenzhauses übergangsweise dorthin verlagert werden. Dafür hat sich der Steuerungsausschuss am Mittwochabend auf Anregung von Oberbürgermeister Wolfram Leibe in seiner Sitzung ausgesprochen. Mit der Sanierung des Exhauses wird sich der Stadtrat am 17. April erneut beschäftigen. (-flo-)


Drucken
Erstellt am Autor Rolf Lorig in Gesellschaft 5 Kommentare

5 Kommentare zu Der Digital Hub zieht in die Jägerkaserne

  1. Werner Felten

    Wunderbar. Endlich tut sich `was zur Unterstützung der Trierer Digitalkreativen! Eine alte Kaserne in abgehängter Lage zur Miete. Besser lässt sich nicht beschreiben, wie weit Trier von der Welt entfernt ist. Aber immerhin besser als nichts. Luxemburg wird sich freuen, dass immerhin ein paar Start-ups in der Region bleiben werden, die ansonsten weggegangen wären. Sobald diese flügge geworden sind, werden die Firmengründer dorthin gehen, wo Milch und Honig fliessen. Danke, Trier!

     
  2. Wolfgang Nerling

    Klasse, wenigstens ein Platz mit schnellem Internet.
    Danke Trier

     
    • Stephan Jäger

      ?

      Ich habe „in Trier“ stabile 200 Mbit? Vielleicht sind Sie einfach beim falschen Anbieter. Dafür kann aber die Stadt nix.

       
  3. Twister

    200MBit (-: Da redet der Jäger von schnell … Es kommt halt auf das an was man so machen möchte … Für ein paar Werbepösterchen reichen die stabilen 200Mbit sicherlich

     
    • Stephan Jäger

      Oha! Na da haben wir ja mal wieder einen echten HighEnd-User!

      Der Herr Twister hat vermutlich das komplette DarkNet im Keller. Deshalb ist er wahrscheinlich selbst bei solch differenzierten Statements zu feige, seinen Namen dazu zu schreiben.

       

Hinterlasse einen Kommentar

* Eingabe erforderlich (Pflichtfelder). Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Die Angabe eines Klarnamens ist nicht erforderlich.